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24.03.2007

Abwesenheit von Licht?

die durchsichtige maus leuchtet blau, der raum ist dunkel, bloß ein display bringt ein wenig licht und erzeugt gleichzeitig dezente schatten an den wänden. ein terminkalender aus geprägtem vollrindleder liegt aufgeschlagen auf dem boden, eigentlich unnötig, denn es ist zwar einiges an reisen und terminen angesagt in den nächsten wochen und monaten, doch nichts davon ist auch nur annähernd der vergesslichkeit zuzuordnen.

eine zigarette brennt im aschenbecher vor sich hin, eine von vielen heute, die unangefasst sinnlos verqualmen und bloß die luft negativ verändern, da das fenster geschlossen ist. eine kleine stoffschildkröte sitzt auf sieben steinen und starrt in meine richtung. bei der spärlichen lichtgebung wirkt das beinahe, wie ein kleiner teich in der schreibtischplatte.

musik verläßt laut die boxen, ein vorteil den man auch als solchen bezeichnen kann, wenn man keine direkten nachbarn hat und selbst nachts keine rücksicht auf jegliche geräuschkulisse nehmen muß. ich singe mit, während mir hin und wieder blut aus dem mund tropft. trotzdem muß ich lächeln, denn herberts zwölfte ist einfach nur großartig und genau passend, zu den wirren und weniger wirren gedankengängen, die der verfasser dieser zeilen eben manchmal hat und erlebt:

denn wenn ich mich verlier
und es fällt mir schwer mich zu finden
dann folg ich stur
meiner spur
durch das empfinden
durch alle meine sünden
bis auf den grund meiner natur


der weißwein hat perfekte temperatur, eine weitere zigarette ist verqualmt, die neue und geschenkte uhr schimmert silbern beim tippen, dieser tag war nicht gut, dieser tag war aber auch nicht schlecht. denkwürdig vielleicht, oder merkwürdig, was auch immer das bedeuten mag. an schlaf ist ebenfalls nicht zu denken, gedanken drehen kreise und bilden tausende sterne, die meisten sind hell, nur die wenigsten dunkel. die schatten schwinden, dunkelheit weicht der nacht. solche können sehr gemütlich sein.

die räumlichkeit bleibt dunkel, doch eigentlich ist sie es nicht.

00:30 Veröffentlicht in Alltag , Gehört , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

Kommentarstatus

War das schon ihre letzte Dentosadistensitzung?
Sind noch Zähne übrig?
Mein Beileid, zumindest.

Veröffentlicht von: martini_ganz | 24.03.2007

was sadistische sitzungen angeht schon. und ja, es sind noch zähne übrig, auch wenn nicht viele. in drei wochen ist die sache vergessen. aber, danke!

Veröffentlicht von: Ad | 25.03.2007

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