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27.02.2007

Geschichten mit Biss (I)

heute, 09:57h. ich betrete eine zahnarztpraxis, oder wie ich sie eher nennen würde "die oral-chirurgische folterkammer des schreckens". ernsthaft, ich bin nicht wirklich ängstlicher natur, doch alleine das wörtchen "dental" läßt mich augenblicklich zu einem nervösen klumpen zitternder panik mutieren. jeder auch so kleine mentale eindruck geht mit mir durch, in meinem gehirn trommelt es, so laut, wie das stampede einer flüchtenden bisonhorde, meine augen zucken.

da hilft es auch nicht, daß sich die praxis in einem ehemaligen penthouse befindet und wahrlich stil- und geschmackvoll eingerichtet ist, nein, graf draculas schloss wäre mir lieber,
zwei löcher im hals durchaus in kauf nehmend, es erscheint mir zumindest harmloser als eine zange im mund.

beim bezahlen der praxisgebühr zittere ich wie ein alkoholiker morgens vor dem schnapsladen, alle freundlichkeit, die mir entgegen gebracht wird, nützt nichts, ich bin angstpatient, das muß wohl so sein. im behandlungsstuhl wartend, versteife ich, presse meine schwitzenden hände auf die oberschenkel, fühle mich wie ein dummie vor dem aufprall mit einer wand, hilflos den launen der natur ausgeliefert, bloß ein einziger gedanke hält mich von der flucht ab, magnetisiert mich förmlich, macht mich sogar ein wenig stolz, exakt und gerade jetzt diese prozedur über mich ergehen zu lassen. ein wirrer eintopf aus angst und entschlossenheit, aus mut und unsicherheit.

der arzt ist nett und freundlich, trotzdem bin ich der festen überzeugung, man müßte eine sadistische ader verinnerlichen, wenn man freiwillig zahnmediziner wird. die betäubung wirkt, macht mich sogar benommen, zumindest bilde ich mir das ein, während ich die lustig blinkende deckenlampe betrachte, die ihren rhytmus aus einem nelly furtado song nimmt, welchen ich ganz leise im hintergrund zu hören glaube. cirka zwanzig minuten knirschen, knacken und blutspucken später, ist die tortur dann endlich beendet, fünf zähne an einem tag, irgendwie bin ich stolz auf meine eiskalte zielstrebigkeit. naja, oder zumindest darauf, das ganze überlebt zu haben...

anschließend versuche ich unwissend sabbernd, durch ein beteubtes gesicht, welches sich anfühlt als würde es garnicht zu meinem kopf dazugehören, mit dem arzt eine unterhaltung zu führen:
er: das hat doch prima geklappt, sie waren sehr tapfer!
ich: dfankä!
er: noch vier termine und wir sind fertig.
ich: oh gropf, grfp, ott!
er: wann mußten sie nochmal fliegen?
ich: nähsstn smittwoch.
er: dann machen wir besser noch vorher einen termin am montag, damit sie am dienstag genesen können und sie auch keine probleme mit dem druck im flugzeug haben.
ich: nuh ei tagf?
er: ja, nur ein tag. das reicht!
manche ärzte leiden an so einem merkwürdigen verharmlosungssyndrom, ich stehe blutend mit einem gefühlten ground zero in der fresse vor ihm und der kommt mir mit einem "nur". das ist als ob ein mechaniker sagen würde das ist NUR ein totalschaden.

daheim mache ich mir sorgen darüber, was passieren wird, wenn die beteubung nachläßt, was auch ziemlich lange auf sich warten läßt. horrorszenarien schiessen durch meinen kopf, über unvollsterbare schmerzen, fieber, selbstmitleid, ambulanz, munchs "schrei" wird zu meinem spiegelbild. allerdings passiert irgendwie nichts. bloß ein leicht blödes gefühl, wenn die zunge diese stelle berührt, doch keine schmerzen, ich ärgere mich beinahe diese turbo-tablette, die mir mitgegeben wurde, nicht ausprobieren zu können. die kommt sicherlich gut, dazu ein bierchen durch einen strohhalm und schon kann die bunte reise beginnen. zahnlos durch die galaxis. oder so.

fortsetzung folgt

20:45 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (21) | Per Email verschicken

26.02.2007

The Desert

Every man, woman,
and child alive
should see the desert
one time before they die.

Nothing at all
for miles around,
nothing but sand and rocks
and cactus and blue sky.

Not a soul in sight.

No sirens, no car alarms,
nobody honking at you,
no madman cursing
or pissing on the streets.

You find the silence
out there.

You find the peace.

You can find God.

medium_shoe.jpg


p.s. nur so. zitat aus "25th hour". und was mir noch einfällt: sind wir jetzt oscar?

18:05 Veröffentlicht in Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

Gegenbewegung...

"werteste" versicherung, "danke", daß es dich gibt. "danke", daß ich tatsächlich irgendwie mit einem blauen auge davon komme und trotzdem mobil bleibe. nur eine frage hätte ich doch noch am ende: von allen erdenklichen automarken, mußte der mietwagen ausgerechnet ein opel sein?! werden wieder menschen abgeholt?! eine silberne familienschleuder, auf der bloß noch der aufkleber mit den vornamen der kinder fehlt. als ich meinen körper vor das lenkrad platzierte, hatte ich beinahe das verlangen danach, sofortig einen kuchen backen zu wollen.
ich! der herr der finsternis...


danke! für nichts...

13:25 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

25.02.2007

Das subjektive Empfinden der Gegenwart

gestern war wieder einmal das destruktive denken ad maximum angesagt. meine wenigkeit ist tatsächlich in der lage, sich selbst, die existenz und überhaupt, die ganze welt und alles leben innerhalb von nur wenigen stunden mental totalitär ins verderben zu manövrieren und in der gesamtheit zu hinterfragen, daß selbst gott noch was lernen könnte, was er noch nicht weiß.
und das ganze gänzlich drogenfrei, abgesehen von einer flasche riesling.

als erstes spielt mein gehirn mir einen streich und ich plumpse mit dem hintern in eine kleine pfütze des selbstmitleids. oh ja, ich kleines pünktchen des daseins, eigentlich wollte ich planeten verschieben können, doch stattdessen werde ich bloß vom universum ignoriert. die stille, draußen vor dem fenster, wirkt bedrohlich, obwohl ich sie sonst herbeisehne, ich denke mich in einen käfig, sperre mich selbst in eine persönliche einzelhaft und werfe die schlüssel fort, in der stillen hoffnung, daß jemand vielleicht doch gesehen haben könnte, wo sie gelandet sind. selbstmitleid umarmt die eitelkeit, die sturrheit lacht mich aus, bezeichnet mich als ihren sklaven, die pfütze verwandelt sich in ein riesiges loch, in das ich falle, ohnmächtig, betäubt und verblendet. ich bin der gewinner eines boxkampfes gegen mich selbst und gehe k.o. zu boden...

meine eltern ziehen mich seit jahren mit der aussage auf, ich hätte blaues blut in mir und tatsächlich führe ich mich manchmal wie eine tobende prinzessin auf, die ihre edlen pobacken auf eine erbse gesetzt hat, welche unter vielen polstern verweilt. verwöhntes einzelkind ad nauseam, denn tatsächlich kann ich in solchen momenten nicht aus meiner haut. der verstand rebeliert und weiß, was falsch ist, doch die dämonen überwiegen, schreien und beeinflussen das geschwächte selbstbewusstsein, zertreten die gewissheit, daß gerade etwas gänzlich schief läuft und es eigentlich überhaupt keinen grund gibt, erneut und unnötig wieder einmal innerlich zu sterben. eine fiktive einbildung der dramatik, zwecks selbstzerstörung, ohne sinn und ohne nährboden, eine praktische zerstörung einer nicht existenten theorie.

und heute? was soll man sagen? das wort "schwachsinn" würde "das gestern" am ehesten beschreiben, vielleicht noch ergänzt durch "peinlichkeit". ein mentales selbstmord-attentat gegen das eigene selbstbewusstsein. ich werde mir jetzt mal ein bier aufmachen, eine zigarette rauchen, damit aufhören auf mich selbst sauer zu sein und eine cd von filter einlegen, dabei die füße hochlegen, mit dem kopf wackeln und versuchen zu grinsen, denn, eigentlich ist alles in ordnung und eigentlich habe ich ein sehr gutes gefühl.

heute...

13:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

21.02.2007

Interaktives Diarium

die logisch abstrakte symbolverarbeitung unserer gehirnleistung, ist irgendwie ein äußerst komplexes unding. ich weiß zwar nicht, wie das bei ihnen ist, bei mir zumindest ist es jedenfalls so. ernsthafte gedanken dreschen auf spaßvolle ideen ein, realitätsbezogene themen schimpfen über den abstrus-fiktiven irrsinn und umgekehrt. tut man es für sich, oder für andere? versucht man dazuzugehören, oder dagegen zu schwimmen?
ist das ganze eine gegenbewegung, oder eine fusion?
kreativität ist nicht unbedingt angeboren oder erblich, ebenso sind geschmäcker verschieden und so breit gefächert, wie die zahl der im ozean umherschwimmenden organismen. ein jeder möchte einzigartig sein, irgendwie ist das auch so, nur muß das nicht unbedingt immer etwas gutes sein.

ich schreibe, weil es mir spaß macht und weil es meinen kopf frei macht. ob die tatsache, daß jemand wie ich schreibt, gut ist, oder schlecht, sei mal dahingestellt, ich tue es in erster linie für mich und nicht für andere, oder um aufmerksamkeit zu erlangen, das liegt mir fern. kreativbetrunken, ist durch und durch ein spontanes werk, von was auch immer. ich setze mich hin und schreibe, in den meisten fällen überhaupt ohne grundidee, diese entwickelt sich satz für satz. ich notiere mir beinahe nichts, und selbst wenn, verwende ich es nie. manchmal habe ich grandiose ideen wenn ich unterwegs bin, doch bis ich zum schreiben komme, habe ich sie längst vergessen. schreibe ich einen längeren eintrag und werde mit diesem nicht fertig vor dem schlafen, lösche ich ihn, weil ich am nächsten tag wieder gänzlich andere sachen im kopf habe und ihn unmöglich fortsetzen kann. was ich sagen will, ist folgendes: es ist mein hobby, bereits lange schon, noch bevor es blogs gegeben hat, habe ich notizblöcke vollgeschrieben, im netz habe ich nur begonnen zu schreiben, weil ich eh die meisten tage vor computern sitze. ich erwarte von dieser tätigkeit nichts, wurde dennoch mit unbezahlbarem beschenkt. was kommentare angeht, so freue ich mich natürlich darüber, vorallem wenn sie informativ oder lustig sind, würde allerdings niemand kommentieren und niemand meine seite besuchen, würde sie trotzdem und exakt so wie sie ist existieren.

sie merken es schon? heute ist mal wieder die sogenannte blogosphäre dran, über die ich mich auslassen muß, weil wieder einmal diskussionen und streitereien geführt werden, die so unnötig sind, wie die frage nach dem sinn der erdanziehungskraft. menschen sind eben menschen, verschieden, andersdenkend, dumm, intelligent, logisch, eingebildet, verdreht, gütig, sinnvoll und -los, dümmlich, pervers, anständig, verlogen, großzügig, ideenreich, faul, belesen, unerfahren, weise, ehrgeizig und was auch immer. menschen halt. diese diskussion wird schon seit jahrhunderten geführt und führt zu nichts, außer der erkenntnis, daß jeder einzelne nunmal ein individuum ist. verstehen sie was ich meine? menschen sind eben nur menschen, auch online...

dieses ganze gerede über "web 2.0", "gute" und "schlechte" blogs, aussagekräftige und -lose kommentare, geht mir heftigst auf die nerven, weil ich das problem einfach nicht verstehe. selbstverständlich begegnet man im internet vollidioten, bloß, das tut man im supermarkt und beim bäcker ebenfalls. was ist bitte daran neu, daß manche eben totalitär dumm durch das leben titschen und andere eben mal gerne ein buch lesen? die antwort darauf findet man sicher nicht im internet, sondern im eigenen verstand.

ich persönlich werde selbstverständlich mit der sache weitermachen, die ich eigentlich bloß "schreiben" nenne, ganz gleich, ob es jemand wahrnimmt, oder nicht, weil es mir irgendwie egal ist. ich bin nicht gut und ich bin nicht schlecht, doch ich tue es im grunde eh bloß für mich selbst.

sie dürfen zuschauen, falls sie wollen, das ist schon alles und der gipfel der erleuchtung ist: wem die vorstellung nicht gefällt, der ist nur einen mausklick davon entfernt, diese unbeschadet und sofortig verlassen zu können.

so sei es

21:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken

20.02.2007

Nützliches mit dem Angenehmen verbinden

haben sie schon mal zufällig eine spanische übersetzung bearbeitet? ich sage es ihnen, das kann einen ernsthaft auf ziemlich lüsterne gedanken bringen, auch wenn es sich dabei um technische beschreibungen industrieller großanlagen handelt, irgendwie ist das egal, der klang macht es. das müßen sie mal probieren, laden sie ihre liebste ein, öffnen einen guten wein, zünden eine kerze an und lesen ihr im schein der flamme etwas über blitzschutzkonzepte von biogasanlagen vor.
no hay mal que por bien no venga...

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16:05 Veröffentlicht in Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (15) | Per Email verschicken

19.02.2007

Derb zerhacktes auf rundlichem Brot mit Käse

hier

20:30 Veröffentlicht in derAd kocht! | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

18.02.2007

Karnevaleske Strukturen des Mas(sa)k(r)ierens

der fernseher bleibt ausgeschaltet, nachrichten interessieren mich heute nicht, selbst die geschriebenen nicht, die dicke wochenendausgabe dieser großpackung schwarzer buchstaben liegt unten im flur, unweit der kiste für altpapier. wie ich es aus dem fenster vernehmen kann, dreht sich die welt noch, das reicht mir heute als aktualität meines wissens. kein atompilz am horizont, keine apokalyptischen reiter am himmel, bloß karnevalistische zombies auf der straße, gegen die ich jedoch immun bin. das rezept ist einfach, fenster zu, vorhäge zuziehen, das panasonic-baby aufdrehen, die datenbank krachen lassen, möglichst mit ordentlich mehr dezibel, als es die dümmlich bemalten und verkleideten besoffenen draußen, je für möglich halten würden, trotz der lauten krawalle, die sie zwecks kopfschmerzen und möglicher sexuell übertragbarer erkrankungen am folgetag, aus für mich unerfindlichen gründen, jedes jahr aufs neue veranstalten. karneval ist in meinen augen so überflüssig, wie die obduktion einer eintagsfliege.

als erstes bringt mich "ceylon" von madita so richtig in stimmung, ein kleines und sehr feines stück groove, das mich rhytmisch mit dem kopf wackeln läßt und mich irgendwie heftigst anmacht, gefolgt von res und ihrem "they say vision". ich weiß, zweitere blieb ohne erwähnenswerte erfolge, doch irgendwie macht mich dieses stück ebenfalls an, selbst nach einigen jahren noch. danach muß ein wenig gesungen werden und das kann ich meist am besten bei ruhigeren stücken, wie beispielsweise dem großartigen "black lodge" von anthrax, oder "the down town" von days of the new. gut, ich gebe zu, "disarm" von den smashing pumpkins fehlt zudem eher selten während meiner kleinen privat-sessions.

später, während sich draußen die kehlen immer mehr mit billigem ekelfusel aus kleinen fläschchen füllen, erhöht sich hier höchstens die lautstärke. "here comes the pain" von den farmerboys, "break the circle" von corrosion of conformity, "hostile" von pantera bringen mein blut in wallung, gänzlich in schwarz bilde ich mir beinahe ein, henker zu sei. der coolste henker.

als der karnevalszug an meinen fenstern schließlich vorbeizieht, wird es musikalisch derbe, sowohl draußen, wie auch drinnen. dort, wo die bunten irren ihre mangelnde intelligenz unter beweis stellen, indem sie sich den kopf mit abfallprodukten der getränkeindustrie wegschiessen, sich dabei mit bonbons bewerfen lassen und sich auch noch darüber freuen, wird geschunkelt zu diversen ausgelatschten und stinkenden abfällen der musikindustrie. drinnen dann passend als kontrast der auftakt mit "beat the bastards" von the exploited, gefolgt von "chop suey" von system of the down und schließlich dem kongenialen "out of hand" von entombed, welches mich spontan dazu animiert aufs dach zu klettern und die menge mit heißem öl zu begiessen. rheinland fuck!


und was soll dieser eintrag? eine hübsche wunschvorstellung, denn so geil mein panasonic-baby auch sein mag, übertönen kann man den degenerierten haufen von brüllaffen ja doch nicht. was bleibt? wegziehen. und sonst? vielleicht eine einkaufsliste für einen cd-laden...

20:30 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken

16.02.2007

Wegen der Sonne

...und weil versprochen.

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11:47 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken

15.02.2007

Gutachter werden bei Meinungsverschiedenheiten...

irgendwie glaube ich manchmal, gutachter seien eine eigene klasse der wirbeltiere. halb mensch, halb fabelwesen, mit einer angeborenen schwäche für anomale mathematik. verdrehte rechenzwerge halt.

heute hatte ich ein exemplar davon zu besuch. er sollte sich den schaden am wagen anschauen, den ich vergangenen samstag mit ordentlich pfeffer in das heck eines volkswagens gefahren habe, der von einer zombischen und völlig grundlos vollbremsenden oma gelenkt wurde. einer dieser vorfälle halt, die so unnötig vom universum inszeniert werden, daß man beinahe glauben mag, unser schicksal wäre von einem verwirrten affen auf drogen erdacht worden. so überflüssig wie pulverisiertes bier...

ich glaube ebenfalls, der selbe affe hätte ein standardisiertes verhaltensmuster für das dasein eines gutachters nach din-norm lustlos niedergeschrieben, dem diese sekte nun nach paragraphen täglich und rigorös scheuklappenartig folgt.

da stellt er sich ernsthaft vor einen ziemlich neuen 82.000 euro wagen und murmelt als erstes "totalschaden? hm, totalschaden?" vor sich hin, wobei ich mir nach der dritten wiederholung wünschte, ich hätte einen morgenstern bei mir, um ihn diesen ungebremst ins gesicht hauen zu können, so als eine art airbag-placebo.

nach cirka 36 bildern, die er vom fahrzeug gemacht hat, kommt der nächste ausspruch, der mich offenmundig staunen läßt. "da sind sie richtig schön mittig reingeknallt, gell?". es entfleucht mir bloß ein leises "richtig schön mittig?", woraufhin er mich aufklärt, es wäre immer gut, wenn man mittig kollidiert, da sich die karosserie dann nicht verzieht. gut, da war das zweite wort, welches ich grundsätzlich von einem versicherungsroboter erwartete: "verzogen". mangels morgenstern, überlege ich kurz meine faust mittig in sein gesicht zu platzieren, einen totalschaden durchaus in kauf nehmend.

am ende verblüft er mich dann noch mit dem letzten klischee, welches in meinem kopf picknick macht, er bräuchte zeit bis dienstag, um den schaden ausrechnen zu können. meine anmerkung "ich könnte einen taschenrechner holen" wird stumm ignoriert.

ich winke kurz zum abschied, doch er reagiert nicht. kann er auch nicht, da ich seinen kopf in meiner hand halte, den ich mittels des eiskratzers von seinem körper entfernt habe. theoretisch hätte er sich sein berufsrisiko ausrechnen können. hätte er bloß einen taschenrechner benutzt...

20:51 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken

14.02.2007

Der Name des Tages

zum ersten mal, in meinem leben, habe ich mir gestern den valentinstag vorgemerkt. keine ahnung warum, womöglich, weil ich nicht mehr der jüngste bin und langsam sentimental zerbrösele. ich habe diesen tag nie beachtet, immer bloß durch zufall davon erfahren, von arbeitskollegen, oder aus dem radio, weil ich ihn irgendwie für blödsinnig halte. "tag der liebenden", ich bitte sie, das sollte eigentlich ein jeder tag einer beziehung sein, sofern man sich nicht gegenseitig mit scharfen werkzeugen an die gurgel geht, doch in einem solchen falle, könnte man von "liebenden" eh nicht mehr sprechen.

nein, es war was anderes. es war mir wichtig. während ich mein lebenlang nicht einmal ungefähr wußte, in welchem monat des jahres ein valentinstag sein könnte, habe ich gestern tatsächlich bis 00:00h gewartet, um diesen zu zelebrieren. gut, der tag hatte trotzdem sehr beschissen begonnen, doch da bin ich selbst dran schuld und es gehört eh nicht hierher.

kommen wir auf den punkt. dieser tag ist nicht besonderer, als jeder andere, mit dir an meiner seite. danke! danke, daß es dich gibt!

p.s. die leckersten pistazien kommen eben halt aus österreich... :-)

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p.s.² wer herausfindet, was an diesem eintrag in diesem blog wirklich einmalig ist, bekommt vom autor eine cd seiner lieblingsband zugeschickt.

16:54 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig , Quiz | Permalink | Kommentarstatus (18) | Per Email verschicken

13.02.2007

...7 [Anja (muß keiner verstehen...)]

das wetter ist grau. sagt man so? es ist mittag und trotzdem dunkel, feucht, finster, unschön. ich sitze im arbeitszimmer und trinke den dritten kaffee aus meiner lieblingstasse, auf der "STARK" geschrieben steht, obwohl ich den besagten recht mild gehalten habe. ja, gegensätze sind mein fruchtwasser, ich ziehe sie an, denn, eigentlich mag ich kaffee nicht wirklich. schmecken tut er mir momentan trotzdem.

alles ist anders, dieses jahr, alles ist verdreht. ich bin exakt die person, die 2007 für "unser jahr" erklärt hat und nun staune ich, denn es ist tatsächlich alles anders, als je zuvor. dieses jahr, sind bereits so viele wichtige dinge geschehen und entschieden worden, wie sonst in zwei/drei jahren nicht. ich bitte sie, rechnen sie mal nach, dieses jahr mit der "7" ist gerade mal 44 tage alt...

ich habe vorhin mit dem lieben axel gesprochen, zum ersten mal seit cirka 10 monaten, dem menschen, den ich sehr selten sehe, der aber trotzdem mir näher ist, als manche menschen, mit denen ich täglich zu tun habe. er macht sich nun gedanken über einen löwenkopf und einer sonne darum. vorraussetzung? übernachtung in wien. wird schon machbar sein.

und überhaupt, am siebten, des siebten jahres dieses jahrhunderts, werde ich endlich wieder auf reisen sein. eine wichtige expedition, die mir die zukunft beschreiben wird, eine reise zum mittelpunkt des lebens, meines nämlich. herr ad, als österreicher, sie dürfen aplaudieren, während ich mich freuen tue!

alles ist anders, alles wird anders. ich bin nachdenklich und unaggressiv, vielleicht verträumt, das wäre allerdings schon das höchste der gefühle, die ich öffentlich erwähnen möchte. ich bin bald weg, die chromaxt ist weggesperrt, alle post erledigt, sieben steine liegen vor mir auf der tischplatte, sie sind stumm, sagen trotzdem dinge wie "deine ringe sind unvollständig, die entfernung tut dir weh!", was stimmt - "ich vermisse, ich vermisse aber nichts" fällt mir bloß als antwort ein.

fazit? gibt es nicht. es ist nämlich ganz simpel - machen sie sich nicht unnötig bekloppt, denn das leben ist zwar kompliziert, kann aber trotzdem schön sein. sehr schön!

so sei es.

nachtrag: soundtrack dazu: queens of the stone age "do it again".

14:50 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Untergang und Rettung | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken

10.02.2007

Every dog has its day

dieser tag ist noch jung und trotzdem kommt er mir bereits jetzt schon vor, als wäre dieser ein experiment des universums an meiner person. die götter sitzen oben und lachen sich ins fäustchen, während ich mich frage, warum sich ein samstag und gleichzeitig der zehnte tag des monats verhält, wie theoretisch in sagen und abergläubischen legenden ein freitag, der dreizehnte. eine kostprobe gefälligst?

06:27h, die schmerzen im fuß sind so unerträglich, daß ich das bett knurrend und schimpfend verlasse, zwecks einwurf von starken schmerzmitteln.
07:07h, ich trinke unbedacht ein glas orangensaft auf ex, merke erst hinterher, daß er wohl schlecht geworden ist. mir wird das auch, inklusive erbrechen.
08:27h, es klingelt an der türe, das treppenlaufen tut zwar weh, doch ich freue mich, da ich post erwarte, die nicht in den briefkasten paßt. leider handelt es sich nicht um die besagte, sondern um ein einschreiben, von einer firma, von der ich noch nie im leben gehört habe, die weiß gott warum, 700 euro von mir haben will, für den versand von online-sms-nachrichten (?). fragen sie meine liebste, ich verschicke nicht einmal sms-nachrichten per handy...
09:27h, vater am telefon. er ist im konzern und möchte von mir später zum flughafen gebracht werden. meine erklärungen über den schmerzenden fuß, in verbindung mit einer leichten unbeweglichkeit, werden gänzlich ignoriert. was dich nicht tötet, härtet dich ab. wäre ich bloß nicht drangegangen...
09:57h, unkoordiniert stolpere ich leicht und lasse dabei mein powerbook fallen, welches sehr dynamisch herunterfallend exakt 18 treppenstufen aus der nähe betrachtet. display hinüber, garantie vor drei monaten abgelaufen...
10:17h, mir ist zum heulen, weil ich mir dummerweise seife in die augen schmiere.
11:07h, wieder das telefon. wieder gehe ich unbedacht dran, ohne die nummer auf dem display zu lesen. meine ex, heulend, wir müßten reden. irgendwie kraftlos sage ich zu, heute um 17:00h in einem cafe. wäre ich bloß nicht drangegangen...
12:07h, eine e-mail vom kunden, wegen des korrekturlesens meiner übersetzung. ich bekomme die unterlagen am montag, am liebsten hätte er sie am dienstag bereits fertig. 500 seiten. sehr witzig...
12:47h, meine tante ruft an, sie hätte eine e-mail aus brasilien mit fotos bekommen, würde diese gerne auf eine cd brennen, versteht mich allerdings nicht, warum man das ohne brenner nicht kann. mein vorschlag, mir diese mail zu schicken, damit ich sie hier brennen kann, wird totalitär ignoriert. sie will selbst brennen. ohne brenner...
13:07h, ich habe zahnschmerzen, überall. mag psychisch sein, habe gestern einen termin beim zahnarzt gemacht.
13:47h, ein bekannter, von dem ich seit jahren nichts gehört habe, ruft an. er möchte sich einiges aus meiner musiksammlung ausleihen, versteht dabei mein "nein!" nicht. zum schluß lege ich einfach auf. es wird mit einer "du bist ein arschloch!" sms erwidert. ausgerechnet vom unzuverlässigsten arschloch des universums.

wissen sie, mein hals pocht. würzen sie das ganze noch mit sehnsucht, frust und sorgen, so bekommen sie eine suppe gekocht, die wirklich würzig ist. aber hallo!

womöglich wird eines tages alles gut, doch sicherlich wird das nicht heute sein...

nachtrag: sage ich doch - 18:07h, verkehrsunfall. keine verletzten, allerdings braucht der mercedes eine neue motorhaube, nebst scheinwerfern und der stoßstange...

14:40 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (18) | Per Email verschicken

09.02.2007

Definitorisch

eine gauloises brennt im aschenbecher still vor sich hin, der qualm bildet vertikal einen dunstfluß, der beruhigend und beinahe hypnotisch wirkt. die räumlichkeit ist dunkel, ledeglich ein display bringt etwas licht in diese finsternis, erhellt dabei das warme glas mit bernsteinfarbenen bushmills darin, nebst einer kleinen weißen schale mit gerösteten erdnüssen. die boxen geben laute töne von sich, eine silberscheibe mit der aufschrift "out of exile" dreht sich und paralysiert beinahe. ein schwarzes notizbuch liegt aufgeschlagen auf der tischplatte, daneben ein silberner kugelschreiber mit eingravierten initialen. niedergeschriebene buchstabenkombinationen und wörter reihen sich aneinander und schimmern in der spärlichen lichtgebung wie ein brei aus gedanken. ideen und notizen verschmelzen, ja, verwirren geradezu - "morbide neugier" reiht sich an "benifizmassaker", dem "nervösen energiebonbon" folgt der satz "verzeihung, meine sicht ist beschränkt, ich habe nur zwei augen". die wirkungsstätte eines verdrehten denkers, der das denken kaum jemals neu erfinden wird, genauso wenig wie die vielen verrückten vor ihm.

irgendwie spannend ist es trotzdem...

21:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

So...

...zurück zum tagesgeschäft.

10:00 Veröffentlicht in Blog | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

08.02.2007

Schreibblock(ade)

irgendwie ist mir heute danach, dieses blog zu entfernen, mein löschfinger ist äußerst nervös. keine ahnung warum, es hat keinen bestimmten grund, allerdings fällt mir schon länger nichts besonderes mehr ein. ich habe keine lust in der suppe der einfallslosigkeit zu baden und daraus hohle phrasenwürstchen zu fischen. irgendwie ist heute die luft raus. schreibhemmung vermengt mit totalitärer ignoranz gegenüber der menschheit.
ad maximum.

ich werde mich jetzt mal in die ecke hocken und nachdenken. warten wir mal ab.

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Wartezimmer-Romantik

heute, 08:57h, ich betrete die praxis eines spezialisten, meines beines wegen, habe um 09:00h einen termin. die unbeschreiblich hässliche und unfreundliche arzthelferin verweist mich ins wartezimmer, verdreht dabei meinen nachnamen so sehr, daß ich beinahe glaube eine neue identität angenommen zu haben. ich weiß, es ist nicht gerade ein allerweltsname, aber es sind bloß sechs buchstaben - falls man lesen kann und über ein halbwegs funktionierendes gehirn verfügt, sollte es meiner meinung nach kein problem sein, diesen auszusprechen oder vorzulesen. ist schon paradox, wenn beschränkte einen beruf ausüben, in dem es darum geht schriftlich niedergelegte informationen zu verarbeiten, während sie nicht einmal aneinander gereihte buchstaben entziffern können...

wie ich erfahre, ist diese praxis neu. irgendwie glaube ich das auch, zudem muß der arzt ziemlich gut verdienen, ich befinde mich nämlich nicht in einem typischen wartezimmer, sondern in einem edlen penthouse. riesige glasflächen, keine stühle, sondern richtig bequeme ledersessel, ein brunnen in der mitte. würde mein fuß nicht so stark schmerzen, würde ich mich glatt wohlfühlen. naja, und wäre es nicht ein merkwürdiges gefühl, mit meinen 32,7 zwischen lauter alten und stöhnend gebrächlichen menschen zu sitzen...

trotz eines ausgemachten terminus für 09:00h, muß ich tatsächlich bis nach 11:30h warten. ich lese drei ganze ausgaben cosmopolitan, muß am ende die augen schließen und an meine liebste denken, aus angst spontan schwul zu werden. was es alles so gibt! mit diamanten versetzte hunde-klamotten, handys aus plüsch, kerzen in penisform. fehlt bloß noch ein kondom mit frikadellengeschmack. ich entdecke zudem einen artikel über das bloggen - wir sind alle web 2.0. irgendwie fühle ich mich zwar nicht so (und wie fühlt man sich dann überhaupt?), aber wenn die meinen. journalisten sind halt in vielen fällen sehr intelligente menschen, die sich zudem viel einbilden können. oft zu viel...

der arzt ist recht nett, findet allerdings nichts, erzählt etwas von "rheumatisch, vermutlich". prima, ich hätte mich gleich mit den alten und gebrächlichen menschen vorhin anfreunden sollen, um mit ihnen partys im altersheim feiern zu können, inklusive bingo. zombie karneval ad parkinson.

wieder am empfang spricht die hässliche hexe meinen namen erneut falsch aus und anders als noch vorhin, ich fühle mich tschechisch. kurzerhand nehme ich den kugelschreiber von der theke und steche diesen in ihr linkes auge. sie fällt japsend um und stottert etwas von "warum?".

ich werde sie im krankenhaus besuchen und ihr unterricht im lesen geben. ich hoffe bloß für sie, daß ihr rechtes auge konzentriert arbeitet...

15:45 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

07.02.2007

Angstfrei

gestern, cirka 12:57h, telefon klingelt. es ist m.², ein guter freund, ein leicht verrückter. ich wundere mich, weil es die letzte zeit still um ihn geworden ist, da er und seine neueste ehefrau ein kind erwarten und er somit eher unverfügbar ist. er ist unter anderem musiker, ich kümmere mich zum teil um die belange seiner band, die nicht gerade unerfolgreich seit einigen jahren ordentlich und ausgebucht umsatz macht.

m.²: moin, hömma, wir müßten da ein paar sachen am layout ändern, kannst du das vielleicht mal bei mir machen und mir gleich das programm erklären?
ich: ähh, soll euer baby nicht die tage kommen? da willst du ausgerechnet jetzt mit mir vor dem rechner hocken?
m.²: ja, eigentlich sollte es heute kommen, aber noch ist es nicht da und das layout ist dringend und wichtig.
ich: tja, mein fuß ist kaputt und die ärzte haben noch nicht rausgefunden was das ist, ich kann kein auto fahren.
m.²: ist doch kein problem, ich hole dich ab und bringe dich wieder heim.
ich: ähm, und deine a.? die läßt du allein? was ist wenn sie die wehen bekommt?
m.²: ahh, das klappt schon.

ich merke es schon, ein totalitärer realitätsverlust kurz vor der mutation zum männlichen elternteil. mir persönlich wird angst und bange. ich stelle mir vor, a. schreit plötzlich quer durch die wohnung, m.² ist wie immer ein wenig chaotisch und hilflos, ich muß den geburtshelfer spielen. ich sehe mich schon zermatscht und mit allen möglichen körperflüßigkeiten verschmiert auf dem boden hocken, neben mir auf dem wohnzimmerteppich ein ohnmächtiger m.², die nabelschnur hängt zwischen meinen zähnen, ich mußte sie durchbeissen. a. stöhnt etwas von "sterben", ich halte verwirrt das baby verkehrtrum, das szenario ist verstörender als jedes bereits hier beschriebene massaker. und das alles bloß wegen dem layout. mir wird schlecht.

heute, cirka 09:37h, telefon klingelt.

m.²: wir müßen unsere sitzung verschieben, das baby ist da!
ich: ja, herzlichen! aber eins muß ich kurz loswerden, meinst du nicht, es wäre eine riesige schnapsidee gewesen, mich ausgerechnet gestern darum zu fragen?
m.²: ja, irgendwie schon...

warum bin ich eigentlich meist nur von spinnern umgeben? weil ich selbst einer bin? egal, hauptsache, ich muß den kinderkrieg-terror nicht erleben. nichts dagegen, wenn es um mein eigenes kind mit meiner liebsten ginge, aber andere sollen bitte gefälligst ihren mutterkuchen für sich behalten. es hatte durchaus seine gründe, warum ich mit medizin nie etwas zu tun haben wollte. ich und fremde körperflüßigkeiten, das verhält sich wie ein sternekoch gegenüber karkelaken. a great declaration of war...

jetzt kann ich angstfrei entspannen, den fuß hochlegen und hoffen, daß ich nicht schon wieder patenonkel werde. ich glaube, ich lese jetzt weiter in meinem buch. soll ich ihnen was vorlesen?

[als er das nächstemal aufwachte, fand er sich in einem bett in einem kleinen zimmer wieder, dessen flächen allesamt cremefarben gestrichen waren. tür, wände und decke, das fußende des gitterbetts, die gitterstäbe vor dem einzigen fenster und die wolken am himmel dahinter - alles war cremefarben. nur die farbe des fußbodens wußte er nicht, weil der raum so klein war und weil ihn etwas auf dem bett festhielt. er hob den kopf, reckte den hals und sah, daß brust und beine mit zwei breiten schwarzen gurten fixiert worden waren, die wie sitzgurte im auto schlossen. wenn er den kopf hob, brannten die nackenmuskeln, die gebrochenen rippen verschoben sich und knackten in der brust, also legte er sich wieder hin und ließ sich von seinen allgemeinen schmerzen trösten und besänftigen. er war jetzt ruhiger und auf fast frivole weise heiter. der schwarze strudel seiner alpträume hatte nachgelassen, und allmählich fand er das idiotische seiner situation unterhaltsam.]

(aus "der sterne tennisbälle" von stephen fry.)

13:00 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

06.02.2007

Nur so...

für dich.

medium_via_del_bacio.jpg

15:25 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

SID 07

heute ist safer internet day. was das heißt? meiden sie heute besser diese seite. schützen sie ihre kinder grundsätzlich vor den hier befindlichen inhalten. warnen sie ihre verwndtschaft und deren bekannte. gründen sie eine ehrenamtliche initiative gegen den autor. gehen sie auf die straße und demonstrieren, vielleicht sogar vor dem europaparlament. bauen sie schon einmal den scheiterhaufen auf. beten sie.

und der unverbesserliche rest? der kann bleiben. ich werde mir nachher vielleicht ein wenig blut aus dem ärmel schütteln. warum auch nicht? schon die bibel hat uns vorgemacht, wie man möglichst bestialisch ziemlich viele leute um die ecke bringt, da werde ich ja wohl auch manchmal ein paar kleine lichter ausknipsen dürfen. selbstverständlich bloß buchstäblich.
leider...

ave satanas.

12:25 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Welt | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per Email verschicken

05.02.2007

Von Schrullen und lieben Gewohnheiten

die julia hat mich mit einem stock beworfen. jaja, das tut sie gerne. hier also spontan ein paar meiner zahlreichen macken, fehlern und versäumnissen:

- ich stelle meinen wecker grundsätzlich auf eine uhrzeit ein, die eine "7" am ende hat.
- ich benutze seit zehn jahren immer nur eine einzige bestimmte parfumsorte.
- ich esse kein schweinefleisch und das hat nichts religiöses an sich.
- ich bin sitzpinkler aus überzeugung (außer auf öffentlichen toiletten).
- ich hasse dreck und unordnung. ich kann fieber haben und muß trotzdem aufräumen, wenn in mir keine gemütlichkeit aufkommt.
- ich kann nicht gleichzeitig arbeiten und musik hören. ich kann mich immer nur auf je eins von beiden konzentrieren.
- ich mag keine süßigkeiten, ebenso desserts.
- ich bin süchtig nach nüßen und pistazien.
- wein würde ich immer einem bier bevorzugen.
- ich zeige sehr ungerne meine zahlreichen tätowierungen her, obwohl sie von einem der größten künstler überhaupt gemacht und sogar mit preisen ausgezeichnet wurden. ein muskelshirt im sommer ist tabu.
- ich lenke autos grundsätzlich nur mit einer hand.
- ich hasse verschnörkelte und verzierte gläser und teller.
- ich hasse aschenbecher, in denen mehr als drei stummeln lagern.
- ich stehe auf beringte finger, hätte ich zehn passende und schöne ringe, würde ich zehn tragen.
- ich stehe auf schreibwaren. geben sie mir füller, stifte, organizer, moleskine, zettelchen und ich sabbere...
- ich rasiere mich. gründlich. manchmal dauert das bis zu einer stunde.
- ich kann herzlich wenig mit fußball anfangen.
- ich kann mir keine telefonnummern merken. selbst mit meinen eigenen habe ich manchmal probleme.
- ich liebe rohe kohlrabi, wird diese aber gekocht, wird mir schon beim anblick kotzübel.
- ich kann nicht schwimmen.
- ich muß immer zwanghaft mit meinen fingern auf dem schreibtisch schlagzeug trommeln.
- ich konnte nie etwas mit "star wars" oder "star trek" anfangen.
- ich bin vergesslich und wiederhole mich oft.
- ich nehme kein blatt vor den mund.

tja, diese liste ließe sich wohl noch ewig weiterführen, allerdings finde ich, das reicht erstmal.

wer will, der soll, ich werfe nicht explizit weiter.

17:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (18) | Per Email verschicken

04.02.2007

Empirie

ende juni 2004, mein 30-er geburtstag. eigentlich ein tag, wie jeder andere, gottlob ohne familiäre belästigung. meine eltern sind irgendwo im ausland, der rest der blutverwandschaft hat sich auf kitschige wunschkarten beschränkt, aus denen ich bloß die geldscheine rausfische, um den rest gleich auch ungelesen im altpapier verschwinden zu lassen. was diese dinge angeht, bin ich gänzlich unsentimental. überflüßiges floskelporno.

18:27h klingelt es an der türe, eine handvoll menschen, meine besten freunde, die einzigen, die ich an diesem tag sehen möchte. mein bester freund und cousin m., unser frauenheld o. mit seiner neuen flamme namens j. (recht klein, hübsch, auffällig tätowiert, verdrehter psycho-blick), der m.² mit seiner a. und der kleine r., zu meiner freude ohne s., die immer nur darauf bedacht ist, uns den spaß zu verderben, wenn wir mal wieder heftigst abdrehen und sie uns nur mit "erwachsenen weisheiten über vernunft" versucht zu bremsen, ausgerechnet sie, die jüngste von uns allen...

ich lasse die bagage garnicht erst ins haus, ich habe nichts vorbereitet und zudem keine lust auf spätere aufräum-orgien. so haben wir uns geeinigt, nicht bei mir zu feiern, steuern also gleich das benachbarte restaurant an, wo ich einen großen (unseren) tisch reserviert habe. alles geht auf mich.

als erstes muß ich natürlich ein gebrülltes "happy birthday" ertragen, in einer lautstärke, daß sogar der letzte parasit hiterm klo es mitbekommt, daß ich geburtstag habe. ich mag sowas nicht, ich mag nicht im mittelpunkt stehen, sowas überlasse ich lieber menschen, die gerne ihr eigenes ego bis zum höhepunkt streicheln, außerdem sind mir meine geburtstage eh mehr oder weniger völlig egal - ich wurde halt geboren, na und?

anfänglich gestaltet sich alles sehr zivilisiert, das ist bei uns normal, ist auch nicht so, daß wir ungebildete und primitive affen wären, nein, wir sind schwarz/weiß, auf der einen seite mit viel beruflicher verantwortung belastet, auf der anderen seite nicht wirklich erwachsen. es werden biere getrunken, die großen, wir speisen, als m.² plötzlich würgen muß und hektisch auf der toilette verschwindet. seine a. stürmt panisch hinterher. nur wenige augenblicke später präsentiert uns m.² eine reisszwecke, die er im salat hatte und welche er verschluckte. die reaktion der wirtin ist allerdings vollkommen ignorant, "ja, der enkel hätte wohl in der küche gespielt, ist doch nichts passiert", vermeldet sie mit dem gesichtsausdruck eines profikillers beim zielen. immerhin gibt es eine runde ouzo gratis...

nach dem essen packe ich meine geschenke aus, welche durchgehend flaschenformat darstellen. ein whisky-sortiment: bushmills, tullamore, glenfiddich, kilbeggan, laphroaig, oban. alles was das herz eines ambitionierten freizeittrinkers begehrt. vorsichtshalber lasse ich die schätzchen gleich im restaurant, im vorratsraum einschließen, bevor wir später auf dumme gedanken kommen sollten. ich kenne unsere eskapaden zu gut...

gegen 22:00h verabschieden sich m.² und a., sie ist journalistin und muß noch einen artikel zu ende schreiben, m.² möchte ausgeliehene horrorfilme anschauen, die er am kommenden tag abgeben muß. zurück bleibt der harte kern, wobei ich die j. ebenfalls dazu zählen würde, weil diese frau irgendwie eine heftige meise zu haben scheint. sie redet wirr und trinkt mindestens in unserem tempo und das will was heißen, da ich bereits den dritten beidseitig bekrizelten bierdeckel kurz überschlage - knapp 300 euro. gut, diesmal konnte ich mich nicht drücken, doch wenn man bedenkt, daß ein halber liter bier nur 2,50 kostet...

die gespräche werden mit der zeit abstrakt bis absurd, ein gemisch aus bier, jägermeister, ouzo, tequilla und vodka läßt unsere gehirne in einer suppe des irsinns baden. wir erfinden spontan neue tierarten (doppelköpfiges geländeschwein, bärameise, nuklearhörnchen), retten das universum mittels knoblauch, sprechen spontan englisch (a toothpick, a toothpick, my kingdom for a toothpick!), erfinden dichte gedichte. jeder wirt dieses planeten macht drei kreuze, wenn er uns in diesem zustand der losgelösten verrücktheit möglichst schnell los wird. irgendwie verständlich...

so ist es auch 00:30h, als wir den laden als letzte gäste verlassen. o. und r. sind nicht unglücklich darüber, sie wollen kiffen, m. und ich finden die frische luft allerdings auch nicht schlecht. es ist sommer, es ist warm und über uns ist ein sternklarer himmel aufgespannt, wunderbar. sie sind mit dem band-wohnmobil angereist, in dem sich noch eine kiste bier und eine flasche jameson befinden, an denen sich m. und ich gleich zu schaffen machen, während o., r. und j. eine dicke tüte qualmen. plötzlich wird o. euphorisch, endlich ist eine cd erschienen, auf der er schlagzeug spielt und ich einige stücke eingesungen (gebrüllt) habe, muß sie gleich auf voller lautstärke dem ganzen dorf vorspielen.
auf meine frage hin, ob ich das exemplar behalten kann, werde ich allerdings gleich abgewiesen - "es sei die einzige, die er hätte". toll, selbst an meinem geburtstag bekomme ich nicht die cd geschenkt, an der ich selbst mitgearbeitet habe...

die produktion ist verdammt rauh ausgefallen, erinnert mich beinahe an einen klassiker namens "reign in blood". was hat mich da nur geritten? üblicherweise versuche ich nämlich eher wirklich zu singen, mit betonung auf versuchen. egal. plötzlich passiert unerwartetes, während o. am gebüsch steht und pinkelt, nimmt seine j. einen wahnsinnigen anlauf und stößt ihn mit ganzer körperkraft ins grüne. wir staunen, wissen nicht genau, ob wir lachen oder angst bekommen sollen. doch noch während ich überlege, was mit der frau schief gelaufen wäre, werde ich selbst geschubst und lande recht unsanft zwischen hecke und wohnmobil, wobei ich im hintergrund einen brachialen lachanfall von m. vernehme. ich bin betrunken und verwirrt, knüppelharte musik beschallt die umgebung, ich höre lautes lachen, in den anliegenden häusern gehen lichter an, jemand klettert auf das wohnmobil. es ist die j., die auch kurzerhand runterspringt, auf o. drauf. jackass live im rheinland. um einen überblick zu bekommen, mache ich es ihr nach und stürze mich von oben auf m., verfehle ihn allerdings leider. am ende bleiben vier demolierte personen auf dem parkplatzboden lachend liegen, während r. sich im wagen verkrochen hat und so tut, als ob er cds sortieren würde. die pfeife. es ist cirka 02:30h, als j., o. und r. sich im wohnmobil einschließen, m. sich auf den weg zu seinen eltern ein paar straßen weiter macht und ich ins bett krieche, kiechernd.

ich erwache gegen 13:00h. es geht mir nicht sonderlich. alles schmerzt, allem vorran mein ellenbogen, in dem etwas locker ist. ich kann es mit dem finger spüren, daß dort ein stück knochen abgesplittert sein muß. mein schädel ist extraterrestrisch brummend, mein magen signalisiert sodbrennen und apetitlosigkeit, meine unterarme und hände sind blutig zerkratzt, in meinem hals steckt noch ein dorn aus der hecke. unrasiert und ungewaschen ziehe ich mir ein frisches t-shirt an, eine zerissene jeans und ein paar lakais, setze meine geliebte vogue-sonnenbrille auf und begebe mich nach draußen. das wohnmobil ist bereits weg, ich schlendere durch die hitze des sonnigen tages, gehe zum haus von m.s eltern, wo er mit ausgestreckten beinen und ebenfalls sonnenbebrillt auf einer holzbank abhängt.

ich setze mich neben ihn, wir schweigen. nach einer weile sagt er "mein ellenbogen ist im arsch", was ich nur mit "meiner auch" beantworten kann. wir lachen leise. irgendwann schleppt er sich in den keller und bringt zwei flaschen bier hoch, wir trinken je einen ordentlichen schluck und schlafen schließlich beide in der prallen sonne ein.

und das war der tag, an dem ich erwachsen, vernünftig und weise wurde...

21:58 Veröffentlicht in Debil , Kopflastig , Vergangenes | Permalink | Kommentarstatus (11) | Per Email verschicken

Accipere

ich bin ich, mit all meinen fehlern und macken. ich weiß, es sind nicht wenige, doch im grunde erträglich. ich bin ich, weil ich das nicht ändern kann und will, mit betonung auf kann. natürlich habe ich meine üblen momente, nur seien wir mal ehrlich, wer hat die nicht? der perfekte mensch wurde noch nicht geboren und kommen sie mir ja jetzt nicht mit jesus! ich bin sauer, auf mich, auf andere, auf das leben, weil es mit uns spielt und uns kokpfnüße verpasst. ich bin sauer, weil ich manchmal mental gegen wände laufe, die ich unmöglich mit meinem schädel zerbrechen kann, so dickschädlig ich auch sein mag. ich bin frustriert, weil ich auf koffern sitze und auf die zeit warte, welche sich verspätet. nichts macht spaß, kein gedanke bringt milderung. irgendwie macht das leben manchmal ziemlich viel ärger und ich würde es gerne dafür ohrfeigen.

jemand sagte mal (ich glaube ich) "die existenz ist eine hure und wir deren freier". schade...

00:15 Veröffentlicht in Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

02.02.2007

YOU THINK I AIN`T WORTH A DOLLAR, BUT I FEEL LIKE A MILLIONAIRE

es ist mir schier unbegreiflich, wie unbedacht fremdgelenkt manche menschen durchs leben schlendern. wie geistig zurückgebliebene hornochsen, mit der ambition zum denken und fühlen. klar, das neue jahrtausend ist da, wir sind alle emanzipiert, verwirklichen uns alle selbst, entdecken erfahrungswerte, die keiner vorher kannte, gehen an die grenzen und sind wahre persönlichkeiten. aber sowas von!

und dann? was ist, wenn man an den grenzen angekommen ist? nichts, man ist bloß erledigt und keinen schritt weiter. was nützt ein ausgiebiger blick in die ferne, wenn ich noch nicht einmal in der lage bin, das naheliegendste zu erkennen? was nützt mir edles speisen im teuersten restaurant von paris, wenn ich mich trotzdem anschließend wieder zu 95% der zeit von dosenfutter ernähre? die meisten glauben aber, sie wären dann automatisch gleich gourmets. was nützt mir ein club-urlaub auf ibiza, in dem ich 40% der zeit am strand liege, 30% an der bar hocke und die restlichen 30% sonnenbankschlämpchen flachlege, wenn ich anschließend daheim nach feierabend wieder einsam in meiner bude hocke und biere trinke, nebst kartoffelchips und taschentüchern. doch die meisten glauben aber, sie wären kosmopolit, weitgereist und ein frauenheld, was nicht stimmen kann, denn eigentlich sind sie bloß wichser.

die gesellschaft lebt schnell, weil medien das vorgaukeln, die münze hat jedoch zwei seiten. natürlich sind die medien agressiv und bestimmend, schauen sie sich um, alles ist zugepflastert, ein sinnesrausch nach dem anderen: "sei du selbst", "verwirkliche dich", "du bist der beste", "gehöre dazu". wer kann da schon nein sagen? und da wären wir auch schon auf der anderen seite, die eigentlich bloß ein spiegel der gesellschaft ist. manipulierbar, unterwürfig, hörig, ungebildet und das unglaubliche dabei ist - trotzdem eingebildet und tatsächlich davon überzeugt etwas besonderes zu sein, bloß weil man sich gerade den neuesten super turbo joghurt gekauft hat.

es ist ein dilemma. was zum teufel haben beispielsweise leute im internet zu suchen, die kommunikation nicht einmal buchstabieren könnten, selbst wenn sie halbwegs verstehen würden, was das ist? warum wird ein jeder in den supermarkt gelassen? das prinzip mit den türstehern funktioniert anderorts doch auch. wieso glauben die leute es aufs wort, das das waschmittel tatsächlich seit 60 jahren alle paar monate wirklich verbessert wird? ob sie der ausdruck "neue formel" so sehr fasziniert? es gibt tausende dieser fragen und es gibt sicherlich tausende verschiedene anworten. eine zwickmühle.

doch im grunde ist es so: der schäfer braucht seine schafe, er lebt davon. die schafe gehorchen dem schäfer, weil sie es nicht besser wissen. in wirklichkeit bräuchten sie ihn aber nicht. so in etwa verhält es sich auch bei uns - die industrie hängt an den zitzen der verbraucher und saugt sie aus, während die meisten der absondernden dabei noch denken, es gehörte sich so.

ich mache mich nicht von allem frei, selbstverständlich gibt es auch geldscheine, die ich in diese kasse stopfe, doch bewußter, nicht ferngesteuert. tun sie das auch, halten sie die augen offen, lassen sie sich nicht unnötig hart verdientes geld aus der tasche ziehen. und das sagt ihnen ein werber.

und der rest, der hirnvernebelten und konsumgeilen wilden? sollen sie doch so gesund, schön und glücklich werden, daß sie platzen...

13:15 Veröffentlicht in Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken