10.12.2007
Am Nordrand der Alpen
manchmal, da braucht selbst ein wahnsinniger wie ich einen moment zur besinnung. ein paar stunden, um dinge revue passieren zu lassen, etwas zeit, um erlebtes zu verinnerlichen. spätestens morgen wird es soweit sein, jetzt im moment allerdings, befinde ich mich noch mitten im unaufgeräumten kopfbilderalbum der vergangenen tage. jemand sagte zwar einmal, ich glaube ich, man sollte besser niemals aufgewühlt schreiben, bloß sitze ich gerade zufällig vor einem laptop und mir will absolut nichts besseres einfallen, als eben diesen unnötigen quatsch zu verzapfen. nachrichten lesen ermüdet mich, amazon bilde ich mir ein auswendig zu kennen, auf uncrate hat sich seit freitag nichts getan, und blogs lesen, ja, wer tut das schon?
am ende ist momentan alles gleichzeitig interessant und öde, zumindest für mich. und deswegen lasse ich das tippen nun
doch besser bis morgen bleiben und versichere ihnen gleichzeitig diesen eintrag NICHT unter drogeneinfluß getippt zu haben.
echt jetzt.

eigentlich sollte es dazu eine fortsetzung geben, aber da es schon an anderer stelle beschrieben wurde und ich augenblicklich eh nicht sonderlich gut im schreiben von fortsetzungsgeschichten bin, lasse ich es einfach. ja...
01:40 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (19) | Per Email verschicken
02.12.2007
Oh Weih...
hip hip hurra, scheiß weihnachten steht vor der tür! das wird einem an so vielen stellen bis zum erbrechen signalisiert, daß es selbst einem christkindignoranten wie mir kaum gelingt, so zu tun, als ob tannen eben nur bäume wären und sternschnuppen etwas rein wissenschaftliches. ein totalitäres kitschbombardement erster güte, leuchtendes und funkelndes erschlägt einen permenent, bis man sich vorkommt wie ein gehinrgewaschener sklavenzombie eines schwulen weihnachtsmannes, der seinen erigierten schokoladenschwanz ununterbrochen an rote renntiere verfüttert. harte worte, das mag sein, doch „perversität“ ist eben DAS wort, welches mir hauptsächlich einfällt, wenn ich die horden wandern sehe, vorprogrammiert von blinklichternden werbemaßnahmen und infiziert durch naivste sagen um ein von geisterhand erzeugtes superkind. dabei begegnet man aber in gesprächen kaum jemandem, der das ganze gut findet, nein, alle finden es scheiße und schrecklich, fraglich bleibt am ende bloß, wer denn diese massen sind, die einen daran hindern in aller ruhe einzukaufen, oder sich überhaupt fortzubewegen, wenn eigentlich keiner was mit dieser festlichkeit zu tun hat...
und während ich das noch denke, klingelt das telefon, aus dessen leitung meine mutter uns einen schönen ersten advent wünscht. als ob das ein zeitpunkt des jahres wäre, oder eine angelegenheit, von der man überhaupt kenntniss nehmen sollte. meine antwort darauf passiert mutternfreundlich, aber zurückhaltend automatisch: danke, euch auch. und sonst?
doch am ende und deswegen scheitere ich wieder an dem versuch den hasserfüllten menschenfeind zu geben und weihnachten verbal zu zerstören, angesichts der tatsache, daß ich eben nicht in einem erdloch bei unterernährung und peitschenhieben aufgewachsen bin, sondern mich tatsächlich immer auf weihnachten gefreut habe. damals. früher.
und was bleibt? geschenke habe ich bei amazon bestellt, so kann ich mir wenigstens einbilden, ich sei kein mitverursacher der wahnsinnigen gruppenhysterie. und falls mich jemand doch irgendwo da draußen antreffen sollte, so bin ich sicherlich nicht wegen weihnachten unterwegs...
22:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per Email verschicken
28.11.2007
Verdeparted
nachdem ich bereits im mai eine „the departed“-dvd gekauft habe, die aber defekt und somit nicht abspielbar war, konnte ich nun endlich gestern das neueste werk des meisters scorsese bestaunen. und bin jetzt ein wenig bis sehr verwirrt.
gut, die bildsprache und die musikunterlage sind typisch, man braucht bloß wenige sekunden hinzuschauen und weiß bereits seine wenigkeit bestens in einem scorsese kosmos aufgehoben, doch darüber hinaus fragt man sich nach nur kurzer zeit, was denn zum teufel in diesem abgehen würde. der film ist hektisch, in den ersten 40 minuten habe ich mir ernsthaft sorgen gemacht, der geschichte (den geschichten) nicht folgen zu können, dieses gefühl legte sich zwar etwas später, eine art verwirrung erster güte blieb aber bis zum schlußbild. was war da passiert? an der komplexität des erzählten kann es kaum gelegen haben, da gerade der scorsese martin dafür bekannt ist, die kompliziertesten und weitläufigsten geschehnisse, in eine übersichtliche und verständliche form packen zu können, selbst wenn die handlung über mehrere jahrzehnte spielt. auch an seinen darstellern kann es nicht liegen, denn die agieren vorbildlich, auch wenn manche charakterzeichnung so übertrieben ist, wie man sie sonst nur aus satirischen comics erwartet, wie beispielsweise die figur dignam (m. wahlberg), seineszeichens ein höherer interner polizeibeamter, der ständig bloß flucht und alles und jeden grundlos bis aufs blut beleidigt, daß man ihm kaum zutrauen kann, mit dieser art überhaupt das erwachsenenalter erreicht zu haben, ohne längst von mehreren personen erschlagen worden zu sein. wozu ist das gut? in „casino“ und „good fellas“ gab es auch unverbesserliche choleriker, die witzige bis wahnsinnige gemütsexplosionen erleben durften, doch waren diese glaubhaft, während ein dignam bloß wie ein plastisches klischee wirkt, erdacht von einem unqualifizierten script-doctor, der sich in einer langwierigen und dramatischen therapie befindet. ebenso ergeht es dem oberbösewicht costello (was für ein name für einen „itaker“-hassenden iren soll denn das bitte sein? (j. nicholson)), der ein wenig wirkt, als hätte man „shining“ in einen mit kokain tapezierten metzgerladen verlegt. alles unnötiger quatsch, wenn sie mich fragen, zumindest für jemanden, der das filmemachen seit ewigkeiten beherrscht und niemanden mehr etwas beweisen muß. wobei mir das gerade zu denken gibt - größere logikfehler hinzugenommen - warum dann ausgerechnet dieses werk dem macher den langersehnten regie-oscar beschert hat, statt eines der vielen wahren meisterwerke, die er sich in der vergangenheit mal eben so aus dem ärmel geschüttelt hat. war wohl eher ein „die-arme-sau-macht-nicht-mehr-lange-und-wartet-schon-eine-
halbe-ewigkeit-auf-unsere-anerkennung-oscar“.
zu meinem eigenen trost bleibt bloß der gedanke, der film sei ihm deshalb aus dem ruder gelaufen, weil es ein remake ist und diese tatsache am ende besagen würde, daß er mit eigenen geschichten eben besser umgehen kann, als mit fremden. oder ich höre einfach damit auf, so zu tun, als ob ich ein filmkritiker wäre.
wobei letzteres wohl für alle beteiligten das beste wäre...
16:55 Veröffentlicht in Debil , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
25.11.2007
Revolution Cookie
liebes tagebuch, j. mordet wieder. zumindest virtuell. die an der seite ihres flachbildschirmes platzierten boxen, lassen kanonen und marschierschritte ertönen, sie selbst erfreut sich immer wieder lautstark darüber, wieder(!) atomwaffen eingesetzt zu haben. die idee einer totalen vernichtung und österreich machen den anschein zusammenzugehören, wie das joghurt und der becher. mir persönlich fällt es dabei schwer einen bestseller zu schreiben, alleine aus angst vor zensur und der anschließenden buchstabenverbrennung. ich werde mich dann besser als erstes zurückziehen und auf der toilette heimlich einen amerikanischen keks essen. sie schmecken zwar nicht unbedingt nach revolution, sind aber womöglich so alt wie eine...
00:40 Veröffentlicht in Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
20.11.2007
Vulgäre Missverständnisse

22:30 Veröffentlicht in Debil , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per Email verschicken
12.11.2007
Uhrologisch
in österreich gibt es hochwertige uhren sogar beim discounter.

(bloß ein lückenfüller, da ich theoretisch zwar seitenlange einträge loszuwerden hätte, praktisch aber keinerlei zeit dafür finde...)
19:15 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
31.10.2007
Ich und die Fremden
wenn mich etwas aufregt, dann sind das menschen, die ihrer körperlichen präsenz soviel ausdruck verleihen, daß man sich als bloß zufällig anwesende person fühlt, als würde man mindestens eine erzwungen-intime beziehung mit dieser person führen,
wenn nicht gar eine medizinisch-initme. so zum beispiel im kino, gestern, als ich etwas erleben dürfte, das meinen sinnesorganen noch heute kleine hinterkopfschläge verpaßt, wenn ich bloß daran zurückdenke. gut, nachos im kino bilden eh eine thematik für sich, dieses knuspern überall, daß man sich vorkommt, wie in einer ausbeuterfabrik mit versklavten eichhörnchen, die um ihr leben das kauwerkzeug schmatzen lassen. das ist und wird immer ein problem bleiben und ganz gleich was die lebensmittelunterhaltungsindustrie auch neues erfinden wird,
für den oralakt während einer cineastischen vorführung, es wird grundsätzlich immer etwas sein, was brückelt, rieselt, knackt, knirscht und schmatzen läßt. gestern allerdings, durfte ich erleben, daß nur eine einzige person in der lage sein kann, aus dieser ohnehin schon lässtigen angelegenheit für dritte, eine kostenlose vorführung menschlicher ekelhaftigkeit fabrizieren kann, die glatt als meisterwerk der existenziellen widerwertigkeit eines einzelnen individuums durchgehen könnte.
ein mensch, auf den ersten blick garnicht mal so unansehnlich, sicher zwei meter groß, schlank, teuer gekleidet, eine hässliche d&g brille auf der nase, eine recht hübsche freundin im schlepptau. und eine riesige nachoschachtel des grauens in den schaufelhänden. was er beim verzehren dieser für einen lärm zu produzieren vermochte, hätte ich höchstens einem kannibalistisch veranlagtem schwein beim amoklauf im schweinestall zugetraut. ein knirschen und kratzen beim aufsammeln der chips, als ob er sie in der riesigen schachtel erst jagen und erlegen müßte,
ein schnaufen beim verschlingen dieser, wie ein hund mit gebissproblemen beim schnappen nach einem rohen stück fleisch, und beim zerkauen feucht-knatternde geräusche, wie der abriss eines gebäudes mit einem schimmligen innenleben. dabei noch ein nasales ringen nach luft, wie die töne eines saxophons, dessen korpus mit verwesenden kleintieren verstopft wurde. eine personifizierte abfallsauganlage.
es ist sehr selten bisher vorgekommen, daß ich mich wegen sowas zuerst garnicht erst auf den film konzentrieren konnte, vorallem weil auch von links diverse spuckeklumpen auf meiner hand landeten, abgesondert von einer art weiblicher klobürste. doch am meisten hinterfrug ich die menschen selbst, und warum sie es nicht selbst bemerkten, wie daneben sie durchs leben schnoddern. und diese hübsche freundin dieses ekelhaften typen, hat sie denn eine perverse neigung? oder ist sie bloß blind und taub? nur, wenn, was macht die dann im kino? ich weiß nicht wie es ihnen in solchen situationen ergeht, aber ich wurde leicht bis mittelschwer ungehalten, fragen sie julia, ich war sehr knapp davor irgendwas sehr lautes durchs kino zu sprechen, sowas wie "gib ruh, du sau! oder das hier wird zum tatort!", oder so, was vermuttlich aber sowieso nichts gebracht hätte, weil wir beide wohl doch am ende eh die minderheit darstellen, die winzige und stille, mitten im gewusel und nahrungskampf der anderen, für die ein kino bloß
ein riesiger imbiss ohne licht ist...
und der film? großartig! der beste, den ich seit langer zeit gesehen habe. und den ich später sicher noch oft auf dvd anschauen werde. ohne publikum...
14:05 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (11) | Per Email verschicken
05.10.2007
Der Kern und die Schale
"the core" is a marvel. it has everything: common physics misconceptions, blatant misrepresentations of physical laws,
a complete range of stereotypes, ridiculous feats of engineering, and pure fabrication of scientific "facts". the weighty or sad parts are so inane, they made us laugh out loud. the dialog, plot, and action are predictable, if not outright tedious. yet, the bad physics provide nonstop surprises. It's the worst physics movie we've ever viewed. this is not just a disaster movie. it's a disaster.
nun, das sagen zumindest die menschen hinter insultingly stupid movie phisics über den film, den ich mir gerade aus welchen gründen auch immer anschaue, und das obwohl ich hier genügend großes und ungesehenes dvd-kino herumliegen habe, wie "casino royale" zum beispiel. aber das ist ja eben auch schon das problem, denn mein leben existiert augenblicklich mehr auf der grundlage des chaos, als ordentlich in einem aktenschrank der schöpfung einsortiert. mein kopf ist so voll, daß am ende bloß luft rauskommt, mangels löchern passender größe...
erst vergangenen montag habe ich meine jahrelange selbstständigkeit aufgegeben und weiß nun nicht so recht, ob ich mich darüber freuen soll, oder nicht. selbstverständlich weiß dabei der clevere teil des inhaltes meiner schädelhöhle, daß diese tatsache freudige luftsprünge wert ist, doch der giftige analysezwerg den ich leider verinnerliche, redet ständig auf mein zwischenhirn ein, es sei eine angelegenheit die dokumentarisch durchgearbeitet werden sollte. wofür auch immer.
das eigentliche problem aber ist, daß dieser nicht gerade unbedeutende schritt geradezu wie eine minimalistische kleinigkeit wirkt, im vergleich zu den vielen anderen dingen, die passieren und passieren werden. ein haufen lebensverändernder sieben meilen schritte, die ich mal eben richtung zukunft renne, ohne mir ernsthaft gedanken über den verbrauch gemacht zu haben.
ein tag wechselt in den nächsten, zettel und listen häufen sich, während sich die häckchen an erledigten aufgaben nicht so schnell vermehren, wie neue und ständige einträge mit dem vermerk "wichtig!". schlafen, essen, trinken, sprechen, einkaufen, packen, telefonieren, verschmelzen zu einem brei aus schläfriger hyperventilation, die augen verdrehen sich und ein unbeschreibliches glücksgefühl liefert sich ein hektisches rennen ums überleben, mit dem wunsch danach, allen menschen dort draußen die haut abzuziehen, um daraus schicke jäckchen für hausschweine zu nähen. ich meine, es ist schon wahrlich schlimm, einen hund, den man irgendwie selbst miterzogen hat in den vergangenen drei jahren, plötzlich susi zu rufen, anstatt toska,
wie er auch eigentlich heißt und noch viel schlimmer wird es,
wenn man gänzlich die sprache vergisst, wie heute im supermarkt, als ich etwas wie "fsfssl" zur verkäuferin sagte und anschließend beschämt verstummte...
und was ich ihnen nun damit sagen will? ich weiß nicht. auf den punkt kommen ist momentan nicht gerade etwas, was ich beherrsche. und deswegen bleibt mir am ende wohl doch nur "the core" zu zitieren: "WIR VERLIEREN STRUKTURELLE INTEGRITÄT!". oder so...
23:30 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gelesen , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
26.09.2007
Verbale Actionkracher (IV)
s: hört mal jungs, ihr müsst ihn irgendwie auf offenes gelände kriegen, damit wir offenes schussfeld haben.
b: oh kein problem. sollen wir vorher mit ihm durch die waschanlage!?
(aus "godzilla")
21:02 Veröffentlicht in Debil , Gehört , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Verbale Actionkracher (III)
h: wie ging onkel travis tot?
m: also tot gehen geht nicht.
(aus "die troublemaker")
15:07 Veröffentlicht in Debil , Gehört , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
Verbale Actionkracher (II)
d: sind sie okay?
i: naja es geht. das heisst bis auf das hier...
d: ihnen wurde der finger abgeschnitten!? verfluchte scheiss perverse! das kommt doch alles nur durch diese verfluchte rap-scheisse!
(aus "suicide kings")
14:23 Veröffentlicht in Debil , Gehört , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
Verbale Actionkracher (I)
h: wir lassen euch hier nicht so einfach rausspazieren...
g: wer ist wir?
h: smith, wesson und ich...
(aus "dirty harry kommt zurück")
mehr?
10:35 Veröffentlicht in Debil , Gehört , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
24.09.2007
Sprachcritic
ich gebe ja zu - ich verwende durchaus schon mal englische ausdrücke, oder gar denglische, mein traum von gänzlicher ignoranz solcher, scheiterte ganz einfach an meiner person und meiner art zu denken und zu agieren. ich finde auch, solange sich das in grenzen hält und nicht dazu ausartet perversitäten wie
"ein must have" und ähnliche sprach-bastarde überall einzubauen, kann man bestens damit leben, ohne permanent mit dem zeigefinger auf die wachtürme des duden zu klettern.
doch in den vergangenen wochen fiel mir ein anderer trendsport der sprachlichen vergewaltigung am deutschsprachigen individuum auf, die produktbezeichnungen des warensortimentes für den alltäglichen gebrauch nämlich, die mir einen gruseligen schauer nach dem anderen über den rücken jagten.
ich meine, es ist schon vollkommen klar, daß "2 towels", zwei handtücher sind, zumindest für einen übersetzungsfähigen menschen, bloß warum heißt das nicht "2 handtücher", bei einem deutschen anbieter und zwar einem, dessen kundschaft eh zu 75% aus hausfrauen besteht? deutschen hausfrauen. warum?
oder "gym bag"! was soll das? klingt "sporttasche" denn so altbacken, oder gar hässlich? ganz davon zu schweigen, daß man dies beim verdrehen bloß eines buchstaben, für einen frauenarztkoffer halten könnte...
"graphic-tee" statt bedrucktes t-shirt, obwohl t-shirt ja eh schon aus dem englischen ist, aber wahrscheinlich ist eben so manches englische mittlerweile auch nicht mehr englisch genug und es muß over-englischt werden. "knitted beanie - gestrickt", was auch immer man damit machen soll, oder wohin sich hinstecken...
ich merke es, ich bin für heute wohl übergereizflutet, werde mich einfach mal besser nur noch teethbrushen und downlegen.
one sheep, two sheep, tree ship, for shift...
00:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken
18.09.2007
Triskaidekaphobie an einem 18-ten
heute, 10:07h. ich betrete den hiesigen miniatur-supermarkt aus ermangelung an zigaretten. und caro-kaffee. und milka-tender.
die nette frau w. ist leider nicht an der kassa, stattdessen eine unendlich hässliche und ebenso unfreundliche ersatzkassiererin, die mir, mit ihren herausragenden vorderzähnen voraus, spuckend mitteilt "dunhill hamma nich!". mein leises "doch" erreicht sie gleichzeitig mit der kugel aus der 44-er, welche ihr gehirn mit sofortiger wirkung außer betrieb nimmt. hätte sie sich doch die lächerlichen zwei meter zum zigarettenregal bequemt, frau w. hätte jetzt nicht so viel zum putzen...
auf dem heimweg fährt ein dreier touring, mit deutlich überhöhter geschwindigkeit an mir vorbei und spritz mich und meine kleidung von oben bis unten voll, dank der pfütze, die er streift. ich habe sein kennzeichen und es wird ein leichtes herauszufinden, wo er wohnt. muß vorher allerdings noch meinen morgenstern putzen. ich glaube, da kleben noch überreste drauf...
dabei wollte ich hier eigentlich bloß ein sonnenblumenbild platzieren, nebst einem "guten morgen!"...
11:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
12.09.2007
Wie gut sprechen „Bloggisch“?
also, ich besitze kein ausgeprägtes wissen über das, was ich tue, und bei der bild widmet man sich themen, die man nicht einmal buchstabieren kann...

14:14 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
10.09.2007
Herbst
da kann es einem doch wirklich vergehen, wenn frau dauernd missverstanden wird, zum beispiel weil frau bloß der ansicht ist, frauen sollten eben nur kinder werfen und speisen zubereiten, anstatt loszuziehen um erfolgreich außerhalb der eigenen küche zu agieren, die tatsache, daß frau selbst eine steile karriere ohne rücksicht auf verluste hingelegt hat, gänzlich ignorierend.
und kaum ist ein wenig ruhe eingekehrt, nach diesem eher skandalös-überflüssigen, statt denkwürdigem buch, schon klettern die doofen kritiker wieder auf die bäume der intoleranz, bloß weil frau der ansicht ist, daß früher nunmal einige dinge besser waren. damals. im dritten reich...
und überhaupt, wer hat denen eigentlich eine eigene meinung erlaubt?
11:00 Veröffentlicht in Debil , Gehört , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
07.09.2007
Heute (finis)
fazit? also wirklich, das mache ich nicht nochmal, zumindest nicht beabsichtigt. das können andere besser...
23:55 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
Heute (VII)
und wo ich heute eh schon debil durch mein blog titsche, darf ein stöckchen selbstverständlich nicht fehlen.
Letzte Zigarette?
eine davidoff, hat gerade ihr dasein beendet. eine weitere wird bald folgen, so kann also von "letzte" nicht die rede sein, eh, vorallem weil ich augenblicklich nicht einmal aufhören möchte...
Letzte Autofahrt?
heute um 07:27h. weniger erwähnenswert, es hat genieselt und aus den boxen klimperten incubus.
Letzter Kuss?
vorletzten samstag, ca. 20:07h, am flughafen.
Letztes Buch?
"betty blue" von philippe dijan. sehr empfehlenswert. eigentlich ist es mir sogar ein wenig peinlich, zugeben zu müßen, es jetzt erst gelesen zu haben...
Letzter Film?
"transformers" im kino. was soll ich sagen? er hatte ein paar wenige düstere momente, die mir tatsächlich gut gefielen, doch die restlichen 85% des filmes, waren ungefähr so wertvoll, wie der inhalt meiner mülltonne...
Letztes Schimpfwort?
ich könnte mir jetzt kreativ einen abbrechen, doch das wäre gelogen - es war einfach nur "scheiße". keine ahnung wie oft am tag ich das sage...
Letztes Getränk?
ingwertee
Letztes Essen?
vollkornbrot mit tomate.
Letzter Anruf?
m., die pr-agentin aus köln. sie schimpfte etwas wüstes über deadlines, während ich ein rezept für spanischen bohneneintopf las und ihr nicht wirklich zuhörte...
Letzte Sendung im TV?
nachrichten, vorhin, papst in wien. in wien regnet es...
Letzte Dusche?
heute, 06:47h. kurz, heiß, belebend.
Letzte CD?
gekauft: feist "the reminder", gehört: manic street preachers "know your enemy".
Letzter gekaufter Gegenstand?
eine 1GB mini sd speicherkarte.
Letztes Mal aufgeregt?
vorhin, als mein designjet fehlendes magenta klagte, was garnicht sein konnte. nichts hasse ich mehr, als die sturheit von gegenständen...
Letzte Enttäuschung?
da ich momentan jeden funken kraft und optimismus benötige, versuche ich mich mit dem thema "enttäuschung" überhaupt nicht erst zu beschäftigen. aber es war schon bitter, als ich im großmarkt meine geliebten eingelegten anchovis nicht fand...
Letzte Worte?
"es ist wochenende!" an m., die pr-agentin aus köln...
Letzte merkwürdige Begegnung?
heute morgen, im türkischen supermarkt. ein alter und behinderter mann, den ich schon vor vielen jahren im zivildienst betreute, kaufte 25 stangen lauch. ich glaube alzheimer macht hungrig...
Letztes Mal amüsiert?
gerade eben, als ich gleichzeitig... ach, das hat hier nichts verloren...
Letztes Mal verliebt?
vergangenes jahr, etwa diese zeit. dauert noch an...
Letztes Mal umarmt?
gestern die r., eine gute freundin, zur begrüßung. das letzte mal richtig, vorletzten samstag, ca. 20:07h, am flughafen.
Letztes Mal getanzt?
mai 2000, als trauzeuge mit der braut. es wurde gefilmt und ich habe viel geld geboten, um das einzige band zu bekommen und dieses anschließend zu vernichten. leider existiert es immer noch. man wollte mein geld nicht...
Letztes Konzert?
09.06.07, MAdoppelT im porgy&bess, wien. krass gut mit liveband.
Letzte Webseite besucht?
uncrate.com - billabong justice sweatshirt!
wer will, soll. die julia muß!
22:15 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Quiz | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
Heute (VI)
wenn man nicht mehr in der lage ist "magenta" auszusprechen, wenn man am ende zu faul ist, noch einmal handschuhe anzuziehen, um die proofs nicht zu versauen, wenn man das klingelnde telefon nur noch ignorieren kann, weil man fast alle menschen für überflüssig hält, dann, dann ist es zeit um feierabend zu machen. einen gänzlich werbefreien...

19:34 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
Heute (V)
um ehrlich zu sein, finde ich dieses thema mittlerweile nur noch zum lachen. eine horde wildgewordener scheuklappenträger, regt sich fürchterlich über die eigene dummheit auf, ohne dieser misere auch nur einen funken selbstbeteiligung zuzuschreiben. als wenn man dazu gezwungen würde, sich tagelang in einer schlange vor einem handyshop zu stellen, um etwas zu erwerben, was noch keiner ausprobieren konnte, für einen preis der nunmal üblicherweise verlangt wird, für buntes spielzeug, von dem man noch nicht so recht weiß, ob es überhaupt gewinnbringend sein wird.
dabei mag ich mich keineswegs auf die seite von apple stellen,
die mir eh unsympathisch erscheinen, seit sie versuchen durch knobelverträge die weltherrschaft an sich zu reißen, oder zumindest die beste börsenplatzierung, mir geht es bloß um eins: noch wird keiner dazu gezwungen, etwas käuflich zu erwerben
und es ist kein neues geheimnis, daß technische neuerungen anfänglich mehr kosten, als nach einer weile und einigen technischen verbesserungen. gott wirf hirn vom himmel! geduld! geduld ist alles! ich bin sicher, schon bald wird es das iphone auch beim discounter geben. im doppelpack mit einem schicken wasserkocher...
16:35 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Heute (IV)
was zum henker?

14:30 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Heute (III)
das verhalten meiner leserschaft, erinnert mich manchmal an eine plötzliche spontangeilheit...

12:34 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Heute (II)
manchmal erinnert mich mein alltag und seine üblichkeiten an eine simile, seineszeichens einen in der österreichischen monarchie gebräuchlichen musterentscheid.
so zum beispiel auch das tägliche öffnen der post...

...und deren erledigung.

12:15 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
Heute (I)
der umzug naht, der stress wächst, das blog stagniert. doch nicht heute(!), denn ich habe mir vorgenommen, heute alles zu veröffentlichen, was ich gerade tue, denke, oder auch nicht, quasi diesen tag zum blogtag zu erklären. ich weiß es ist dumm, sowas ausgerechnet an einem freitag zu machen, wo alle eh blogfaul und kommunikationsmüde sind, aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich eine totalitäre utopie nicht wenigstens auch nur für eine sekunde für DIE erfindung der menschheit hielte....
12:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
02.09.2007
Fence of Kraft !

20:31 Veröffentlicht in Debil , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
18.08.2007
Stand der Dinge
ich bin platt. die vergangenen wochen bloß als intensiv zu bezeichnen, wäre so arg untertrieben, als würde man 50°C im schatten "gemütlich" schimpfen. ich schreibe auch nichts bis kaum, wie sie sehen können, weil ich einfach nicht weiß was. und zwar nicht, weil es mir an erlebnissen mangeln würde, nein, ganz im gegenteil - es ist so viel, daß es mich abschreckt, weil es bloß einen zusammenhanglosen buchstabensalat geben würde, geschmacklich versalzen, sofern man geschmacklosigkeit mit schwarzen buchstaben schmackhaft darstellen kann. ein auszug des chaos gefällig?
in den letzten wochen ist soviel technik durch meine hände gewandert, daß ich mir selbst mittlerweile einbilde, anschlüsse zu haben. fragen sie mich bloß nicht wo... + menschen können einfach verschwinden. ich weiß, davon wird hin und wieder berichtet, wenn man aber sowas ernsthaft selbst erlebt, dann nimmt man diese "geschichten" schon anders wahr. leider verliert sich der gruselige "touch" des "mystery" auch gleich, wenn die besagte person nach drei wochen mit einer saublöden erklärung wieder aufersteht und einem selbst nichts bleibt, außer entsetzt beleidigt zu sein... + seit monaten stehen diverse neue dvd-filme in meinem glasschrank und vermehren sich stets. doch anstatt auch nur einen einzigen davon anzuschauen, versinke ich eines abends im sessel und starre gleich drei (!) miss marple verbrechen hintereinander an und zwar im bayerischen fernsehen. ich bin immer noch leicht schockiert... + manche ärzte sind dunkle leuchten. einer davon geht so weit, daß ich ihn als druide beschimpfen muß. das hat man nunmal als realitätsfremde kräutersense davon, wenn man versucht mir einzubläuen, meine verknoteten nervenstränge würden sich in luft auflösen, durch ein wenig waldspinat... + eine firma, mit der ich seit einigen jahren zusammenarbeite, hat die geschäftsführung gewechselt, wo seitdem nichts mehr funktioniert. meine lustige frage "warum man nicht gleich ganz verkauft hätte" brachte nicht die von mir erwarteten lacher. humorloses pack... + zusammenleben auf entfernung raubt kraft und zerrt an der substanz, vorallem wenn man sich einig ist, gemeinsam enkelkinder zu bekommen. viel kommunikation tröstet leicht... + drei bücher gleichzeitig lesen ist kontraunterhaltsam, vorallem wenn der feierabend aus müden wenigen minuten besteht. es ist zutiefst verwirrend, wenn die handlungsstränge eines reiseführers, eines schwülstigen dramas und einer zynischen satire verschmelzen... + anwälte sind blöd. eh...
so viel zum bruchteil einer auflistung, die ich zwar nicht endlos, aber noch sehr lange fortführen könnte. doch ich lasse es lieber, weil es eben nichts bringt, ebenso, als wenn ich zwischen tür und angel versuchen würde, komplexe dinge zu beschreiben, während mein hirn nicht bei der tastatur ist, geschweige denn fähig dazu, abzuschalten. so bleibt es dabei, bei einem weiteren eintrag, der eigentlich nicht hätte sein müßen. lesen sie es, oder auch nicht.
ich werde mich morgen im flugzeug ähnlich verhalten - zuerst werde ich mich nicht entscheiden können, welches buch ich lesen soll und dann, wenn es soweit ist, schlafe ich nach der ersten seite ein. denn...
gute nacht.
01:10 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
13.08.2007
Willentliche Fokussierung?
ich fokussiere meine aufmerksamkeit auf ein display, während meine augen ihre sehschärfe testen. konzentration ist der rote faden meines tuns, alles will bedacht sein, von der idee, bis zur ausführung, es gibt nichts schlimmeres, als unüberlegtheit der produktion wegen, wobei es sich viel zu spät entscheiden würde, daß ich intergalaktischen mist gebaut haben könnte. zu viele hilfslinien, zu viele zahlen, doch ich beherrsche sie, nichts und niemand lenkt mich davon ab, meine arbeit so präzise zu erledigen, wie ein gelangweilter uhrmacher auf antidepressivum. jemand sagte mal zu mir "es ist gleich, wie viele gedanken du bei der arbeit auf einmal denkst, solange sie alle etwas mit der arbeit zu tun haben", was ich immer noch grundsätzlich und selbstverständlich beherzige. wenn da bloß nicht dieses permanente und leise flüstern wäre... scheiße, bin ich urlaubsreif... scheiße...

21:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
06.08.2007
©(TM)*
"das wetter wird ihnen präsentiert von der dresd*ner bank" ertönt aus dem spheros und ich glaube kurz daran, den schuldigen für diesen zu oft mißglückten sommer gefunden zu haben. mußte ja früher oder später eh so kommen, daß sogar das wetter aufgekauft und marken-versklavt wird. nun wird es keine rolle mehr spielen, ob es gut und gesund ist, wenn es tagelang regnet, als ob die wolkenbewohner aus bodenlosen bechern trinken würden, sondern einzig und allein die möglichst hohe auflösung der wassertropfen, nebst der farbverbindlichkeit der sonnenstrahlen und einer zentrierten platzierung des logos auf den einzelnen hagelkörnern. ein biblischer ausverkauf, das, wenn sie mich fragen...
aber was soll es auch, alles muß weg, alles muß raus, die zeit rennt uns davon, wozu also etwas unversucht lassen, den totalitären marketing-overkill zu veranstallten, bevor der klimawandel alles dahin rafft und es somit unmöglich macht,
selbst dem letzten pünktchen im universum einen winkelmaßkreuzartigen copyright-stempel aufzudrücken, ganz "frei" nach dem motto einer vereinten und gleichdenkenden gemeinschaft: wir sind eins und alles. und selbst die DIN-normnummer der erdkugel ist gesichert. bloß gott sollte mal langsam als vorstand ausgetauscht werden, man weiß bloß nicht, wo dieser drecksack steckt...
ich frage mich, in diesen möglicherweise sehr schrägen gedankengängen meiner wenigkeit bloß, wer denn eigentlich verklagt wird, wenn die allgemeine scheiße einfach nicht mehr so riecht, wie sich das experten gedacht haben, denn, seien wir mal ehrlich - zu viel, von was auch immer, hat in der geschichte der menschheit noch nie zu was gutem geführt, vorallem dann nicht, wenn es eben von menschenhand produziert und/oder erdacht wurde.
wenn ich also eines tages, mit völlig romantischen gedanken im hinterkopf, nach oben schauen sollte und dabei das logo eines weltkonzernes auf dem vollmond erblicken, werde ich mich augenblicklich in ein mobiles schwarzes loch fallen lassen, welche bis dahin sicherlich im doppelpack beim discounter käuflich erwerbbar sein werden. lieber ein riesiges nichts, als eine aufgeblähte und collagierte gehirnzellenwäsche.
*dieser auswurf wurde ihnen präsentiert von meinem bauch.
00:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (22) | Per Email verschicken
30.07.2007
Possessed
ein jeder hat andere vorstellungen davon, sich die zeit zu vertreiben. es gibt die verschiedensten dinge, die man tun kann, sei es musik hören, bücher lesen, filme schauen, sex haben, kochen, saufen, bildhauen oder beten, um nur ganz wenige möglichkeiten des zeittotschlagens aufzuzählen, die man selbstverständlich auch alle miteinander vermengen kann.
doch manchmal, ist das ganze zu wenig und es bedarf eben einiges an kreativität, um den eigenen horizont an möglichkeiten zu erweitern.
ich glaube, ich probiere das auch mal. gehe gleich mal zum supermarkt rüber und vollziehe eine aufwändige teufelsaustreibung an der kassiererin. die hat mich letzte woche so böse angeschaut, als ich kein kleingeld hatte, sie wird sicherlich beherrscht von einer finsteren welt. ob es statt des crucifixes ein schraubenzieher tut?
19:00 Veröffentlicht in Debil , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
29.07.2007
Knapp
augenblicklich ist alles haarscharf - geschehnisse, pläne, aufträge, termine. sämtliche bewegungen des universums kratzen und schleifen an meinen tagesabläufen, wie stumpfe zähne an einer steinerten nuß. und nicht nur an tagesabläufen, sondern auch an meiner verfassung, die, obwohl ich sie ja verinnerliche, mir des öfteren ein fieses beinchen stellt. quark-dateien verschmelzen technisch mit stumpfsinnigen e-mail dialogen und ergeben eine brocken aus tiefster unsympathie für mein berufliches dasein, wobei sich dieser zustand kommende woche noch durchaus verschlimmern könnte, denn die arbeit als verantwortlicher ad,
mit einem mir völlig unbekannten team, im auftrag eines großen kunden aus der kosmetikbranche, dürfte alles andere werden,
als ein spaziergang durch die totalitären blumenwiesen der kommunikation, sondern eher ein krampfhaftes rückenschwimmen im erbrochenen aus kreativitätsfeindlichen ignoranten. ganz nebenbei, stapeln sich umzugskisten in diversen ecken meiner behausung, mit utensilien gefüllt, die ich momentan kaum, wohl aber später mal brauchen werde, so daß sich meine wohnverhältnisse langsam, aber stätig, in eine art irokesenschnitt der gewohnten gemütlichkeit verwandeln - wohnen, jetzt stark reduziert...
bei all dem, passieren ständig dinge, die eben einfach passieren, ganz ungefragt, ganz unnötig, während mein gehirn leicht angestrengt versucht alles, oder wenigstens einen teil davon, zu bewältigen, was allerdings nicht immer als erfolg gefeiert werden kann. so wechselt die laune öfter mal die fronten, eigentlich in minutentakt sogar, daß am ende bloß eine suppe übrig bleibt, die sich nicht recht entscheiden kann, ob sie nun nach huhn, oder kiwi riechen soll. gerade noch verabschiedet man freundlich lächelnd den briefträger, kaum drei augenblicke später bastelt man mental bomben, die an diversen orten, oder zwischen den beinen verschiedener lebewesen platziert werden sollten. feinst gehacktes aus friedvoller zerstörungswut...
durcheinander kann manchmal durchaus gesundes haben, doch zu viel davon, ist vergleichbar mit säure im getränk. hoffentlich wird das mal bald ruhiger. aber jetzt hole ich mir erstmal etwas schafskäse in chiliöl. und einen milka tender...

22:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
25.07.2007
Das Jüngste Gericht
also wenn das mal nicht das passende stöckchen für meine blogroll ist...
Deine Sündenquittung
Ich habe Drogen genommen - 20€
... und das mehr als einmal - 15€
Ich habe jemandem Drogen angeboten - 40€
Ich zeige beim Autofahren manchmal Vögel oder Stinkefinger - 15€
Ich habe einen Unfall verschuldet - 35€
Ich habe beim Ausparken ein fremdes Auto angeditscht - 20€
... und bin dann einfach weggefahren - 300€
Ich bin völlig besoffen oder zugekifft Auto gefahren - 300€
Ich lüge manchmal, dass sich die Balken biegen - 15€
Ich habe schonmal jemanden richtig heftig gemobbt - 50€
Manchmal lästere ich über das Aussehen von anderen - 15€
Ich habe schonmal jemanden krankenhausreif geschlagen - 300€
Ich habe etwas gestohlen, was mehr als 100 Euro wert ist - 200€
Ich habe schonmal mutwillig etwas zerstört - 100€
Ich habe Grafitti gesprayt - 100€
Ich habe schonmal illegal Sperrmüll entsorgt - 100€
Ich bin mal in einem Raum gewesen, während andere dort Sex hatten - 15€
Ich parke manchmal auf Behindertenparkplätzen - 40€
Ich fahre machmal schwarz mit Bus oder Bahn - 40€
... und wurde dabei schonmal erwischt - 35€
Ich habe manchmal die Schule geschwänzt - 15€
... und dabei noch den Entschuldigungszettel gefälscht - 50€
Ich habe absichtlich die Hausaufgaben nicht gemacht - 15€
Ich habe schlechte Noten vor meinen Eltern verheimlicht - 30€
Ich habe schonmal Früchte geklaut - 0.05€
Ich habe heute schon masturbiert - 0.59€
Ich mag Oralverkehr - 4.99€
1870.63 €
00:59 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig , Vergangenes | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken
18.07.2007
Scherenschnittfilm
ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie finde ich die grob-hektischen "lava lava" kurzfilme, selbst nach jahren noch zum schreien komisch. ob ich meinen arzt konsultieren sollte?
17:00 Veröffentlicht in Debil , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
16.07.2007
A Short Diary Post
vergangene woche, mittwoch, 08:57h, düsseldorf. leicht aber nicht ernsthaft aufgeregt, betrete ich ein imposantes gebäude, in einem eher nobleren stadtteil, um meine person zwecks möglicher einstellung vorzustellen. ein weltweites unternehmensnetzwerk, selbst branchenfremden ein begriff,
in dem noch heute auf die "new economy" art gelebt wird, nebst rudeltiertreffen bei tai-chi-übungen und besprechungen in einem beduinenzelt, werden dort apfelartige rosengewächse gemeinschaftlich für eine höhere lebensform gehalten.
ein paradies für devote workoholics.
man will mich, wird mir verkündet, was an meinem auftreten kaum liegen kann - der hellgraue hugo, ist nicht gerade ein designporno, ebenso die fehlende krawatte, alles in allem entscheidet tatsächlich mein können und das, was man darüber wüßte. schick, das, gleichzeitig aber auch shit, auf der kehrseite der medaille, denn so toll das angebot auch klingen mag, höchtswahrscheinlich möchte man mich für einen falschen standort, aus meiner sicht betrachtet.
einmal mehr typisch für meinen lebenslauf, es kostet mich bloß zwei telefonate und ein kurzes treffen, um höher in der branchenhackordnung zu klettern, bekleidet mit einer position,
die feinste visitenkarten in meine tasche zaubert und koksende fan-clubs anzieht und ich muß herzlichst absagen...
vergangene woche, donnerstag/freitag. diese ungewisse situation verwandelt meinen kopf in einen ungesunden motor,
der stress auf mich, mein dasein und meine nächsten projeziert. ich streite, schweige und entfalte die diva in mir, bloß um wie immer, mich im nachhinein dafür zu schämen, wie ein mantelloser exhibitionist auf einer polizeiwache. selbst mordgedanken helfen nicht...
vergangene woche, sonntag, mittags. nach einem arbeitsreichen samstag und dem ungewissen blick in eine entscheidungsreiche kommende woche, beschließe ich ein powerbook zu leihen, nachdem mein eigenes eines gewaltsamen todes starb. dabei trug sich folgender dialog zu:
g.: willst du das 15-er, oder das 17-er?
ich: 17-er, eh!
g.: das 15-er brauch ich eh selbst.
ich: wozu fragst du dann?
g.: was?
ich: na welches ich haben will!
g.: habe ich das?
ich: ...
manchmal, aber nur manchmal, habe ich das gefühl, bloß außerirdische zu kennen...
diese woche, montag, heute, 10:57h. ich betrete eine druckerei und werde mit den worten empfangen "ihre produktion läuft schon!"...
ich: ??? wie meinen?
d.: ihre sachen sind schon im druck!
ich: aber ich habe doch noch keine freigabe erteilt!
d.: nicht?
ich: nöh, ich bin ja gerade hier, um einen andruck zu sehen...
d.: aber die maschine läuft schon seit cirka einer stunde...
ich: tja, so wie es aussieht mit offenen armen ins verderben, was?
es wird mir womöglich für immer ein rätsel bleiben, wie man gedankenlos knöpfe drücken kann, ohne die geeigneten finger dafür zu haben. solche situationen, können in verbindung mit einer höllischen hitze, leicht reizbar auf mich und mein wesen wirken, bis hin zum amüsanten amokschlitzen. das leben siegte heute bloß für manche existenzen, weil ich momentan in der einbildung schwebe, das universum wäre gut zu mir. zu verdanken hat es das in erster linie meiner liebsten, die es sich tatsächlich und freiwillig zur aufgabe gemacht hat, ihr leben an der seite eines gänzlich blutrünstig agierenden hitzköpfes zu verleben. niemand sonst lenkt mich von bösen taten, nur mit dem gedanken an einen griechischen salat ab...
morgen, liebes tagebuch, wird schafskäs gekauft, ganz gleich welche entscheidung aus düsseldorf meine sensiblen nerven trifft, oder eben nicht.
23:30 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
09.07.2007
Handlungsmotivation
manchmal sitze ich einfach so da, in meinem haworth chefsessel und starre aus dem fenster. die gedanken die mir dabei durch den kopf schießen, sind so unterschiedlichster natur, wie das warenangebot großer discounter. alles und nichts, fischstäbchen nebst handys, toilettenpapier und rasenmäher, an der kassa vereinte nationen.
nicht ein jeder gedanke dabei ist gleich abfall, viele sind es nicht einmal wert, überhaupt gedacht zu werden, manche geben bloß vor, wichtig zu sein, einige führen zu nichts. ganz selten aber, gibt es diese, die hochwertig und bedeutsam sind, die sich aber selbst kaum in wenigen buchstaben beschreiben lassen, wenn denn überhaupt.
eigentlich meine ich auch nicht bloße gedanken, es sind eher ganze mentalpakete, die aus vielen kleinen einzelteilen bestehen und etwas ganzes bilden, was wohl als der grundriss des handelns und des daseins durchgehen dürfte, eine art technischer zeichnung die aufzeigt, in welche richtungen man treiben sollte, angetrieben durch welchen stoff und gelenkt von welchem gott. zumindest ich persönliche neige dazu, dieses fundament hin und wieder zu vergessen, oder es zumindest geistig mit einer sümpfigen landschaft zu unterwandern. eine selbstvergewaltigung der eigenen kraft, mit einem dildo aus fauliger festgefahrenheit und stacheligen noppen der selbstgefälligkeit.
dabei ist es eigentlich ganz einfach, ein jeder hat seine ideale,
die gekonnt, oder nicht, seiner eigenen zielsetzung entsprechen. dumm nur, wenn man sich darin verirrt und sich selbst die reise zum licht hin, schwieriger gestaltet als nötig, wobei sie sich nun keine sorgen machen sollten, denn mit licht meine ich keineswegs einen fröhlichen wolkentod, sondern die eigene zufriedenheit, über das, was man tut und wie man es lebt.
was ich meine, ist folgendes - mich kotzt einfach das allgemeine rumgekotze und genörgele an, ja, auch mein eigenes. alles ist scheiße, schlecht und kritisch zu beäugen, mist, noch mistiger,
als scheiße je sein könnte, alles nervt und strapaziert das dasein. das internet ist blöd, wird zumindest am meisten von denen behauptet, die es von morgens bis nachts nutzen, ebenso der ganze elektronikschrott, mit dem wir ständig bombardiert werden, gleich nachdem wir die kreditkarten gezuckt haben. der alltag frisst uns auf, mit haut und haaren, ein beinahe jeder wünscht es sich robinson zu sein, sofern freitag ein ipod mit dicken titten, oder wahlweise einem riesigen schwanz sein könnte.
und dann auch noch der berufliche stress, eine endlos schleifende apokalypse der täglichen vierundzwanzig stunden, die die mittelalterliche sklaverei mit einem fingerzucken in kinderkramm verwandeln läßt.
und da wären wir auch schon beim blutroten faden, der sich durch meine gedanken zieht: das berufsleben in der werbebranche. man, wird darüber hergezogen, man, ziehe ich darüber her,
man könnte fast annehmen, es wäre die jenseitige unterwelt, die wir täglich betreten müßten, um unseren lebensunterhalt zu verdienen. mindestens.
dabei hinterfrage ich eine simple tatsache, wie man wohl in diesem suppenkessel landen kann, so, daß die erzählungen darüber, später beinahe so klingen, als wäre man bewußtlos dazu geprügelt worden, um nach einem langen komatösen zustand, plötzlich in dem verhassten schema "'werber" zu erwachen, totalitär willenlos.
also, ich persönlich kann mich nicht daran erinnern, mit peitschen und ketten dazu gezwungen worden zu sein, dies zu werden, was ich nun einmal geworden bin. um ganz ehrlich zu sein, wollte ich das sogar, ohne ein wenn und aber. und wenn ich noch viel tiefer in mich hinein horche, dann muß ich ganz ehrlich zugeben, daß ich das immer noch will, auch wenn ich gerade der typ bin, der sich seine gegenüber in '"meetings", gevierteilt vorstellt...
natürlich ist es manchmal und nach jahren die ins land ziehen nervig, oder zum kotzen, bloß ist es das überall, ganz gleich welchen beruf man genauer unter die lupe nimmt, ganz gleich,
in welcher branche. doch manchmal vergessen wir uns - in unserer situation - und puzzeln uns einen märtyrer auf den leib und merken immer weniger, wie sehr wir uns von dem ursprünglichen gedanken entfernen, der uns irgendwann mal früher neugier auf der zunge zergehen ließ. ich will hier nichts klischeehaft schönreden, aber manchmal muß man eben etwas mehr farbe verwenden, um am ende nicht mental auf einem friedhof des toten enthusiasmus zu graben.
genug gedacht.

22:10 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
05.07.2007
Guten Morgen!
08:55 Veröffentlicht in Debil , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (21) | Per Email verschicken
03.07.2007
Eine auf Einsicht beruhende innere Reife
es ist schon ein jammer: nasenkatarrh nebst einer schmerzenden solchen, dem häufigen sternutatio wegen, güllige und schmerzende kehle, trotz vielfachem gurgeln mit salzwasser, dazu kopfschmerzen und müdigkeit, ein steifer hals, der ein rückwärtiges einparken unmöglich macht und als wenn das alles noch nicht genug wäre, schmerzen beim wasserlassen, dank einer möglichen nierenverstimmung. so hockt man im büro, sofern man ich ist und bemitleidet sich ein wenig selbst, zwischen bergen von berotzten taschentüchern und nebst der nicht duftenden teekanne, den defekten riechorganen sei dank.
ich frage mich, was das ganze soll. liegt das nun am alter und man mutiert im laufe der jahre immer mehr zu einem gigantischen jammerlappen, oder was hängt sonst schief im universum? früher war doch alles anders, oder? da hätte man eine grippe doch überhaupt nicht erst erwähnt, solange die lunge nicht halb aus dem hals gehangen hätte und selbst dann hätte man sich noch mittels skateboard auf den weg zum arzt gemacht, bösartige stürze und plötzliche ohnmacht durchaus in kauf nehmend. früher war alles hart und aus holz, während heute einem der besuch einer apotheke selbstverständlicher vorkommt, als das pinkeln im freien.
ich sitze da und denke so erwachsen, wie ich es früher nie getan hätte. ich denke an die zukunft, denn meine körperlichen erfahrungen der letzten monate waren mehr als prägend, ebenso diverse einsichten, darüber, daß wir nur ein leben haben und wenn der körper einmal hin ist, dann wird der spaß an der weiteren existent eben ordentlich kastriert, bis stärker amputiert. früher habe ich auf die zukunft und auf weise einsichten geschissen, aber, sind diese einsichten überhaupt weise? sicherlich, doch einsichten fordern eben gedanken und gedacht haben wir früher eher wenig. es ist reichlich blut geflossen, es blieben einige narben und knackende gelenke als erinnerung zurück, es gab viel zu lachen, aber es gab auch sehr besorgte momente, ausgelöst durch totalitären leichtsinn von größenwahnsinnigen halbstarken.
am ende finde ich es gut, wie es ist. lieber einen grippalen infekt für mich und etwas gejammer für meine nächsten, als schmerzliches warten in einer notaufnahme, mit verbissen zähnen, weil man ja so "tough" sei. die erinnerungen erzeugen zwar ein leichtes grinsen, doch ich muß ehrlich zugeben, mittlerweile ein echter apothekenaufsucher zu sein, noch bevor dies akut von einem arzt befohlen wird. früher war halt früher und heute ist längst nicht mehr alles aus holz.

22:55 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (11) | Per Email verschicken
Kommunikations-Mehrfachvernichtungskapazität
die ritze welche die schnittstellentechnologie repräsentiert, durchbricht die subtile anagogik eines akuten ortes, dessen pragmatismus des alltäglichen sich aus den gedanken des netzwerks der installationsräume reflektiert. flexible grafiken vereinen variable mediendarstellungen und akkumulieren den handlungsraum. akute darstellungsformen der fundstücke, etablieren betrachtungen der identifikation. deswegen nehmen diese collagen auch eine zirkuläre entität flexibel war.
texte durchbrechen raster für konflikte innerhalb und ausserhalb der informativen rezeptionsfähigkeiten. um die utopie des fragmentes zu nutzen, untersucht sich dieses zu variablen soziolekten. die groteske authentizität ist in diesem kunstmultiplikator als kinomatographische kalibrierung bereitgestellt, welche bereits die zirkuläre einrichtung des kunstbetriebs des blickwinkels zum prinzipiellen körperdiskurs kreiert. bei dekorativen betonungen der zwischenräume, deutet ein hypotroper ausschnitt der realität die medialität an und editiert dabei irgendeine omnipotente fluktuation, wobei der datenstrom multipel ist und die subjektbezüge damit flexibel taktiert. der ambitionierte raster irritiert kunstdiskurse durch ausstellungskontexte.
so verifizieren die dramen des displays in dem identitätsexhibitionismus, eine restriktive flexibilität in einer dienstleistungskunst im öffentlichen raum. um die harmonie der konsequenz zu nutzen, organisiert sich diese zu bedeutungsgeladenen beschreibungen. die definitionen bearbeiten die netzwerke der institutionen in funktionalistischen persiflagen nach. so gewährleistet es keineswegs quere kommentare sondern matrizen und spannungsmomente, denen jeweils willkürliche und sinnliche bezüge definiert sind. die flexiblen apparate der dynamischen kontextbezüge der mimesis alterieren so in dem unterschied des handlungsraums.
ach, scheiße...
10:20 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
29.06.2007
Short Shopping
gestern, 18:27h. ich betrete einen großen elektronikmarkt, zwecks aneignung diverser kabel und unterhaltungsmedien.
der laden ist überfüllt mit menschen, die sich in totalitärer konsumverwirrung verhalten, wie zombies ohne verstand und orientierungssinn, sie stolpern über die eigenen und über fremde füße, verziehen dabei die gesichter, als ob sie gerade einen frischen einlauf aus lebenden schnecken verinnerlicht hätten und geben laute atemgeräusche von sich, wie sterbende und depressive waschbären.
zudem ist alles hoffnungslos zugestellt mit unausgepackten kartons auf paletten, verpackungsmaterial und bläschenfolie,
in der kabel- und steckerabteilung komme ich mir vor, wie ein indiana jones für arme, auf der suche nach der heiligen 3,5mm cinchkuh aus dem tempel der herabgesetzten arschmönche.
nach dreißig minuten suchen und nicht wirklich finden, vergeude ich weitere und endlose minuten meines lebens, mit anstehen an der kasse, wo ich dinge beobachten muß, die an dummheit kaum zu übertreffen sein dürften, weshalb ich diese auch nicht versuchen werde zu beschreiben, da sie mir diese erzählungen eh nicht glauben würden. als ich dran bin mit bezahlen, fragt mich die kassiererin, ob sie meine postleitzahl erfahren dürfte, zwecks hausinterner statistik, woraufhin ich ihr spontan die wiener angebe, vertue mich allerdings bei einer zahl und werde am abend von meiner liebsten aufgeklärt, daß ich ihr zufällig die postleitzahl des geburtsortes von adolf hitler angegeben habe. irgendwie finden wir das sehr lustig und bekommen einen lachanfall.
in der tiefgarage töte ich noch ein teeniepärchen, welches die grenzen meiner geduld mit polyphonen klingeltönen in siebenmeilen-stiefeln überschreitet. er verliert den kopf, sie das herz. wären sie doch ein eis essen gegangen...

soundtrack: queens of the stone age - river in the road
13:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Träume | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
27.06.2007
27.06.
1629: dreißigjähriger krieg - in der schlacht bei stuhm verlieren die schweden gegen polnische und kaiserliche truppen.
könnte sich glatt bald wiederholen, tauschte man schweden gegen europa und würden sich irgendwo polen-freundliche kaisersöldner finden lassen...
1765: uraufführung der komischen oper "le faux lord" von françois-joseph gossec an der comédie italienne in paris.
habe ich verpaßt...
1794: der französische schriftsteller simon nicolas henri linguet wird in paris hingerichtet, weil er „den tyrannen zu london und wien geschmeichelt“ habe.
er wäre sicherlich ein wunderbarer blogger geworden...
1873: die brauerei beck & co. wird in bremen von lüder rutenberg, braumeister heinrich beck und dem kaufmann thomas may als kaiserbrauerei beck & may gegründet.
ja, da hatte herr beck noch keine "experiences"...
1893: im zuge der wirtschaftskrise 1873–1895 kommt es in new york zum zusammenbruch der dortigen börse.
ganz nach meinem geschmack - lustiges massenspringen aus fenstern...
1898: joshua slocum vollendet als erster einhandsegler eine weltumrundung und trifft mit seinem boot "spray" nach über dreijähriger reise in newport (massachusetts) ein.
nur so, als anspielung...
1972: der unterhaltungselektronik- und automatenhersteller atari wird von nolan bushnell und ted dabney gegründet.
ein hoch auf "test drive"!
1977: joseph ratzinger, der spätere papst benedikt XVI, wird von papst paul VI zum kardinal ernannt.
ich bin der ansicht, es wäre längst an der zeit, der katholischen kirche einen existenzverbot zu erteilen...
und sonst? nichts besonderes...
11:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Vergangenes , Welt | Permalink | Kommentarstatus (12) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
23.06.2007
These red shoes do, a kind of voodoo...

bitte beachten sie diesen eintrag nicht, außer sie sind ein weibchen...
20:25 Veröffentlicht in Debil | Permalink | Kommentarstatus (9) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken
27.05.2007
Nimbostratus
es regnet. und leider ist diese tatsache längst nicht mehr ungewöhnlich, oder erfreulich, denn es regnet seit tagen.
es ist, als ob indra ein geldeinwurfautomat wäre, den irgendeine fiese gottheit mit münzen vollgestopft hätte und dieser es nun schütten lässt, weil er es eben nicht besser weiß, als reagierende maschine. seit tagen warte ich darauf, mich und meinen körper in die sonne legen zu können, stattdessen hetze ich bloß täglich hektisch durchs haus, um offene fenster zu schließen, damit es nicht hinein regnet. das macht in etwa so viel spaß, wie ein hotdog mit tofu und ohne zwiebeln, genuss darstellt...
das ist eine fiese nummer, seitens der belegschaft dort oben. götter? wenn sie mich fragen, bloß ein haufen saufender randalen, welche keine fiese party auslassen und bei zu starker betrunkenheit und/oder langeweile, fiese plagen über die menschheit verbreiten. "schaut mal da unten, da sitzt der wicht und tippt in sein blog - treffen wir ihn doch mal mit einem blitz!" oder "guckt mal, er möchte sich im heimkino ablenken, lasst die "the de

