18.09.2007
Triskaidekaphobie an einem 18-ten
heute, 10:07h. ich betrete den hiesigen miniatur-supermarkt aus ermangelung an zigaretten. und caro-kaffee. und milka-tender.
die nette frau w. ist leider nicht an der kassa, stattdessen eine unendlich hässliche und ebenso unfreundliche ersatzkassiererin, die mir, mit ihren herausragenden vorderzähnen voraus, spuckend mitteilt "dunhill hamma nich!". mein leises "doch" erreicht sie gleichzeitig mit der kugel aus der 44-er, welche ihr gehirn mit sofortiger wirkung außer betrieb nimmt. hätte sie sich doch die lächerlichen zwei meter zum zigarettenregal bequemt, frau w. hätte jetzt nicht so viel zum putzen...
auf dem heimweg fährt ein dreier touring, mit deutlich überhöhter geschwindigkeit an mir vorbei und spritz mich und meine kleidung von oben bis unten voll, dank der pfütze, die er streift. ich habe sein kennzeichen und es wird ein leichtes herauszufinden, wo er wohnt. muß vorher allerdings noch meinen morgenstern putzen. ich glaube, da kleben noch überreste drauf...
dabei wollte ich hier eigentlich bloß ein sonnenblumenbild platzieren, nebst einem "guten morgen!"...
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29.06.2007
Short Shopping
gestern, 18:27h. ich betrete einen großen elektronikmarkt, zwecks aneignung diverser kabel und unterhaltungsmedien.
der laden ist überfüllt mit menschen, die sich in totalitärer konsumverwirrung verhalten, wie zombies ohne verstand und orientierungssinn, sie stolpern über die eigenen und über fremde füße, verziehen dabei die gesichter, als ob sie gerade einen frischen einlauf aus lebenden schnecken verinnerlicht hätten und geben laute atemgeräusche von sich, wie sterbende und depressive waschbären.
zudem ist alles hoffnungslos zugestellt mit unausgepackten kartons auf paletten, verpackungsmaterial und bläschenfolie,
in der kabel- und steckerabteilung komme ich mir vor, wie ein indiana jones für arme, auf der suche nach der heiligen 3,5mm cinchkuh aus dem tempel der herabgesetzten arschmönche.
nach dreißig minuten suchen und nicht wirklich finden, vergeude ich weitere und endlose minuten meines lebens, mit anstehen an der kasse, wo ich dinge beobachten muß, die an dummheit kaum zu übertreffen sein dürften, weshalb ich diese auch nicht versuchen werde zu beschreiben, da sie mir diese erzählungen eh nicht glauben würden. als ich dran bin mit bezahlen, fragt mich die kassiererin, ob sie meine postleitzahl erfahren dürfte, zwecks hausinterner statistik, woraufhin ich ihr spontan die wiener angebe, vertue mich allerdings bei einer zahl und werde am abend von meiner liebsten aufgeklärt, daß ich ihr zufällig die postleitzahl des geburtsortes von adolf hitler angegeben habe. irgendwie finden wir das sehr lustig und bekommen einen lachanfall.
in der tiefgarage töte ich noch ein teeniepärchen, welches die grenzen meiner geduld mit polyphonen klingeltönen in siebenmeilen-stiefeln überschreitet. er verliert den kopf, sie das herz. wären sie doch ein eis essen gegangen...

soundtrack: queens of the stone age - river in the road
13:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Träume | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
18.05.2007
iKill 2.0
die routen durch die riesigen regale des großmarktes sind eine qual. mindestens 90% aller artikel sind gemacht und gedacht für menschen mit unreiner haut und übergewicht, oder zumindest für solche, die so werden wollen. schrecklich, für eine gesundheits- und schönheitsbewußte person wie mich, die sogar ihre exkremente auf der küchenwage prüft, um die nötige balance aus wellness und beauty zu erschaffen.
was die werbung zeigt, das soll der handel gefälligst auch anbieten, ich mache mir schließlich nicht umsonst notizen während der werbeunterbrechung und in manolo blahniks paßt man ja auch nicht einfach so hinein, bloß weil man lust und laune dazu hat, nein, das erfordert arbeit und doppelte kosten. wenn wahre schönheit von innen käme, bräuchte ich auch keinen schönheitschirurgen, der meine titten erst in form bringt, statt sie der erdanziehungskraft zu überlassen. manche nennen das zwar "aufgebläht", doch das sind intelektuelle flachwichser und unterhaltungen sind nicht wirklich mein ding. wer meine meinung nicht akzeptiert, ist sowieso blöd.
meine haut, die ohne konservierungsstoffe gepflegt wird, benötigt pflege ebenfalls von innen: omegasäuren, bakterienkulturen, digestive essenzkulturen und dha vitamine sind mein täglich brot. fett gibt es in meinem leben nicht, von mir aus könnte man alles und jeden durch einen koaleszenzabscheider jagen, es würde fast keinen falschen und nichts falsches erwischen. alleine bei dem gedanken an das wort "fett" könnte ich glatt die joghurette von vorgestern erbrechen.
noch während ich den würgereiz versuche zu überwinden, werde ich draußen auf dem parkplatz von dem neuen land rover überfahren. ein hübscher wagen, auch von unten. alles um mich färbt sich rot, meine knochen sind zersplittert, an meine haut mag ich garnicht denken. doch eigentlich beschäftigt mich eine andere frage eh viel mehr - warum nimmt mich bloß keiner wahr?
16:10 Veröffentlicht in Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (15) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
02.03.2007
Hyperbel
der betonboden ist fleckig. das aufgesogene blut bildet dunkle flecken, die von der gestaltungsform her beinahe ein kunstwerk darstellen könnten. eigentlich war es auch meine absicht, aus dieser abgelegenen lagerhalle so etwas wie ein atelier zu machen, wo ich mich entfalten kann und abschalten, doch wieder einmal ging mein temperament mit mir durch und nun ist es bloß nur noch eine leichenhalle.
er liegt vor mir und schnappt nach luft, sein linkes auge fehlt, ebenso die finger, sein genitalbereich ist zerschredert. wäre er ein halbwegs intelligentes wesen gewesen und hätte er mich nicht so lange und auf eine äußerst ignorante weise geärgert, womöglich hätte er überlebt. aber das war eben sein problem, er konnte nicht stillhalten, er konnte nicht mitdenken, er war dreist. meine antwort war das skalpel in seinem auge.
die gestalt, die neben ihm liegt, hat es nicht besser erwischt. sie hat kein gesicht mehr, keine ohren und keine zunge. irgendwie erregt mich das arbeiten mit rasierklingen, so wie sinnliche zärtlichkeit im frühling, so fein und so spürbar. so einzigartig.
ich starre auf die 44-er in meiner hand, überlege ob ich ihnen den rest geben soll, oder ob sie noch den rest dieser erfahrung mitnehmen sollen, entscheide mich dabei für letzteres. je mehr leiden, desto besser meine zukünftige position in der chefetage der hölle. erfolg kommt nicht von ungefähr, dämonen bildet man sich nicht ein, entweder verinnerlicht man diese, oder man bleibt bloß ein azubi des fegefeuers. die verdrehung der moral ist nicht definierbar, das sterben allerdings schon.
die kühltruhen sind voll. voll mit menschlichem dreck. zerhackte verräter, lügner, schlampen, perverse, hinterhältige bastarde, dumme zicken, schleimige vertreter, dumme asoziale, mitmenschen. all dieser dreck, der mich umgibt, all das, was wir gesellschaft nennen, all das, was mir hochkommt wenn ich eine schwallartige entleerung der speiseröhre erlebe. der dreck unter meinem fingernagel.
die beiden leichenkandidaten verrecken blutend und sabbernd, ich habe keine lust mehr sie heute noch zu zerlegen und einzufrieren, möchte heim zu meiner frau. ich sollte die lagerhalle nicht öfter als einmal pro woche aufsuchen, sonst übertreibe ich noch...
sagt sie.
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18.02.2007
Karnevaleske Strukturen des Mas(sa)k(r)ierens
der fernseher bleibt ausgeschaltet, nachrichten interessieren mich heute nicht, selbst die geschriebenen nicht, die dicke wochenendausgabe dieser großpackung schwarzer buchstaben liegt unten im flur, unweit der kiste für altpapier. wie ich es aus dem fenster vernehmen kann, dreht sich die welt noch, das reicht mir heute als aktualität meines wissens. kein atompilz am horizont, keine apokalyptischen reiter am himmel, bloß karnevalistische zombies auf der straße, gegen die ich jedoch immun bin. das rezept ist einfach, fenster zu, vorhäge zuziehen, das panasonic-baby aufdrehen, die datenbank krachen lassen, möglichst mit ordentlich mehr dezibel, als es die dümmlich bemalten und verkleideten besoffenen draußen, je für möglich halten würden, trotz der lauten krawalle, die sie zwecks kopfschmerzen und möglicher sexuell übertragbarer erkrankungen am folgetag, aus für mich unerfindlichen gründen, jedes jahr aufs neue veranstalten. karneval ist in meinen augen so überflüssig, wie die obduktion einer eintagsfliege.
als erstes bringt mich "ceylon" von madita so richtig in stimmung, ein kleines und sehr feines stück groove, das mich rhytmisch mit dem kopf wackeln läßt und mich irgendwie heftigst anmacht, gefolgt von res und ihrem "they say vision". ich weiß, zweitere blieb ohne erwähnenswerte erfolge, doch irgendwie macht mich dieses stück ebenfalls an, selbst nach einigen jahren noch. danach muß ein wenig gesungen werden und das kann ich meist am besten bei ruhigeren stücken, wie beispielsweise dem großartigen "black lodge" von anthrax, oder "the down town" von days of the new. gut, ich gebe zu, "disarm" von den smashing pumpkins fehlt zudem eher selten während meiner kleinen privat-sessions.
später, während sich draußen die kehlen immer mehr mit billigem ekelfusel aus kleinen fläschchen füllen, erhöht sich hier höchstens die lautstärke. "here comes the pain" von den farmerboys, "break the circle" von corrosion of conformity, "hostile" von pantera bringen mein blut in wallung, gänzlich in schwarz bilde ich mir beinahe ein, henker zu sei. der coolste henker.
als der karnevalszug an meinen fenstern schließlich vorbeizieht, wird es musikalisch derbe, sowohl draußen, wie auch drinnen. dort, wo die bunten irren ihre mangelnde intelligenz unter beweis stellen, indem sie sich den kopf mit abfallprodukten der getränkeindustrie wegschiessen, sich dabei mit bonbons bewerfen lassen und sich auch noch darüber freuen, wird geschunkelt zu diversen ausgelatschten und stinkenden abfällen der musikindustrie. drinnen dann passend als kontrast der auftakt mit "beat the bastards" von the exploited, gefolgt von "chop suey" von system of the down und schließlich dem kongenialen "out of hand" von entombed, welches mich spontan dazu animiert aufs dach zu klettern und die menge mit heißem öl zu begiessen. rheinland fuck!
und was soll dieser eintrag? eine hübsche wunschvorstellung, denn so geil mein panasonic-baby auch sein mag, übertönen kann man den degenerierten haufen von brüllaffen ja doch nicht. was bleibt? wegziehen. und sonst? vielleicht eine einkaufsliste für einen cd-laden...
20:30 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (7) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
15.02.2007
Gutachter werden bei Meinungsverschiedenheiten...
irgendwie glaube ich manchmal, gutachter seien eine eigene klasse der wirbeltiere. halb mensch, halb fabelwesen, mit einer angeborenen schwäche für anomale mathematik. verdrehte rechenzwerge halt.
heute hatte ich ein exemplar davon zu besuch. er sollte sich den schaden am wagen anschauen, den ich vergangenen samstag mit ordentlich pfeffer in das heck eines volkswagens gefahren habe, der von einer zombischen und völlig grundlos vollbremsenden oma gelenkt wurde. einer dieser vorfälle halt, die so unnötig vom universum inszeniert werden, daß man beinahe glauben mag, unser schicksal wäre von einem verwirrten affen auf drogen erdacht worden. so überflüssig wie pulverisiertes bier...
ich glaube ebenfalls, der selbe affe hätte ein standardisiertes verhaltensmuster für das dasein eines gutachters nach din-norm lustlos niedergeschrieben, dem diese sekte nun nach paragraphen täglich und rigorös scheuklappenartig folgt.
da stellt er sich ernsthaft vor einen ziemlich neuen 82.000 euro wagen und murmelt als erstes "totalschaden? hm, totalschaden?" vor sich hin, wobei ich mir nach der dritten wiederholung wünschte, ich hätte einen morgenstern bei mir, um ihn diesen ungebremst ins gesicht hauen zu können, so als eine art airbag-placebo.
nach cirka 36 bildern, die er vom fahrzeug gemacht hat, kommt der nächste ausspruch, der mich offenmundig staunen läßt. "da sind sie richtig schön mittig reingeknallt, gell?". es entfleucht mir bloß ein leises "richtig schön mittig?", woraufhin er mich aufklärt, es wäre immer gut, wenn man mittig kollidiert, da sich die karosserie dann nicht verzieht. gut, da war das zweite wort, welches ich grundsätzlich von einem versicherungsroboter erwartete: "verzogen". mangels morgenstern, überlege ich kurz meine faust mittig in sein gesicht zu platzieren, einen totalschaden durchaus in kauf nehmend.
am ende verblüft er mich dann noch mit dem letzten klischee, welches in meinem kopf picknick macht, er bräuchte zeit bis dienstag, um den schaden ausrechnen zu können. meine anmerkung "ich könnte einen taschenrechner holen" wird stumm ignoriert.
ich winke kurz zum abschied, doch er reagiert nicht. kann er auch nicht, da ich seinen kopf in meiner hand halte, den ich mittels des eiskratzers von seinem körper entfernt habe. theoretisch hätte er sich sein berufsrisiko ausrechnen können. hätte er bloß einen taschenrechner benutzt...
20:51 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (6) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
08.02.2007
Wartezimmer-Romantik
heute, 08:57h, ich betrete die praxis eines spezialisten, meines beines wegen, habe um 09:00h einen termin. die unbeschreiblich hässliche und unfreundliche arzthelferin verweist mich ins wartezimmer, verdreht dabei meinen nachnamen so sehr, daß ich beinahe glaube eine neue identität angenommen zu haben. ich weiß, es ist nicht gerade ein allerweltsname, aber es sind bloß sechs buchstaben - falls man lesen kann und über ein halbwegs funktionierendes gehirn verfügt, sollte es meiner meinung nach kein problem sein, diesen auszusprechen oder vorzulesen. ist schon paradox, wenn beschränkte einen beruf ausüben, in dem es darum geht schriftlich niedergelegte informationen zu verarbeiten, während sie nicht einmal aneinander gereihte buchstaben entziffern können...
wie ich erfahre, ist diese praxis neu. irgendwie glaube ich das auch, zudem muß der arzt ziemlich gut verdienen, ich befinde mich nämlich nicht in einem typischen wartezimmer, sondern in einem edlen penthouse. riesige glasflächen, keine stühle, sondern richtig bequeme ledersessel, ein brunnen in der mitte. würde mein fuß nicht so stark schmerzen, würde ich mich glatt wohlfühlen. naja, und wäre es nicht ein merkwürdiges gefühl, mit meinen 32,7 zwischen lauter alten und stöhnend gebrächlichen menschen zu sitzen...
trotz eines ausgemachten terminus für 09:00h, muß ich tatsächlich bis nach 11:30h warten. ich lese drei ganze ausgaben cosmopolitan, muß am ende die augen schließen und an meine liebste denken, aus angst spontan schwul zu werden. was es alles so gibt! mit diamanten versetzte hunde-klamotten, handys aus plüsch, kerzen in penisform. fehlt bloß noch ein kondom mit frikadellengeschmack. ich entdecke zudem einen artikel über das bloggen - wir sind alle web 2.0. irgendwie fühle ich mich zwar nicht so (und wie fühlt man sich dann überhaupt?), aber wenn die meinen. journalisten sind halt in vielen fällen sehr intelligente menschen, die sich zudem viel einbilden können. oft zu viel...
der arzt ist recht nett, findet allerdings nichts, erzählt etwas von "rheumatisch, vermutlich". prima, ich hätte mich gleich mit den alten und gebrächlichen menschen vorhin anfreunden sollen, um mit ihnen partys im altersheim feiern zu können, inklusive bingo. zombie karneval ad parkinson.
wieder am empfang spricht die hässliche hexe meinen namen erneut falsch aus und anders als noch vorhin, ich fühle mich tschechisch. kurzerhand nehme ich den kugelschreiber von der theke und steche diesen in ihr linkes auge. sie fällt japsend um und stottert etwas von "warum?".
ich werde sie im krankenhaus besuchen und ihr unterricht im lesen geben. ich hoffe bloß für sie, daß ihr rechtes auge konzentriert arbeitet...
15:45 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (0) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
27.01.2007
Kostenlos
ich betrete den supermarkt, es ist samstag nachmittag und dementsprechend voll. huderte valiumgeschädigte, die so langsam durch die gänge schleichen wie zombies. manche wirken in ihrer apathie auf mich, als würden sie gleich in der zeit zurückreisen. lauter menschliche handbremsen. als ich das zweite mal den einkaufswagen einer fetten hausfrau, die ähnlichkeiten mit kermit dem frosch aufweist, in den rücken gefahren bekomme, ziehe ich kurzerhand ein skalpel aus der manteltasche und steche es ihr durch die brille ins auge. sie schreit nicht einmal, geht bloß brav und wortlos zu boden.
in der obst/gemüse abteilung begegnet mir die unsympathie des tages. ein großer ungepflegter kerl, der sich aufführt, als würde der laden ihm gehören, zudem tritt er blind und abwesend auf meinen schuh, hält es nicht einmal für nötig, sich zu entschuldigen. nun, das macht man nicht. ich breche ihm das genick, er stirbt noch direkt neben den kartoffeln. ich wollte bloß eine kohlrabi und dann so ein stress.
in der weinabteilung dann diese frau, die ich glaube schon öfter im markt gesehen zu haben. mitte/ende vierzig, verbraucht, möglicherweise eine alte jungfer, die sich täglich einen hinter die binde kippt, ketteraucht und sich frustriert durch die glotze klickt. das auffälige ist, wenn jemand in die spirituosenabteilung kommt, stellt sie sich mit einem gespielten kennerblick vor die edlen und teuren sachen, später, an der kasse, trifft man sie aber doch nur mit dem billigsten fusel an. gut, jetzt wohl nicht mehr, ich habe sie mit einer flasche edlen champagnia erschlagen. wenn ich etwas nicht leiden kann, dann sind das irgendwelche fremden leute, die mich anhusten, zudem mit einer schnaps fahne. ich nehme einen bordeuax und begebe mich zur kasse.
dort angekommen, dann eine dieser älteren damen, die sich für etwas besseres halten. man sieht ihr an, sie geht bestimmt einmal in der woche zum frisuer, ihr mann wartet womöglich draußen im nagelneuem mercedes, welcher im jahr ca.150 kilometer bewegt wird, sonst nur in der garage poliert. sie hat einen verdammt vollen wagen, ich bloß zwei teile. sie dreht sich um, mustert mich, ignoriert mich anschließend, woraufhin ich sie anspreche "verzeihen sie, ich habe nur zwei teile, sie ca. 150, können sie mich nicht vorlassen, ich brauche keine 10 sekunden", was sie aber ebenfalls ignoriert. als die kassiererin auch noch ihren ungefragen senf dazu gibt "alle müßen anstehen", reicht es mir. ich ziehe die 44-er und erschiesse alte schachtel und die freche kassiererin, verlasse den laden ohne zu bezahlen.
draußen, direkt auf dem ersten parkplatz, steht ein großer mercedes mit einem älteren mann am steuer, der auf seine uhr schaut. ich muß grinsen. hoffentlich ist er ein geduldiger mensch...
23:39 Veröffentlicht in Träume | Permalink | Kommentarstatus (0) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
24.01.2007
Respekt
wissen sie, daß ich früher oft albträume hatte, müßte jedem, der hier bereits länger liest, unlängst bekannt sein. schlachten, morden, massaker, gemetzel, blut, folter. das ging über viele jahre so, mindestens jede zweite nacht. irgendwann habe ich angefangen diese dinge aufzuschreiben, für mich und von hand, später entstand dann ein blog, in dem ich zynisch und sarkastisch versuchte diese unterbewußten katastrophen, schwarz humoristisch darzustellen. überdreht, arrogant, übertrieben, augenzwinkernd. für die lesenden wurde es normal, ich hinterfragte diese sache jedoch persönlich immer und immer wieder aufs neue. klar, die sache liegt auf der hand - innere unruhe.
gut, ist auch eine art von humor, meine art, sicher werde ich auch weiterhin fiese anmerkungen anwenden, weil das irgendwie mittlerweile dazu gehört. nehmen wir eine telefonische besprechung von vorhin als beispiel, wo ich zu einem kunden freundlich "das kriegen wir irgendwie hin, herr k., ach wenn die zeit knapp bemessen ist" sagte und in wirklichkeit "ich würde dir gerne die haut mit einer stumpfen rasierklinge abziehen, du opfer!" dachte. doch darum geht es eben nicht, das ist bloß eine überspitzte und eher comic-artige verarbeitung des alltags, die sequenzielle kunst der eigenen mentalen ablenkung halt. ich differenziere stark zwischen gedachtem und geträumten, für mich sind es zwei gänzlich verschiedene bewusstseinszustände.
vor einigen monaten machte es allerdings klick. in aller ruhe und ungesucht, doch erwünscht, betrat die liebe meines lebens die bühne meines chaotischen daseins. wie durch ein fingerschnippen waren albträume weggefegt. meist weiß ich garnicht erst, was ich überhaupt geträumt habe, sonst ist es eher nicht jugendfrei, oder sehr banal. vor ein paar tagen zum beispiel, habe ich die ganze nacht davon geträumt, wäsche zu waschen. von hand. inklusive des vorgangs des aufhängens...
bis heute. heute hatte ich einen winzig kurzen aber so erschreckenden albtraum, wie noch nie. nicht beschreibbar, nicht aussprechbar, so kurz und knapp und doch wie ein blitz, der einen unerwartet erwischt. zum ersten mal seit meiner kindheit, hatte ich nach einem traum richtige angst. zum ersten mal seit jahren, habe ich nun wieder respekt vor träumen und dem leben an sich. zum ersten mal ist alles anders und nicht üblich.
das leben ist ein schleudergang und wir sind die klamotten.
ich weiß, das ist eher ein nachdenklicher eintrag, aber gedanken gehören zu dem üblichen quatsch, den wir üblicherweise betreiben, ebenfalls dazu. ich bin und bleibe heute sehr nachdenklich. vielleicht sollten wir das eh öfter sein und respektvoller mit allem umgehen.
ja... sollten wir.
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22.01.2007
Stimulation im Alltag
heute, 06:27h. ich falle aus dem bett, verwirrt wie eine ins wasser gefallene katze. auf der einen seite hatte ich einen wunderschönen traum, auf der anderen fühle ich mich, wie durch eine landwirtschaftliche zugmaschine überfahren. ein klumpen aus kosmischen staub und unternährung halt, in den letzten wenigen monaten habe ich vier kilo abgenommen, vom idealgewicht, welches über jahre konstant blieb, ohne, daß ich je etwas dafür tun mußte. das wohlbefinen eines wahnsinnigen halt. so ist es eben, wenn sich limerenz und stress die händchen halten.
07:57h, agentur. heute sind alle früher da, eine wichtige wochenbesprechung, gottlob nicht von mir geführt, da ich gänzlich neben mir stehe. ms ist zwar auch nicht sehr konzentriert (o-ton: dieser kunde ist eine fruchtbare labberkacke, äh, ich meinte furchtbare labberbacke), trotzdem mehr bei der sache, als ich es heute je sein könnte. ich denke an brüste und diverse aktivitäten, die damit in verbindung gebracht werden könnten. grinsende lüsternheit ad conscientia. ich glaube, ein jeder im raum hat heute verstanden, daß ich bloß körperlich anwesend bin. mental totalitär abwesend, aber hallo!
09:57h. ich bin daheim, mit einer externen 150 GB festplatte und meiner arbeit, welche bloß in die ecke fliegt. italienische übersetzungen? messestände? abrechnungen? pff! ich dezimiere bloß meinen taschentuchvorrat.
13:57h. ich glaube, jetzt habe ich noch mehr abgenommen...
14:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (12) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
20.12.2006
„Mahlzeit“ wird zur Mittagszeit häufig als knapper Gruß benutzt
gestern, irgendwann. ms stürmt in mein büro und macht die ansage "laßt uns was essen gehen!", welcher ich auch gleich zustimme. da wir zu fuß losziehen, ist die auswahl an lokalitäten eher begrenzt. wir befinden uns in einem industriegebiet. es gibt einen mcdonalds, den wir gerne und bevorzugt meiden, drei imbisse - türkisch, asiatisch und deutsch, wobei wir den deutschen und vor lauter fett triefenden metzger ebenfalls gerne meiden, gleichfalls mit dem asiaten, der immer merkwürdig viel stinkenden müll hinter seinem laden lagert. beim türken ist es ganz ok, zudem ist der laden relativ groß, man kann platz nehmen, was mir wichtig ist, ich bin nämlich ein gegner des speisens im stehen. alternativ bliebe noch ein supermarkt, in dem man warme speisen zu sich nehmen kann, doch wer möchte schon zwischen lärmenden einkaufswagenschiebern essen...
es ist neblig und ungemütlich, ebenso sind wir gelaunt. es ist einer dieser tage, an denen sich jeder still hinter seinem display versteckt und sich höchstens mit privatem beschäftigt. wir beide wissen das, kennen uns bereits einige jahre, brauchen kein wort darüber zu verlieren, ebenso verlieren wir kein wort übers geschäftliche. unsere gespräche kreisen um dinge, den alltag, meine limerenz über die er sich lustig macht und meint ich sei ein personifizierter heizungskörper, ich entgegne diese verspottung, indem ich laut lachen muß, weil er letztens in hundescheiße getreten ist und dies nicht bemerkte und anschließend mit dem stinkenden haufen das frisch geputzte haus betrat, wo seine frau leicht bis mittelschwer ausgeflipt ist. zwei erwachsene kleine kinder, kreative halt. das ist wie eine krankheit - vernunft und bodenständigkeit? vergessen sie es...
vor dem türkischen imbiss stehen zwei baufahrzeuge einer dieser firmen, die nach dem nachnamen des inhabers benannt wurden. schmitz/schulz/müller/kaputnik/schweiss, suchen sie sich was aus und fügen dem ein gmbh hinzu. halt eine totalitäre unfähigkeit schöpferischen denkens und handelns.
das bild im inneren der fressfabrik passt auch hervorragend zu meinen vorurteilen. schmatzende und bierbäuchige blaumänner weit und breit. wir kennen uns vom sehen her, es sind exakt die bauarbeiter, die vor eingen jahren unseren glastempel gebaut haben, inklusive vieler pannen. wir sind die fuzzis, die den ganzen tag "sinnlos" vor laptops sitzen und telefonieren, während sie die wahren arbeiter dieser welt sind, die die schwitzen und anpacken, die die sich am sack und an der ritze kratzen, die die viel bier und fußball vertragen. nicht so "luschen" wie wir halt. womöglich halten sie uns für schwul...
wir ergatern den letzten freien tisch, ms nimmt einen dönerteller mit pommes, ich eine vegetarische türkische pizza mit scharfer sose. nach nur zehn minuten sind wir genervt bis apokalyptisch hasserfüllt angesichts des packs um uns herum. es wird geschmatzt, mit vollem mund geredet, gerülpst, brocken gelacht. einer furzt sogar und zerbröselt sich darüber vor lachen. der lehrling bekommt nackenschläge, einer spuckt sein essen wieder auf den teller. wir sind in diesem sumpf aus dem personifiziertem inhalt einer randvollen kotztüte die außerirdischen, kurz vernehme ich ein leiseres "die feinen pinkel"...
ich stehe kurzerhand auf und begebe mich zu dem größten und fettesten der truppe, steche ihm mit einer mordswucht meine gabel durch das ohr in den kopf. er sabbert blut, seine augen verdrehen sich, schließlich knallt er mit dem kopf auf den tisch. der rest der truppe ist sprachlos, der türkische koch versteckt sich hinter dem tresen. im hintergrund höre ich ms wild kreischend, als er einen blaumann mitsammt fenster nach draußen befördert, welcher mit einem blutspritzendem hals auf einer scherbe liegen bleibt. einer versucht mich mit einem stuhl zu erschlagen, doch ich bin zu gelenkig, bücke mich, er zerschlägt das holz an der wand, ich trete ihm in die eier. eine wundervolle methode, bei männern die handbremse zu ziehen. anschließend zerschlage ich seinen kopf mit der kante eines tisches. cirka drei mal. die reste von pommes verbleiben in seiner offenen und blutenden schädeldecke. der lehrling steht kreidebleich in der türe, ich schaue ihn an und klatsche in die hände, rufe "lauf forrest, lauf!". er folgt meiner freundlichen und bestimmenden anweisung und rennt um sein unbedeutendes leben. ms ruft mich, er sitzt auf einem riesen und versucht krampfhaft sein genick zu brechen, ich eile zur hilfe, tatsächlich ist der kopf dieses individuums exakt so dickt wie sein hals. zu zweit schrauben wir daran, wie an einem gurkenglas, bis es knacks macht. am ende bleibt bloß einer über, der paralysiert einen anderen tag erwartet hat und zudem nicht gerade über "feine pinkel" hätte lästern sollen, weil wir solche nicht sind, bloß weil wir kein beton im haar tragen. der dönerspieß macht sich recht hübsch in seinem auge...
wir holen den türkischen koch hinter dem tresen hervor, bestellen zwei nichtalkoholische getränke, setzen uns hin. der laden sieht furchtbar aus, wir ebenfalls. unsere klamotten sind von blut durchtränkt, wir japsen vor uns hin. ich zünde mir eine zigarette an und werde dabei von dem militanten nichtraucher ms vorwurfsvoll angeschaut. ich puste den qualm in sein gesicht und denke darüber nach, die rasierklinge aus meiner manteltasche an ihm anzuwenden...
20:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (10) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
26.09.2006
Postdormitium
beim befahren einer mir unbekannten einbahnstraße schaue ich nach links und rechts, auf der suche nach passanten, die ich nach dem weg fragen könnte, als es einen mächtigen knall gibt und ich bloß eine blonde person sehe, die über den wagen fliegt und derer kopf auf dem asphalt hinter mir zerplatzt. sichtlich unbeeindruckt davon stellt sich im selben moment ein älterer herr neben mein fenster und erklärt mir den weg. ich bedanke mich, fahre etwas verwirrt weiter durch das graue und trübe wetter, als ich mich plötzlich beinahe zuhause befinde, nur hundert meter entfernt.
kurz vorm ziel, schießt ein alter fiat panda um die ecke, umfährt mich wild über den gehweg und rauscht frontal in den hinter mir fahrenden mercedes. ich bleibe mitten auf der straße stehen und begebe mich zum unfallort, wo die beiden damen bereits eine seltsam freundliche unterrhaltung führen, ich biete ihnen an die polizei anzurufen, sie bedanken sich freundlich.
als ich wieder im auto sitze, schaue ich noch in den rückspiegel, als wieder ein lärmendes geräusch entsteht und ich im anschluß wieder jemanden hinter dem fahrzeug liegen sehe. diesmal ein jugendlicher, dessen glieder recht verdreht aussehen. ich bin unfähig auch nur einen klaren gedanken zu fassen, beschließe erst den wagen auf den parklpatz zu fahren und dann zuhause die polizei zu rufen, als ich gas gebe, ist es bereits zu spät für die frau, die mir mit ihren einkaufstüten vor die motorhaube läuft, schockiert und fassungslos überrolle ich sie noch zusätzlich.
es schneit, innerhalb von nur sekunden ist es überall weiß, die zwei personen liegen auf der straße, es ist ruhig, ich vernehme keine geräusche, selbst die unfallstelle mit den beiden fahrzeugen ist menschenleer. mir fällt plötzlich ein, daß ich meinen vater hätte abholen sollen, beim blick auf die uhr stelle ich fest, daß ich bereits zwanzig minuten überfällig bin. ich stehe gedankenlos und verwirrt vor der haustüre, bin unfähig dazu sie aufzuschließen, starre den vollen briefkasten an und versuche zitternd die post durch den schlitz rauszufischen, als plötzlich die frau aus dem unfall-mercedes und ein berg von mann vor mir stehen. sie erzählt mir sehr ruhig und gefasst, daß die blonde person, die ich vorhin überfahren habe, deren tochter sei und nun tot. sie fügt noch hinzu, daß es mir klar sein müße, dafür ins gefängnis zu gehen, was ich nur durch ein zustimmendes nicken beantworten kann. mein leben rauscht an mir vorrüber, kurz sehe ich meine eigene vergewaltigung im knast, bin unfähig etwas zu sagen, oder zu tun, entscheide kurz, daß ich mich nicht wehren werde, falls dieser koloss gleich auf mich einschlägt, doch dieser weist seine frau nur daraufhin, daß der supermarkt gleich schließen würde, woraufhin sie gehen.
meine beine sind aus watte, ich begebe mich wieder auf den parkplatz, doch der wagen ist weg. ich suche zwei mal den parkplatz ab, ohne ergebniss. meine sicht verschlechtert sich, sie ähnelt der optik durch einen türspion, ich habe ein stechen in der brust, gehe in die knie, falle anschließend mit dem gesicht in den schnee. es ist kalt, ich zittere, sehe kurz menschen mit einkaufstüten an mir vorbeigehen, sie beachten mich nicht. danach wird es dunkel.
ich erwache, schweißgebadet und gleichzeitig frierend, als ich aufstehe muß ich würgen, renne ins badezimmer und erbreche lange und häufig. das war vor zwei stunden. nun sitze ich hier mit schüttelfrost in einem dicken pullover, trinke kamillentee und lese im lexikon über bakterientoxine. auto habe ich heute nicht vor zu fahren...
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29.08.2006
Murder and Mayhem
er liegt auf dem boden, während ich auf einem hocker vor ihm sitze und ihn betrachte. die gebrochenen glieder stellen ein unförmiges menschliches kunstwerk dar, was man durchaus auch "die schraube" nennen könnte. doch das gesicht mit dem herausgerissenem unterkiefer finde ich interessanter. wir sind ekelig innen drin. vereinzelte zähne liegen in der blutpfütze um seien kopf, seine zunge hängt lose raus und berührt beinahe den boden, ich kann in seinen hals sehen. er lebt noch, starrt mich mit riesigen feuchten augen an, als wollte er mich um hilfe bitten.
er hätte sich das ersparen können, wenn er nicht ausgerechnet in meine garage versucht hätte einzubrechen.
schließlich stehe ich auf und beende diese begegnung mit einem vorschlaghammer, öffne den mit folie ausgelegten kofferraum des siebener und werfe die leiche hinein, tausche die chirurgenhandschuhe gegen die schwarzen aus leder und mache mich auf den weg durch die nacht. am see angekommen, befülle ich seine kleidung und die folie mit steinen, binde das ganze mit einem seil fest und werfe das paket von einem kleinen steeg ins wasser. ich weiß, die stelle ist sehr tief. später reinige ich gründlich die garage, vernichte alle beweise und begebe mich doch noch ins bett, recht sauer über die fehlenden stunden schlaf, da am kommenden vormittag ein auftrag ansteht und ich meine arbeit ungerne mit schlechter laune erledige.
punkt 11:00h stehe ich am zielort, ein restaurant, dessen besitzer man sich entledigen möchte, mafia halt, ich stelle keine fragen, deswegen sind meine auftragsbücher auch so voll, es ist eine sehr simple angelegenheit bei der nur zwei dinge zählen - meine zuverläßigkeit und deren bezahlung.
der laden hat noch geschlossen, nach meinen informationen aber, befindet sich das zielobjekt bereits in der küche. ich passiere den hinterhof zum lieferanteneingang, öffne die türe und stehe mitten drin, zwischen schnell durchgezählten sieben personen, die alle in töpfen rühren. das zielobjekt ist anwesend, ich verschwende keine zeit, ziehe die zwei 44-er und erschieße alle. einer fällt mit seinem kopf in die kochende tomatensouce, ein anderer zieht einen ganzen topf nudeln beim umfallen mit sich. ich bin sicher, die spurensicherung wird viel spaß haben. ich mache noch eine runde und gehe zur hauptperson, schieße noch zweimal in seine brust. sicher ist sicher...
auf dem weg zurück befahre ich eine kleine tankstelle, um zu tanken, zudem brauche ich selbst etwas zum trinken. ein pickliger tankwart kommt angelaufen, ich öffne ihm den tankdeckel und bleibe im wagen, zünde mir eine zigarette an. ich beobachte ihn im außenspiegel, als ich sehe, daß er den zapfhahn ablegt, lasse ich die zigarette in der halterung des aschenbechers und begebe mich nach draußen, rücke dabei meine krawatte zurecht, als ich ein in meine richtung gespucktes "woah, mit dem wagen kanstu bestimmt voll geil weiber aufreissen" vernehme. ich bleibe stehen, starre ihn an, sage "bitte, wie meinen?", was er nochmal wiederholt mit "na du kannst damit bestimmt krass weiber aufreissen!". ich gehe zu ihm und schlage ihm ins gesicht, dann trete ich in seinen magen, als er am boden liegt, nehme ich kurzerhand den zapfhahn, knie mich auf seine brust, halte ihm die nase zu, stecke den besagten in seinen mund und lasse ordentlich super bleifrei laufen. nach ein paar litern höre ich auf, während er sich würgend und benzin kotzend auf dem boden rumwälzt.
ich betrete den laden und schaue in richtung des panisch zitternden kassierers, der seine hände nach oben hält. ich habe zwar meine hand bereits am portemonnaie, entscheide mich aber kurzerhand doch dafür ihm ins gesicht zu schießen. beim rausgehen nehme ich noch ein wasser mit.
der tankwart draußen wältzt sich immer noch auf dem boden, brechend und nach luft ringend, ich steige in den wagen und mache mich auf den weg, fahre dabei spührbar über seinen fuß, der wohl drunterlag, schnippe die noch brennende zigarette aus dem fenster raus. kurz sehe ich im rückspiegel noch einen auf dem boden liegenden feuerspucker und ein flammenmeer um ihn rum, als ich rechts abbiege höre ich nur noch eine gewaltige explosion. kann immer noch nicht fassen, von diesem etwas geduzt worden zu sein...
am haus angekommen, erblicke ich einen mann vor meiner garage in einem furchtbar hässlichen trenchcoat. ich prüfe noch unauffällig meine waffen, steige dann ganz langsam aus und frage ob ich ihm helfen könnte, was er mir die hand reichend mit "komissar homolka" beantwortet. es hätte in letzter nacht eine reihe einbrüche gegeben, klärt er mich auf und meine garage würde die letzte spur in der straße aufweisen, da das haus links neben meinem verschont worden wäre. spontan frage ich "woher wollen sie wissen, daß es das letzte war und nicht das erste?", was ihn leicht grübbeln läßt, fragt aber ob er sich trotzdem umsehen könnte, was ich gewähre.
er inspiziert die räumlichkeit, kehrt mir irgendwann den rücken zu und spricht "sie haben es hier aber sehr ordentlich", während ich bereits wieder chirurgenhandschuhe anhabe...
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04.08.2006
Eine eventuelle Möglichkeit
gestern morgen, 09:30h. die arbeitslosigkeit treibt mich in den wahnsinn. um mich abzulenken, beschäftige ich mich mehr als eine stunde mit diversen körperpflegeprodukten, bis meine haut einem weichen babypopo gleicht. dann kleide ich mich ein. ein weiß/grau gestreiftes hemd von d&g, dazu viereckige manschettenknöpfe aus weißgold, eine ecru/beige gestreifte krawatte von armani, die zenith rainbow am handgelenk, der neue schwarze armanianzug darüber, an den füßen budapester von ludwig reiter. kurz frage ich mich selbst, was der unsinn soll, da ich bloß vorhabe zum plus zu gehen, um eine kiste bier und zigaretten zu kaufen...
beim plus (realität)
ich schlender so durch den laden, in dem sich mehr rentner befinden als in einem altersheim, komme in die getränkeabteilung und starre ins leere. gestern habe ich nichts getrunken, kann also an meinen augen nicht liegen. rechts neben mir packt die grimmige marktleiterin irgendwas aus, ich frage freundlich "verzeihung, es ist kein bier da?", was sie auf den boden schauend mit "iss ausgegangen, wird morgen geliefert!" beantwortet. ich starre sie noch kurz glubschäugig an, fühle mich wie in der ddr, wo ich nie gewesen bin, deren geschichten über essensmarken ich aber trotzdem kenne, kann mich nicht zurückhalten und sage "dann müßen sie das nächste mal halt mehr bestellen, es ist sommer und sie haben keine getränke? ist doch der witz des tages!", worauf ich aber keine antwort bekomme. ich bin sicher, diese frau ist eine außerirdische...
ich gehe zur kasse, mit der absicht zigaretten zu kaufen. selbstverständlich habe ich eine nervige person vor mir, die einen rappelvollen einkaufswagen vor sich her schiebt. sie bemerkt es natürlich, daß ich bloß meinen schlüßelbund in der hand halte, läßt mich trotzdem nicht vor. viel merkwürdiger noch ihr einkauf. ich zähle zehn köpfe eisbergsalat, fünf beutel möhren, vier beutel äpfel, drei säcke kartoffel, ein sack zwiebeln und eine dose ananas. wird wohl eine grillparty ohne grill und fleisch...
das aussehen dieser "dame" besagt weiteres. eine fiese und hässliche ökoschlampe. scheiß klamotten, scheiß gesicht, scheiß figur und trotzdem eingebildet. soll mir eigentlich egal sein, doch erst jetzt fängt sie an mich richtig zu ärgern. gerade als die ganze gemüsebagage durch den scanner gelaufen ist und die kassiererin fertig, spricht fräulein unansehnlich zu ihrer anwesenden und vielleicht sechsjährigen tochter "hole mir doch bitte noch eine dose ananas"...
die kleine verschwindet zwischen den regalen, ich mag das geschehen nicht glauben, verdrehe genervt meine augen, die kassiererin ebenfalls. nach einer weile kommt die kleine sichtlich verwirrt zurück, mit einer dose in der hand, welche gleich mit strengem blick der mutter geprüft wird, die auch gleich das mädchen anfährt "lisa! das ist kein ananas, das ist pfirsich! los hole mir jetzt ananas!". die kleine beginnt zu weinen rennt wieder weg, die schlange hinter mir und ich stehen immer noch da, wie die deppen, mir platzt der kragen und ich sage "na, sie haben vielleicht nerven aus stahl! was kann denn die kleine dafür, daß sie die büchse vergessen haben?", was sie schnippisch mit "sie muß das schließlich auch lernen, außerdem geht sie das nichts an!" beantwortet, was ich aber gleich mit "und ob mich das was angeht! sehen sie die schlange hinter mir? haben sie den laden gerade für eine privatvorstellung gemietet? es gehört nicht gerade zu meinen hobbys im supermarkt dumm an der kasse zu stehen und mir frustrierte menschen anzuschauen, die ihr eigenes versagen an kleinen kindern auslassen!" entgegne. sie starrt mich entsetzt an, stottert nur ein "eine unverschähmtheit", bezahlt und beschließt selbst die dose aufzusuchen, die kleine kommt ohne ananas verheult wieder, ich kaufe ihr spontan einen loli...
ich gehe langsamen schrittes zum wagen, überlege wo ich bier kaufen kann, entscheide mich für einen getränkemarkt in zehn kilometern entfernung, da ich sicher bin dort jever zu bekommen. dem ist auch so. daheim tausche ich die feine kleidung gegen jeans und ein t-shirt und öffne ein fläschchen. schließlich ist bereits mittag...
beim plus (fiktion)
als ich den laden betrete, werde ich gleich am ende des ersten ganges aufgehalten, von einer dieser personen die ihren wagen und sich selbst so positionieren können, daß kein vorbeikommen mehr möglich ist, wahrscheinlich bilden sich diese parasiten ein, sie wären ganz alleine und für sich im supermarkt unterwegs. ich nehme kurzerhand den wagen und stelle ihn auf den kopf, der inhalt entleert sich in form einer lustigen colage auf den boden, die dicke frau schreit los, ich nehme das nächstgelegene honigglas und stopfe es ihr in den mund, muß mit diversen schlägen nachhelfen, wobei sie ihr gebiss verschluckt und röchelnd aber immerhin wortlos zu boden geht.
in der getränkeabteilung schaue ich auf die leere palette, auf der eigentlich bierkästen stehen sollten, frage die grimmige marktleiterin was das denn wäre, was sie sehr unfreundlich bis ignorant beantwortet. ich starre sie noch einen moment an, dann handle ich. kurze zeit später überlege ich was ich mit ihrem kopf machen soll, leicht belustigt platziere ich ihn schließlich in der kühltruhe, zwischen pommes und pute, muß dabei feststellen, daß die messer aus dem wochenangebot nichts taugen, zwei klingen sind gleich während der simplen enthauptung abgebrochen...
blutverschmiert und leicht genervt stelle ich mich mit zwei packungen zigaretten an der kasse hinter ein weibliches ökohorrorzombie an, welche nicht nur durch ihr hässliches trampelauftreten meine nerven strapaziert, sondern auch durch die ladung von vierzig kilo grünzeug und ihre arrogante art mich aufzuhalten. sie entscheidet sich schließlich für ein plötzliches und schnelles ableben, als sie ihre kleine tochter zum zweiten mal etwas holen schickt, was sie selbst vergessen hat, ich zucke die 44er und schieße ihr direkt zwischen die augen, anschließend zwei mal in die brust. bei mir sind hinrichtungswochen...
die wartenden kunden hinter mir klatschen beifall, die kassiererin hat zwar blutspritzer im gesicht, lächelt mich aber freundlich an, ich vermute seit längerem, daß sie auf mich steht. als ich den laden verlasse schaue ich im vorbeigehen noch kurz durch die scheibe und erblicke die kleine, die neben dem leblosen körper ihrer mutter steht und mir freundlich zuwinkt. ich winke zurück und gehe heim.
ich entscheide mich kein bier mehr zu kaufen, stattdessen vodka mit viel eis zu trinken, doch vorher bringe ich die blutverschmierten klamotten in die reinigung, wo mich die kleine bedienung wie immer fragt "ist das wieder himbeersaft?", was ich leicht abwesend und auf die riesigen brüste einer passantin draußen starrend, wie immer mit "ja, ja, himbeersaft... das zeug ist die hölle..." beantworte.
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23.05.2006
Herr Ad und die Neuronen
es gibt dinge in meinem kopf, die festgefahren sind.
sie interessieren mich einfach nicht, ich halte es für zeitverschwendung mich damit zu befassen. so zum beispiel medikamente. für mich gilt grundsätzlich 3 x täglich, egal was es ist. die achtfach gefalteten zettel lese ich nicht, ich hasse sie.
aus einem einfachen grund, es ist mir noch nie im ganzen leben gelungen, eine packung medikamente auf der seite zu öffnen, auf der ich die tabletten rausnehmen könnte, nein, ich öffne immer und grundsätzlich nur die seite, an der die gebrauchanweisung den u-turn macht. gut, ich könnte die dinger rausnehmen und wegschmeissen, oder lesen, aber, nein, bzw. siehe zeitverschwendung. ich fand es also zwar etwas verwunderlich, in der 25 euro teuren packung nur 7 kleine pillen vorzufinden, aber regeln sind regeln, eine morgens, eine mittags, eine abends, dazu noch aspirin und am abend ein glas wein obendrauf.
etwa 10 minuten später verschmolzen alle räumlichkeiten plötzlich zu einem großen ganzen, während ich durch eine spielplatz-rutsche nach oben befördert wurde. dort blickte ich kurz aus dem fenster auf den urwald, während ich nebenher eine interessante unterhaltung mit lebensgroßen massenmörder-maskottchen aus plüsch darüber führte, warum eis am stiel eigentlich nicht eis am stock heißt. als sie plötzlich verschwanden mußte ich mich am schreibtisch festhalten, wegen der turbulenzen die das riesige flugzeug verursachte, welches geradewegs auf mein fenster zugeflogen kam und dabei heftigst lachen, weil dort "ed gein airways" geschrieben stand. als es einschlug, wurde ich rechtsrum abgespühlt und trank einen liter salzwasser aus der toilette, die ich auch augenblicklich mit einem grauwal zwischen den zähnen verließ. erst als die spülmaschine mir die liebesdienste verweigerte, kam ich wieder langsam zu mir, irgendwo in der ferne hörte ich zwar noch leise die stimmen der muppets, die nach dem weg nach hannover frugen, dieses ignorierte ich dann aber...
ich sage es ihnen, das war nicht mehr feierlich. nach zehn minuten bei geöffnetem fenster in der küche sitzen und mehreren gläsern wasser, war es dann gut, als kurze zeit später das telefon klingelte, konnte ich es sogar orten. später habe ich zum ersten mal diesen gefalteten mist gelesen, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß eine erwachsene person pro tag nur eine tablette einnehmen darf, jugendliche eine halbe und kinder garnicht. zudem sollte man keine anderen medikamente neben diesen einnehmen und alkohol natürlich auch nicht.
erst habe ich überlegt dieses zeug gleich wegzuwerfen, doch dann verharrte ich kurz; ich meine, bei welchem schwarzmarkt-substanzenhändler bekommt man schon für 25 euro 7 geile pillen? die restlichen 4 müßten doch eigentlich für einen hunderter weggehen.
oder ich warte ab und nehme sie vor der nächsten familienfeier...
15:30 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (11) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
07.05.2006
iKill 1.0
ich verlasse das haus und trage die zwei waffenkoffer zu meiner neuen e-klasse. die hat sogar intelligente scheinwerfer, sie sprechen mit mir und fungieren als mein vorzimmer und callcenter. als ich mich zum kofferraum hin vorbeuge, tritt mir eine bescheuerte werbetussi in den hintern, lächelt anschließend frech. ich verstehe diese dumme anmache nicht, schlage ihr kurzerhand mit dem noch in meiner hand befindlichen schlüsselbund das gesicht ein, beim hinfallen zerschlägt ihr kopf an der bordsteinkante mit blup.
als erstes steuere ich meinen waffenhändler an, ich benötige noch munition und er hat gerade günstigerweise aktionswochen.
ich nehme patronen für 1.000,- und ein bügeleisen.
das gratisfigürchen von ted bundy werfe ich ins handschuhfach, aus dem mir auch gleich ein fax von meiner mutter entgegen kommt, auf dem sie mich nach der telefonnummer der auskunft fragt. ich ignoriere es einfach.
unterwegs suche ich meinen zahnarzt auf, der mich lächelnd mit den worten "freut mich sie zu sehen!" empfängt, worauf ich ihm gleich die zähne mit dem neuen bügeleisen einschlage. gründlichkeitshalber drei mal. seine frau hatte mir eine neue zahncreme empfohlen, die meine zähne viel länger weiß glänzen hätte lassen sollen, dabei teurer als meine alte creme war und trotzdem keine sichtbaren ergebnisse brachte.
danach besuche ich eine bekannte, die beim letzten besuch bei mir meine leichte margarine hat mitgehen lassen. sie ist eigentlich ganz niedlich. sogar jetzt noch, mit einschusslöchern im gesicht, wie ich feststellen muß. trotzdem und aus prinzip - niemand hat an meine wellnessprodukte zu gehen.
bei all den geschehnissen verpasse ich mein zielobjekt, muß den auftrag auf den folgetag verlegen, bin recht verärgert darüber, überfahre auf dem heimweg aus frust und ärger ein paar über die straße laufende, nackte menschen. sie waren wohl auf actimel.
daheim zaubere ich mir noch einen pulverkaffee mit unechtem milchschaum und schlafe auf der couch ein, während der nervigen reportage, die dauernd zwischen der werbung läuft.
22:45 Veröffentlicht in Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (6) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
25.04.2006
Fucking Nightmares
die sonne scheint. ich bekomme lust auf das neue dr. goebbels schokoladeneis, welches ich in der reklame gesehen habe, mache mich gleich auf den weg zum supermarkt. die straße ist menschleer und still, ich vernehme keinen laut und keine bewegung, es ist wie ausgestorben. kurz vor dem laden kommt mir ein penner entgegen, den ich beim näheren hinsehen als meinen vater identifiziere, maden kriechen aus seiner nase. ich starre in eine andere richtung und gehe an ihm vorbei, während ich hinter mir geräusche wahrnehme. er hat sich in meine wade verbissen wie ein kleiner hund, ich versuche mir nichts anmerken zu lassen, da es mir peinlich ist und schleife ihn einfach mit, als ob nichts wäre. im supermarkt wird er einfach und wortlos von der grimmigen markleiterin hinter mir weggekehrt, wofür ich dankbar bin.
als einziger kunde im ganzen laden finde ich mich an der kasse vor einem verpickelten männlichem azubi wieder, dessen anblick ich nicht ertragen kann und so kurzerhand einen amboss aus dem regal mit den angeboten nehme, um mit diesem immer weiter auf seinen kopf einzuschlagen, bis er in seine eigene blutpfütze fällt. seinen leblosen körper legt die grimmige markleiterin auf die kisten mit leergut und wischt wortlos das blut weg, ich bestehe auf eine großgewachsene und gutgebaute blondine als kassiererin, mit möglichst wenig kleidung, die wenige solle allerdings aus schwarzem nylon bestehen, was auch prompt und wortlos so akzeptiert wird, ich bekomme zwar kein wechselgeld zurück, aber das ist bei dem anblick egal.
gerade als ich wieder draußen bin, nehme ich einen nicht zu ortenden und wahnsinnigen krach wahr, doch bevor ich mich überhaupt regen kann, blicke ich kurz nach oben um im gleichen augenblick von einem abstürzenden adac hubschrauber erschlagen zu werden.
da werde ich wach. eine kurze mentale inventur. die besagte blondine liegt neben mir und macht seltsame schlafgeräusche, trägt kein nylon. keine hubschrauber am himmel und kein sonnenschein. der anblick meines vaters, dem maden aus den nasenlöcher kriechen geht mir nicht aus dem kopf, meine überlegung meine eltern anzurufen, um zu fragen wie es ihnen geht, verwerfe ich allerdings gleich nach dem blick auf die uhr: 03:00h.
ich gehe runter in die küche, lese die tageszeitung von gestern und esse schokoladeneis.
19:30 Veröffentlicht in Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (9) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
28.03.2006
Amok (IV)
beim betreten des gebäudes habe ich die waffen bereits aus meinem mantel hervorgeholt, die beiden damen am empfang fallen als erste mit kugeln im kopf auf den hellbefliesten boden, ich arbeite mich büro für büro vor, kaum jemand scheint auf die geräuschkulisse zu reagieren, die gesichter in die ich schieße sind räumlichkeit für räumlichkeit gleich erstaunt, keiner flüchtet, keine panik. am ende des flurs betrete ich das büro des geschäftsführers, den ich mit einer machete köpfe, anschließend installiere ich seinen kopf auf den ständer der tischlampe, so stand es in der bestellung. beim rausgehen bemerke ich ein jammern, welches aus dem vorletzten büro zu kommen scheint, ich begebe mich umgehend dorthin und entdecke einen blonden blutverschmierten mann, der sich an seinem schreibtisch hochzuziehen versucht, kurzerhand schlage ich seinen kopf am heizungskörper auf und ärgere mich anschließend über meine spontane entscheidung - eine mit hirn berschmierte hand und keine taschentücher bei. so nutze ich noch die firmentoilette zum händewaschen und verlasse anschließend das gebäude. auftrag ausgeführt.
draußen steuere ich gleich den fahrradständer an, öffne das schloß und setze mich auf mein hollandrad. so gut ich alles vorher eingepackt und vorbereitet habe, so chaotisch gestaltet sich die rückfahrt. erst verliere ich die machete, dann bleibt mein mantel in der kette hängen, später zuhause werde ich noch feststellen, daß meine zigaretten aus meiner tasche rausgefallen sein müßen. zudem werde ich noch von dem hund eines spaziergängers angesprungen und zum stürzen gebracht, woraufhin meine beiden 44er rausfallen und ich herrchen und wauchen leider aus notwehr töten muß.
zuhause setze ich mich auch gleich an die kundenrechnung nr.061743 wobei mir ein gravierender fehler auffällt, auf der bestellung steht die hausnummer 69, ich war bei 96. prima, nochmal los. ich mache die waffen wieder startklar, stecke taschentücher ein und begebe mich wieder zum fahrrad.
muß unterwegs noch die machete suchen.
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14.03.2006
Ein besonderes Motiv
als heute morgen um 5:15h der wecker klingelt, drücke ich halb bewußtlos irgendeine taste um den schrillen ton zum schweigen zu bringen. ich bin momentan permanent unausgeschlafen, bereits um 20:00h trage ich ganze gähnkonzerte vor, morgens komme ich nicht in die gänge. so drehe ich mich nochmal auf seite, als ich von der lärmenden müllabfuhr gestört werde, verwundert und verärgert was die denn schon vor 6:00h bei uns verloren hätten, erstarre allerdings als ich einen flüchtigen blick auf den gerade eben noch ausgeschalteten wecker werfe:
7:00h, verschlafen!
gut, ist nicht die welt und termine habe ich erst am nachmittag, doch es gibt dinge, die ich nicht ausstehen kann und dazu gehört auch ganz klar die tatsache zu verschlafen. das leben in der selbstständigkeit bietet eh schon viel zu wenig feste struktur, mal hetzt man den ganzen tag von termin zu termin, mal wird man stundenlang am telefon aufgehalten und kommt erst abends zum eigentlichen arbeiten, mitten in diesem chaos brauche ich mein morgendliches lauftraining um nicht durchzudrehen, eine kleine aber feste angewohnheit, die ich mir heute aber schenken kann, ab 8:00h bin ich für gewöhnlich telefonisch erreichbar.
die bereits erwähnte dauermüdigkeit wirkt sich ebenso auf die frühstücksaktivitäten aus, ich bin zu faul um etwas vorzubereiten, stattdessen beschließe ich mir etwas belegtes beim bäcker zu holen. dort, noch während ich in der schlange anstehe, erblicke ich es bereits - das geile brötchen!
es sieht zum anbeißen aus, die farbe ist perfekt, nicht zu bleich und noch nicht zu kross, gäbe es eine pantone-farbpalette für brötchen wäre es wohl ein edles 124 C. belegt wurde es mit einem blatt salat, welches schon fast kitschig frisch aussieht, als hätte es eben noch jemand zärtlich mit frischem morgentau behandelt, womöglich arbeiten in dieser bäckerei elfen.
darauf üpig camambert käse, man erkennt es an den großzügig herausschauenden und dick geschnittenen außenflächen des milchprodukts. eine orgiastische vorfreude für 2,35 €, ein solches preis-leistungs-verhältniss kann einem eine peepshow nicht bieten.
in der küche geht meine faulheit flöten, durch den anblick des brötchens beeinflußt zaubere ich einen milchkaffe, der sich angesichts seiner visuellen qualitäten hinter dem belegten backwerk nicht verstecken bräuchte, ein klein wenig ärgere ich mich beruflich nichts mit edler lebensmittelfotografie zu tun zu haben. selbst der morgendliche ärger über mich selbst und die tatsache verschlafen zu haben scheint verflogen, ich kramme den wirtschaftsteil raus, nehme platz und beiße ins geglaubte glück.
- an dieser stelle möchte ich den zartfühligen leser warnen, da der locker fluffige elfen tralalala text hier nun sein ende findet -
was ich da allerdings kaue, paßt erstens überhauptnicht zum bild und schmeckt zweitens scheiße. der käse ist trocken und geschmacklos, er löst brechreiz bei mir aus, der salat könnte durchaus auch duch ein stück druckerpapier ersetzt werden, geschmacklich würde sich da nichts tun. das geschmierte, was eigentlich butter sein sollte, ist sicherlich irgendwas, wie butter schmecken tut es allerdings ganz und garnicht, eher wie ohrenschmalz, falls ohrenschmalz schmeckt. alles in allem ein geschmacklicher und qualitativer totalreinfall, der ausschließlich zum hingucken gebaut wurde, zum verzehr jedoch nicht geeignet ist. so ruckartig meine laune in die etagen der hochstimmung geschossen ist, so schnell sinkt sie nun in die tiefsten katakomben einer miesen verbraucher laune. mein auge zuckt, ich habe eine kurze vision. eine gänzlich mit körperteilen und blut überladene ex-bäckerei, eine fachverkäuferin liegt anstatt der backwerke hinter dem thekenglass, präsentiert ihr inneres nach außen, eine andere hat trockene camembertstücke in den nasenlöchern stecken, während sie aus den augenhöhlen blutet, die 15m bis zum parkplatz draußen werden von diversen körperteilen potenzieller kunden bedeckt. man kann mir anhand von bluttropfen folgen, ich trage den kopf des bäckermeisters am stock.
da klingelt das telefon, ein kunde.
dabei bin ich so müde.

21:15 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (8) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
07.02.2006
Doofe Kausalität, Godzilla und Amok (III)
heute morgen lasse ich mir ordentlich zeit. mit einer mächtigen grippe ist das raum-zeit-gefüge leicht verzerrt bis verdreht, zumindest bei mir.
was soll ich mich auch hetzen? der gestern geglaubte termin, der eigentlich heute stattfindet ist nur "um die ecke".
gestern war es hektischer, da fuhr ich aber von m.s wohnung hin und das ist ein ganzes stück weiter, zudem muß ich dabei immer erst aus der innenstadt rauskommen.
doch heute sind es nur ein paar kilometer landstraße fahren. nach einem kurzen zwieback-frühstück lese ich noch ein wenig in meinen lieblingsblogs, kommetiere ein wenig und höre dabei auch nicht auf den opa, der mir irgendwann ein "hauen sie endlich ab, sie haben einen termin!" interaktiv um die ohren haut. "ich habe zeit" denke ich mir, aber so langsam könnte ich dennoch in aller ruhe das haus verlassen.
ich habe alles exakt berechnet. ich bin gut darin.
als ich an dem bahnübergang neben dem gemüse-großmarkt ankomme, gehen natürlich die schranken runter. ist klar, ich bin es auch nicht anders gewohnt, schließlich geht das drecksteil immer runter wenn ich dort langfahre. aber ist ja nicht so wild, diese zeit habe ich ebenfalls miteingerechnet.
es dauert dort immer seine zeit, es ist unweit von einem bahnhof entfernt, man muß grundsätzlich zwei züge abwarten.
doch als es endlich nach geschätzten 5 und gefühlten 17 minuten soweit ist, bis beide züge durch sind, bleibt die schranke trotzdem unten.
mein wagen ist mehr oder weniger eingekeilt: ein wagen vor mir, etliche hinter mir, noch ein stück dahinter hat ein 40tonner den rest der straße versperrt. ich kann nichts tun. umdrehen ist unmöglich, würde allerdings auch nichts bringen, da es keinen anderen weg gibt, alles was mir einfällt wäre vergleichbar mit einer reise von hamburg nach münchen über london. das kann man ruhig machen, wenn man ein flugzeug und urlaub hat, nicht aber wenn man im alltag zuspät dran ist...
ich muß anrufen und bescheid sagen, daß ich später komme und stelle fest, daß ich mein privat-handy statt dem geschäftlichen eingepackt habe. verdammter mist, die nummer ist in dem anderen gespeichert und über die auskunft bekomme ich sie nicht.
ich muß eine zigarette rauchen, ich bin sauer, die schranke macht keine anstallten hochzugehen, ich durchsuche meinen mantel und finde nichts, erinnere mich dunkel daran die zigaretten auf dem küchentisch liegen zu sehen, klar, dort liegen sie sicher gut...
um mich findet eine veranstalltung statt, ich bin umgeben von rentnern die nun alle aussteigen und sich mitten auf der straße belustigt darüber unterhalten, warum wir eben dort stehen.
klar, belustigt, die haben auch zeit, sind ja nur auf dem weg zum einkaufen oder höchstens zum arzt.
ich schaue mich um, der fahrer des 40tonners und ich sind wohl die einzigen, die diese situation nicht gerade jetzt erleben möchten.
ich setze mich wieder ins auto und überlege. ein großes nichts fällt mir ein. wenn ich bei der bahn anrufe und bis ich an den richtigen menschen komme, der für hinterhausen am feldrand und wiese durchkomme, habe ich vermuttlich mehr telefonkosten als bei einer sex-hotline.
ich versuche mich zu entspannen, manche können das. ich weniger, als ich die augen schließe laufe ich amok.
als ursache für die geschlossene schranke sehe ich einen plötzlichen brand in dem kontrollhäusschen der bahnarbeiter, es steigt rauch auf, plötzlich rennen ca. 7 brennende raus und laufen schreinend und ziellos durch die gegend, die meisten auf die schnellstraße. alle klopfen sich mit beiden händen auf den kopf. die meisten werden dabei von riesigen lkws überrollt, zwei schaffen es auf die andere seite in die felder, wo sie allerdings von einem original japanischem plastik godzilla zertrampelt werden. es verglüht sich die füße und fällt um.
wie aus dem nichts springt plötzlich eines der brennenden männchen auf meine motorhaube, das geht nicht! der leasingvertrag läuft ab, ich muß den wagen in wenigen wochen abgeben! kurzerhand steige ich aus und trete ihn runter, nehme anschließend einen schraubenzieher aus dem handschuhfach und stecke diesen in seinen kopf. es herrscht ruhe.
ich gehe zum ausgebrannten kontrollturm und finde nach kurzer zeit einen knopf auf dem "up" steht, als ich ihn drücke, gehen die schranken hoch.
auf dem rückweg ist alles immer noch bewegungslos, wie in einem standbild, ledeglich meine eigenen interaktionen funktionieren.
aus dem kofferraum hole ich dynamit und sprenge den wagen vor mir, den offenmündigen rentnern werfe ich noch zwei handgranaten vor die füße. sie gehen ebenfalls hoch.
ich habe freie fahrt. die endet aber abrupt, als ich die gleise befahre und von beiden seiten unmittelbar züge auf mich zukommen sehe...
ich schrecke auf, jemand klopft an meine scheibe, ich bin wohl eingeschlafen. die schranke ist wieder oben, ich bin 20 minuten zu spät.
doch es stellt sich heraus, daß ich auch 2 stunden zu spät hätte sein können und dies egal wäre, denn meine ansprechpartnerin hat mir eine nachricht hinterlassen, daß es ihr leid tun würde falls ich umsonst gefahren wäre, doch sie mußte kurzfristig schon um 7:00h in die druckerei, wir uns dort aber gerne treffen könnten.
ist in ordnung, in schnüffel gerne druckertinte...
22:45 Veröffentlicht in Alltag , Träume | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken
16.01.2006
Unbewusste geistige Tätigkeit
ich träume die letzte zeit, selbst für meine verhältnisse, sehr seltsam.
einen ausgeprägten sinn für beängstigende nachtgeschichten hatte ich schon immer, doch die letzte zeit passiert wirklich großes kino.
und das merkwürdigste ist, daß ich selbst sehr komplexe geschichten am nächsten tag immer noch weiß und viele einzelne bilder noch vor mir sehe.
wie beim beschriebenen "amok (II)". das gesicht dieser frau habe ich immer noch, tage später, so klar im kopf als hätte ich eben erst mit ihr gesprochen.
und wo wir beim thema "amok" sind, davon könnte ich seit ein paar wochen, täglich mindestens einen geträumten aufschreiben.
also, nicht das ich was dagegen hätte angst und schrecken zu verbreiten, ganz im gegenteil, ist mein hobby, aber langsam betrachte ich den mann im spiegel morgens, mittlerweile doch mit leichter skepsis...
nehmen wir doch einen bruchteil des geträumten aus vergangener nacht: ich habe einen auftragsmord durchgeführt, auf der flucht wurde ich unsichtbar, später habe ich an einer schäbigen pommesbude, currywurst mit herrn ackermann gegessen, der sich permanent darüber ausliess, wie bescheuert er meine frisur findet, zum schluß habe ich mir selbst beide arme abgehackt.
wo führt das hin? der realismus der bilder ist so auffallend, als hätte ich meine alten vhs träume gegen neue, in dvd/beamer qualität ausgetauscht.
oder träume ich gar nachts nicht und es passiert wirklich?
würde zumindest erklären warum ich morgens immer so unausgeschlafen bin.

21:15 Veröffentlicht in Träume | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
12.01.2006
Amok (II)
ich überquere die belebteste straße der innenstadt und bleibe wie versteinert vor einer kurzhaarigen, brunetten schönheit stehen. sie hat etwas mädchenhaftes und gleichzeitig wildes an sich.
der hauch vom blauen stoff den sie trägt ist so knapp, daß sie eigentlich auch gleich hätte nackt bleiben können, doch das wenige verborgene steigert den reiz. ich bemerke ihre kleinen brüste. ihre steifen brustwarzen sind unmöglich zu übersehen, genau wie ihre langen, perfekt geformten beine. die wenigen feinen sommersprossen in ihrem wunderschönen gesicht betonen dieses meisterwerk der natur. ich kann nicht anders, spreche sie an "ich würde sie gerne kennenlernen". sie lächelt verlegen, schaut mir dabei tief in die augen, so als würden wir uns schon ewig kennen und streichelt dabei ganz sanft mit ihrer hand durch mein gesicht.
dann setzt sie ihre sonnenbrille auf und tritt mit voller wucht zwischen meine beine.
mir ist schwarz vor augen, ich gehe zu boden.
der bohrende schmerz macht mich sekundenlang hadlungsunfähig.
als ich es irgendwie schaffe auf die beine zu kommen, hole ich meine sw1911 raus. sie mag wunderschön sein, doch diese tat bleibt nicht unbestraft. doch sie ist weg.
stattdessen werde ich von herumstehenden passanten angestarrt.
ich schieße auf sie, einen treffe ich genau in den mund.
ich glaube 5 gehen insgesamt zu boden.
in der tiefgarage verlaufen, finde ich meinen wagen nicht, werfe einen älteren mann zur seite und eigne mir seinen s-type an, den ich in einen baggersee fahre. die letzten meter nach hause verbringe ich zu fuß.
auf den stufen vor meinem hauseingang sitz die besagte dame.
wir treiben es direkt im flur.
ich sehe jetzt noch ihr gesicht vor mir.
und hoffe innigst, daß sie nicht elke heißt...
21:15 Veröffentlicht in Träume | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
03.01.2006
Amok (I)
direkt am eingang des großmarktes wurde ich von der rothaarigen fachverkäuferin "elke" begrüßt, die mir spontan ihre zunge in den hals schob und ihre hand in meine hose.
anschließend erklärte sie mir, daß die einnahmen in einem briefumschlag zwischen den pilz/nougat pasten gelagert würden, weil dort noch nie ein mensch zugegriffen hat.
es wäre sicherer als ein safe.
ich schnappte mir also den umschlag in der hoffnung, irgendwie, ohne elke ein schönes leben verbringen zu können.
ich kenne sie ja garnicht.
beim verlassen des marktes wurde ich aufgehalten.
es war der geschäftsführer, dem ich sofort mit meiner sw1911 genau zwischen die augen geschossen habe.
in eine grüne corvette geflüchtet, in der elke sass, gab ich gas.
weg aus california und back in the rheinland pfalz habe ich am straßenrand elke getötet, mit einem verbandskasten erschlagen.
sie ging mir auf die nerven.
bevor ich den wagen wechseln konnte, wurde ich unsichtbar.
wunderbar.
und da wurde ich wach.
schade.
es war ein schöner traum.
23:00 Veröffentlicht in Träume | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken

