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        <title>kreativbetrunken* - traume</title>
        <description>*Serienmord und Kochrezepte.</description>
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                <title>Triskaidekaphobie an einem 18-ten</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Tue, 18 Sep 2007 11:15:00 +0200</pubDate>
                <description>
                    heute, 10:07h. ich betrete den hiesigen miniatur-supermarkt aus ermangelung an zigaretten. und caro-kaffee. und milka-tender. &lt;br /&gt;die nette frau w. ist leider nicht an der kassa, stattdessen eine unendlich hässliche und ebenso unfreundliche ersatzkassiererin, die mir, mit ihren herausragenden vorderzähnen voraus, spuckend mitteilt &quot;&lt;em&gt;dunhill hamma nich!&lt;/em&gt;&quot;. mein leises &quot;&lt;em&gt;doch&lt;/em&gt;&quot; erreicht sie gleichzeitig mit der kugel aus der 44-er, welche ihr gehirn mit sofortiger wirkung außer betrieb nimmt. hätte sie sich doch die lächerlichen zwei meter zum zigarettenregal bequemt, frau w. hätte jetzt nicht so viel zum putzen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;auf dem heimweg fährt ein dreier touring, mit deutlich überhöhter geschwindigkeit an mir vorbei und spritz mich und meine kleidung von oben bis unten voll, dank der pfütze, die er streift. ich habe sein kennzeichen und es wird ein leichtes herauszufinden, wo er wohnt. muß vorher allerdings noch meinen morgenstern putzen. ich glaube, da kleben noch überreste drauf...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dabei wollte ich hier eigentlich bloß ein sonnenblumenbild platzieren, nebst einem &quot;&lt;em&gt;guten morgen!&lt;/em&gt;&quot;...
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                <title>Short Shopping</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Fri, 29 Jun 2007 13:45:00 +0200</pubDate>
                <description>
                    gestern, 18:27h. ich betrete einen großen elektronikmarkt, zwecks aneignung diverser kabel und unterhaltungsmedien. &lt;br /&gt;der laden ist überfüllt mit menschen, die sich in totalitärer konsumverwirrung verhalten, wie zombies ohne verstand und orientierungssinn, sie stolpern über die eigenen und über fremde füße, verziehen dabei die gesichter, als ob sie gerade einen frischen einlauf aus lebenden schnecken verinnerlicht hätten und geben laute atemgeräusche von sich, wie sterbende und depressive waschbären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;zudem ist alles hoffnungslos zugestellt mit unausgepackten kartons auf paletten, verpackungsmaterial und bläschenfolie, &lt;br /&gt;in der kabel- und steckerabteilung komme ich mir vor, wie ein indiana jones für arme, auf der suche nach der heiligen 3,5mm cinchkuh aus dem tempel der herabgesetzten arschmönche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;nach dreißig minuten suchen und nicht wirklich finden, vergeude ich weitere und endlose minuten meines lebens, mit anstehen an der kasse, wo ich dinge beobachten muß, die an dummheit kaum zu übertreffen sein dürften, weshalb ich diese auch nicht versuchen werde zu beschreiben, da sie mir diese erzählungen eh nicht glauben würden. als ich dran bin mit bezahlen, fragt mich die kassiererin, ob sie meine postleitzahl erfahren dürfte, zwecks hausinterner statistik, woraufhin ich ihr spontan die wiener angebe, vertue mich allerdings bei einer zahl und werde am abend von meiner liebsten aufgeklärt, daß ich ihr zufällig die postleitzahl des geburtsortes von adolf hitler angegeben habe. irgendwie finden wir das sehr lustig und bekommen einen lachanfall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in der tiefgarage töte ich noch ein teeniepärchen, welches die grenzen meiner geduld mit polyphonen klingeltönen in siebenmeilen-stiefeln überschreitet. er verliert den kopf, sie das herz. wären sie doch ein eis essen gegangen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://kreativbetrunken.blogspirit.com/media/02/01/8d7c51d528f3cbb33b1bbd708efe14b5.jpg&quot; id=&quot;media-2140&quot; alt=&quot;8d7c51d528f3cbb33b1bbd708efe14b5.jpg&quot; style=&quot;border-width: 0; float: left; margin: 0.2em 1.4em 0.7em 0;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;soundtrack: queens of the stone age - river in the road &lt;/em&gt;
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                <title>iKill 2.0</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Fri, 18 May 2007 16:10:00 +0200</pubDate>
                <description>
                    die routen durch die riesigen regale des großmarktes sind eine qual. mindestens 90% aller artikel sind gemacht und gedacht für menschen mit unreiner haut und übergewicht, oder zumindest für solche, die so werden wollen. schrecklich, für eine gesundheits- und schönheitsbewußte person wie mich, die sogar ihre exkremente auf der küchenwage prüft, um die nötige balance aus wellness und beauty zu erschaffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;was die werbung zeigt, das soll der handel gefälligst auch anbieten, ich mache mir schließlich nicht umsonst notizen während der werbeunterbrechung und in manolo blahniks paßt man ja auch nicht einfach so hinein, bloß weil man lust und laune dazu hat, nein, das erfordert arbeit und doppelte kosten. wenn wahre schönheit von innen käme, bräuchte ich auch keinen schönheitschirurgen, der meine titten erst in form bringt, statt sie der erdanziehungskraft zu überlassen. manche nennen das zwar &quot;aufgebläht&quot;, doch das sind intelektuelle flachwichser und unterhaltungen sind nicht wirklich mein ding. wer meine meinung nicht akzeptiert, ist sowieso blöd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;meine haut, die ohne konservierungsstoffe gepflegt wird, benötigt pflege ebenfalls von innen: omegasäuren, bakterienkulturen, digestive essenzkulturen und dha vitamine sind mein täglich brot. fett gibt es in meinem leben nicht, von mir aus könnte man alles und jeden durch einen koaleszenzabscheider jagen, es würde fast keinen falschen und nichts falsches erwischen. alleine bei dem gedanken an das wort &quot;fett&quot; könnte ich glatt die joghurette von vorgestern erbrechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;noch während ich den würgereiz versuche zu überwinden, werde ich draußen auf dem parkplatz von dem neuen land rover überfahren. ein hübscher wagen, auch von unten. alles um mich färbt sich rot, meine knochen sind zersplittert, an meine haut mag ich garnicht denken. doch eigentlich beschäftigt mich eine andere frage eh viel mehr -&lt;em&gt; warum nimmt mich bloß keiner wahr?&lt;/em&gt;
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                <title>Hyperbel</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Fri, 02 Mar 2007 17:50:00 +0100</pubDate>
                <description>
                    der betonboden ist fleckig. das aufgesogene blut bildet dunkle flecken, die von der gestaltungsform her beinahe ein kunstwerk darstellen könnten. eigentlich war es auch meine absicht, aus dieser abgelegenen lagerhalle so etwas wie ein atelier zu machen, wo ich mich entfalten kann und abschalten, doch wieder einmal ging mein temperament mit mir durch und nun ist es bloß nur noch eine leichenhalle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er liegt vor mir und schnappt nach luft, sein linkes auge fehlt, ebenso die finger, sein genitalbereich ist zerschredert. wäre er ein halbwegs intelligentes wesen gewesen und hätte er mich nicht so lange und auf eine äußerst ignorante weise geärgert, womöglich hätte er überlebt. aber das war eben sein problem, er konnte nicht stillhalten, er konnte nicht mitdenken, er war dreist. meine antwort war das skalpel in seinem auge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die gestalt, die neben ihm liegt, hat es nicht besser erwischt. sie hat kein gesicht mehr, keine ohren und keine zunge. irgendwie erregt mich das arbeiten mit rasierklingen, so wie sinnliche zärtlichkeit im frühling, so fein und so spürbar. so einzigartig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich starre auf die 44-er in meiner hand, überlege ob ich ihnen den rest geben soll, oder ob sie noch den rest dieser erfahrung mitnehmen sollen, entscheide mich dabei für letzteres. je mehr leiden, desto besser meine zukünftige position in der chefetage der hölle. erfolg kommt nicht von ungefähr, dämonen bildet man sich nicht ein, entweder verinnerlicht man diese, oder man bleibt bloß ein azubi des fegefeuers. die verdrehung der moral ist nicht definierbar, das sterben allerdings schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die kühltruhen sind voll. voll mit menschlichem dreck. zerhackte verräter, lügner, schlampen, perverse, hinterhältige bastarde, dumme zicken, schleimige vertreter, dumme asoziale, mitmenschen. all dieser dreck, der mich umgibt, all das, was wir gesellschaft nennen, all das, was mir hochkommt wenn ich eine schwallartige entleerung der speiseröhre erlebe. der dreck unter meinem fingernagel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die beiden leichenkandidaten verrecken blutend und sabbernd, ich habe keine lust mehr sie heute noch zu zerlegen und einzufrieren, möchte heim zu meiner frau. ich sollte die lagerhalle nicht öfter als einmal pro woche aufsuchen, sonst übertreibe ich noch... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;sagt sie.
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                <title>Karnevaleske Strukturen des Mas(sa)k(r)ierens</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Sun, 18 Feb 2007 20:30:00 +0100</pubDate>
                <description>
                    &lt;em&gt;der fernseher bleibt ausgeschaltet, nachrichten interessieren mich heute nicht, selbst die geschriebenen nicht, die dicke wochenendausgabe dieser großpackung schwarzer buchstaben liegt unten im flur, unweit der kiste für altpapier. wie ich es aus dem fenster vernehmen kann, dreht sich die welt noch, das reicht mir heute als aktualität meines wissens. kein atompilz am horizont, keine apokalyptischen reiter am himmel, bloß karnevalistische zombies auf der straße, gegen die ich jedoch immun bin. das rezept ist einfach, fenster zu, vorhäge zuziehen, das panasonic-baby aufdrehen, die datenbank krachen lassen, möglichst mit ordentlich mehr dezibel, als es die dümmlich bemalten und verkleideten besoffenen draußen, je für möglich halten würden, trotz der lauten krawalle, die sie zwecks kopfschmerzen und möglicher sexuell übertragbarer erkrankungen am folgetag, aus für mich unerfindlichen gründen, jedes jahr aufs neue veranstalten. karneval ist in meinen augen so überflüssig, wie die obduktion einer eintagsfliege. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;als erstes bringt mich &quot;ceylon&quot; von madita so richtig in stimmung, ein kleines und sehr feines stück groove, das mich rhytmisch mit dem kopf wackeln läßt und mich irgendwie heftigst anmacht, gefolgt von res und ihrem &quot;they say vision&quot;. ich weiß, zweitere blieb ohne erwähnenswerte erfolge, doch irgendwie macht mich dieses stück ebenfalls an, selbst nach einigen jahren noch. danach muß ein wenig gesungen werden und das kann ich meist am besten bei ruhigeren stücken, wie beispielsweise dem großartigen &quot;black lodge&quot; von anthrax, oder &quot;the down town&quot; von days of the new. gut, ich gebe zu, &quot;disarm&quot; von den smashing pumpkins fehlt zudem eher selten während meiner kleinen privat-sessions.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;später, während sich draußen die kehlen immer mehr mit billigem ekelfusel aus kleinen fläschchen füllen, erhöht sich hier höchstens die lautstärke. &quot;here comes the pain&quot; von den farmerboys, &quot;break the circle&quot; von corrosion of conformity, &quot;hostile&quot; von pantera bringen mein blut in wallung, gänzlich in schwarz bilde ich mir beinahe ein, henker zu sei. der coolste henker. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;als der karnevalszug an meinen fenstern schließlich vorbeizieht, wird es musikalisch derbe, sowohl draußen, wie auch drinnen. dort, wo die bunten irren ihre mangelnde intelligenz unter beweis stellen, indem sie sich den kopf mit abfallprodukten der getränkeindustrie wegschiessen, sich dabei mit bonbons bewerfen lassen und sich auch noch darüber freuen, wird geschunkelt zu diversen ausgelatschten und stinkenden abfällen der musikindustrie. drinnen dann passend als kontrast der auftakt mit &quot;beat the bastards&quot; von the exploited, gefolgt von &quot;chop suey&quot; von system of the down und schließlich dem kongenialen &quot;out of hand&quot; von entombed, welches mich spontan dazu animiert aufs dach zu klettern und die menge mit heißem öl zu begiessen. rheinland fuck!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und was soll dieser eintrag? eine hübsche wunschvorstellung, denn so geil mein panasonic-baby auch sein mag, übertönen kann man den degenerierten haufen von brüllaffen ja doch nicht. was bleibt? wegziehen. und sonst? vielleicht eine einkaufsliste für einen cd-laden...
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                <guid isPermaLink="true">http://kreativbetrunken.blogspirit.com/archive/2007/02/15/gutachter-werden-bei-meinungsverschiedenheiten.html</guid>
                <title>Gutachter werden bei Meinungsverschiedenheiten...</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Thu, 15 Feb 2007 20:51:29 +0100</pubDate>
                <description>
                    irgendwie glaube ich manchmal, gutachter seien eine eigene klasse der wirbeltiere. halb mensch, halb fabelwesen, mit einer angeborenen schwäche für anomale mathematik. verdrehte rechenzwerge halt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;heute hatte ich ein exemplar davon zu besuch. er sollte sich den schaden am wagen anschauen, den ich vergangenen samstag mit ordentlich pfeffer in das heck eines volkswagens gefahren habe, der von einer zombischen und völlig grundlos vollbremsenden oma gelenkt wurde. einer dieser vorfälle halt, die so unnötig vom universum inszeniert werden, daß man beinahe glauben mag, unser schicksal wäre von einem verwirrten affen auf drogen erdacht worden. so überflüssig wie pulverisiertes bier...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich glaube ebenfalls, der selbe affe hätte ein standardisiertes verhaltensmuster für das dasein eines gutachters nach din-norm lustlos niedergeschrieben, dem diese sekte nun nach paragraphen täglich und rigorös scheuklappenartig folgt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;da stellt er sich ernsthaft vor einen ziemlich neuen 82.000 euro wagen und murmelt als erstes &quot;&lt;em&gt;totalschaden? hm, totalschaden?&lt;/em&gt;&quot; vor sich hin, wobei ich mir nach der dritten wiederholung wünschte, ich hätte einen morgenstern bei mir, um ihn diesen ungebremst ins gesicht hauen zu können, so als eine art airbag-placebo. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;nach cirka 36 bildern, die er vom fahrzeug gemacht hat, kommt der nächste ausspruch, der mich offenmundig staunen läßt. &quot;&lt;em&gt;da sind sie richtig schön mittig reingeknallt, gell?&lt;/em&gt;&quot;. es entfleucht mir bloß ein leises &quot;&lt;em&gt;richtig schön mittig?&lt;/em&gt;&quot;, woraufhin er mich aufklärt, es wäre immer gut, wenn man mittig kollidiert, da sich die karosserie dann nicht verzieht. gut, da war das zweite wort, welches ich grundsätzlich von einem versicherungsroboter erwartete: &quot;verzogen&quot;. mangels morgenstern, überlege ich kurz meine faust mittig in sein gesicht zu platzieren, einen totalschaden durchaus in kauf nehmend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;am ende verblüft er mich dann noch mit dem letzten klischee, welches in meinem kopf picknick macht, er bräuchte zeit bis dienstag, um den schaden ausrechnen zu können. meine anmerkung &quot;&lt;em&gt;ich könnte einen taschenrechner holen&lt;/em&gt;&quot; wird stumm ignoriert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich winke kurz zum abschied, doch er reagiert nicht. kann er auch nicht, da ich seinen kopf in meiner hand halte, den ich mittels des eiskratzers von seinem körper entfernt habe. theoretisch hätte er sich sein berufsrisiko ausrechnen können. hätte er bloß einen taschenrechner benutzt...
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                <title>Wartezimmer-Romantik</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Thu, 08 Feb 2007 15:45:00 +0100</pubDate>
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                    heute, 08:57h, ich betrete die praxis eines spezialisten, meines beines wegen, habe um 09:00h einen termin. die unbeschreiblich hässliche und unfreundliche arzthelferin verweist mich ins wartezimmer, verdreht dabei meinen nachnamen so sehr, daß ich beinahe glaube eine neue identität angenommen zu haben. ich weiß, es ist nicht gerade ein allerweltsname, aber es sind bloß sechs buchstaben - falls man lesen kann und über ein halbwegs funktionierendes gehirn verfügt, sollte es meiner meinung nach kein problem sein, diesen auszusprechen oder vorzulesen. ist schon paradox, wenn beschränkte einen beruf ausüben, in dem es darum geht schriftlich niedergelegte informationen zu verarbeiten, während sie nicht einmal aneinander gereihte buchstaben entziffern können...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wie ich erfahre, ist diese praxis neu. irgendwie glaube ich das auch, zudem muß der arzt ziemlich gut verdienen, ich befinde mich nämlich nicht in einem typischen wartezimmer, sondern in einem edlen penthouse. riesige glasflächen, keine stühle, sondern richtig bequeme ledersessel, ein brunnen in der mitte. würde mein fuß nicht so stark schmerzen, würde ich mich glatt wohlfühlen. naja, und wäre es nicht ein merkwürdiges gefühl, mit meinen 32,7 zwischen lauter alten und stöhnend gebrächlichen menschen zu sitzen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;trotz eines ausgemachten terminus für 09:00h, muß ich tatsächlich bis nach 11:30h warten. ich lese drei ganze ausgaben cosmopolitan, muß am ende die augen schließen und an meine liebste denken, aus angst spontan schwul zu werden. was es alles so gibt! mit diamanten versetzte hunde-klamotten, handys aus plüsch, kerzen in penisform. fehlt bloß noch ein kondom mit frikadellengeschmack. ich entdecke zudem einen artikel über das bloggen - wir sind alle web 2.0. irgendwie fühle ich mich zwar nicht so (und wie fühlt man sich dann überhaupt?), aber wenn die meinen. journalisten sind halt in vielen fällen sehr intelligente menschen, die sich zudem viel einbilden können. oft zu viel...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;der arzt ist recht nett, findet allerdings nichts, erzählt etwas von &quot;&lt;em&gt;rheumatisch, vermutlich&lt;/em&gt;&quot;. prima, ich hätte mich gleich mit den alten und gebrächlichen menschen vorhin anfreunden sollen, um mit ihnen partys im altersheim feiern zu können, inklusive bingo. zombie karneval ad parkinson.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wieder am empfang spricht die hässliche hexe meinen namen erneut falsch aus und anders als noch vorhin, ich fühle mich tschechisch. kurzerhand nehme ich den kugelschreiber von der theke und steche diesen in ihr linkes auge. sie fällt japsend um und stottert etwas von &quot;&lt;em&gt;warum?&lt;/em&gt;&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich werde sie im krankenhaus besuchen und ihr unterricht im lesen geben. ich hoffe bloß für sie, daß ihr rechtes auge konzentriert arbeitet...
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                <title>Kostenlos</title>
                <link>http://kreativbetrunken.blogspirit.com/archive/2007/01/27/kostenlos.html</link>
                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                                <pubDate>Sat, 27 Jan 2007 23:39:37 +0100</pubDate>
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                    ich betrete den supermarkt, es ist samstag nachmittag und dementsprechend voll. huderte valiumgeschädigte, die so langsam durch die gänge schleichen wie zombies. manche wirken in ihrer apathie auf mich, als würden sie gleich in der zeit zurückreisen. lauter menschliche handbremsen. als ich das zweite mal den einkaufswagen einer fetten hausfrau, die ähnlichkeiten mit kermit dem frosch aufweist, in den rücken gefahren bekomme, ziehe ich kurzerhand ein skalpel aus der manteltasche und steche es ihr durch die brille ins auge. sie schreit nicht einmal, geht bloß brav und wortlos zu boden.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in der obst/gemüse abteilung begegnet mir die unsympathie des tages. ein großer ungepflegter kerl, der sich aufführt, als würde der laden ihm gehören, zudem tritt er blind und abwesend auf meinen schuh, hält es nicht einmal für nötig, sich zu entschuldigen. nun, das macht man nicht. ich breche ihm das genick, er stirbt noch direkt neben den kartoffeln. ich wollte bloß eine kohlrabi und dann so ein stress.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in der weinabteilung dann diese frau, die ich glaube schon öfter im markt gesehen zu haben. mitte/ende vierzig, verbraucht, möglicherweise eine alte jungfer, die sich täglich einen hinter die binde kippt, ketteraucht und sich frustriert durch die glotze klickt. das auffälige ist, wenn jemand in die spirituosenabteilung kommt, stellt sie sich mit einem gespielten kennerblick vor die edlen und teuren sachen, später, an der kasse, trifft man sie aber doch nur mit dem billigsten fusel an. gut, jetzt wohl nicht mehr, ich habe sie mit einer flasche edlen champagnia erschlagen. wenn ich etwas nicht leiden kann, dann sind das irgendwelche fremden leute, die mich anhusten, zudem mit einer schnaps fahne. ich nehme einen bordeuax und begebe mich zur kasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dort angekommen, dann eine dieser älteren damen, die sich für etwas besseres halten. man sieht ihr an, sie geht bestimmt einmal in der woche zum frisuer, ihr mann wartet womöglich draußen im nagelneuem mercedes, welcher im jahr ca.150 kilometer bewegt wird, sonst nur in der garage poliert. sie hat einen verdammt vollen wagen, ich bloß zwei teile. sie dreht sich um, mustert mich, ignoriert mich anschließend, woraufhin ich sie anspreche &quot;&lt;em&gt;verzeihen sie, ich habe nur zwei teile, sie ca. 150, können sie mich nicht vorlassen, ich brauche keine 10 sekunden&lt;/em&gt;&quot;, was sie aber ebenfalls ignoriert. als die kassiererin auch noch ihren ungefragen senf dazu gibt &quot;&lt;em&gt;alle müßen anstehen&lt;/em&gt;&quot;, reicht es mir. ich ziehe die 44-er und erschiesse alte schachtel und die freche kassiererin, verlasse den laden ohne zu bezahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;draußen, direkt auf dem ersten parkplatz, steht ein großer mercedes mit einem älteren mann am steuer, der auf seine uhr schaut. ich muß grinsen. hoffentlich ist er ein geduldiger mensch...
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                <title>Respekt</title>
                <link>http://kreativbetrunken.blogspirit.com/archive/2007/01/24/respekt.html</link>
                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
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                                <category>Kopflastig</category>
                                <category>Träume</category>
                                                <pubDate>Wed, 24 Jan 2007 12:00:00 +0100</pubDate>
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                    wissen sie, daß ich früher oft albträume hatte, müßte jedem, der hier bereits länger liest, unlängst bekannt sein. schlachten, morden, massaker, gemetzel, blut, folter. das ging über viele jahre so, mindestens jede zweite nacht. irgendwann habe ich angefangen diese dinge aufzuschreiben, für mich und von hand, später entstand dann ein blog, in dem ich zynisch und sarkastisch versuchte diese unterbewußten katastrophen, schwarz humoristisch darzustellen. überdreht, arrogant, übertrieben, augenzwinkernd. für die lesenden wurde es normal, ich hinterfragte diese sache jedoch persönlich immer und immer wieder aufs neue. klar, die sache liegt auf der hand - innere unruhe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;gut, ist auch eine art von humor, meine art, sicher werde ich auch weiterhin fiese anmerkungen anwenden, weil das irgendwie mittlerweile dazu gehört. nehmen wir eine telefonische besprechung von vorhin als beispiel, wo ich zu einem kunden freundlich &quot;&lt;em&gt;das kriegen wir irgendwie hin, herr k., ach wenn die zeit knapp bemessen ist&lt;/em&gt;&quot; sagte und in wirklichkeit &quot;&lt;em&gt;ich würde dir gerne die haut mit einer stumpfen rasierklinge abziehen, du opfer!&lt;/em&gt;&quot; dachte. doch darum geht es eben nicht, das ist bloß eine überspitzte und eher comic-artige verarbeitung des alltags, die sequenzielle kunst der eigenen mentalen ablenkung halt. ich differenziere stark zwischen gedachtem und geträumten, für mich sind es zwei gänzlich verschiedene bewusstseinszustände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;vor einigen monaten machte es allerdings klick. in aller ruhe und ungesucht, doch erwünscht, betrat die liebe meines lebens die bühne meines chaotischen daseins. wie durch ein fingerschnippen waren albträume weggefegt. meist weiß ich garnicht erst, was ich überhaupt geträumt habe, sonst ist es eher nicht jugendfrei, oder sehr banal. vor ein paar tagen zum beispiel, habe ich die ganze nacht davon geträumt, wäsche zu waschen. von hand. inklusive des vorgangs des aufhängens...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;bis heute. heute hatte ich einen winzig kurzen aber so erschreckenden albtraum, wie noch nie. nicht beschreibbar, nicht aussprechbar, so kurz und knapp und doch wie ein blitz, der einen unerwartet erwischt. zum ersten mal seit meiner kindheit, hatte ich nach einem traum richtige angst. zum ersten mal seit jahren, habe ich nun wieder respekt vor träumen und dem leben an sich. zum ersten mal ist alles anders und nicht üblich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;das leben ist ein schleudergang und wir sind die klamotten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich weiß, das ist eher ein nachdenklicher eintrag, aber gedanken gehören zu dem üblichen quatsch, den wir üblicherweise betreiben, ebenfalls dazu. ich bin und bleibe heute sehr nachdenklich. vielleicht sollten wir das eh öfter sein und respektvoller mit allem umgehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ja... sollten wir.
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                <title>Stimulation im Alltag</title>
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                <author>noreply@blogspirit.com (Ad)</author>
                                                <category>Alltag</category>
                                <category>Debil</category>
                                <category>Kopflastig</category>
                                <category>Träume</category>
                                                <pubDate>Mon, 22 Jan 2007 14:00:00 +0100</pubDate>
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                    heute, 06:27h. ich falle aus dem bett, verwirrt wie eine ins wasser gefallene katze. auf der einen seite hatte ich einen wunderschönen traum, auf der anderen fühle ich mich, wie durch eine landwirtschaftliche zugmaschine überfahren. ein klumpen aus kosmischen staub und unternährung halt, in den letzten wenigen monaten habe ich vier kilo abgenommen, vom idealgewicht, welches über jahre konstant blieb, ohne, daß ich je etwas dafür tun mußte. das wohlbefinen eines wahnsinnigen halt. so ist es eben, wenn sich limerenz und stress die händchen halten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;07:57h, agentur. heute sind alle früher da, eine wichtige wochenbesprechung, gottlob nicht von mir geführt, da ich gänzlich neben mir stehe. ms ist zwar auch nicht sehr konzentriert (&lt;em&gt;o-ton: dieser kunde ist eine fruchtbare labberkacke, äh, ich meinte furchtbare labberbacke&lt;/em&gt;), trotzdem mehr bei der sache, als ich es heute je sein könnte. ich denke an brüste und diverse aktivitäten, die damit in verbindung gebracht werden könnten. grinsende lüsternheit ad conscientia. ich glaube, ein jeder im raum hat heute verstanden, daß ich bloß körperlich anwesend bin. mental totalitär abwesend, aber hallo!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;09:57h. ich bin daheim, mit einer externen 150 GB festplatte und meiner arbeit, welche bloß in die ecke fliegt. italienische übersetzungen? messestände? abrechnungen? &lt;em&gt;pff!&lt;/em&gt; ich dezimiere bloß meinen taschentuchvorrat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:57h. ich glaube, jetzt habe ich noch mehr abgenommen...
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