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02.06.2007
7. Rückblickend
es ist schon eigenartig, wie schnell die zeit vergeht. ja, ich weiß, ein abgelutschtes und inhaltsleeres sprachfüllsel, leicht verwandt mit dem unterirdischen: gott, bist du groß geworden!
doch irgendwas ist dran. gut, tauschen wir groß gegen alt und tun gleichzeitig so, als würde sich die zeit rational verhalten, doch ein schatten des erstaunens bleibt dennoch. ebend haben wir uns erst ein frohes neues gewönscht, nun ist schon juni, der die mitte des jahres markiert. eines weiteren, und eines anderen, verglichen mit den vergangenen vielen, in denen nicht annähernd so viel passierte, wie `07. alleine schon die tatsache, daß ich nun gesundheitsbedingt flaschenweise säfte und literweise tee vernichte, statt eines guten tropfens, und bier mir in etwa so ungenießbar vorkommt, wie die plürre aus einem abfluß, spricht bände. ja, beinahe alles ist verzichtbar, wenn es darum geht, nicht nochmal die worte eines arztes hören zu müßen "es war knapp". fettige und mächtige speisen darf man nun endlich mit begründung ablehnen, als frischkäse- und gemüse-fanatiker freut man sich angesichts eines überempfindlichen organs. gut für die haut, ist das auch...
aber nicht nur das. war ich noch die vergangenen sieben bis zehn jahre bloß ein rotierendes staubkorn, in einem universum des unbedachten wahnisinns, oder wie es satre beschreiben würde "der ignorant lebt seinen tod, und indem er seine freiheit verweigert, projiziert er sie auf die welt, die sie ihm in gestalt des schicksals zurückwirft“, so hat sich nun meine einstellung gegenüber meiner existenz totalitär verändert. leben, so lange es geht und das gut. schlechtes weglassen und möglichst positiv denken. neugierig sein. vielleicht ein wenig, wie ein kind...
möglicherweise trieb mich diese neugier auch zu der lesung, die mein nervenkostüm zwar beinahe zerfetzte, mich auf der anderen seite aber fast süchtig gemacht hat, mit der ständigen frage, die seitdem meinen kopf vergewaltigt - wie wäre wohl eine weitere lesung? - während irgendwas in mir ganz genau weiß, daß ich die antwort auf diese frage, ganz sicher bekommen werde.
auch die vierzehn gefürchteten zahnarzttermine haben ihr ende gefunden, ohne als horrorgeschichte in zukunft erwähnt werden zu müßen. veränderungen also wie am fließband, im takt eines wahnsinnigen schicksalsspielers. wo das hinführt, weiß ich nicht, schlecht kann es aber kaum werden. zumindest geht es heute endlich wieder dahin, wo die meiste kraft und energie, für all das hergekommen ist. ich glaube, heute trinke ich mal einen tomatensaft im flugzeug. laut statistik kommt der wohl über den wolken recht gut an...
13:41 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Lesung , Vergangenes | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
Kommentarstatus
Schön :) Im Dezember gibts in "meiner" Altstadt ja ne Weihnachtslesung, wie ich mal erwähnte. Und Vienna-Lyrics habe ich auch noch irgendwie in der Pipeline.
Und SIe haben Recht, es ist SCHON Juni. Sack Zement!
Veröffentlicht von: Phil | 02.06.2007
Massenweise Gemüse, Käse, Säfte (u.a. Karottensaft), Tees, Schinken, Frischkäsezeugs und Brot sind eingekauft... eine große Schüssel mit frischen Pfirsichen steht duftend auf dem Wohnzimmertisch... das Bettzeug wurde ausgelüftet und mit in Goiserer Sonne getrockneter Bettwäsche bezogen... die Wanderschuhe stehen bereit... und ich freue mich ganz unbeschreiblich.
... bis gleich! :-)
Veröffentlicht von: dieJulia | 02.06.2007
Geniesst sie, jene Zeit.
Veröffentlicht von: Phil | 03.06.2007
Hallohallohallo. Jetzt ist aber mal gut mit der ausgedehnten Begrüßungszeremonie! Außerdem muss das Bett ja auch mal wieder lüften. Also hopp, raus aus den Federn und was sinnvolles gemacht. Beispielsweise ein Lebenszeichen gepostet!
Und weiterhin viel Spaß!
Veröffentlicht von: Pathologe | 05.06.2007
... aber Tomatensaft schmeckt doch so gräßlich... *würg
Veröffentlicht von: SirParker | 06.06.2007
phli: danke. und was weihnachten angeht - glauben sie wirklich, ich wäre der richtige, um weihnachtsgeschichten zu lesen? ICH? naa! ;-)
herr pathologe, nur weil sie es sind, hier: lebenszeichen...
p.s. außerdem bedarf es seiner zeit, bis es sich auch wirklich lohnt, ein bett zu lüften... ;-)
herr parker, darum geht es doch eben in dieser statistik - menschen die tomatensaft hassen, trinken diesen eben gerne im flugzeug, weil sich dort oben, angeblich die geschmacksnerven verzerren. oder so...
Veröffentlicht von: Ad | 06.06.2007
... oder weil man dort gleich eine Kotztüte zur Hand hat... ;)
Veröffentlicht von: SirParker | 06.06.2007
nun, für irgendwas müßen die ja gut sein... ;-P
Veröffentlicht von: Ad | 07.06.2007

