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29.07.2007
Knapp
augenblicklich ist alles haarscharf - geschehnisse, pläne, aufträge, termine. sämtliche bewegungen des universums kratzen und schleifen an meinen tagesabläufen, wie stumpfe zähne an einer steinerten nuß. und nicht nur an tagesabläufen, sondern auch an meiner verfassung, die, obwohl ich sie ja verinnerliche, mir des öfteren ein fieses beinchen stellt. quark-dateien verschmelzen technisch mit stumpfsinnigen e-mail dialogen und ergeben eine brocken aus tiefster unsympathie für mein berufliches dasein, wobei sich dieser zustand kommende woche noch durchaus verschlimmern könnte, denn die arbeit als verantwortlicher ad,
mit einem mir völlig unbekannten team, im auftrag eines großen kunden aus der kosmetikbranche, dürfte alles andere werden,
als ein spaziergang durch die totalitären blumenwiesen der kommunikation, sondern eher ein krampfhaftes rückenschwimmen im erbrochenen aus kreativitätsfeindlichen ignoranten. ganz nebenbei, stapeln sich umzugskisten in diversen ecken meiner behausung, mit utensilien gefüllt, die ich momentan kaum, wohl aber später mal brauchen werde, so daß sich meine wohnverhältnisse langsam, aber stätig, in eine art irokesenschnitt der gewohnten gemütlichkeit verwandeln - wohnen, jetzt stark reduziert...
bei all dem, passieren ständig dinge, die eben einfach passieren, ganz ungefragt, ganz unnötig, während mein gehirn leicht angestrengt versucht alles, oder wenigstens einen teil davon, zu bewältigen, was allerdings nicht immer als erfolg gefeiert werden kann. so wechselt die laune öfter mal die fronten, eigentlich in minutentakt sogar, daß am ende bloß eine suppe übrig bleibt, die sich nicht recht entscheiden kann, ob sie nun nach huhn, oder kiwi riechen soll. gerade noch verabschiedet man freundlich lächelnd den briefträger, kaum drei augenblicke später bastelt man mental bomben, die an diversen orten, oder zwischen den beinen verschiedener lebewesen platziert werden sollten. feinst gehacktes aus friedvoller zerstörungswut...
durcheinander kann manchmal durchaus gesundes haben, doch zu viel davon, ist vergleichbar mit säure im getränk. hoffentlich wird das mal bald ruhiger. aber jetzt hole ich mir erstmal etwas schafskäse in chiliöl. und einen milka tender...

22:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
Kommentarstatus
and....action. eine schöne woche noch, meister ad.
Veröffentlicht von: mr.heid | 30.07.2007
Kiwihuhnsuppe klingt doch gar nicht so schlecht, schatz!
Veröffentlicht von: dieJulia | 30.07.2007
Der gute Milka Tender.
Nichtsdestotrotz: Kann Sie gut verstehen, ein Umzug allein ist schon ein nerviges und uU zehrendes Szenario, das dann noch mit der Arbeit verbunden zu wissen - eiei, was war ich froh, mich auf die Dinge nacheinander konzentrieren zu können.
Sie haben es aber - sofern mich mein Oberstübchen nicht im Stich lässt - doch auch bald geschafft, und wenn das Ganze hin und her und drüber und drunter einmal vorbei ist, dann haben Sie hoffentlich ja ein großes Konto Glückseligkeit, von dem Sie abheben können!
Veröffentlicht von: eloran | 30.07.2007
Sie tun gut daran, das Milka-Produkt am Wochenanfang konsumiert zu haben. Ab Mittwoch wird ja alles teurer.
Veröffentlicht von: German Psycho | 30.07.2007
white lake: danke. gleichfalls.
julia: nun, baby, irgendwie habe ich es unbedacht verbockt - ich meinte nicht den vogel, sondern die frucht... hätte ich doch bloß statt "kiwi", "melone" geschrieben... oder gibt es auch so einen vogel? ;-)
eloran: ja, sie werden wohl recht haben - das ganze passiert nicht umsonst. und was die glückseligkeit betrifft, so meinen sie sicher DIE konten, nicht bloß eins... ;-)
GP: keine milchprodukte mehr ab mittwoch! ich werde vorrübergehend nur noch kartoffelstärke zu mir nehmen. wie gut, daß ich auswandere...
Veröffentlicht von: Ad | 30.07.2007
Eine Katzensäge, wunderbar.
Veröffentlicht von: Opa | 31.07.2007

