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30.07.2007
Possessed
ein jeder hat andere vorstellungen davon, sich die zeit zu vertreiben. es gibt die verschiedensten dinge, die man tun kann, sei es musik hören, bücher lesen, filme schauen, sex haben, kochen, saufen, bildhauen oder beten, um nur ganz wenige möglichkeiten des zeittotschlagens aufzuzählen, die man selbstverständlich auch alle miteinander vermengen kann.
doch manchmal, ist das ganze zu wenig und es bedarf eben einiges an kreativität, um den eigenen horizont an möglichkeiten zu erweitern.
ich glaube, ich probiere das auch mal. gehe gleich mal zum supermarkt rüber und vollziehe eine aufwändige teufelsaustreibung an der kassiererin. die hat mich letzte woche so böse angeschaut, als ich kein kleingeld hatte, sie wird sicherlich beherrscht von einer finsteren welt. ob es statt des crucifixes ein schraubenzieher tut?
19:00 Veröffentlicht in Debil , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
29.07.2007
Knapp
augenblicklich ist alles haarscharf - geschehnisse, pläne, aufträge, termine. sämtliche bewegungen des universums kratzen und schleifen an meinen tagesabläufen, wie stumpfe zähne an einer steinerten nuß. und nicht nur an tagesabläufen, sondern auch an meiner verfassung, die, obwohl ich sie ja verinnerliche, mir des öfteren ein fieses beinchen stellt. quark-dateien verschmelzen technisch mit stumpfsinnigen e-mail dialogen und ergeben eine brocken aus tiefster unsympathie für mein berufliches dasein, wobei sich dieser zustand kommende woche noch durchaus verschlimmern könnte, denn die arbeit als verantwortlicher ad,
mit einem mir völlig unbekannten team, im auftrag eines großen kunden aus der kosmetikbranche, dürfte alles andere werden,
als ein spaziergang durch die totalitären blumenwiesen der kommunikation, sondern eher ein krampfhaftes rückenschwimmen im erbrochenen aus kreativitätsfeindlichen ignoranten. ganz nebenbei, stapeln sich umzugskisten in diversen ecken meiner behausung, mit utensilien gefüllt, die ich momentan kaum, wohl aber später mal brauchen werde, so daß sich meine wohnverhältnisse langsam, aber stätig, in eine art irokesenschnitt der gewohnten gemütlichkeit verwandeln - wohnen, jetzt stark reduziert...
bei all dem, passieren ständig dinge, die eben einfach passieren, ganz ungefragt, ganz unnötig, während mein gehirn leicht angestrengt versucht alles, oder wenigstens einen teil davon, zu bewältigen, was allerdings nicht immer als erfolg gefeiert werden kann. so wechselt die laune öfter mal die fronten, eigentlich in minutentakt sogar, daß am ende bloß eine suppe übrig bleibt, die sich nicht recht entscheiden kann, ob sie nun nach huhn, oder kiwi riechen soll. gerade noch verabschiedet man freundlich lächelnd den briefträger, kaum drei augenblicke später bastelt man mental bomben, die an diversen orten, oder zwischen den beinen verschiedener lebewesen platziert werden sollten. feinst gehacktes aus friedvoller zerstörungswut...
durcheinander kann manchmal durchaus gesundes haben, doch zu viel davon, ist vergleichbar mit säure im getränk. hoffentlich wird das mal bald ruhiger. aber jetzt hole ich mir erstmal etwas schafskäse in chiliöl. und einen milka tender...

22:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
25.07.2007
Das Jüngste Gericht
also wenn das mal nicht das passende stöckchen für meine blogroll ist...
Deine Sündenquittung
Ich habe Drogen genommen - 20€
... und das mehr als einmal - 15€
Ich habe jemandem Drogen angeboten - 40€
Ich zeige beim Autofahren manchmal Vögel oder Stinkefinger - 15€
Ich habe einen Unfall verschuldet - 35€
Ich habe beim Ausparken ein fremdes Auto angeditscht - 20€
... und bin dann einfach weggefahren - 300€
Ich bin völlig besoffen oder zugekifft Auto gefahren - 300€
Ich lüge manchmal, dass sich die Balken biegen - 15€
Ich habe schonmal jemanden richtig heftig gemobbt - 50€
Manchmal lästere ich über das Aussehen von anderen - 15€
Ich habe schonmal jemanden krankenhausreif geschlagen - 300€
Ich habe etwas gestohlen, was mehr als 100 Euro wert ist - 200€
Ich habe schonmal mutwillig etwas zerstört - 100€
Ich habe Grafitti gesprayt - 100€
Ich habe schonmal illegal Sperrmüll entsorgt - 100€
Ich bin mal in einem Raum gewesen, während andere dort Sex hatten - 15€
Ich parke manchmal auf Behindertenparkplätzen - 40€
Ich fahre machmal schwarz mit Bus oder Bahn - 40€
... und wurde dabei schonmal erwischt - 35€
Ich habe manchmal die Schule geschwänzt - 15€
... und dabei noch den Entschuldigungszettel gefälscht - 50€
Ich habe absichtlich die Hausaufgaben nicht gemacht - 15€
Ich habe schlechte Noten vor meinen Eltern verheimlicht - 30€
Ich habe schonmal Früchte geklaut - 0.05€
Ich habe heute schon masturbiert - 0.59€
Ich mag Oralverkehr - 4.99€
1870.63 €
00:59 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig , Vergangenes | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken
20.07.2007
A[d]mosphere III



23:41 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
18.07.2007
Scherenschnittfilm
ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie finde ich die grob-hektischen "lava lava" kurzfilme, selbst nach jahren noch zum schreien komisch. ob ich meinen arzt konsultieren sollte?
17:00 Veröffentlicht in Debil , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
17.07.2007
A[d]mosphere II



14:00 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
16.07.2007
A Short Diary Post
vergangene woche, mittwoch, 08:57h, düsseldorf. leicht aber nicht ernsthaft aufgeregt, betrete ich ein imposantes gebäude, in einem eher nobleren stadtteil, um meine person zwecks möglicher einstellung vorzustellen. ein weltweites unternehmensnetzwerk, selbst branchenfremden ein begriff,
in dem noch heute auf die "new economy" art gelebt wird, nebst rudeltiertreffen bei tai-chi-übungen und besprechungen in einem beduinenzelt, werden dort apfelartige rosengewächse gemeinschaftlich für eine höhere lebensform gehalten.
ein paradies für devote workoholics.
man will mich, wird mir verkündet, was an meinem auftreten kaum liegen kann - der hellgraue hugo, ist nicht gerade ein designporno, ebenso die fehlende krawatte, alles in allem entscheidet tatsächlich mein können und das, was man darüber wüßte. schick, das, gleichzeitig aber auch shit, auf der kehrseite der medaille, denn so toll das angebot auch klingen mag, höchtswahrscheinlich möchte man mich für einen falschen standort, aus meiner sicht betrachtet.
einmal mehr typisch für meinen lebenslauf, es kostet mich bloß zwei telefonate und ein kurzes treffen, um höher in der branchenhackordnung zu klettern, bekleidet mit einer position,
die feinste visitenkarten in meine tasche zaubert und koksende fan-clubs anzieht und ich muß herzlichst absagen...
vergangene woche, donnerstag/freitag. diese ungewisse situation verwandelt meinen kopf in einen ungesunden motor,
der stress auf mich, mein dasein und meine nächsten projeziert. ich streite, schweige und entfalte die diva in mir, bloß um wie immer, mich im nachhinein dafür zu schämen, wie ein mantelloser exhibitionist auf einer polizeiwache. selbst mordgedanken helfen nicht...
vergangene woche, sonntag, mittags. nach einem arbeitsreichen samstag und dem ungewissen blick in eine entscheidungsreiche kommende woche, beschließe ich ein powerbook zu leihen, nachdem mein eigenes eines gewaltsamen todes starb. dabei trug sich folgender dialog zu:
g.: willst du das 15-er, oder das 17-er?
ich: 17-er, eh!
g.: das 15-er brauch ich eh selbst.
ich: wozu fragst du dann?
g.: was?
ich: na welches ich haben will!
g.: habe ich das?
ich: ...
manchmal, aber nur manchmal, habe ich das gefühl, bloß außerirdische zu kennen...
diese woche, montag, heute, 10:57h. ich betrete eine druckerei und werde mit den worten empfangen "ihre produktion läuft schon!"...
ich: ??? wie meinen?
d.: ihre sachen sind schon im druck!
ich: aber ich habe doch noch keine freigabe erteilt!
d.: nicht?
ich: nöh, ich bin ja gerade hier, um einen andruck zu sehen...
d.: aber die maschine läuft schon seit cirka einer stunde...
ich: tja, so wie es aussieht mit offenen armen ins verderben, was?
es wird mir womöglich für immer ein rätsel bleiben, wie man gedankenlos knöpfe drücken kann, ohne die geeigneten finger dafür zu haben. solche situationen, können in verbindung mit einer höllischen hitze, leicht reizbar auf mich und mein wesen wirken, bis hin zum amüsanten amokschlitzen. das leben siegte heute bloß für manche existenzen, weil ich momentan in der einbildung schwebe, das universum wäre gut zu mir. zu verdanken hat es das in erster linie meiner liebsten, die es sich tatsächlich und freiwillig zur aufgabe gemacht hat, ihr leben an der seite eines gänzlich blutrünstig agierenden hitzköpfes zu verleben. niemand sonst lenkt mich von bösen taten, nur mit dem gedanken an einen griechischen salat ab...
morgen, liebes tagebuch, wird schafskäs gekauft, ganz gleich welche entscheidung aus düsseldorf meine sensiblen nerven trifft, oder eben nicht.
23:30 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
09.07.2007
Handlungsmotivation
manchmal sitze ich einfach so da, in meinem haworth chefsessel und starre aus dem fenster. die gedanken die mir dabei durch den kopf schießen, sind so unterschiedlichster natur, wie das warenangebot großer discounter. alles und nichts, fischstäbchen nebst handys, toilettenpapier und rasenmäher, an der kassa vereinte nationen.
nicht ein jeder gedanke dabei ist gleich abfall, viele sind es nicht einmal wert, überhaupt gedacht zu werden, manche geben bloß vor, wichtig zu sein, einige führen zu nichts. ganz selten aber, gibt es diese, die hochwertig und bedeutsam sind, die sich aber selbst kaum in wenigen buchstaben beschreiben lassen, wenn denn überhaupt.
eigentlich meine ich auch nicht bloße gedanken, es sind eher ganze mentalpakete, die aus vielen kleinen einzelteilen bestehen und etwas ganzes bilden, was wohl als der grundriss des handelns und des daseins durchgehen dürfte, eine art technischer zeichnung die aufzeigt, in welche richtungen man treiben sollte, angetrieben durch welchen stoff und gelenkt von welchem gott. zumindest ich persönliche neige dazu, dieses fundament hin und wieder zu vergessen, oder es zumindest geistig mit einer sümpfigen landschaft zu unterwandern. eine selbstvergewaltigung der eigenen kraft, mit einem dildo aus fauliger festgefahrenheit und stacheligen noppen der selbstgefälligkeit.
dabei ist es eigentlich ganz einfach, ein jeder hat seine ideale,
die gekonnt, oder nicht, seiner eigenen zielsetzung entsprechen. dumm nur, wenn man sich darin verirrt und sich selbst die reise zum licht hin, schwieriger gestaltet als nötig, wobei sie sich nun keine sorgen machen sollten, denn mit licht meine ich keineswegs einen fröhlichen wolkentod, sondern die eigene zufriedenheit, über das, was man tut und wie man es lebt.
was ich meine, ist folgendes - mich kotzt einfach das allgemeine rumgekotze und genörgele an, ja, auch mein eigenes. alles ist scheiße, schlecht und kritisch zu beäugen, mist, noch mistiger,
als scheiße je sein könnte, alles nervt und strapaziert das dasein. das internet ist blöd, wird zumindest am meisten von denen behauptet, die es von morgens bis nachts nutzen, ebenso der ganze elektronikschrott, mit dem wir ständig bombardiert werden, gleich nachdem wir die kreditkarten gezuckt haben. der alltag frisst uns auf, mit haut und haaren, ein beinahe jeder wünscht es sich robinson zu sein, sofern freitag ein ipod mit dicken titten, oder wahlweise einem riesigen schwanz sein könnte.
und dann auch noch der berufliche stress, eine endlos schleifende apokalypse der täglichen vierundzwanzig stunden, die die mittelalterliche sklaverei mit einem fingerzucken in kinderkramm verwandeln läßt.
und da wären wir auch schon beim blutroten faden, der sich durch meine gedanken zieht: das berufsleben in der werbebranche. man, wird darüber hergezogen, man, ziehe ich darüber her,
man könnte fast annehmen, es wäre die jenseitige unterwelt, die wir täglich betreten müßten, um unseren lebensunterhalt zu verdienen. mindestens.
dabei hinterfrage ich eine simple tatsache, wie man wohl in diesem suppenkessel landen kann, so, daß die erzählungen darüber, später beinahe so klingen, als wäre man bewußtlos dazu geprügelt worden, um nach einem langen komatösen zustand, plötzlich in dem verhassten schema "'werber" zu erwachen, totalitär willenlos.
also, ich persönlich kann mich nicht daran erinnern, mit peitschen und ketten dazu gezwungen worden zu sein, dies zu werden, was ich nun einmal geworden bin. um ganz ehrlich zu sein, wollte ich das sogar, ohne ein wenn und aber. und wenn ich noch viel tiefer in mich hinein horche, dann muß ich ganz ehrlich zugeben, daß ich das immer noch will, auch wenn ich gerade der typ bin, der sich seine gegenüber in '"meetings", gevierteilt vorstellt...
natürlich ist es manchmal und nach jahren die ins land ziehen nervig, oder zum kotzen, bloß ist es das überall, ganz gleich welchen beruf man genauer unter die lupe nimmt, ganz gleich,
in welcher branche. doch manchmal vergessen wir uns - in unserer situation - und puzzeln uns einen märtyrer auf den leib und merken immer weniger, wie sehr wir uns von dem ursprünglichen gedanken entfernen, der uns irgendwann mal früher neugier auf der zunge zergehen ließ. ich will hier nichts klischeehaft schönreden, aber manchmal muß man eben etwas mehr farbe verwenden, um am ende nicht mental auf einem friedhof des toten enthusiasmus zu graben.
genug gedacht.

22:10 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
07.07.2007
A[d]mosphere



22:54 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
05.07.2007
Guten Morgen!
08:55 Veröffentlicht in Debil , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (21) | Per Email verschicken
03.07.2007
Eine auf Einsicht beruhende innere Reife
es ist schon ein jammer: nasenkatarrh nebst einer schmerzenden solchen, dem häufigen sternutatio wegen, güllige und schmerzende kehle, trotz vielfachem gurgeln mit salzwasser, dazu kopfschmerzen und müdigkeit, ein steifer hals, der ein rückwärtiges einparken unmöglich macht und als wenn das alles noch nicht genug wäre, schmerzen beim wasserlassen, dank einer möglichen nierenverstimmung. so hockt man im büro, sofern man ich ist und bemitleidet sich ein wenig selbst, zwischen bergen von berotzten taschentüchern und nebst der nicht duftenden teekanne, den defekten riechorganen sei dank.
ich frage mich, was das ganze soll. liegt das nun am alter und man mutiert im laufe der jahre immer mehr zu einem gigantischen jammerlappen, oder was hängt sonst schief im universum? früher war doch alles anders, oder? da hätte man eine grippe doch überhaupt nicht erst erwähnt, solange die lunge nicht halb aus dem hals gehangen hätte und selbst dann hätte man sich noch mittels skateboard auf den weg zum arzt gemacht, bösartige stürze und plötzliche ohnmacht durchaus in kauf nehmend. früher war alles hart und aus holz, während heute einem der besuch einer apotheke selbstverständlicher vorkommt, als das pinkeln im freien.
ich sitze da und denke so erwachsen, wie ich es früher nie getan hätte. ich denke an die zukunft, denn meine körperlichen erfahrungen der letzten monate waren mehr als prägend, ebenso diverse einsichten, darüber, daß wir nur ein leben haben und wenn der körper einmal hin ist, dann wird der spaß an der weiteren existent eben ordentlich kastriert, bis stärker amputiert. früher habe ich auf die zukunft und auf weise einsichten geschissen, aber, sind diese einsichten überhaupt weise? sicherlich, doch einsichten fordern eben gedanken und gedacht haben wir früher eher wenig. es ist reichlich blut geflossen, es blieben einige narben und knackende gelenke als erinnerung zurück, es gab viel zu lachen, aber es gab auch sehr besorgte momente, ausgelöst durch totalitären leichtsinn von größenwahnsinnigen halbstarken.
am ende finde ich es gut, wie es ist. lieber einen grippalen infekt für mich und etwas gejammer für meine nächsten, als schmerzliches warten in einer notaufnahme, mit verbissen zähnen, weil man ja so "tough" sei. die erinnerungen erzeugen zwar ein leichtes grinsen, doch ich muß ehrlich zugeben, mittlerweile ein echter apothekenaufsucher zu sein, noch bevor dies akut von einem arzt befohlen wird. früher war halt früher und heute ist längst nicht mehr alles aus holz.

22:55 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (11) | Per Email verschicken
Kommunikations-Mehrfachvernichtungskapazität
die ritze welche die schnittstellentechnologie repräsentiert, durchbricht die subtile anagogik eines akuten ortes, dessen pragmatismus des alltäglichen sich aus den gedanken des netzwerks der installationsräume reflektiert. flexible grafiken vereinen variable mediendarstellungen und akkumulieren den handlungsraum. akute darstellungsformen der fundstücke, etablieren betrachtungen der identifikation. deswegen nehmen diese collagen auch eine zirkuläre entität flexibel war.
texte durchbrechen raster für konflikte innerhalb und ausserhalb der informativen rezeptionsfähigkeiten. um die utopie des fragmentes zu nutzen, untersucht sich dieses zu variablen soziolekten. die groteske authentizität ist in diesem kunstmultiplikator als kinomatographische kalibrierung bereitgestellt, welche bereits die zirkuläre einrichtung des kunstbetriebs des blickwinkels zum prinzipiellen körperdiskurs kreiert. bei dekorativen betonungen der zwischenräume, deutet ein hypotroper ausschnitt der realität die medialität an und editiert dabei irgendeine omnipotente fluktuation, wobei der datenstrom multipel ist und die subjektbezüge damit flexibel taktiert. der ambitionierte raster irritiert kunstdiskurse durch ausstellungskontexte.
so verifizieren die dramen des displays in dem identitätsexhibitionismus, eine restriktive flexibilität in einer dienstleistungskunst im öffentlichen raum. um die harmonie der konsequenz zu nutzen, organisiert sich diese zu bedeutungsgeladenen beschreibungen. die definitionen bearbeiten die netzwerke der institutionen in funktionalistischen persiflagen nach. so gewährleistet es keineswegs quere kommentare sondern matrizen und spannungsmomente, denen jeweils willkürliche und sinnliche bezüge definiert sind. die flexiblen apparate der dynamischen kontextbezüge der mimesis alterieren so in dem unterschied des handlungsraums.
ach, scheiße...
10:20 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
02.07.2007
No iPhone!
es ist die zwei mit dem suffix am ende, in die mich das thema iPhone treibt. auf der einen seite bin ich sowas, wie der personifizierte technikfanatismus, zudem seit über zehn jahren apple-nutzer - auf der anderen besitze ich die fähigkeit dazu, alles was strom verinnerlicht, blasphemisch in grund und boden kritisieren zu können, sobald mir nur bloß ein funken an unfunktionalität auffällt. und da wird es bei dem oben genannten smartphone eben sehr heikel, da ich nicht bloß ein apple-nutzer, sondern auch ein fan dieser marke bin, gleichzeitig aber jegliches technikspielzeug aus der ersten generation verabscheue.
was spricht also dafür? ganz klar, das design natürlich. ein geiles teil mit einem hochauflösenden touchscreen und vielen lustigen und bunten icons, womit man so ziemlich alle mitmenschen in der vollen bahn, oder kirche ziemlich beeindrucken kann, sofern diese ebenfalls auf teuren leuchtkramm mit kommunikationsambitionen stehen. und sonst? nun es kann wohl ziemlich viele dinge, welche auch ein standcomputer kann, bloß minimalistischer und unbequemer. ach, telefonieren kann man damit wohl auch, wie einer der ersten glücklichen käufer zu berichten wußte, seine frau hätte bloß fünf minuten gebraucht und schon wäre sie mit jemanden verbunden gewesen...
und dagegen? unausgereiftheit eben, wie bei jedem anderen und neuen beinahe-prototypen. uneinigkeit und monopolismus bei den tarifen der anbieter. software und spiele wird es möglicherweise irgendwann geben, aber erst dann, wenn sich apple darüber einig werden, mit wem sie geschäftlich kuscheln wollen. und ja, das touchscreen, welches nicht wirklich so reagieren soll, wie man sich das wohl gerne interaktiv schöndenken wollte, wobei ich eh ein totalitärer gegner dessen bin, mit meinen fingerklumpen displays zu beschmieren...
fazit? tun sie, was sie nicht lassen können, ich jedenfalls distanziere mich aber erstmal davon und warte in aller ruhe version zwei ab. oder drei. obwohl von warten eh kaum die rede sein kann. und, hey, am ende kommt es doch sowieso nicht darauf an, womit man kommuniziert, sondern mit wem...

00:35 Veröffentlicht in Alltag , Gehört , Gelesen , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (20) | Per Email verschicken

