10.12.2007
Am Nordrand der Alpen
manchmal, da braucht selbst ein wahnsinniger wie ich einen moment zur besinnung. ein paar stunden, um dinge revue passieren zu lassen, etwas zeit, um erlebtes zu verinnerlichen. spätestens morgen wird es soweit sein, jetzt im moment allerdings, befinde ich mich noch mitten im unaufgeräumten kopfbilderalbum der vergangenen tage. jemand sagte zwar einmal, ich glaube ich, man sollte besser niemals aufgewühlt schreiben, bloß sitze ich gerade zufällig vor einem laptop und mir will absolut nichts besseres einfallen, als eben diesen unnötigen quatsch zu verzapfen. nachrichten lesen ermüdet mich, amazon bilde ich mir ein auswendig zu kennen, auf uncrate hat sich seit freitag nichts getan, und blogs lesen, ja, wer tut das schon?
am ende ist momentan alles gleichzeitig interessant und öde, zumindest für mich. und deswegen lasse ich das tippen nun
doch besser bis morgen bleiben und versichere ihnen gleichzeitig diesen eintrag NICHT unter drogeneinfluß getippt zu haben.
echt jetzt.

eigentlich sollte es dazu eine fortsetzung geben, aber da es schon an anderer stelle beschrieben wurde und ich augenblicklich eh nicht sonderlich gut im schreiben von fortsetzungsgeschichten bin, lasse ich es einfach. ja...
01:40 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (19) | Per Email verschicken
05.12.2007
Jetzt wird getanzt
„Die Ultimate Edition von Tanz der Teufel wurde durch die BPjM indiziert (BAnz. Nr. 185 vom 29. September 2006). Ein Beschlagnahmebeschluss des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten liegt vom 26. April 2002 (Az.: 351 Gs 1749/02) vor.“
das gilt in deutschland also weiterhin, nachdem der film bereits 1985 zum ersten mal indiziert und beschlagnahmt wurde. es existiert zwar eine in deutschland verkäufliche version, die ich mir auch vor einiger zeit ärgerlicherweise kaufte, doch sind diese nach zensur übrig gebliebenen 70(!) minuten eher ein witz, denn ein film. und diese ganze angelegenheit ist überhaupt ein witz, in zeiten von turbobrutalen horrorfilmen und spielen, eine veraltete, billige und auch nicht sonderlich ernst gemeinte filmarbeit von 1981 so zu behandeln, als hätte sie mindestens satan persönlich vollbracht.
aber, was rege ich mich auf – ich wohne ja jetzt in österreich, und hier darf man sich eben als erwachsener anschauen, was man möchte, ohne gleich zum verbrecher zu mutieren. so zum beispiel auch „evildead“, ungschnitten und deshalb 87(!) minuten lang...



17:00 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (17) | Per Email verschicken
02.12.2007
Oh Weih...
hip hip hurra, scheiß weihnachten steht vor der tür! das wird einem an so vielen stellen bis zum erbrechen signalisiert, daß es selbst einem christkindignoranten wie mir kaum gelingt, so zu tun, als ob tannen eben nur bäume wären und sternschnuppen etwas rein wissenschaftliches. ein totalitäres kitschbombardement erster güte, leuchtendes und funkelndes erschlägt einen permenent, bis man sich vorkommt wie ein gehinrgewaschener sklavenzombie eines schwulen weihnachtsmannes, der seinen erigierten schokoladenschwanz ununterbrochen an rote renntiere verfüttert. harte worte, das mag sein, doch „perversität“ ist eben DAS wort, welches mir hauptsächlich einfällt, wenn ich die horden wandern sehe, vorprogrammiert von blinklichternden werbemaßnahmen und infiziert durch naivste sagen um ein von geisterhand erzeugtes superkind. dabei begegnet man aber in gesprächen kaum jemandem, der das ganze gut findet, nein, alle finden es scheiße und schrecklich, fraglich bleibt am ende bloß, wer denn diese massen sind, die einen daran hindern in aller ruhe einzukaufen, oder sich überhaupt fortzubewegen, wenn eigentlich keiner was mit dieser festlichkeit zu tun hat...
und während ich das noch denke, klingelt das telefon, aus dessen leitung meine mutter uns einen schönen ersten advent wünscht. als ob das ein zeitpunkt des jahres wäre, oder eine angelegenheit, von der man überhaupt kenntniss nehmen sollte. meine antwort darauf passiert mutternfreundlich, aber zurückhaltend automatisch: danke, euch auch. und sonst?
doch am ende und deswegen scheitere ich wieder an dem versuch den hasserfüllten menschenfeind zu geben und weihnachten verbal zu zerstören, angesichts der tatsache, daß ich eben nicht in einem erdloch bei unterernährung und peitschenhieben aufgewachsen bin, sondern mich tatsächlich immer auf weihnachten gefreut habe. damals. früher.
und was bleibt? geschenke habe ich bei amazon bestellt, so kann ich mir wenigstens einbilden, ich sei kein mitverursacher der wahnsinnigen gruppenhysterie. und falls mich jemand doch irgendwo da draußen antreffen sollte, so bin ich sicherlich nicht wegen weihnachten unterwegs...
22:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per Email verschicken
10.09.2007
Herbst
da kann es einem doch wirklich vergehen, wenn frau dauernd missverstanden wird, zum beispiel weil frau bloß der ansicht ist, frauen sollten eben nur kinder werfen und speisen zubereiten, anstatt loszuziehen um erfolgreich außerhalb der eigenen küche zu agieren, die tatsache, daß frau selbst eine steile karriere ohne rücksicht auf verluste hingelegt hat, gänzlich ignorierend.
und kaum ist ein wenig ruhe eingekehrt, nach diesem eher skandalös-überflüssigen, statt denkwürdigem buch, schon klettern die doofen kritiker wieder auf die bäume der intoleranz, bloß weil frau der ansicht ist, daß früher nunmal einige dinge besser waren. damals. im dritten reich...
und überhaupt, wer hat denen eigentlich eine eigene meinung erlaubt?
11:00 Veröffentlicht in Debil , Gehört , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
06.08.2007
©(TM)*
"das wetter wird ihnen präsentiert von der dresd*ner bank" ertönt aus dem spheros und ich glaube kurz daran, den schuldigen für diesen zu oft mißglückten sommer gefunden zu haben. mußte ja früher oder später eh so kommen, daß sogar das wetter aufgekauft und marken-versklavt wird. nun wird es keine rolle mehr spielen, ob es gut und gesund ist, wenn es tagelang regnet, als ob die wolkenbewohner aus bodenlosen bechern trinken würden, sondern einzig und allein die möglichst hohe auflösung der wassertropfen, nebst der farbverbindlichkeit der sonnenstrahlen und einer zentrierten platzierung des logos auf den einzelnen hagelkörnern. ein biblischer ausverkauf, das, wenn sie mich fragen...
aber was soll es auch, alles muß weg, alles muß raus, die zeit rennt uns davon, wozu also etwas unversucht lassen, den totalitären marketing-overkill zu veranstallten, bevor der klimawandel alles dahin rafft und es somit unmöglich macht,
selbst dem letzten pünktchen im universum einen winkelmaßkreuzartigen copyright-stempel aufzudrücken, ganz "frei" nach dem motto einer vereinten und gleichdenkenden gemeinschaft: wir sind eins und alles. und selbst die DIN-normnummer der erdkugel ist gesichert. bloß gott sollte mal langsam als vorstand ausgetauscht werden, man weiß bloß nicht, wo dieser drecksack steckt...
ich frage mich, in diesen möglicherweise sehr schrägen gedankengängen meiner wenigkeit bloß, wer denn eigentlich verklagt wird, wenn die allgemeine scheiße einfach nicht mehr so riecht, wie sich das experten gedacht haben, denn, seien wir mal ehrlich - zu viel, von was auch immer, hat in der geschichte der menschheit noch nie zu was gutem geführt, vorallem dann nicht, wenn es eben von menschenhand produziert und/oder erdacht wurde.
wenn ich also eines tages, mit völlig romantischen gedanken im hinterkopf, nach oben schauen sollte und dabei das logo eines weltkonzernes auf dem vollmond erblicken, werde ich mich augenblicklich in ein mobiles schwarzes loch fallen lassen, welche bis dahin sicherlich im doppelpack beim discounter käuflich erwerbbar sein werden. lieber ein riesiges nichts, als eine aufgeblähte und collagierte gehirnzellenwäsche.
*dieser auswurf wurde ihnen präsentiert von meinem bauch.
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30.07.2007
Possessed
ein jeder hat andere vorstellungen davon, sich die zeit zu vertreiben. es gibt die verschiedensten dinge, die man tun kann, sei es musik hören, bücher lesen, filme schauen, sex haben, kochen, saufen, bildhauen oder beten, um nur ganz wenige möglichkeiten des zeittotschlagens aufzuzählen, die man selbstverständlich auch alle miteinander vermengen kann.
doch manchmal, ist das ganze zu wenig und es bedarf eben einiges an kreativität, um den eigenen horizont an möglichkeiten zu erweitern.
ich glaube, ich probiere das auch mal. gehe gleich mal zum supermarkt rüber und vollziehe eine aufwändige teufelsaustreibung an der kassiererin. die hat mich letzte woche so böse angeschaut, als ich kein kleingeld hatte, sie wird sicherlich beherrscht von einer finsteren welt. ob es statt des crucifixes ein schraubenzieher tut?
19:00 Veröffentlicht in Debil , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
02.07.2007
No iPhone!
es ist die zwei mit dem suffix am ende, in die mich das thema iPhone treibt. auf der einen seite bin ich sowas, wie der personifizierte technikfanatismus, zudem seit über zehn jahren apple-nutzer - auf der anderen besitze ich die fähigkeit dazu, alles was strom verinnerlicht, blasphemisch in grund und boden kritisieren zu können, sobald mir nur bloß ein funken an unfunktionalität auffällt. und da wird es bei dem oben genannten smartphone eben sehr heikel, da ich nicht bloß ein apple-nutzer, sondern auch ein fan dieser marke bin, gleichzeitig aber jegliches technikspielzeug aus der ersten generation verabscheue.
was spricht also dafür? ganz klar, das design natürlich. ein geiles teil mit einem hochauflösenden touchscreen und vielen lustigen und bunten icons, womit man so ziemlich alle mitmenschen in der vollen bahn, oder kirche ziemlich beeindrucken kann, sofern diese ebenfalls auf teuren leuchtkramm mit kommunikationsambitionen stehen. und sonst? nun es kann wohl ziemlich viele dinge, welche auch ein standcomputer kann, bloß minimalistischer und unbequemer. ach, telefonieren kann man damit wohl auch, wie einer der ersten glücklichen käufer zu berichten wußte, seine frau hätte bloß fünf minuten gebraucht und schon wäre sie mit jemanden verbunden gewesen...
und dagegen? unausgereiftheit eben, wie bei jedem anderen und neuen beinahe-prototypen. uneinigkeit und monopolismus bei den tarifen der anbieter. software und spiele wird es möglicherweise irgendwann geben, aber erst dann, wenn sich apple darüber einig werden, mit wem sie geschäftlich kuscheln wollen. und ja, das touchscreen, welches nicht wirklich so reagieren soll, wie man sich das wohl gerne interaktiv schöndenken wollte, wobei ich eh ein totalitärer gegner dessen bin, mit meinen fingerklumpen displays zu beschmieren...
fazit? tun sie, was sie nicht lassen können, ich jedenfalls distanziere mich aber erstmal davon und warte in aller ruhe version zwei ab. oder drei. obwohl von warten eh kaum die rede sein kann. und, hey, am ende kommt es doch sowieso nicht darauf an, womit man kommuniziert, sondern mit wem...

00:35 Veröffentlicht in Alltag , Gehört , Gelesen , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (20) | Per Email verschicken
27.06.2007
27.06.
1629: dreißigjähriger krieg - in der schlacht bei stuhm verlieren die schweden gegen polnische und kaiserliche truppen.
könnte sich glatt bald wiederholen, tauschte man schweden gegen europa und würden sich irgendwo polen-freundliche kaisersöldner finden lassen...
1765: uraufführung der komischen oper "le faux lord" von françois-joseph gossec an der comédie italienne in paris.
habe ich verpaßt...
1794: der französische schriftsteller simon nicolas henri linguet wird in paris hingerichtet, weil er „den tyrannen zu london und wien geschmeichelt“ habe.
er wäre sicherlich ein wunderbarer blogger geworden...
1873: die brauerei beck & co. wird in bremen von lüder rutenberg, braumeister heinrich beck und dem kaufmann thomas may als kaiserbrauerei beck & may gegründet.
ja, da hatte herr beck noch keine "experiences"...
1893: im zuge der wirtschaftskrise 1873–1895 kommt es in new york zum zusammenbruch der dortigen börse.
ganz nach meinem geschmack - lustiges massenspringen aus fenstern...
1898: joshua slocum vollendet als erster einhandsegler eine weltumrundung und trifft mit seinem boot "spray" nach über dreijähriger reise in newport (massachusetts) ein.
nur so, als anspielung...
1972: der unterhaltungselektronik- und automatenhersteller atari wird von nolan bushnell und ted dabney gegründet.
ein hoch auf "test drive"!
1977: joseph ratzinger, der spätere papst benedikt XVI, wird von papst paul VI zum kardinal ernannt.
ich bin der ansicht, es wäre längst an der zeit, der katholischen kirche einen existenzverbot zu erteilen...
und sonst? nichts besonderes...
11:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Vergangenes , Welt | Permalink | Kommentarstatus (12) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
25.05.2007
Bl[o]gott!
wird mal wieder zeit, sich ein wenig mit dem blog an sich auseinander zu setzen, was an dieser stelle schon lange nicht mehr passiert ist:
statistik? seit monaten gleichbleibend, nichts wildes, mehr brauche ich allerdings bei meinen niederen sympathiewerten und meiner konsequenten art der ignoranz eh nicht zu erwarten.
neue erkenntnisse? nein. ich lese wenig und kommentiere kaum. fragen sie mich nicht, warum das so ist, ich bin halt kein wirklich gut funktionierendes glied in einer sogenannten community, inklusive derer aktivitäten.
veränderungen? gerne, solche sind allerdings dieses jahr kaum noch zu erwarten, da zu unrealistisch mangels zeit und antrieb.
und sonst? das übliche. weiterhin landen nur depperte und perverse via google auf dieser seite. ich glaube, sie machen den großteil der statistik aus. ein auszug:
genitalien obduktion
ja, was soll ich sagen? schnappen sie sich ein küchenmesser und legen hand an. oder glauben sie etwa, jemand würde es ihnen vormachen?
nackte friseuse
soll es geben. und was sind sie? ein nackter arbeitsloser?
riesige brustwarzen
jawoll! richtige treckerventile, gell? hätten sie wohl gerne, leider sind sie mit diesem wunsch an dieser adresse ungefähr so falsch, wie ein lebensfrohes rind beim metzger.
spritz mir ins gesicht
was soll eine suchmaschine eigentlich noch alles können?
abstraktes pferd
gesucht von einem psychedelischen reiter?
betrunkenes mädchen video
ich habe mir letztens "blutender perverser video" angeschaut. war nicht übel...
und zu guter letzt - scheissen spiele
ach, gehen sie doch in der kanalisation schnorcheln.
fazit? mir ist schlecht.
17:20 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Welt | Permalink | Kommentarstatus (14) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
24.05.2007
Vitae cursus
die bewerbungsunterlagen schimmern als pdf daten auf dem display. es ist schon ein merkwürdiges gefühl, den eigenen lebenslauf zu lesen, mit den vielen stationen und erinnerungen, mit einigen schillernden namen größerer unternehmen und diversen jobbezeichnungen, die sich bloß ein hirnverbrannter bwl-er mit hang zum denglisch und schwulenpornos ausdenken konnte. "quality assurance manager", ja, so was war ich auch schon mal und zwar mitten im dialektbelasteten rheinland, in einer karnevalistischen hochburg deutschlands...
es ist ein merkwürdiges gefühl, diese unterlagen zu lesen und zu verschicken, vorallem nach den vergangenen jahren des selbstständigen unternehmertums, um sich nun für eine mehr oder weniger einfache festanstellung, ohne zu viele ansprüche zu bewerben. weniger freiheit = mehr freiheit. eine festanstellung von 08:00h bis 17:00h bietet mir mehr freizeit und mehr ruhe, nach verlassen des büros. in der selbstständigkeit gab es dafür durchaus 16-stunden arbeitstage nebst schlaflosen nächten, allerdings auch eigene entscheidungsfreiheit auf allen ebenen.
die wichtigste frage bleibt wohl, wie sich denn der pfeffer in meinem hintern verhalten wird, sobald ich überblick habe und dabei jemanden über mir, der mein tun lenken soll. vor meiner selbstständigkeit agierte ich in den letzten drei anstellungen als abteilungsleiter, werde ich mich nun als einer von vielen fügen können? werde ich kleinlaut beigeben können, oder wird mein temperament eher mit mir durchgehen, wenn ich etwas erfahrungstechnisch für absurd und zu praxisfremd halte? je nachdem, in welche richtung ich denke, empfinde ich es beinahe als nachteil, ordentlich berufserfahrung gesammelt zu haben. wäre ich bloß ein kleines licht, dann gäbe es wenigstens kaum erleuchtungen.
ich erinnere mich an die dekadenten zeiten, in einem großen unternehmen, wo geld keine rolle spielte und ich zudem eine wichtige stelle bekleidete, zumindest von der bezeichnung und vom gehalt her. alle drei tage im flugzeug, die teuersten mietwagen, nur die guten der guten hotels, teuerstes essen.
wie sehr produktiv eigentlich meine arbeit damals gewesen ist, kann ich allerdings bis heute nicht wirklich beurteilen. mehr oder weniger war ich in erster linie damit beschäftigt firmengelder auszugeben, als irgendwas wirklich zu tun. die saftigen jahresprämien, die ich bekam, hinterfrage ich bis heute und vorallem das *wofür*. weil ich mich in verschiedenen sprachen unterhalten kann? dieser job war so realitätsfremd, daß ich mir immer wieder die edlen visitenkarten vor die nase halten mußte, bloß um zu regestrieren, daß er wirklich existent ist. als mein vetrag auslief, empfand ich das wie eine plötzliche nüchternheit, nach einem intergalaktischen drogentripp. laptop, handy und organizer durfte ich behalten...
dann gab es die technischen geschichten, die mir zwar weniger gehalt einbrachten, mich allerdings dafür sehr viel lehrten, bis ich an dem punkt war, ganz alleine in einer agentur gänzlich selbstständig arbeiten zu können, ganz gleich in welcher abteilung. das waren teils harte, teils sehr amüsante zeiten, inklusive hunderter unbezahlter überstunden, die irgendwie durch geschenke vergütet und aufgefangen wurden. würde ich zwar in dieser form nie wieder mitmachen, doch als erfahrung, sind diese zeiten unbezahlbar. rotation ad maximum, der schlafsack für kurze zwei stunden schlaf zwischendurch, auf dem büroboden, gehörte mit zum büroinventar...
diverse projekte im ausland, sei es new york, sei es cardiff, sei es tel aviv, ließen mich fremde ansichten schnuppern und alternative arbeitsmethoden übernehmen, für die ich hierzulande erst milde belächelt wurde, welche mir aber später den stempel verpaßten, ein krisensicherer mistkerl zu sein, der aus der beschissensten reklamation immer noch profit schlagen kann.
es ist eigentlich ganz einfach, kunden sind bloß zickige geldautomaten, die es gilt kurzzuschließen, was mit einer gesunden prise gespielter arroganz durchaus einfach ist. dies gilt natürlich nicht für die insolventen superhelden, die haben einen virus, an dem man sich geradezu die zähne ausbeißen kann...
und nun werde ich einen schritt zurückgehen, in die richtige richtung, weg vom abgrund. ich möchte mich auch einmal in einer bodenständigen sicherheit wiegen, anstatt wie ein pionier die vorderste und vermiente front zu erforschen. ich gehe abends nunmal lieber ins kino, oder ins theater, als kurz zwei stunden auf dem büroboden zu schlafen, weil die auftragslage keinen feierabend zuläßt. sicherlich möchte ich kurz verreisen, aber eher privat, statt beanzugt, von einem überhitzen büro aus einen strand zu beobachten, während die ppt-folien beinahe auf dem besprechungstisch dahin schmelzen. ich möchte ruhe nach feierabend und kein firmenhandy, welches durchaus schon mal mitten in der nacht klingelt, weil mitarbeiter in ausländischen filialen, noch nie etwas von zeitverschiebung gehört haben. ein kleines licht, vorerst, ohne erleuchtungen, dafür mit genügend freizeit, um abschalten zu können. es läuft nichts weg, höchstens das leben selbst.
ich klicke mal auf "Senden".
09:05 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen , Kopflastig , Vergangenes , Welt | Permalink | Kommentarstatus (5) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
26.02.2007
The Desert
Every man, woman,
and child alive
should see the desert
one time before they die.
Nothing at all
for miles around,
nothing but sand and rocks
and cactus and blue sky.
Not a soul in sight.
No sirens, no car alarms,
nobody honking at you,
no madman cursing
or pissing on the streets.
You find the silence
out there.
You find the peace.
You can find God.

p.s. nur so. zitat aus "25th hour". und was mir noch einfällt: sind wir jetzt oscar?
18:05 Veröffentlicht in Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (3) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
21.02.2007
Interaktives Diarium
die logisch abstrakte symbolverarbeitung unserer gehirnleistung, ist irgendwie ein äußerst komplexes unding. ich weiß zwar nicht, wie das bei ihnen ist, bei mir zumindest ist es jedenfalls so. ernsthafte gedanken dreschen auf spaßvolle ideen ein, realitätsbezogene themen schimpfen über den abstrus-fiktiven irrsinn und umgekehrt. tut man es für sich, oder für andere? versucht man dazuzugehören, oder dagegen zu schwimmen?
ist das ganze eine gegenbewegung, oder eine fusion?
kreativität ist nicht unbedingt angeboren oder erblich, ebenso sind geschmäcker verschieden und so breit gefächert, wie die zahl der im ozean umherschwimmenden organismen. ein jeder möchte einzigartig sein, irgendwie ist das auch so, nur muß das nicht unbedingt immer etwas gutes sein.
ich schreibe, weil es mir spaß macht und weil es meinen kopf frei macht. ob die tatsache, daß jemand wie ich schreibt, gut ist, oder schlecht, sei mal dahingestellt, ich tue es in erster linie für mich und nicht für andere, oder um aufmerksamkeit zu erlangen, das liegt mir fern. kreativbetrunken, ist durch und durch ein spontanes werk, von was auch immer. ich setze mich hin und schreibe, in den meisten fällen überhaupt ohne grundidee, diese entwickelt sich satz für satz. ich notiere mir beinahe nichts, und selbst wenn, verwende ich es nie. manchmal habe ich grandiose ideen wenn ich unterwegs bin, doch bis ich zum schreiben komme, habe ich sie längst vergessen. schreibe ich einen längeren eintrag und werde mit diesem nicht fertig vor dem schlafen, lösche ich ihn, weil ich am nächsten tag wieder gänzlich andere sachen im kopf habe und ihn unmöglich fortsetzen kann. was ich sagen will, ist folgendes: es ist mein hobby, bereits lange schon, noch bevor es blogs gegeben hat, habe ich notizblöcke vollgeschrieben, im netz habe ich nur begonnen zu schreiben, weil ich eh die meisten tage vor computern sitze. ich erwarte von dieser tätigkeit nichts, wurde dennoch mit unbezahlbarem beschenkt. was kommentare angeht, so freue ich mich natürlich darüber, vorallem wenn sie informativ oder lustig sind, würde allerdings niemand kommentieren und niemand meine seite besuchen, würde sie trotzdem und exakt so wie sie ist existieren.
sie merken es schon? heute ist mal wieder die sogenannte blogosphäre dran, über die ich mich auslassen muß, weil wieder einmal diskussionen und streitereien geführt werden, die so unnötig sind, wie die frage nach dem sinn der erdanziehungskraft. menschen sind eben menschen, verschieden, andersdenkend, dumm, intelligent, logisch, eingebildet, verdreht, gütig, sinnvoll und -los, dümmlich, pervers, anständig, verlogen, großzügig, ideenreich, faul, belesen, unerfahren, weise, ehrgeizig und was auch immer. menschen halt. diese diskussion wird schon seit jahrhunderten geführt und führt zu nichts, außer der erkenntnis, daß jeder einzelne nunmal ein individuum ist. verstehen sie was ich meine? menschen sind eben nur menschen, auch online...
dieses ganze gerede über "web 2.0", "gute" und "schlechte" blogs, aussagekräftige und -lose kommentare, geht mir heftigst auf die nerven, weil ich das problem einfach nicht verstehe. selbstverständlich begegnet man im internet vollidioten, bloß, das tut man im supermarkt und beim bäcker ebenfalls. was ist bitte daran neu, daß manche eben totalitär dumm durch das leben titschen und andere eben mal gerne ein buch lesen? die antwort darauf findet man sicher nicht im internet, sondern im eigenen verstand.
ich persönlich werde selbstverständlich mit der sache weitermachen, die ich eigentlich bloß "schreiben" nenne, ganz gleich, ob es jemand wahrnimmt, oder nicht, weil es mir irgendwie egal ist. ich bin nicht gut und ich bin nicht schlecht, doch ich tue es im grunde eh bloß für mich selbst.
sie dürfen zuschauen, falls sie wollen, das ist schon alles und der gipfel der erleuchtung ist: wem die vorstellung nicht gefällt, der ist nur einen mausklick davon entfernt, diese unbeschadet und sofortig verlassen zu können.
so sei es
21:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (6) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
06.02.2007
SID 07
heute ist safer internet day. was das heißt? meiden sie heute besser diese seite. schützen sie ihre kinder grundsätzlich vor den hier befindlichen inhalten. warnen sie ihre verwndtschaft und deren bekannte. gründen sie eine ehrenamtliche initiative gegen den autor. gehen sie auf die straße und demonstrieren, vielleicht sogar vor dem europaparlament. bauen sie schon einmal den scheiterhaufen auf. beten sie.
und der unverbesserliche rest? der kann bleiben. ich werde mir nachher vielleicht ein wenig blut aus dem ärmel schütteln. warum auch nicht? schon die bibel hat uns vorgemacht, wie man möglichst bestialisch ziemlich viele leute um die ecke bringt, da werde ich ja wohl auch manchmal ein paar kleine lichter ausknipsen dürfen. selbstverständlich bloß buchstäblich.
leider...
ave satanas.
12:25 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Welt | Permalink | Kommentarstatus (9) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
22.01.2007
Blogistik
wissen sie, ich betrachte die statistiken meiner seite eher seltener, einen groben überblick habe ich allerdings trotzdem.
in den letzten monaten ist es mehr geworden, also mehr besucher, meine ich, nur, was ist denn da losgewesen?

ich weiß es und kann mir an dieser stelle einfach nicht ein kurzes und herzliches fuck you! verkneifen, inklusive eines kurzen gehen sie woanders spielen...
und wo wir schon bei blog-themen sind, hier wieder einmal eine kurze auswertung der suchanfragen, die weitere depperte auf kreativbetrunken führten:
brett mit rostigen nägeln
legen sie sich hin, machen sie es sich bequem, die nägel sind übrigens gänzlich unhygienisch, ich bin sicher es ist ihnen allerdings egal. zumindest ist es mir...
ältere frau grosse mächtige brüst warze
ich bin sicher, ihr deutsch-kurs hat etwas gebracht... etwas... wenn sie sich allerdings einen kloppen wollen, dann bleiben sie a) meiner seite fern und b) tippen einfach "porno" in die suchmaske.
werbal
puchstapieren sie mal was et...
a m o k
wozu die leerzeichen? zügern sie noch?
ehefrau benutzt und gefickt
ich bin sicher, daß jemand, der solche hirnrissige und perverse scheiße bei google eingibt, noch nie in seinem leben auch nur die letzte dorfschlampe anfassen durfte. kaufen sie sich einen loli und führen ihn sich ein. dann stinken sie wenigstens nicht mehr so nach scheiße...
und
tödliche autounfälle nrw
ich glaube, da will mich jemand tot sehen...
was auch immer, schönen tag noch.
17:30 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Welt | Permalink | Kommentarstatus (8) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
21.11.2006
Politischer Aufsatz mit Gastautoren (III)
17:58 Veröffentlicht in Blog , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (0) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
13.11.2006
Abwehrmechanismus
herr ad geht auf reisen. sollten sie die nächsten wochen nichts von mir hören oder lesen, dann bin ich dort.
sollten sie von mir hören oder lesen, dann bin ich doch hier.
was auch immer, ich muß nachdenken...
21:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig , Untergang und Rettung , Welt | Permalink | Kommentarstatus (6) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
12.09.2006
Machen Sie Google nicht zu Ihrer Startseite!
mal wieder ein paar "interessante" suchbegriffe, die auf diese seite führten als lückenfüller, da ich augenblicklich zwar mehrere einträge schreibe, damit allerdings irgendwie nicht wirklich fertig werde, so werfe ich ihnen hier mal den happen vor die füße und hoffe, daß die vollgesogene zecke die ich mir vorhin aus dem körper ziehen mußte, keine der infizierten krankheitsüberträger war, sondern nur eben ein weiterer beschissener parasit, der sich mit sichtlichem vergüngen (der größe nach...) ein wenig von meinem natürlichen bloody mary abgepumpt hat. so können sie sich vorsichtig auf diverse dinge wie "killing time", "amok V", "iKill 2.0" oder "die anleitung zum vorlauten klugscheißertum, als folgende todesursache" freuen, sofern dieses biest nicht wieder eines der fiesen gewesen ist, welches meine nervenentzündung verschlimmern läßt, da ich diese auch dank dieser viecher bekommen habe, wie es nun endlich festgestellt wurde. falls doch, so folgt nichts, da ich dann draufgegangen bin...
(an dieser stelle ein nachtrag: der obere text entstand gestern und da ich gerade von der werten julia mit einem stock bearbeitet wurde, folgt doch noch recht schnell etwas...)
als erstes meine "lieblinge", die in diversen kellern über einen internetanschluß zu verfügen scheinen:
oma fickt mit dem sohn
sie perverser flachkopf. wie wäre es damit, erst wenigstens den sonderschulabschluß zu machen, anstatt interaktiv durch die gegend zu onanieren? ein paar buchstaben tippen klappt zwar bereits, nur das logische verständniss wurde bei ihnen noch nicht sichtlich entwickelt. eine oma kann unmöglich ihren sohn ficken, höchstens ihren enkel. sie und ihre abartige beschränktheit widern mich an.
brustwarzen auf brett nageln
mit ihnen würde ich wirklich mal gerne spazieren gehen, irgendwo, in die unberührte natur. nur sie und ich und ein werkzeugkasten, mit dessen hilfe ich dann ihren schwanz mit zwei rostigen nägeln an einem baum befästigen würde. glauben sie mir, ich kenne stellen, wo man sie nicht schreien hören würde, zudem könnten sie gleich vor lauter angst wie ein springbrunnen aus drei löchern gleichzeitig pinkeln...
arzthelferin rasiert
(wie zum teufel kommt man eigentlich über solche suchanfragen auf mein blog?) nun, rasiert ist pflichtprogramm, ganz gleich welchen berufsstandes, oder geschlechts, da lasse ich mich nicht auf gespräche ein...
und nun hacken wir unsere perversen idioten ab und kommen zu den hilflosen internet benutzern.
flur brillenfassungen
verzeihung, da bin selbst ich überfordert...
kräuter garnelen bofrost
geil! und gleichzeitig doof! lassen sie mich das mal überdenken... also: garnelen geil! aber nur frisch. bofrost=gefrohren, also nicht geil! nur was die kräuter jetzt damit gemein haben, erschließt sich mir nicht.
oberlippe geschwollen sturz
krass endgeile formulierung. voll besoffen auf die fresse geflogen und nun schmerzhaft gechwollen? hatte ich auch bereits... nur bin ich damals zum arzt gegangen und habe mir keine heilung durch eine suchmaschine versprochen...
murkel shotgun
madame murkel? sie müßen mich unbedingt darüber aufklären...
perfekter haarschnitt ausrechnen
ebenso sinnvoll, wie die sache mir der oberlippe. meiner - möglicherweise falscher - ansicht nach, entdecke ich den perfekten haarschnitt erst auf meinem kopf, nachdem dieser kreiert wurde, nicht im internet. gestern habe ich mir kurz den begriff "web 2.0" erklären lassen und glaube nun, daß die leute etwas falsch verstehen. das internet IST hilfreich beim suchen von informationen, lesen von nachrichten, oder bei der unterhaltung, es ist aber NICHT eine übergreifende dienstleistung an sich, es informiert ledeglich darüber. bevor ich meinen kühlschrank online lasse und sie ihre frisur in den drucker halten können, werden möglicherweise noch jahrzehnte vergehen, wahrscheinlich wird vorher noch das perpetuum mobile erfunden...
und zu aller letzt:
lederhandschuhe für meine tochter
hä? führen die menschen eigentlich dialoge mit google? angenommen ich habe eine tochter und möchte ihr ein geschenk machen, dann schreibe ich "lederhandschuhe" in die suchmaske und nicht für wen sie sind. außer es ist wieder etwas perverses und ich blicke nicht durch...
ein fazit gibt es nicht, merkwürdige ausgeburten von undefinierbarer beschränktheit versuchen sich an medien, die nicht für sie geschaffen wurden. soll mir gleich sein, da ich es eh nicht ändern kann und will, doch wünschte, sie würden sich wenigstens von meiner kleinen interaktiven kotztüte fern halten.
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06.09.2006
Mykologie 1.0
gestern morgen, 06:00h. trotz der tatsache erst um 02:00h ins bett gefallen zu sein, erwache ich, aufgrund der krampfartigen schmerzen im rechten bein, schleppe mich ins bad und stelle fest, mein aussehen höchstens als unterirdisch bezeichnen zu können, alles andere wäre sonst gelogen. nach einer kalten dusche sitze ich in der küche und lese humbug in der tageszeitung, während meine gedanken eher um den grünen tee kreisen, der mir nicht schmecken mag. womöglich projeziere ich aber die negativen gedanken aus meinem hinterstübchen in das flaue getränk, denn es ist eher der augenblickliche lebensabschitt, der mir nicht wirklich mundet...
ich versuche krampfhaft eine beschäftigung zu finden, das haus habe ich bereits am samstag auf hochglanz gebracht, zum aufräumen gibt es nichts, ebensowenig zum einkaufen. rumsitzen und über die eigenen schmerzen klagen ist nicht mein ding, ich fühle mich wie eine alte und vertrocknete jungfrau, die spontan mit dem wort "ficken" konfrontiert wurde. entsetzt enttäuscht...
gegen 10:00h und nachdem ich alles im haus durchgelesen habe, was nach zeitung und buchstaben aussieht und dadurch sogar im bilde über die fünfte kleingärtnerausstellung in irgendeinem kaff bin, entscheide ich mich dazu gegen meinen eigenen körper zu arbeiten. seit drei wochen habe ich kein lauftraining mehr betrieben, was ich laut arzt nicht darf, nur vom wandern hat keiner was gesagt, zudem sind die sündhaft teuren rahmengenähnten meindl stiefel immer noch nicht eingelaufen, stehen stattdessen bewegungslos auf dem dachboden...
von einer idee bis zur verwirklichung braucht es bei mir nicht lange, so stehe ich keine 20 minuten später voll waldkampftauglich am wagen. die besagten meindl treter, die sich so anfühlen, wie sie aussehen, ich bin sicher, wenn ich jemandem damit in die eier treten würde, er würde nicht mehr aufstehen, womöglich würden dieser person die unteren körperorgane bis in den hals rutschen. dazu eine schwarze jack wolfskin hose mit den vielen taschen, in die ich taschentücher und energiezuckerlutschbonbons packte, ein knappes t-shirt, da es übelst schwül ist und ich bereits beim anziehen schwitzen mußte und ein rucksack mit wasser und diversen tüten, da ich vorhabe nach pilzen ausschau zu halten. nicht zu vergessen, mein swiss tool multifunktionswerkzeug, wobei ich, ohne hier werbung betreiben zu wollen, loswerden muß, daß das ding gold wert ist. und kommen sie mir nicht mit leatherman, diesen schrott habe ich mal innerhalb von einem halben jahr verschlissen, ohne es großartig beansprucht zu haben. gut, das swiss tool ist erheblich teurer, der werte leser wird aber hier längst bemerkt haben, daß ich eher auf qualität setze, als auf schnäppchenpreise. ich erinnere mich an einmal, als ich in einer blitzaktion eine wohnung zur übergabe spontan hübsch-renovieren mußte und was ich tatsächlich mangels werkzeug nur mit diesem kleinen helfer geschafft habe, inklusive türschwellen zusägen...
ich parke den wagen bei bekannten, die des pferdezüchterdaseins wegen, weit außerhalb am waldrand leben. diese örtlichkeit hier ist zwar von wäldern umzingelt, ganz gleich in welche richtung sie gehen würden, landeten sie früher oder später im wald, nur gibt es nicht überall pilze. woanders habe ich noch nie welche gefunden. zudem wachsen merkwürdigerweise keine am waldrand, man muß also mindestens drei kilometer ins grüne wandern, um an die mir bekannten stellen zu kommen. und um es ihnen noch unschmackhafter zu machen, jemals auf die idee zu kommen, mit mir wandern oder pilze suchen zu gehen, erzähle ich von meiner vorliebe mich nicht gerade ein paar meter vom weg entfernt aufzuhalten, sondern eher das unwegsame gelände zu betreten, in die kein sonntagsspaziergänger mit einem küchenmesser in der hand je reinlaufen würde.
so betrete ich auch meine favorisierte stelle, nach diversen blutigen markierungen durch dornen und einem gestolperten ganzkörperfall voll auf die fresse und staune. wissen sie, ich war das erste mal pilze sammeln, als ich vielleicht 6-7 jahre alt war, aber sowas habe ich noch nie gesehen. voller sorge überhaupt einen schritt zu tun, ohne auf einen pilz zu treten. und dabei sammle ich bloß nur drei sorten, da mir experimente mit diesen auswüchsen der natur zu ungemütlich erscheinen. es dauert keine 25 minuten, bis ich drei große tüten voll habe, wobei ich nur die schönsten exemplare mitnehme, angebissenes oder ähnliches beachte ich garnicht. dann zurück zum wagen und die ausbeute abladen, zwei körbe mitgenommen und nochmal hin. meine beine zeigen sich zwar undankbar für diese aktionen, doch ich versuche weitestgehend meine schmerzen zu ignorieren.
daheim ziehe ich erst die schuhe aus und bleibe sicherlich zehn minuten auf dem boden im flur sitzen. meine füße fühlen sich an, wie mit einem hammer bearbeitet. anschließend begebe ich mich in die badewanne und schüttele einen ganzen zoo an tierchen aus meiner kleidung, ziehe im anschluß noch vier zecken aus meinem körper, eine aus dem bauchnabel. heute juckt die stelle wie sau. frisch geduscht und frisch bekleidet wiege ich meine ausbeute ab, wobei ich auf 8 kg steinpilze, 5 kg schusterpilze und 2 kg röhlinge komme.
begeistert rufe ich m. an, die ebenfalls begeistert verkündet, abends nach der arbeit mit dem taxi zu mir zu kommen, trotz der tatsache, daß wir uns üblicherweise dienstags nicht sehen. und dann folgt die erkenntniss. diese fünfzehn kilo gesammeltes möchten auch bearbeitet werden. so ein mist...
fünf stunden und drei flaschen bier benötige ich, bis ich alles sauber und kleingeschnitten habe, bis ich entschieden habe, was tiefgefrohren wird, was getrocknet und was später zubereitet. als m. um 21:15h hier ankommt, koche ich gerade. steinpilze in olivenöl mit viel knoblauch angedünstet, viel pfeffer dazu, zum schluß mit weißwein abgelöscht und mit sahne vollendet, dazu spaghetti und auf dem teller angerichtet mit viel frischgehackter petersillie bestreut. wir sind uns einig, nichts schmeckt besser als selbst zubereitetes, m. holt zweimal nachschub, ich bin fertig mit meinen nerven, habe nicht einmal lust auf sex...
später im bett, macht m. die ansage, daß sie am donnerstag frei hätte und wir unbedingt zu zweit nochmal losziehen sollten, was ich selbstverständlich bejahe, da ich nicht nein sagen kann. heute fühle ich mich allerdings, als ob es keinen morgen mehr gäbe. verfickte schwerkraft...
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27.05.2006
Verkehr
nach den heute zurückgelegten 400 kilometern und gefühlten 2.000 und trotz meiner mittlerweile 14 jährigen fahrpraxis, muß ich mich dennoch wieder einmal wundern, über seltsame situationen, merkwürdige verhältnisse und die zahlreichen vehikel, die in vielen fällen ganz klar von flüchtlingen einer irrenanstallt gelenkt werden.
aber kommen wir als erstes zum thema fußball WM. nein, keine sorge, ich werde hier nicht über fußball berichten, ich schaue mir die WM zwar an, berichten werde ich über diese sportart aber kaum, höchstens über hintergründe und so ist diese ein wichtiger punkt meiner horrorfahrt heute, von termin zu termin hetzend, bzw. im stau stehend.
bei meinen heutigen besuchen dreier städte, von denen zwei direkt und eine indirekt etwas mit der veranstalltung zu tun haben, mutierte ich beinahe zu einem amoklaufenden zähnefletschenden monster, das unbeachtet des publikums im zentrum einer großstadt, schreiend und genickbrechend durch die einkaufspassagen rennt.
bevor sie glauben ich würde übertreiben, hier mal eine offizielle zahl und zwar nur aus der stadt die indirekt mit der wm zu tun hat, sprich, sie ist kein austragungsort, bloß benachbart mit einem davon: 40 baustellen quer durch die stadt verteilt!
übrigens selbstverständlich an den stellen, die seit jahren bei der stadt in den aktenordnern schlafkomatös lagern, mit dem stempel als "unfinanzierbar" diagnostiziert. gut, ist doch schön wenn das dann endlich gemacht wird, werden manche denken, aber, doch nicht alle auf einmal! wenn ich die halbe innenstadt sperre, die eh zu massiv befahren wird und dazu aber noch die beiden nächstgelegenen autobahnen mit baggern zustelle, so das von drei fahrbahnen nur eine befahrbar ist, dann frage ich mich ernsthaft ob ein schimpanse mit der planung dieses irrsinns beauftragt wurde, wobei ich damit eigentlich noch eine relativ intelligente tierart beleidige.
leicht angespannt vor einem wichtigen termin 30 minuten auf der stelle stehen, mit einem vor techno bebenden vw golf im rückspiegel und einer tierliebenden ökofachfrau vor sich, deren pro und kontra heckaufkleber sich einem schmerzhaft und immer mehr ins gehirn brennen, kann bisweilen sogar suizidal wirken, der verzweifelte griff zu einer helge schneider cd, läßt einen in solchen momenten gänzlich kalt, ein bonbon aus wurst ist eben auch nur ein bonbon aus wurst...
raus aus der stadt, habe ich irgendwann endlich freie bahn auf einer bundesstraße, doch wie könnte es anders sein, das kleine hässliche grüne auto, welches ich am horizont erblicke, nähert sich meiner einschätzung nach zu schnell meinem blickfeld, bei meinen 130 km/h klebe ich dem mistvieh innerhalb von sekunden auf der stoßstange. unbeeindruck eiert omi weiterhin mit der geschwindigkeit einer gehbehinderten schnecke durch die gegend, mit 35 km/h bei erlaubten 100.
überholen unmöglich, da zu kurvenreich und zuviel gegenverkehr herrscht, bin ich gezwungen dazu, ihr 20 km zu folgen. als sie irgendwann endlich auf eine linksabbiegerspur fährt, schaue ich wütend rüber und erblicke eine mindestens 80 jahre alte person mit tunnelblick, die sich am lenkrad festhält und den eindruck macht, als ob sie gerade mit der schnellsten achterbahn der welt in die tiefe rauschen würde.
gut, diese diskussion hat es hier lokal letztens gegeben, ob menschen über 65 noch fahren dürften, was ich für den größten humbug halte, der je medientechnisch eine woche lang produziert wurde. dieses thema könnte man eh in tausend richtungen ausweiten, z.b. in die richtung der rente, die in zukunft erst mit 67 erlebbar sein soll. dürfen dann diese alten menschen die letzten zwei jahre zu fuß zur arbeit gehen ihr idioten?! nein, ich bin dafür, daß es gewisse tests geben müßte, von mir aus für menschen ab 70. seh- hör- reaktionsvermögen. ich kenne genung ältere leute, die wunderbar fahren, ebenso erlebe ich genügend 20, 30, 40, 50 jährige idioten, denen man eigentlich sofortig den führerschein abnehmen sollte, wie dem einen lehrling in der firma meines vaters, der mir letztens vor die nase gefahren ist, welcher meinen weg heim um etwa 20 minuten verlängert hat, mit handy am ohr, schlangenlinien fahrend bei ähnlicher geschwindigkeit wie die oma. ich ließ ihm todesgrüße ausrichten...
in den tiefgaragen ein ebensolches trauerspektakel. in blöcken zwischen den säulen bietet sich der platz für je fünf fahrzeuge. dieser wird allerdings in den meisten fällen von nur drei genutzt. lustigerweise sind es die kleinwagen, die kaum in diese grenzen passen, während ich an anderen stellen fünf nebeneinander eingeparkte große limousinen sehe. manche verhalten sich mit einem nissan micra, als ob sie einen australischen lkw mit drei anhängern fuhren, schimpfen dabei noch womöglich, daß die garage viel zu eng und undurchdacht sei. beschissenes räumliches denken.
ich könnte das noch seitenlang weiterführen, aber mir geht heute das schreiben nicht wirklich von der hand, m. ist längst im bett und ich bin auch müde. ich habe heute mehr zeit damit verbracht, im auto zu sitzen als mit arbeit, terminen und privatleben.
wenn fortbewegungsmittel einen aufhalten, wird es fraglich.
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09.05.2006
An die Leine, nicht Online
das hinterwäldler existieren, die ebenfalls über einen internetzugang verfügen, die ihre defiziente intelligenz im netz verteilen ist klar. das war schon 1995 nicht anders, als ich meinen ersten anschluß an das www installierte. damals war es allerdings überschaubarer und kleiner. jetzt allerdings, wirkt es teilweise erschreckend, welche mentalen zombies elektronisch unterwegs sind, die dümmlich, pervers bis gefährlich ihre amputierten gehirnimpulse durch die datenleitungen jagen. klar, auf den ersten blick ist es sogar witzig, bloß hinterfrage ich die absicht der kreaturen, die einen solchen müll in die suchmaschinen tippen, daß anschließend kein gras mehr je im internet wachsen wird.
ich sollte mir vielleicht auch mal die frage stellen, warum mann/frau/bastard darüber auf meine seite gelangt...
mutti fickt ihren kleinen sohn
wo sie hier schon (leider) bei mir gelandet sind und sollten zufällig nochmal hier lesen, suchen sie das weite! und laufen sie mir bloß nicht über den weg! ich bin zwar momentan leicht allergisch angeschlagen, trotzdem 1,88 groß und durchtrainiert, meine energie wird sicherlich dazu ausreichen einen dummen perversen sack mit meinen bloßen händen zu töten.
maden in der brustwarze
juckt es?
hatte hitler eine persönlichkeitsstörung?
letztens auf den bahamas hat a nächts davon erwähnt!
elfen und dazugehörige blumen
na, ich beschäftige mich hier gerade mit den perversen idioten, als niedliches blumenkind sind sie hier eh vollkommen falsch.
meine überlangen nippel
treckerventile?
orgasmus bei vollgas
ein zweischneidiges schwert. es war bei luxembourg und ist eine interessante erinnerung wert, die reinigung des lenkrades am folgetag war allerdings sehr nervtötend.
paris hilton lieblings vodka
wer interessiert sich eigentlich für diese schlampe? also ich absolut nicht...
ich fahre nackt
ich nicht, zu unpraktisch...
und zum schluß zwei dinge die sie hier nicht finden werden: "belustigendes" und "hirnlose blondinen".
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22.04.2006
Wir sind Monster
wenn ich ehrlich bin, habe ich über das folgende thema bereits gestern einen eintrag verfasst, um diesen dann auch gleich zu verwerfen, weil das thema doch recht heikel ist. doch nachdem ich gestern abend eine leicht angetrunkene diskussion mit herrn GP darüber führte, wobei wir (wie so meistens) exakt der selben meinung waren und er auch die wunderbar passende bemerkung "wir können einpacken" beisteuerte, muß ich nun doch ein paar zeilen zum thema loswerden.
auslöser ist folgender artikel bei spiegel online. dabei möchte ich ganz klar und von anfang an betonen, daß es mir sehr leid tut für das mädchen und ihre eltern und ich sehr gerne über eine zeitmaschine verfügen würde, um den kopf des kleinen gestörten spinners vor der tat mit einem schraubstock zum platzen bringen zu können. aber es geht mir nicht unbedingt um die tat an sich, sondern um die form des artikels.
lesen sie ihn mal in aller ruhe durch. fällt ihnen was auf? richtig! er schrieb ein blog. und? kein wort darüber aus welchen verhältnissen er stammt, keine angaben zu seiner möglichen und bereits diagnostizierten psychischen störung (da lexapro nicht gerade aspirin C ist), nichts über sein (vorhandenes oder auch nicht) soziales umfeld. er war halt ein blogger. punkt
und nun werden alle in den selben topf geworfen. "man hätte die zeichen erkennen müßen!" höre ich schon das unterbewußtsein der dorfbewohner mit den fackeln in der hand schreien, der mob verbrennt öffentlich alle festplatten, auf denen blogeinträge gespeichert wurden, eine altbekannte und bereits sehr alte tradition der hexenjagt in der moderne. dabei ist das eine hirnlose pauschalisierung einer kommunikatiosplatform, die eigentlich bloß die eigene kreativität fördert.
an die, die hier bereits seit längerem lesen: wieviele personen habe ich hier eigentlich bisher buchstäblich ermordet? sind das nun zeichen, die sie zu erkennen haben? oder ist das bloß meine eigene art des schwarzen humors? oder gar eine literarische art auf verzerrte weise den alltag zu verarbeiten? muß ich mich nun "outen" als ein eigentlich freundlicher und hilfsbereiter mensch, damit das bka hier nicht aufkreuzt? wie bereits erwähnt, eine hexenjagt, die in dieser form schon oft stattgefunden hat in der medienlandschaft, sei es beim film, in der musikbranche, oder (und vorallem) der spiele-industrie. jetzt hat sie also auch die "blogosphäre" erreicht.
zudem werden weitere und seit langem abgedroschene klischees verwurstet, nämlich diese, über die interessen einer person. kommen sie hier mal vorbei und schauen sie sich mal um, sie werden bei mir sehr "merkwürdige" lektüren wie "american psycho" (in zwei verschiedenen sprachen) oder "39,90" finden, ebenso eine ganze sammlung horror-dvds mit so illustren werken dazwischen wie "evil dead" oder "land of the dead", dazu noch hunderfach gitarrenmusik, angefangen bei black sabbath, über korn bis hin zu napalm death. beim herrn GP sieht es nicht anders aus, bloß wird seine liste noch um brutale und blutige computerspiele ergänzt und um diverse bücher über den zweiten weltkrieg (wobei ich dabei betonen muß, daß sich unsere gestrige idee einer zeitreise darauf beschränkte, entweder in das alte rom zu reisen um orgien zu feiern, oder nach österreich um hitler zu schlachten...).
wie sie sehen, gibt es keinen notausgang. alles ist bloß eine pauschalisierte masse, die entweder A oder B ist, die restlichen buchstaben werden gänzlich ignoriert. ich als musterhaftes beispiel für eine möglicherweise tickende zeitbombe werde nun also meinem samstäglichen alltag nachgehen: zur metro einkaufen fahren, meine liebste von der arbeit abholen, gefüllte (heute gefangene) forellen zubereiten, wein trinken, niemanden töten und anschließend endlich ausschlafen.
aber, mußte das eigentlich geschrieben werden?
15:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (7) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
11.04.2006
Viel in 3 Tagen
eigentlich gibt es viel zu berichten, bloß das schreiben geht mir nicht von der hand. mein kopf ist zugemüllt bis zur obergrenze, eine mentale müllabfuhr müßte her. bevor ich aber auf den üblichen persönlichen quatsch komme, muß ich mal ein paar dinge aus der öffentlichkeit loswerden.
am freitag vormittag habe ich mal eben das tv nebenher laufenlassen um mich zu informieren, "spiegel online" oder "die zeit" zu lesen ist mir manchmal zu anstrengend, da lasse ich mir gerne schonmal nachrichten vorlesen. dabei auf allen sendern news-terror!
"oha", dachte ich, "was ist nun irgendwo reingeflogen?", überall "experten" die zu wort kommen, überall ein schrecklicher blonder barbar zu sehen, der fiese verrenkungen mit seinen kiefern anstellt. die vikinger kommen? nein, oli ist nicht mehr nummer eins...
"ohhh", sage ich da nur, wobei es mir total am arsch vorbeigeht. warum ich trotzdem darüber schreibe? weil mir die berichterstattung darüber den letzten nerv raubt. was soll das diven-gehabe? ich möchte mal einen job mein eigen nennen können, bei dem ich millionen dafür bekomme, meinen hintern auf eine sitzgelegenheit pressen zu können! nebenher habe ich noch erfahren, daß das besagte barbarische ungetüm kaum 4 jahre älter ist als ich, dabei dachte ich ihn kurz vor der rente.
ein schock.
dabei überall der beckenbauer (warum wird dieses männchen eigentlich kaiser genannt?). sollte ich malwieder ein event leiten und er tauchte dort auf, haue ich ihm einfach so, mit einem grinsen im gesicht, eins in die fresse, wegen seiner ungefragten omnipräsenz...
ganz nebenbei, weil es ja unwichtiger ist, erfährt man dinge über einen serien-mörder (immerhin sein achtes opfer, nummer 9 folgte am sonntag in kassel), der just jemanden in dortmund umgebracht hat, genau den jungen mann, bei dem ich mir immer zigaretten gekauft habe, als ich seinerzeit 150 meter weiter gewohnt habe. ich betone bei dieser meldung: "es wurde erwähnt". oli ist schließlich nicht mehr nummer eins...
was das hochwasser angeht, so werde ich mich nur kurz und knapp halten. es war ein wunderbarer wahlkampfmotor seinerzeit, nun steht der pegel höher als damals und es interessiert keine sau. "liebe" politiker, sagt doch mal was ganz plausibles als erklärung: "es gibt keine gummistiefel für merkel", "der beck ist da und alle sind verwirrt", oder "ihhh, hier ist alles naß!", aber hört auf die leute zu verarschen! die hälfte meines freundeskreises lebt mittlerweile in benachbartem ausland, oder arbeitet dort zumindest, mein traumziel ist zwar hamburg, das hat allerdings nichts mit diesem land zu tun, sondern mit den menschen die dort leben. doch wo ich gerade am freitag einen sehr guten geschäftsleiter-arbeitsplatz in belgien angeboten bekommen habe, inkl. haus, werde ich doch sehr nachdenklich...
erinnern sie sich an die flüchtlinge aus polen und rußland? ich glaube, der zeitpunkt, an dem deutsche dort um arbeitserlaubnis fragen werden ist nicht weit entfernt.
verzeihung! ich weiß, falscher zeitpunkt unwichtiges anzusprechen, schließlich ist oli nicht mehr nummer eins...
09:00 Veröffentlicht in Alltag , Gehört , Gelesen , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (8) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

