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11.09.2007
Schwarze Galle
ich sitze fest. mein gehirn manifestiert deutlich einen kampf gegen mich selbst, prügelt bewegungslos auf mich ein und schreit "dreht ihm die luft ab!". schergen von henkersknechten treten auf mich ein und zwingen mich in ein glitschiges loch, welches ich nur zu gut kenne, aus diversen vergangenen sitzungen darin, aus zeiten der kraftlosen kapitulation. ich versuche mich fest zu krallen, doch mir fehlen hände und arme, ein staubsauger aus flüssiger angst zieht mich vertikal unter den boden der standhaftigkeit, lautlose worte aus meinem mund verlieren sich ungeachtet in der abwesentheit jeglicher geräusche. alles tun und sagen hat keinen sinn, bloß ich und schleim, bloß ich und nichts.
die reste des apfletees in meinem mund schmecken nach verrosteter lebensdauer, der kalte rauch der vergangenen zigarette deutet an, daß heiterkeit weit hinter entfernten bergen lebt, die post bleibt ungeöffnet, ich weiß eh was drin steht. meine gedanken sind wertlos und machen meinem dasein kummer, denn sie sind falsch, doch ihre existenz kann ich nicht verleugnen.
ich stehe mir selbst im weg, als eine fünffach gesicherte mauer aus ignoranz gegenüber anderen. im grunde bin ich der cerruti-kleidersack, den ich seit geraumer zeit anstarre.
schwarz und hohl...
"but even after admitting this, there is no catharsis. i gain no deeper knowledge about myself, no new knowledge can be extracted from my telling. there has been no reason for me to tell you any of this. this confession has meant nothing..."
13:30 Veröffentlicht in Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken


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