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31.05.2007

Das Belebte als das Beseelte

mal ein stöckchen, das wirklich zum nachdenken verleitet. zumindest mich. geworfen von meiner bestesten, lasse ich es hier liegen, damit es sich jeder nehmen kann, wer will.

Das Leben ist… metaphysische entität, manches überschätzt, manches lebenswert, so manches dumm gelaufen.
Sterben müssen heißt… den endpunkt eines lebens erreicht zu haben.
Menschen können… faszinieren, blenden, aufbauen, betrügen, begeistern, zerstören, belustigen, abstoßen. manchmal auch menschlich sein.
Menschen sollten… sich nicht so oft freiwillig zu affen machen.
Die Welt braucht… gute musik und unangepasste leute, sonst wird sie am ende 08/15 untergehen.
Das Wichtigste im Leben ist… es zu wissen, wo man hingehört.
Unwichtig ist… zu vieles. zum beispiel dieter bohlen bücher, oder lebende und sterbende päpste.
Vergangenheit ist… ein teil des seins. sie gehört irgendwie dazu, auch wenn sie bloß ein rücklicht ist.
Zukunft bedeutet… das fernlicht. die hoffnung zu haben, alles so voran treiben zu können, daß einem der endpunkt des daseins nicht als eine heraufbeschwörte katastrophe erscheint, sondern als ein erfüllter abgang.
Zeit ist… eine messbare einheit, die uns verdeutlicht, in welch kleinen dimensionen wir uns eigentlich bewegen.
Liebe ist… alles.
Freunde haben ist… wichtig. auch wenn nach einer jahrelangen natürlichen auslese, nur sehr wenige menschen übrig bleiben, die man auch allen ernstes so betiteln kann.
Glück ist… unbezahlbar und unbeschreiblich.
Gefühle sind… leitend.
Konflikte bedeuten… meistens unnötigen stress. nur selten bringen sie erhellende erkenntnisse ins dunkel.
Hoffnung ist… ein baustein der zukunft.
Glauben können ist… eine gabe. ohne glauben, kein können.
Träume sind… schräg, auf jede erdenkliche weise. ein jeder, macht was anderes aus ihnen, bloß fürchten sollte man sich dabei nicht.
Visionen sind… tragende wände.
Veränderung bedeutet… bewegung.
Stagnation bedeutet… stillstand.
Ich brauche… ein gedankenfundament, als vorraussetzung für alles wichtige. nichts schreckt mich mehr ab, als chaos und unentschlossenheit.
Angst habe ich vor… verlust.
Mut bedeutet… man selbst zu sein und unbeirrt den eigenen weg zu gehen, ganz gleich was dritte darüber denken, oder davon halten mögen.
Das Allerschwerste ist… den eigenen dickschädel, von der vernunft zu überzeugen.
Es ist so leicht… fehler zu machen.
Verlieren bedeutet… etwas neues dazu zu lernen.
Gewinnen heißt… das neu erlernte, in die tat umgesetzt zu haben.
Perfekt sein bedeutet… in einer ziemlich sümpfigen landschaft einer bodenlos realitätsfremden einbildung zu vegetieren.
Versagen bedeutet… zu lernen aufzustehen, nachdem man hingefallen ist.
Verlust ist… angstbringend.
Schmerz ist… schmerzhaft.
Arbeiten bedeutet… geld verdienen.
Geld bedeutet… absicherung, der lebenskosten wegen.
Leistung ist… zum teil abhängig von der arbeit und der höhe der lebenskosten.
Stärke ist… schwächen zugeben zu können.
Phantasie kann… vieles. ohne sie, wäre alles bloß schwarz/weiß.
Kreativität ist… antrieb und schwung.
Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen… sind bloß biologische müllhaufen, die zeit ihres lebens, in einer stinkenden mentalsuppe baden.
Gesundheit für meine Lieben… ist äußerst wünschenswert. bitte die extra große portion.
Gerechtigkeit… ist oft undefinierbar.
Das Leben… lebt.
Ausdrucksstärke… ist prägnant.
Lästige Gedanken… kommen manchmal ungebeten zu besuch.
sie bringen nichts mit, ziehen einem das letzte hemd aus und verabschieden sich mit den worten "auf wiedersehen".

19:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

27.05.2007

Nimbostratus

es regnet. und leider ist diese tatsache längst nicht mehr ungewöhnlich, oder erfreulich, denn es regnet seit tagen.
es ist, als ob indra ein geldeinwurfautomat wäre, den irgendeine fiese gottheit mit münzen vollgestopft hätte und dieser es nun schütten lässt, weil er es eben nicht besser weiß, als reagierende maschine. seit tagen warte ich darauf, mich und meinen körper in die sonne legen zu können, stattdessen hetze ich bloß täglich hektisch durchs haus, um offene fenster zu schließen, damit es nicht hinein regnet. das macht in etwa so viel spaß, wie ein hotdog mit tofu und ohne zwiebeln, genuss darstellt...

das ist eine fiese nummer, seitens der belegschaft dort oben. götter? wenn sie mich fragen, bloß ein haufen saufender randalen, welche keine fiese party auslassen und bei zu starker betrunkenheit und/oder langeweile, fiese plagen über die menschheit verbreiten. "schaut mal da unten, da sitzt der wicht und tippt in sein blog - treffen wir ihn doch mal mit einem blitz!" oder "guckt mal, er möchte sich im heimkino ablenken, lasst die "the departed"-dvd defekt sein!", ist da wohl an der tagesordnung und eher ein kavaliersdelikt.

unlängst habe ich den wetterfaschisten den glaubenskrieg erklärt, doch sie nehmen mich wohl nicht ganz ernst und chrom beeindruckt sie offensichtlich ebenfalls sehr wenig, genau wie meine sündigen beschimpfungen gegen alles heilige.
oder, und um ganz ehrlich zu sein, frage ich mich langsam, ob meine blasphemischen äußerungen diese regnerische situation nicht doch eventuell noch verschlimmert haben könnten, und die götter mich nun versuchen zu ersäufen.

setzen wir den zorn also ganz einfach auf den prüfstand.
wie meine bessere hälfte zu berichten weiß, herrscht in meiner zweiten heimat, seit wochen hochsommer. in weniger als sechs tagen werde ich dort sein. sollte ich also vor ort, wider erwarten, plötzlich diesen feuchten mist von hier vorfinden, ist die sache klar. das wetter ist mein persönliches problem und womöglich kommt der ganze regen sogar von meiner eigenen wolke.

ein königreich für ein sonnengebet...

20:20 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (20) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

25.05.2007

Bl[o]gott!

wird mal wieder zeit, sich ein wenig mit dem blog an sich auseinander zu setzen, was an dieser stelle schon lange nicht mehr passiert ist:
statistik? seit monaten gleichbleibend, nichts wildes, mehr brauche ich allerdings bei meinen niederen sympathiewerten und meiner konsequenten art der ignoranz eh nicht zu erwarten.
neue erkenntnisse? nein. ich lese wenig und kommentiere kaum. fragen sie mich nicht, warum das so ist, ich bin halt kein wirklich gut funktionierendes glied in einer sogenannten community, inklusive derer aktivitäten.
veränderungen? gerne, solche sind allerdings dieses jahr kaum noch zu erwarten, da zu unrealistisch mangels zeit und antrieb.
und sonst? das übliche. weiterhin landen nur depperte und perverse via google auf dieser seite. ich glaube, sie machen den großteil der statistik aus. ein auszug:

genitalien obduktion
ja, was soll ich sagen? schnappen sie sich ein küchenmesser und legen hand an. oder glauben sie etwa, jemand würde es ihnen vormachen?

nackte friseuse
soll es geben. und was sind sie? ein nackter arbeitsloser?

riesige brustwarzen
jawoll! richtige treckerventile, gell? hätten sie wohl gerne, leider sind sie mit diesem wunsch an dieser adresse ungefähr so falsch, wie ein lebensfrohes rind beim metzger.

spritz mir ins gesicht
was soll eine suchmaschine eigentlich noch alles können?

abstraktes pferd
gesucht von einem psychedelischen reiter?

betrunkenes mädchen video
ich habe mir letztens "blutender perverser video" angeschaut. war nicht übel...

und zu guter letzt - scheissen spiele
ach, gehen sie doch in der kanalisation schnorcheln.

fazit? mir ist schlecht.

17:20 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Welt | Permalink | Kommentarstatus (14) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

24.05.2007

Vitae cursus

die bewerbungsunterlagen schimmern als pdf daten auf dem display. es ist schon ein merkwürdiges gefühl, den eigenen lebenslauf zu lesen, mit den vielen stationen und erinnerungen, mit einigen schillernden namen größerer unternehmen und diversen jobbezeichnungen, die sich bloß ein hirnverbrannter bwl-er mit hang zum denglisch und schwulenpornos ausdenken konnte. "quality assurance manager", ja, so was war ich auch schon mal und zwar mitten im dialektbelasteten rheinland, in einer karnevalistischen hochburg deutschlands...

es ist ein merkwürdiges gefühl, diese unterlagen zu lesen und zu verschicken, vorallem nach den vergangenen jahren des selbstständigen unternehmertums, um sich nun für eine mehr oder weniger einfache festanstellung, ohne zu viele ansprüche zu bewerben. weniger freiheit = mehr freiheit. eine festanstellung von 08:00h bis 17:00h bietet mir mehr freizeit und mehr ruhe, nach verlassen des büros. in der selbstständigkeit gab es dafür durchaus 16-stunden arbeitstage nebst schlaflosen nächten, allerdings auch eigene entscheidungsfreiheit auf allen ebenen.
die wichtigste frage bleibt wohl, wie sich denn der pfeffer in meinem hintern verhalten wird, sobald ich überblick habe und dabei jemanden über mir, der mein tun lenken soll. vor meiner selbstständigkeit agierte ich in den letzten drei anstellungen als abteilungsleiter, werde ich mich nun als einer von vielen fügen können? werde ich kleinlaut beigeben können, oder wird mein temperament eher mit mir durchgehen, wenn ich etwas erfahrungstechnisch für absurd und zu praxisfremd halte? je nachdem, in welche richtung ich denke, empfinde ich es beinahe als nachteil, ordentlich berufserfahrung gesammelt zu haben. wäre ich bloß ein kleines licht, dann gäbe es wenigstens kaum erleuchtungen.

ich erinnere mich an die dekadenten zeiten, in einem großen unternehmen, wo geld keine rolle spielte und ich zudem eine wichtige stelle bekleidete, zumindest von der bezeichnung und vom gehalt her. alle drei tage im flugzeug, die teuersten mietwagen, nur die guten der guten hotels, teuerstes essen.
wie sehr produktiv eigentlich meine arbeit damals gewesen ist, kann ich allerdings bis heute nicht wirklich beurteilen. mehr oder weniger war ich in erster linie damit beschäftigt firmengelder auszugeben, als irgendwas wirklich zu tun. die saftigen jahresprämien, die ich bekam, hinterfrage ich bis heute und vorallem das *wofür*. weil ich mich in verschiedenen sprachen unterhalten kann? dieser job war so realitätsfremd, daß ich mir immer wieder die edlen visitenkarten vor die nase halten mußte, bloß um zu regestrieren, daß er wirklich existent ist. als mein vetrag auslief, empfand ich das wie eine plötzliche nüchternheit, nach einem intergalaktischen drogentripp. laptop, handy und organizer durfte ich behalten...

dann gab es die technischen geschichten, die mir zwar weniger gehalt einbrachten, mich allerdings dafür sehr viel lehrten, bis ich an dem punkt war, ganz alleine in einer agentur gänzlich selbstständig arbeiten zu können, ganz gleich in welcher abteilung. das waren teils harte, teils sehr amüsante zeiten, inklusive hunderter unbezahlter überstunden, die irgendwie durch geschenke vergütet und aufgefangen wurden. würde ich zwar in dieser form nie wieder mitmachen, doch als erfahrung, sind diese zeiten unbezahlbar. rotation ad maximum, der schlafsack für kurze zwei stunden schlaf zwischendurch, auf dem büroboden, gehörte mit zum büroinventar...

diverse projekte im ausland, sei es new york, sei es cardiff, sei es tel aviv, ließen mich fremde ansichten schnuppern und alternative arbeitsmethoden übernehmen, für die ich hierzulande erst milde belächelt wurde, welche mir aber später den stempel verpaßten, ein krisensicherer mistkerl zu sein, der aus der beschissensten reklamation immer noch profit schlagen kann.
es ist eigentlich ganz einfach, kunden sind bloß zickige geldautomaten, die es gilt kurzzuschließen, was mit einer gesunden prise gespielter arroganz durchaus einfach ist. dies gilt natürlich nicht für die insolventen superhelden, die haben einen virus, an dem man sich geradezu die zähne ausbeißen kann...

und nun werde ich einen schritt zurückgehen, in die richtige richtung, weg vom abgrund. ich möchte mich auch einmal in einer bodenständigen sicherheit wiegen, anstatt wie ein pionier die vorderste und vermiente front zu erforschen. ich gehe abends nunmal lieber ins kino, oder ins theater, als kurz zwei stunden auf dem büroboden zu schlafen, weil die auftragslage keinen feierabend zuläßt. sicherlich möchte ich kurz verreisen, aber eher privat, statt beanzugt, von einem überhitzen büro aus einen strand zu beobachten, während die ppt-folien beinahe auf dem besprechungstisch dahin schmelzen. ich möchte ruhe nach feierabend und kein firmenhandy, welches durchaus schon mal mitten in der nacht klingelt, weil mitarbeiter in ausländischen filialen, noch nie etwas von zeitverschiebung gehört haben. ein kleines licht, vorerst, ohne erleuchtungen, dafür mit genügend freizeit, um abschalten zu können. es läuft nichts weg, höchstens das leben selbst.


ich klicke mal auf "Senden".

09:05 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen , Kopflastig , Vergangenes , Welt | Permalink | Kommentarstatus (5) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

18.05.2007

iKill 2.0

die routen durch die riesigen regale des großmarktes sind eine qual. mindestens 90% aller artikel sind gemacht und gedacht für menschen mit unreiner haut und übergewicht, oder zumindest für solche, die so werden wollen. schrecklich, für eine gesundheits- und schönheitsbewußte person wie mich, die sogar ihre exkremente auf der küchenwage prüft, um die nötige balance aus wellness und beauty zu erschaffen.

was die werbung zeigt, das soll der handel gefälligst auch anbieten, ich mache mir schließlich nicht umsonst notizen während der werbeunterbrechung und in manolo blahniks paßt man ja auch nicht einfach so hinein, bloß weil man lust und laune dazu hat, nein, das erfordert arbeit und doppelte kosten. wenn wahre schönheit von innen käme, bräuchte ich auch keinen schönheitschirurgen, der meine titten erst in form bringt, statt sie der erdanziehungskraft zu überlassen. manche nennen das zwar "aufgebläht", doch das sind intelektuelle flachwichser und unterhaltungen sind nicht wirklich mein ding. wer meine meinung nicht akzeptiert, ist sowieso blöd.

meine haut, die ohne konservierungsstoffe gepflegt wird, benötigt pflege ebenfalls von innen: omegasäuren, bakterienkulturen, digestive essenzkulturen und dha vitamine sind mein täglich brot. fett gibt es in meinem leben nicht, von mir aus könnte man alles und jeden durch einen koaleszenzabscheider jagen, es würde fast keinen falschen und nichts falsches erwischen. alleine bei dem gedanken an das wort "fett" könnte ich glatt die joghurette von vorgestern erbrechen.

noch während ich den würgereiz versuche zu überwinden, werde ich draußen auf dem parkplatz von dem neuen land rover überfahren. ein hübscher wagen, auch von unten. alles um mich färbt sich rot, meine knochen sind zersplittert, an meine haut mag ich garnicht denken. doch eigentlich beschäftigt mich eine andere frage eh viel mehr - warum nimmt mich bloß keiner wahr?

16:10 Veröffentlicht in Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (15) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

17.05.2007

Spielereien an einem verregneten Tag (II)

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23:27 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (1) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

Spielereien an einem verregneten Tag

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11:51 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (6) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

15.05.2007

Gestimmtheit des Sichfügens

das leben kann großartig striche machen. striche durch rechnungen, striche durch gedanken und vorstellungen. aber auch solche, die punkte markieren. ob diese kritzeleien gut seien oder schlecht, hängt von der jeweiligen situation und der einzelnen person ab. so weit zumindest meine bescheidene theorie...

es ist ein sonntag, als mich die unbarmherzige keule des daseins ungebremst mitten zwischen die augen trifft. das blaulicht ist unerträgich laut, jede auch so winzige fahrbahnunebenheit bereitet schmerzen, wie ich sie nicht kannte und existent glaubte, ich kann keinen klaren gedanken fassen, gerade jetzt, in dem moment, den man sich im normal-zustand gerade als den vorstellt, in dem das leben in kleinen dias an einem vorbeischießen sollte. sterben? was ist das? bitte macht bloß das beschisse blaulicht aus und bringt den wagen zum stehen! bitte!

es folgen puzzlehafte errinerungsfetzen, die knapper sind als ein kurzer film-trailer. als ich das erste mal überhaupt versuche ernsthaft zu denken, ist mehr als ein tag vergangen, ich habe einen merkwürdigen chirurgischen eingriff hinter mir, wohl einen krampfenden schockzustand ebenfalls und zapfe mit meinen armen diverse flaschen an. ein haufen mensch, künstlich ernährt, betäubt und ruhig gestellt. die lebensgrundlage als feuchter lappen in einem dreckigen eimer der existenz und ich mittendrin als schmutzklumpen.

es ist beinahe paradox, wie schnell dinge und eigene definitionen sich ausdehnen, oder einfach verändern können, daß einem plötzlich ein längerer zahnarztbesuch wie urlaub vorkommt, vergliechen mit der lage in der man sich gerade befindet. seht doch, meine arme sind dunkelblau, wo wollt ihr bitte noch eine weitere nadel hinstecken? und was zum teufel ist das für ein schlauch, der aus meinem genital schaut?! wollt ihr mein leben retten, oder bin ich ein versuchsobjekt?

es gibt keine klare ansage an mich selbst, bloß einen gedanken, der mich auspeitscht wie ein tollwütiger henker auf synthetischen substanzen und dabei unbeschreibliche kräfte in mir freisetzt: "was liegst du hier rum? du mußt bald weg!". nur dieser eine gedanke, sonst nichts.

es ist tag sechs, als ich zum ersten mal gänzlich frei von schläuchen und nadeln, durch die gänge des besten krankenhauses der stadt wandere. dabei erblicke ich beinahe überall menschliches elend. warzenbeschwanzte gestallten, die mittels automatischer pumpen, permanent den eiter aus den körpern gesogen bekommen, dabei den ganzen tag auf der raucherterrasse sitzen und stumpf vor sich hinqualmen. beinahe glaube ich, resignation wäre für so manche dieser körperwelten bloß ein mittel zum zweck, bloß um in der eigenen suppe vegetieren zu können. ich mag nicht rauchen. ich mag mich nicht einmal in die nähe dieser menschen begeben, ich habe keine zeit und zuviel vor.

am tage zehn, sitze ich in meinem arbeitszimmer und kaue kekse, während ich diese schnulze schreibe. dabei habe ich eigentlich flüge zu buchen...

15:50 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (16) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

14.05.2007

Lebenszeichen

später mehr.

18:04 Veröffentlicht in Alltag , Blog | Permalink | Kommentarstatus (3) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

06.05.2007

Silentium

Es wird hier in den kommenden Tagen wohl ruhig bleiben. Anders ruhig als sonst. Schicken Sie Ad viele gute Gedanken, das braucht er jetzt.

Mehr ist dazu nicht zu sagen.
dieJulia

19:10 Veröffentlicht in dieJulia | Permalink | Kommentarstatus (12) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

05.05.2007

PSYCHOstock

stockwerfen ist zwar nicht gerade meine erfindung, allerdings kann das durchaus auch spaß machen. vorallem wenn ein merkwürdiges gehirn, wie das meine, die fragen stellt. sie sind gefordert, machen sie sich mühe, stellen sie keine fragen, sondern antworten einfach, egal für wie sehr geisteskrank sie mich halten sollten.

finden sie werkzeuge schön?
wenn sie schön sind, schon. vorallem scharfes... hat es eigentlich schon einmal eine verchromte kettensäge gegeben?

scharfe messer?
geil! vorallem gute! jeder mensch, der sich halbwegs auskennt, weiß, daß messer qualitativ hochwertig sein müßen, falls man mit ihnen vernünftig arbeiten möchte.

äxte?
verchromte eh, sonst rostige. es kommt darauf an, wen man zerlegen möchte...

und wo wir schon beim zerstückeln von menschen sind - empfinden sie mitleid?
naa! es gibt arschlöcher (kunden), die eh in ein erdloch gehören, weil sie sich zu viel auf ein NICHTS einbilden.

horrorfilme?
ja, gerne. warum nicht?

lesungen merkwürdiger personen, die ähnlich denken, wie sie?
gott! ich danke dir, dafür, daß es solche menschen gibt! echt! du arsch, ob du es glaubst, oder nicht...

sind blogger weltfremd, wenn sie schon soweit gehen, lesungen zu veranstalten?
ich glaube kaum. merkwürdige bewohner eines tiefen bunkerkellers würden sich wohl kaum trauen, ihr loch zu verlassen und sich zudem zu waschen...

weltuntergang?
bitte erst nach meinem merkwürdgen dasein...

finden sie meine fragen scheiße?
...

ich starre meine sonnenverbrannten hände an und finde sie sexy. wie sehen ihre hände aus?
...

ist schlimmes denken vernünftig?
nein! nein! es tut der seele weh! sarkastischer humor ist in ordnung, alles andere zerstört...

eitelkeit?
ja, in grenzen.

ist dieser stock bescheuert?
und ob!

und sonst?
naja, das wetter und die empfindung sind halt merkwürdig. sonnenverbrannt, = gleichzeitig frierend.

ich werfe weiter, bewußt und zwar an die person, mit der ich gerne händchen halte und mein leben verbringen möchte, an den, der eh irgendwie zu meinem leben dazu gehört und an den einen, der ebenfalls eine chromaxt schwingt. ich bin neugierig, wo dieses ding landet. eh...

alle andern dürfen natürlich auch. von mir aus sollen.

22:40 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

Pampe

vorhin, 19:07h, im supermarkt.

ich: (auf der suche nach babynahrung, weil ich meinem letzten zahnprovisorium wegen, theoretisch seit vielen tagen nichts gegessen habe, mir aber von meiner liebsten doch erklären lassen mußte, daß das irgendwie nicht gut sei und ich zudem eh mittlerweile grobmotorische fähigkeiten entwickelt habe, mangels essbarem und vitaminen) verzeihung? haben sie babynahrung?
frau b: (starrt mich an, als ob ich von einem fernen planeten gekommen wäre) wie? sind sie papa geworden???
ich: äh, nein, haben sie trotzdem babynahrung?
frau b: nää!

ob ich freundlicher behandelt worden wäre, wenn ich papa wäre...? und! hätte ich sie töten sollen?

20:03 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (3) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

Ich

alles dreht sich, ich kann es nicht aufhalten. alles dreht sich, die ganze welt, doch irgendwie in eine andere richtung, als ich. ich bin wohl verdreht.

ich kann nicht mehr, ich habe keine kraft, obwohl ich immer die person gewesen bin, die anderen versucht hat eben kraft zu geben.

ich kann nicht mehr schreiben seit unserer lesung. ernsthaft nicht. in meinem kopf passieren dinge, die nicht gut sind. ich weiß das. niemand sonst.

ich habe angst. ich habe ernsthafte angst, zum ersten mal im leben felsenhaft. ich möchte einschlafen und nie wieder aufwachen. ich mag angst nicht.

ich kann nicht aus meiner haut, ich kann meine zellen nicht ausschreien um sie zu zerteilen. ich weiß, ich bin ein arschloch, aber doch nicht wirklich.

ich tue viele dinge verkehrt. doch wer tut alles richtig?


ja, ein vielfaches "ich". dafür hasse ich mich.

13:10 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig , Lesung | Permalink | Kommentarstatus (7) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

04.05.2007

filmSTOCK

ok, ein stock, von einem sehr lustigen und vorallem netten menschen. mehr geht hier augenblicklich nicht, habe das blog eh längst "beendet"... haha...

1. Ein Film, den Du mehr als zehnmal gesehen hast
beinahe sehr viele. was soll man sagen? zugeben, daß man irgendwie krank ist? zehnmal ist doch nicht viel, oder? "heat" zum besipiel sah ich mindestens vierzigmal, wenn nicht fünfzig. "fight club" kann ich blind nachsprechen, allerdings bloß in englisch. ich merke es - ich bin anders...

2. Ein Film, den Du mehrfach im Kino gesehen hast
oh, meine andersartigkeit erschreckt mich gerade doch ein wenig. "from dusk till dawn" allein cirka zehnmal. und ich empfand diesen sogenannnten "horror-schocker-roadmovie" irgendwie doch als komödie. "braveheart" allerdings auch mindestens viermal. keine ahnung wieso. möglicherweise wegen der großen lei(n)wand und totalitärer langeweile...

3. Nenne einen Schauspieler/in, wegen dem/der Du geneigt wärst, einen Film anzusehen.
al pacino. da muß man nicht drüber nachdenken, das ist simpel.

4. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen…
millionen. die ganzen grinsebacken, die so hübsch agieren, daß sie wieder hässlich wirken. deppen, wie j und von damme, oder d. lundgren. oh gott, ich muß kotzen, wenn ich darüber nachdenke, wieviele menschen ich nicht sehen will...

5. Ein Film aus dem Du regelmäßig zitierst…
das wären wohl mehrere. was ist mit "paint the walls with my brains"? oder noch besser "look at me! LOOK AT ME

6. Ein Musical, von dem Du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt…
was? muß man das? reicht es nicht, es erlebt und gut gefunden zu haben?

7. Einen Film, den wirklich jeder gesehen haben sollte…
"good fellas" eh, "insider" ebenfalls. scheiße, ich könnte hunderte aufzählen...

8. Einen Film, bei dem Du mitgesungen hast…
seit wann singt man bitte bei filmen mit? wissen sie eigentlich, was die leute im kino mit mir machen würden? ich bin doch nicht lebensmüde, wirklich nicht...

9. Ein Film, den Du besitzt…
was ist das denn für eine frage? hunderte. "saw" zum beispiel. und den mag ich nie wieder sehen.

10. Nenne eine/n Schauspieler/in, die ihre Karriere nicht beim Film startete und die dich mit ihren/seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat…
mir fällt niemand ein, mir fallen auch spontan keine blogger ein, denen ich nicht zugetraut hätte, tippen zu können. entweder man kann es, oder nicht. ist doch egal, was man vorher gemacht hat, solange das jetzige gut wird.

11. Hast Du schon einmal einen Film in einem Drive-In gesehen?
sie meinen diese jahrdunderte alte tradition aus den kulturbüchern der united states? nein, habe nicht. möchte ich auch nicht. was soll daran gut sein? im auto sitze ich bloß, um von a nach b zu kommen, filme muß ich mir darin wahrlich nicht anschauen...

12. Schonmal in einem Kino geknutscht?
nein, nicht wirklich. ich bin auch der typ, der es nicht ausstehen kann, wenn leute vor ihm im kino sitzen und statt den film zu verfolgen, an sich rumlecken. wozu gehen die dann ins kino? sollen sie doch gleich im bett bleiben, dort müßen sie wahrscheinlich auch keinen eintritt bezahlen. händchen halten dafür ist angebracht, vorallem weil ich sehr schreckhaft bin. oder weil es zum beispiel ein echtes erlebniss werden kann, wie letztens, als ich mit meinem lieblingsmenschen zarte streicheleien der fingerkuppen austauschte, wobei wir als einzige personen im kino während eines mörderischen massakers bloß lachen mußten. diese erinnerung hat eine besondere qualität.

13. Ein Film, den Du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist…
"kill bill II". ernsthaft. ich kenne den ersten teil und finde ihn großartig (20 mal gesehen?... ähm...), aber den zweiten nicht. ich habe ihn sogar einmal aus einer videothek ausgeliehen und für drei wochen behalten, ohne zeit gehabt zu haben, ihn zu schauen. das war teurer als eine neue dvd, es war sinnlos und ärgert mich bis heute.

14. Hast Du schon jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
ja. aber der film war SO schlecht, daß ich mich nicht einmal an den titel erinnern kann. bei "der schuh des manitu" war ich allerdings auch kurz vorm gehen...

15. Ein Film, der Dich zum Weinen gebracht hat…
"das piano", natürlich. dieser ist aber sicherlich nicht der einzige...

16. Popcorn?
ja, gerne - aber die kleine packung bitte und noch den lieblingsmenschen, der sich an ihr beteiligt.

17. Wie oft gehst Du ins Kino?
zukünftig oft, momentan (in den letzten sechs jahren kaum). ich gehe nicht gerne alleine ins kino, oder mit menschen, die mir dabei auf die nerven gehen.

18. Welches ist Dein Lieblingsgenre?
thriller? ja, das ist es. billige horrorfilme sind zwar auch nett, aber thriller bringt es mehr auf den punkt. nehmen sie doch einfach die mutter aller filme, nämlich "heat" und sie haben mein genre.

19. Was war Dein erster Film, den Du im Kino gesehen hast?
an dieser stelle merke ich, wie alt ich bin. interessant. ich glaube, es war ein "asterix" film. es folgte "der weiße hai" bei dem ich mich reingeschmugelt habe und diesen später von anfang bis ende meinen kumpels erzählen mußte...

20. Welchen Film hättest Du lieber niemals gesehen?
"saw"?

21. Welchen Film hast Du zuletzt im Kino gesehen?
"smokin` aces".

22. Was war der merkwürdigste Film, den Du mochtest?
"lost highway". ich verstehe ihn nicht, obwohl ich ihn schon oft gesehen habe und das ärgert, aber fasziniert mich gleichzeitig.

23. Was war der beängstigendste Film, den Du je gesehen hast?
irgendein uralter "godzilla" film. ich war ein kind und wurde allein gelassen kurz, als ich in einen s/w-fernseher starrte und mich plötzlich dieses vieh anbrüllte. das werde ich nie vergessen...

24. Was war der lustigste Film, den Du je gesehen hast?
das könnten durchaus viele werden. ich erinnere mich allerdings an "jackie brown" sehr gerne, als robert de niro, als tumber und bekiffter knackie, ziemlich viel unheimlichen mist baut. ich kann mich darüber immer wieder aufs neue abhauen.

so. ich werfe weiter und zwar an den menschen, mit dem ich sehr prägnante erlebnisse bei filmbetrachtungen hatte und diese auch weiterhin eh haben will, weil sie eben qualität haben. alle anderen dürfen sich bedienen, es liegt da. vor ihren füßen quasi...

14:12 Veröffentlicht in Blog , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken

03.05.2007

etwas geht seinem Ende zu

der werte herr german psycho hat einen ansatz geliefert, der seit langer zeit in meinem kopf wandert. das "bloggen" ist ein ding der unmöglichkeit, wenn es persönlich und privat wird, auch dann, wenn es absprachen gegeben hat, dinge nicht zu schreiben, die zu tief gehen. oder dinge zu schreiben, die jemanden vor den kopf stoßen und das mit voller absicht. eben dinge, die zu privat werden.

wissen sie, sollten sie den einen oder anderen text hier gemocht haben, sollten sie sich mit dem kopieren beeilen, denn ich glaube, daß ich das alles eh löschen werde. 60% sind eh nur mist und der ganze rest handelt von einem leben, welches nicht mehr existent ist, in einer nicht wahrhaft wunderschönen lebenslage.

was auch immer. mir ging es hier um das leben (oder gekennzeichnete fiktion), während andere bloß auf eine merkwürdige art versuchen in ihrem plastikpanzer zu verweilen. ich gehe davon aus, daß es hier nichts mehr zum lesen geben wird. ebenfalls an einer anderen stelle nicht (und ebenfalls nicht unter einem anderen "nick", was auch immer das sein mag). natürlich habe ich bereits zweifach das "ende" von mir gegeben, doch ich denke, diesmal ist es wirklich.

ich danke allen, für alle kommentare, für alles, was passiert ist, ernsthaft!

yeah...

nachtrag: ich lasse diesen mentalen müll hier stehen. den kommentaren wegen. ich mache hier eh weiter, das ist eh klar, jeder auch so beschissenen laune meiner divenhaften persönlichkeit zum trotz. danke!

07:25 Veröffentlicht in Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (8) | Trackbacks (0) | Per Email verschicken