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27.08.2007

Wortkarg

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22:45 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

18.08.2007

Stand der Dinge

ich bin platt. die vergangenen wochen bloß als intensiv zu bezeichnen, wäre so arg untertrieben, als würde man 50°C im schatten "gemütlich" schimpfen. ich schreibe auch nichts bis kaum, wie sie sehen können, weil ich einfach nicht weiß was. und zwar nicht, weil es mir an erlebnissen mangeln würde, nein, ganz im gegenteil - es ist so viel, daß es mich abschreckt, weil es bloß einen zusammenhanglosen buchstabensalat geben würde, geschmacklich versalzen, sofern man geschmacklosigkeit mit schwarzen buchstaben schmackhaft darstellen kann. ein auszug des chaos gefällig?

in den letzten wochen ist soviel technik durch meine hände gewandert, daß ich mir selbst mittlerweile einbilde, anschlüsse zu haben. fragen sie mich bloß nicht wo... + menschen können einfach verschwinden. ich weiß, davon wird hin und wieder berichtet, wenn man aber sowas ernsthaft selbst erlebt, dann nimmt man diese "geschichten" schon anders wahr. leider verliert sich der gruselige "touch" des "mystery" auch gleich, wenn die besagte person nach drei wochen mit einer saublöden erklärung wieder aufersteht und einem selbst nichts bleibt, außer entsetzt beleidigt zu sein... + seit monaten stehen diverse neue dvd-filme in meinem glasschrank und vermehren sich stets. doch anstatt auch nur einen einzigen davon anzuschauen, versinke ich eines abends im sessel und starre gleich drei (!) miss marple verbrechen hintereinander an und zwar im bayerischen fernsehen. ich bin immer noch leicht schockiert... + manche ärzte sind dunkle leuchten. einer davon geht so weit, daß ich ihn als druide beschimpfen muß. das hat man nunmal als realitätsfremde kräutersense davon, wenn man versucht mir einzubläuen, meine verknoteten nervenstränge würden sich in luft auflösen, durch ein wenig waldspinat... + eine firma, mit der ich seit einigen jahren zusammenarbeite, hat die geschäftsführung gewechselt, wo seitdem nichts mehr funktioniert. meine lustige frage "warum man nicht gleich ganz verkauft hätte" brachte nicht die von mir erwarteten lacher. humorloses pack... + zusammenleben auf entfernung raubt kraft und zerrt an der substanz, vorallem wenn man sich einig ist, gemeinsam enkelkinder zu bekommen. viel kommunikation tröstet leicht... + drei bücher gleichzeitig lesen ist kontraunterhaltsam, vorallem wenn der feierabend aus müden wenigen minuten besteht. es ist zutiefst verwirrend, wenn die handlungsstränge eines reiseführers, eines schwülstigen dramas und einer zynischen satire verschmelzen... + anwälte sind blöd. eh...

so viel zum bruchteil einer auflistung, die ich zwar nicht endlos, aber noch sehr lange fortführen könnte. doch ich lasse es lieber, weil es eben nichts bringt, ebenso, als wenn ich zwischen tür und angel versuchen würde, komplexe dinge zu beschreiben, während mein hirn nicht bei der tastatur ist, geschweige denn fähig dazu, abzuschalten. so bleibt es dabei, bei einem weiteren eintrag, der eigentlich nicht hätte sein müßen. lesen sie es, oder auch nicht.
ich werde mich morgen im flugzeug ähnlich verhalten - zuerst werde ich mich nicht entscheiden können, welches buch ich lesen soll und dann, wenn es soweit ist, schlafe ich nach der ersten seite ein. denn...

gute nacht.

01:10 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken

15.08.2007

Alles Gute, Baby!

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00:00 Veröffentlicht in Alltag , dieJulia | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken

13.08.2007

Willentliche Fokussierung?

ich fokussiere meine aufmerksamkeit auf ein display, während meine augen ihre sehschärfe testen. konzentration ist der rote faden meines tuns, alles will bedacht sein, von der idee, bis zur ausführung, es gibt nichts schlimmeres, als unüberlegtheit der produktion wegen, wobei es sich viel zu spät entscheiden würde, daß ich intergalaktischen mist gebaut haben könnte. zu viele hilfslinien, zu viele zahlen, doch ich beherrsche sie, nichts und niemand lenkt mich davon ab, meine arbeit so präzise zu erledigen, wie ein gelangweilter uhrmacher auf antidepressivum. jemand sagte mal zu mir "es ist gleich, wie viele gedanken du bei der arbeit auf einmal denkst, solange sie alle etwas mit der arbeit zu tun haben", was ich immer noch grundsätzlich und selbstverständlich beherzige. wenn da bloß nicht dieses permanente und leise flüstern wäre... scheiße, bin ich urlaubsreif... scheiße...

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21:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken

10.08.2007

A[d]mosphere V

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21:00 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken

06.08.2007

Fiebar

hunde machen es ununterbrochen. jede ecke, jeder baum,
die ganze stadt ist mit abertausenden übereinanderliegenden schichten von olifaktorischen marken aus harn gepflastert, welcher terrier, welcher deutsch drahthaar, welcher mops soll da eigentlich noch durchsteigen?
dem hund am nächsten verwandt ist der mensch, auch er ist getrieben davon, seine marken und spuren zu hinterlassen,
überall wird abgelaicht, zugemüllt, rumgemeint, in internetforen, leserbriefen, gästebüchern, vielen scheint es schwerzufallen zuzugeben, dass sie stulle, also ahnungslos sind und dass es besser für sie wäre, wenn sie den schnabel hielten; und sieht diese ganze meinungskakophonie letztlich nicht so aus wie das trottoir vor einem eissalon? ununterbrochen werden kaugummis in münder gestopft, ordentlich durchgekaut und ausgespuckt, und es gibt keinen platz in der stadt, auf dem mehr von diesen armen verlassenen seelen liegen als links und rechts der eingänge der eiswirte - die schnittmenge der kaugummi- und der eisesser scheint ungeheuer groß zu sein; vor mcdonalds, pizzeria oder heeresgeschichtlichem museum z.b. ist weit weniger auswurf zu finden. aus den vormals weißen kautschukklumpen werden in kürzester zeit schwarze plättchen, die vom asphalt zu kratzen sich die straßenreinigungsgeschwader schon gar nicht mehr die mühe machen. zu viele sind es mittlerweile geworden. jedes von ihnen von einem menschlichen individuum, deren einige vielleicht schon tot sind, ein paar gerade verliebt, reiche, kranke, gesunde, arme, arbeitslose, solche mit schlechten hosen, ungezogene, perverse, jedes ein kunstwerk, ein zeugnis des lebens. die tauben hacken - aus respekt? - nicht an ihnen herum, sondern stochern mit großem appetit in nicht minder interessanten menschlichen und sogar noch kreativeren kunstwerken, den kotzesuppen.*


ja, so passiert es schon mal, in den vier bis achtundzwanzig wänden meiner germanischen behausung, daß man sich bei 40°C raumtemperatur in meinem unklimatisierten büro, ein buch und ein kaltes getränk schnappt und sich eine etage tiefer auf die couch begibt, um hitzefrei zu feiern. arbeit kann schließlich warten und nächte sind eben nicht bloß zum schlafen gedacht...

soundtrack: sandra nasic "fever".

*aus "das staubige tier" von tex rubinowitz

18:05 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

©(TM)*

"das wetter wird ihnen präsentiert von der dresd*ner bank" ertönt aus dem spheros und ich glaube kurz daran, den schuldigen für diesen zu oft mißglückten sommer gefunden zu haben. mußte ja früher oder später eh so kommen, daß sogar das wetter aufgekauft und marken-versklavt wird. nun wird es keine rolle mehr spielen, ob es gut und gesund ist, wenn es tagelang regnet, als ob die wolkenbewohner aus bodenlosen bechern trinken würden, sondern einzig und allein die möglichst hohe auflösung der wassertropfen, nebst der farbverbindlichkeit der sonnenstrahlen und einer zentrierten platzierung des logos auf den einzelnen hagelkörnern. ein biblischer ausverkauf, das, wenn sie mich fragen...

aber was soll es auch, alles muß weg, alles muß raus, die zeit rennt uns davon, wozu also etwas unversucht lassen, den totalitären marketing-overkill zu veranstallten, bevor der klimawandel alles dahin rafft und es somit unmöglich macht,
selbst dem letzten pünktchen im universum einen winkelmaßkreuzartigen copyright-stempel aufzudrücken, ganz "frei" nach dem motto einer vereinten und gleichdenkenden gemeinschaft: wir sind eins und alles. und selbst die DIN-normnummer der erdkugel ist gesichert. bloß gott sollte mal langsam als vorstand ausgetauscht werden, man weiß bloß nicht, wo dieser drecksack steckt...

ich frage mich, in diesen möglicherweise sehr schrägen gedankengängen meiner wenigkeit bloß, wer denn eigentlich verklagt wird, wenn die allgemeine scheiße einfach nicht mehr so riecht, wie sich das experten gedacht haben, denn, seien wir mal ehrlich - zu viel, von was auch immer, hat in der geschichte der menschheit noch nie zu was gutem geführt, vorallem dann nicht, wenn es eben von menschenhand produziert und/oder erdacht wurde.

wenn ich also eines tages, mit völlig romantischen gedanken im hinterkopf, nach oben schauen sollte und dabei das logo eines weltkonzernes auf dem vollmond erblicken, werde ich mich augenblicklich in ein mobiles schwarzes loch fallen lassen, welche bis dahin sicherlich im doppelpack beim discounter käuflich erwerbbar sein werden. lieber ein riesiges nichts, als eine aufgeblähte und collagierte gehirnzellenwäsche.

*dieser auswurf wurde ihnen präsentiert von meinem bauch.

00:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (22) | Per Email verschicken

03.08.2007

A[d]mosphere IV

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22:00 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken