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25.02.2007

Das subjektive Empfinden der Gegenwart

gestern war wieder einmal das destruktive denken ad maximum angesagt. meine wenigkeit ist tatsächlich in der lage, sich selbst, die existenz und überhaupt, die ganze welt und alles leben innerhalb von nur wenigen stunden mental totalitär ins verderben zu manövrieren und in der gesamtheit zu hinterfragen, daß selbst gott noch was lernen könnte, was er noch nicht weiß.
und das ganze gänzlich drogenfrei, abgesehen von einer flasche riesling.

als erstes spielt mein gehirn mir einen streich und ich plumpse mit dem hintern in eine kleine pfütze des selbstmitleids. oh ja, ich kleines pünktchen des daseins, eigentlich wollte ich planeten verschieben können, doch stattdessen werde ich bloß vom universum ignoriert. die stille, draußen vor dem fenster, wirkt bedrohlich, obwohl ich sie sonst herbeisehne, ich denke mich in einen käfig, sperre mich selbst in eine persönliche einzelhaft und werfe die schlüssel fort, in der stillen hoffnung, daß jemand vielleicht doch gesehen haben könnte, wo sie gelandet sind. selbstmitleid umarmt die eitelkeit, die sturrheit lacht mich aus, bezeichnet mich als ihren sklaven, die pfütze verwandelt sich in ein riesiges loch, in das ich falle, ohnmächtig, betäubt und verblendet. ich bin der gewinner eines boxkampfes gegen mich selbst und gehe k.o. zu boden...

meine eltern ziehen mich seit jahren mit der aussage auf, ich hätte blaues blut in mir und tatsächlich führe ich mich manchmal wie eine tobende prinzessin auf, die ihre edlen pobacken auf eine erbse gesetzt hat, welche unter vielen polstern verweilt. verwöhntes einzelkind ad nauseam, denn tatsächlich kann ich in solchen momenten nicht aus meiner haut. der verstand rebeliert und weiß, was falsch ist, doch die dämonen überwiegen, schreien und beeinflussen das geschwächte selbstbewusstsein, zertreten die gewissheit, daß gerade etwas gänzlich schief läuft und es eigentlich überhaupt keinen grund gibt, erneut und unnötig wieder einmal innerlich zu sterben. eine fiktive einbildung der dramatik, zwecks selbstzerstörung, ohne sinn und ohne nährboden, eine praktische zerstörung einer nicht existenten theorie.

und heute? was soll man sagen? das wort "schwachsinn" würde "das gestern" am ehesten beschreiben, vielleicht noch ergänzt durch "peinlichkeit". ein mentales selbstmord-attentat gegen das eigene selbstbewusstsein. ich werde mir jetzt mal ein bier aufmachen, eine zigarette rauchen, damit aufhören auf mich selbst sauer zu sein und eine cd von filter einlegen, dabei die füße hochlegen, mit dem kopf wackeln und versuchen zu grinsen, denn, eigentlich ist alles in ordnung und eigentlich habe ich ein sehr gutes gefühl.

heute...

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