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31.01.2007
Verstärker
ich berichte hier zwar sehr selten über musik, wer mich aber kennt, der weiß, daß sie mir unbeschreiblich wichtig ist und ich ohne nicht leben könnte. ich werde hier nicht aufzählen, was ich alles mag, sonst würde ich noch in zwei wochen an dem kurzen eintrag sitzen, es fängt bei klassik an, geht über jazz, blues, soul, pop, punk und hört bei den schwersten geschützen auf, aber mein hauptthema ist rock. richtig rock. so nenne ich das, weil mir die vielen bescheuerten schubladen einfach zu blöde sind. meist nenne ich es dann auch bloß gitarrenmusik.
worauf ich hinaus wil, ist folgendes: zweifelsohne habe ich den vergangenen jahren wunderbare sachen entdeckt, empfohlen und geschenkt bekommen, oder irgendwo gehört. doch ich bin sehr eigen, einschneidende erlebnisse beim hören, passieren mir sehr selten, eher alle ein paar jahre. nehmen wir ein beispiel: kyuss haben seinerzeit mein leben und meinen geschmack verändert, dann folgten vor sechs jahren die queens of the stone age, dann erst vor drei jahren blackmail, vor kurzem muse und heute ist dieses wunder wieder einmal passiert und es hat mich totalitär umgehauen. und damit meine ich diesen "wow!"-effekt, der bleibt. selbst nach jahren noch.
an eine kritik traue ich mich nicht, ich kann das nicht, außerdem liest hier ein musikjournalist mit. nur eins, wer mich und meinen geschmack kennt und diesen teilt, der rennt morgen in den plattenladen, oder bestellt gleich.
band: amplifier
album: amplifier
anspieltip: eigentlich alles, gleich der opener "motorhead" ist sehr gut, augenblicklich kracht hier zum zehnten mal "the consultancy" aus den boxen und "ufo`s" ist eine sehr, sehr geile, ruhige, cirka acht minuten lange nummer.
fazit? ich bin ernsthaft begeistert.
21:20 Veröffentlicht in Gehört | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Tiefgreifend
es gibt solche und solche tage. es gibt diese, an denen es regnet, die trüb und mies sind. es gibt diese, an denen die sonne scheint und das fingerschnippen ganz leicht von der hand geht. es gibt solche und solche stimmungen. diese, die einen dazu verleiten sich spontan die haare vom kopf zu rupfen, aber auch diese, die einem mildes und gutes ins ohr flüßtern. es gibt augenblicke, die alles auf den kopf stellen können, einfach so. keine ahnung wer sich was dabei gedacht hat, beim bau des universums. gerade noch erfreut man sich am dasein und plötzlich liegt man in einer tiefen baugrube, mit dem gesicht im frisch betonierten fundament. manchmal glaube ich, daß unser gefühlserleben, inklusive uns selbst, von einer wahnsinnigen schattenkreatur gelenkt wird, mittels eines joysticks aus holz. sie hockt zwischen den wänden und spielt mit unseren leben, bei jedem durcheinander, daß ausgelöst wird, bekommt sie mehr punkte.
gut, heißt ja nicht umsonst, das leben wäre ein spiel. ein durchgedrehtes roulett aus erleben, fühlen, tasten, denken, schmecken, lachen und leiden. ein kartenspiel ohne regeln, in dem manchmal auch die gewinner verlieren. ein flipper mit viereckigen kugeln. der besitzer dieses casinos ist ein surreales wesen, auf schlechten drogen und wir sind sein tripp.
heute ist so ein tag, an dem ich gerne kurz dieses casino verlassen würde. ich würde mich draußen, außerhalb des universums, auf eine wiese hocken und einfach nicht mitspielen. einfach sein, ohne sich zu drehen, wie eine verrückt gewordene schraube. ohne zu denken. frei von mentalen konstrukten, die beinahe wolkenkratzer sein könnten. leer und ohne kompromisse. ich und nichts.
und traurigkeit, wenn du fortgehst... dann bleibe bitte nicht.
12:30 Veröffentlicht in Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
29.01.2007
Geburtstag
heute, vaters geburtstag, ein runder.
ich: (augenzwinkernd) ich wünsche dir einen besseren sohn!
vater: ich mir auch... (nicht augenzwinkernd)
ähh...
10:35 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
28.01.2007
Metaphysische Entität
der fluß fließt durch mich hindurch, durch meinen körper, durch meine sinne und vorallem durch mein gehirn. sinneseindrücke verschmelzen mit einer vielfalt an erscheinungen, bilden eine neue welt, fixiert in einem neuen universum aus wahrnehmung. die organischen poren pochen wie miniatur vulkane, die mentalen aktivitäten gaukeln mir ruhe vor, welche jedoch nicht existent ist. eine dilemmata, welche weder gut, noch schlecht ist, bloß verwirrend.
eine elektromagnetische strahlung umarmt die cardia, lichtbogen der entladung vereienen sich mit den sinneskanälen. ganze berge werden versetzt, allein durch die existenz dieser mächte.
es herrscht magie in der sieben. der raum ist dezent beleuchtet und fühlt sich gut an. jemand sagte mal zu mir "du wählst grundsätzlich die unüblichen wege und mittel", ich entgegnete "definiere üblich!". es folgte nichts, ich bin und bleibe bis heute der gläubiger einer solchen definition.
was bleibt am ende? ein bunter fluß aus großartigkeiten und kleinigkeiten, aus fühlen und leiden, aus glück und ärger. ein strom aus erlebtem und gelerntem, aus bewußten und unbedachten, aus erfahrungen und fehlern. das leben lebt und spielt nach eigenen regeln. wir sind mittendrin, lassen wir uns treiben...
20:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
27.01.2007
Kostenlos
ich betrete den supermarkt, es ist samstag nachmittag und dementsprechend voll. huderte valiumgeschädigte, die so langsam durch die gänge schleichen wie zombies. manche wirken in ihrer apathie auf mich, als würden sie gleich in der zeit zurückreisen. lauter menschliche handbremsen. als ich das zweite mal den einkaufswagen einer fetten hausfrau, die ähnlichkeiten mit kermit dem frosch aufweist, in den rücken gefahren bekomme, ziehe ich kurzerhand ein skalpel aus der manteltasche und steche es ihr durch die brille ins auge. sie schreit nicht einmal, geht bloß brav und wortlos zu boden.
in der obst/gemüse abteilung begegnet mir die unsympathie des tages. ein großer ungepflegter kerl, der sich aufführt, als würde der laden ihm gehören, zudem tritt er blind und abwesend auf meinen schuh, hält es nicht einmal für nötig, sich zu entschuldigen. nun, das macht man nicht. ich breche ihm das genick, er stirbt noch direkt neben den kartoffeln. ich wollte bloß eine kohlrabi und dann so ein stress.
in der weinabteilung dann diese frau, die ich glaube schon öfter im markt gesehen zu haben. mitte/ende vierzig, verbraucht, möglicherweise eine alte jungfer, die sich täglich einen hinter die binde kippt, ketteraucht und sich frustriert durch die glotze klickt. das auffälige ist, wenn jemand in die spirituosenabteilung kommt, stellt sie sich mit einem gespielten kennerblick vor die edlen und teuren sachen, später, an der kasse, trifft man sie aber doch nur mit dem billigsten fusel an. gut, jetzt wohl nicht mehr, ich habe sie mit einer flasche edlen champagnia erschlagen. wenn ich etwas nicht leiden kann, dann sind das irgendwelche fremden leute, die mich anhusten, zudem mit einer schnaps fahne. ich nehme einen bordeuax und begebe mich zur kasse.
dort angekommen, dann eine dieser älteren damen, die sich für etwas besseres halten. man sieht ihr an, sie geht bestimmt einmal in der woche zum frisuer, ihr mann wartet womöglich draußen im nagelneuem mercedes, welcher im jahr ca.150 kilometer bewegt wird, sonst nur in der garage poliert. sie hat einen verdammt vollen wagen, ich bloß zwei teile. sie dreht sich um, mustert mich, ignoriert mich anschließend, woraufhin ich sie anspreche "verzeihen sie, ich habe nur zwei teile, sie ca. 150, können sie mich nicht vorlassen, ich brauche keine 10 sekunden", was sie aber ebenfalls ignoriert. als die kassiererin auch noch ihren ungefragen senf dazu gibt "alle müßen anstehen", reicht es mir. ich ziehe die 44-er und erschiesse alte schachtel und die freche kassiererin, verlasse den laden ohne zu bezahlen.
draußen, direkt auf dem ersten parkplatz, steht ein großer mercedes mit einem älteren mann am steuer, der auf seine uhr schaut. ich muß grinsen. hoffentlich ist er ein geduldiger mensch...
23:39 Veröffentlicht in Träume | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
Tippen unter einfluß von Schüttelfrost
da ich für meine debilen enfälle bekannt bin, hiet das heutige zellerausche: ich präsentiere das tipen unter einflu vo schüttefrost, mit toalitär zitternde händen, inklsie aller tipepfehler.
das einkaufne wurde eute zum abenteur, stellens ise sich vor, sie tizzern so sehr, daß sienicht einmal in der lage sind das kliengeld aus dem potemannaie rasuholen, währed man angeglortz wrd, als o´b man auf turyk wäre. peinlci.
die autfahrt war lutig, irgendwide habe ich so ein dreidomensionales rauschen inde nohren, alsa ob da irgendwelche schlüpfe party efirr würden. so einkontzert exrtra für mich. ich hofef das ist ken hrzsturz. dasa waäre blöd.
eben habe icjhn mir eine kanne tede mt honig und ruhm gemacht, derr evrsuch diesen haulle nach oben zu brigen war gangz schön shwierig, beim aufpesen den ganuen inhalt nict auf der trepe u verteilben.
und jetzt? abeartten un teetrinken, sich dabie versthaötn.
hihi
19:36 Veröffentlicht in Debil | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Befindlichkeitsstörung
also, ich bin kein wehleidiger mensch, ich bin keiner, der mit irgendwelchen schnupfen zum arzt rennt - eine kanne tee mit honig und gut ist. aber vergangene nacht hat es mich zerlegt, wie schon seit jahren nicht mehr. mehrfaches erbrechen, beinahe jedes körperteil schmerzt, fürchterliche krämpfe im bein, ein stechender schmerz im rücken, als ob mir jemand ein messer reingestochen hätte, mein nacken ist gänzlich versteift, ich kann nicht einmal den kopf zur seite drehen und wo wir schon da oben sind - bohrende kopfschmerzen. mein herz rast, ich bin kurzatmig und irgendwie vollkommen ausgetrocknet, zum abschluß noch schüttelfrost. liegen geht nicht, es tut weh, egal in welcher position, sitzen ebenfalls. würde es den tüv für menschen geben, würde ich heute verschrottet, als totalschaden.
was ich ihnen sagen will? nichts, wollte bloß ein wenig jammern...
11:17 Veröffentlicht in Alltag | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Apokalypse - genau!
I have my fears.
But they do not have me. (P. Gabriel)
Es geht nicht um Rache, sage ich nachdenklich und schaue auf meine Hände, dann wieder auf sie. Nein, um Rache ist es nie gegangen, bitte merk dir das. Rache ist in den allermeisten Fällen billig, oder bestenfalls was für Anfänger. Und ich bin keine Anfängerin. Ich lächle schmal, fasse sie am Kinn und drehe ihr Gesicht zu mir. Sie röchelt und starrt mich aus ihrem halbwegs gesund gebliebenen Auge an. Ich bringe mein Gesicht nah an ihres, eine Geste der Intimität, die nur eine weitere in unserem sehr intimen Kammerspiel hier darstellt, dessen letzter Akt somit begonnen hat, und streiche ihr beiläufig eine Haarsträhne aus der Stirn. Es geht mir darum, daß du das verstehst. Ist mir persönlich wichtig. Es geht mir um einen sauberen Abschluß der Geschichte. Um Nachhaltigkeit. Ich schäme mich ein wenig, weil ich mit letzterem Wort wirklich etwas zu tief in die Kiste der peinlichen Bullshitbingofloskeln gegriffen habe und beeile mich anzufügen: vielleicht hättest du dir einfach einen anderen Beruf suchen sollen.
Ihr Augenlid flattert, das Weiß ihres Augapfels droht hinüberzukippen, und ich gebe ihr rasch ein paar Ohrfeigen. Ich bin noch nicht fertig mit meinem kleinen Vortrag hier, bemerke ich mit fester Stimme. Ihr Blick ist verschleiert, klärt sich aber auf ein vernünftiges Maß. Ihr Atem geht flach. Wie oft du mich gewürgt hast, flüstere ich in ihr zierliches Ohr. Auf leisen Sohlen bist du gekommen, oft hinterhältig und feige, in der Nacht, mit tausend Gesichtern. Hast dich in meine Träume geschlichen und dich in meinen verkrampften Nacken gehockt, mich gebeutelt wie einen Welpen, mich erdrückt, mit langen Fingern in meiner Seele gewühlt und von ihr gegessen. Mich so plötzlich attackiert, daß mir das Herz beinah stehenblieb, mir Lebensfreude und Lebenslust abgezapft, bis ich nur mehr ein grauer Schatten war... Verstehst du, es geht nicht um Rache. Es geht um dein Ende. Du bist nichts als ein gottverdammter Irrtum. In ihrem intakten Auge kann ich einen kurzen Funken ausmachen, der schnell wieder erlöscht.
Du hast, Verzeihung: hattest zugegebenermaßen einen echten Scheißjob, Mädchen. Aber das ist jetzt ja bald vorbei. Ich lächle sie beinahe an, jedenfalls schaue ich heiter auf sie hinunter, oder das, was von ihr übrig ist, dann lege ich meine Hände um ihren Hals und drücke zu, würge sie wie sie einst mich, bis der letzte Rest Leben aus ihr gewichen ist.
Ich habe einen nicht unwesentlichen Sieg errungen, da bin ich mir ganz sicher. Jetzt, nachdem ich mit der Angst fertig bin, richte ich mich lauschend auf und strecke meine schmerzenden Glieder. Die Hölle ist ein weitläufiger, scheißkalter Ort, und ich muß sie alle finden. Den Haß, den Neid, die Mißgunst, die Selbstzweifel, die Eifersucht, das Mißtrauen. Es wird eine verdammt lange, verdammt anstrengende Nacht werden...
[dieJulia für kreativbetrunken]
00:50 Veröffentlicht in dieJulia | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
26.01.2007
Platzhalter
hier stand etwas, was hier nichts zu suchen hat.

soundtrack: the bosshoss "i'm on a high"
16:20 Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
25.01.2007
Die Axt
zurück zum alltag, werter herr. besprochen ist alles, wer sterbenswürdig ist, wissen wir ebenfalls. der phil ist zwar auch ein großartiger metzger, allerdings haben sie damals die chrom-geschichte angefangen und machen jetzt gefälligst weiter, diese ist nämlich unaufhaltsam.
ich habe gesprochen.
21:12 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Frustra
kennen sie das? wenn oben und unten gleichzeitig auf dem kopf stehen? wenn die verwirrung einen wurm durch die gehirngänge schickt, der sich widerspenstig an gedanken klammert und diese zermalmt? wenn gedanken gegen alles und jeden arbeiten, vorallem gegen die eigene person? wenn man sich fühlt, als wollte man einschlafen und niemals wieder aufwachen? wenn die vergangenheit, die gegenwart belastet? wenn fragen die vernunft mit keulen erschlagen? wenn man zu wenig verständnis besitzt, aufgrund des erlebten? wenn geschehnisse und worte manchmal willkürlich erscheinen? wenn man in einem mentalen käfig sitzt und bereits verurteilt wurde?
es ist 02:27h. ich muß in etwa vier stunden aufstehen. irgendwie glaube ich, das wird kein guter tag...
02:35 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
24.01.2007
Telefonkonferenz
ms: weißt du noch, wie die schmitz von der b.-agentur heißt?
ich: ??? äh... schmitz?
ms: was habe ich gefragt?
ich: wie die schmitz heißt...
ms: ja, genau, weißt du das?
ich: ja schmitz halt!
ms: ??? ahh, ich meinte aber den vornamen...
ich: ich glaube daniela...
ms: wie?
ich: schmitz...
20:31 Veröffentlicht in Alltag , Debil | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Respekt
wissen sie, daß ich früher oft albträume hatte, müßte jedem, der hier bereits länger liest, unlängst bekannt sein. schlachten, morden, massaker, gemetzel, blut, folter. das ging über viele jahre so, mindestens jede zweite nacht. irgendwann habe ich angefangen diese dinge aufzuschreiben, für mich und von hand, später entstand dann ein blog, in dem ich zynisch und sarkastisch versuchte diese unterbewußten katastrophen, schwarz humoristisch darzustellen. überdreht, arrogant, übertrieben, augenzwinkernd. für die lesenden wurde es normal, ich hinterfragte diese sache jedoch persönlich immer und immer wieder aufs neue. klar, die sache liegt auf der hand - innere unruhe.
gut, ist auch eine art von humor, meine art, sicher werde ich auch weiterhin fiese anmerkungen anwenden, weil das irgendwie mittlerweile dazu gehört. nehmen wir eine telefonische besprechung von vorhin als beispiel, wo ich zu einem kunden freundlich "das kriegen wir irgendwie hin, herr k., ach wenn die zeit knapp bemessen ist" sagte und in wirklichkeit "ich würde dir gerne die haut mit einer stumpfen rasierklinge abziehen, du opfer!" dachte. doch darum geht es eben nicht, das ist bloß eine überspitzte und eher comic-artige verarbeitung des alltags, die sequenzielle kunst der eigenen mentalen ablenkung halt. ich differenziere stark zwischen gedachtem und geträumten, für mich sind es zwei gänzlich verschiedene bewusstseinszustände.
vor einigen monaten machte es allerdings klick. in aller ruhe und ungesucht, doch erwünscht, betrat die liebe meines lebens die bühne meines chaotischen daseins. wie durch ein fingerschnippen waren albträume weggefegt. meist weiß ich garnicht erst, was ich überhaupt geträumt habe, sonst ist es eher nicht jugendfrei, oder sehr banal. vor ein paar tagen zum beispiel, habe ich die ganze nacht davon geträumt, wäsche zu waschen. von hand. inklusive des vorgangs des aufhängens...
bis heute. heute hatte ich einen winzig kurzen aber so erschreckenden albtraum, wie noch nie. nicht beschreibbar, nicht aussprechbar, so kurz und knapp und doch wie ein blitz, der einen unerwartet erwischt. zum ersten mal seit meiner kindheit, hatte ich nach einem traum richtige angst. zum ersten mal seit jahren, habe ich nun wieder respekt vor träumen und dem leben an sich. zum ersten mal ist alles anders und nicht üblich.
das leben ist ein schleudergang und wir sind die klamotten.
ich weiß, das ist eher ein nachdenklicher eintrag, aber gedanken gehören zu dem üblichen quatsch, den wir üblicherweise betreiben, ebenfalls dazu. ich bin und bleibe heute sehr nachdenklich. vielleicht sollten wir das eh öfter sein und respektvoller mit allem umgehen.
ja... sollten wir.
12:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (22) | Per Email verschicken
23.01.2007
Grobianische Terror-Chilipfanne
20:57 Veröffentlicht in derAd kocht! | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
22.01.2007
Blogistik
wissen sie, ich betrachte die statistiken meiner seite eher seltener, einen groben überblick habe ich allerdings trotzdem.
in den letzten monaten ist es mehr geworden, also mehr besucher, meine ich, nur, was ist denn da losgewesen?

ich weiß es und kann mir an dieser stelle einfach nicht ein kurzes und herzliches fuck you! verkneifen, inklusive eines kurzen gehen sie woanders spielen...
und wo wir schon bei blog-themen sind, hier wieder einmal eine kurze auswertung der suchanfragen, die weitere depperte auf kreativbetrunken führten:
brett mit rostigen nägeln
legen sie sich hin, machen sie es sich bequem, die nägel sind übrigens gänzlich unhygienisch, ich bin sicher es ist ihnen allerdings egal. zumindest ist es mir...
ältere frau grosse mächtige brüst warze
ich bin sicher, ihr deutsch-kurs hat etwas gebracht... etwas... wenn sie sich allerdings einen kloppen wollen, dann bleiben sie a) meiner seite fern und b) tippen einfach "porno" in die suchmaske.
werbal
puchstapieren sie mal was et...
a m o k
wozu die leerzeichen? zügern sie noch?
ehefrau benutzt und gefickt
ich bin sicher, daß jemand, der solche hirnrissige und perverse scheiße bei google eingibt, noch nie in seinem leben auch nur die letzte dorfschlampe anfassen durfte. kaufen sie sich einen loli und führen ihn sich ein. dann stinken sie wenigstens nicht mehr so nach scheiße...
und
tödliche autounfälle nrw
ich glaube, da will mich jemand tot sehen...
was auch immer, schönen tag noch.
17:30 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Welt | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
Stimulation im Alltag
heute, 06:27h. ich falle aus dem bett, verwirrt wie eine ins wasser gefallene katze. auf der einen seite hatte ich einen wunderschönen traum, auf der anderen fühle ich mich, wie durch eine landwirtschaftliche zugmaschine überfahren. ein klumpen aus kosmischen staub und unternährung halt, in den letzten wenigen monaten habe ich vier kilo abgenommen, vom idealgewicht, welches über jahre konstant blieb, ohne, daß ich je etwas dafür tun mußte. das wohlbefinen eines wahnsinnigen halt. so ist es eben, wenn sich limerenz und stress die händchen halten.
07:57h, agentur. heute sind alle früher da, eine wichtige wochenbesprechung, gottlob nicht von mir geführt, da ich gänzlich neben mir stehe. ms ist zwar auch nicht sehr konzentriert (o-ton: dieser kunde ist eine fruchtbare labberkacke, äh, ich meinte furchtbare labberbacke), trotzdem mehr bei der sache, als ich es heute je sein könnte. ich denke an brüste und diverse aktivitäten, die damit in verbindung gebracht werden könnten. grinsende lüsternheit ad conscientia. ich glaube, ein jeder im raum hat heute verstanden, daß ich bloß körperlich anwesend bin. mental totalitär abwesend, aber hallo!
09:57h. ich bin daheim, mit einer externen 150 GB festplatte und meiner arbeit, welche bloß in die ecke fliegt. italienische übersetzungen? messestände? abrechnungen? pff! ich dezimiere bloß meinen taschentuchvorrat.
13:57h. ich glaube, jetzt habe ich noch mehr abgenommen...
14:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
19.01.2007
Der Zeitpfeil
es gibt solche und solche tage. es gibt die denkwürdigen, es gibt die routinierten. es gibt die nicht erwähnenswerten, es gibt die erinnerungswürdigen. heute ist einer, den ich wohl eher nie vergessen werde, inklusive des datums. wissen sie, solche tage gibt es nicht oft im leben, bei manchen vielleicht garnicht. definieren sie, werden sie sagen, doch ich kann nicht. no definitio. also beschreibe ich es auf meine art.
der tag beginnt unscheinbar, zudem habe ich keine großen wichtigkeiten zu erledigen, keine termine, keine besprechungen, nein, ich arbeite heute daheim, in aller ruhe, mit einer tasse tee und bebrillt italienisches ins deutsche transportieren, buchstäblich. noch ein kurzer gang ums haus, um nachzuschauen ob alles ganz ist, da mir gestern diverse dachziegeln und die leuchtreklame des restaurants nebenan um die ohren geflogen sind, weil ich unbedacht im sturm draußen kehren ging, sonst nichts. bequem die arbeit erledigen, atmen, manchmal eine zigarette rauchen.
und da passiert es plötzlich, eine private angelegenheit, die mich mit stiefeln in den abgrund tritt und mich in unsicherheit apokalyptischer größe stürzt. es folgen stunden der totalitären unruhe, ich kann nicht arbeiten, starre aus dem fenster wie narkotisiert, zwischendurch habe ich das verlangen die menschen unten auf der straße mit steinen zu bewerfen.
die dämonen der vergangenheit halten mich fest mit ihren krallen, halten meinen kopf in flammen, reissen an meinen haaren, taufen mich auf einen neuen namen - protase.
doch nach einiger zeit der verzweiflung, folgt schließlich doch die erlösung, erkenntniss, klarheit. die unreinen geister zerfallen zu staub, aletheia vernichtet sie mit blitzen, der himmel klärt sich auf, die vergangenheit bekommt ihre verdiente ruhe. so sei es.
und jetzt? ich bin nachdenklich. ich bin glücklich. die arbeit werde ich am wochenende erledigen, jetzt mache ich mir einfach ein bier auf und erfreue mich an dem glück, welches spontan und ohne adresse durch meine mentale hintertür hereinspazierte. danke! und... bitte bleibe!
p.s. soundtrack des tages: air "all i need"
16:45 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
17.01.2007
Schwarz. (Deutschlands Geburtenrate ist eine der niedrigsten weltweit.)
heute ist ein schwarzer tag. kennen sie das, wenn man plötzlich in ein tiefes und schwarzes loch fällt, weil die eigene existenz bedroht ist, ohne eigenverschulden? kennen sie das, wenn menschliche arschlöcher einem alles versauen? wissen sie, wie das eigentlich ist, wenn man aus seiner eigenen haut springen könnte, weil man verarscht wurde?
der heutige tag ist verchromt, das steht fest. augenblicklich könnte ich diverse personen sehr metzgerhaft schlachten, ohne rücksicht auf verschmutzte kleidung. augenblicklich könnte ich schreien, bis beton bricht. jetzt gerade könnte ich jemanden totbeißen, ohne ekel zu verspühren. ein wutanfall ad maximum.
warum? weil ich nunmal nicht von unbezahlten rechnungen leben kann, geschweige denn meine ziele verfolgen! wer arbeitet denn bitte umsonst, oder trifft sich ständig gerne mit seinem teuren anwalt? ist dieses land eigentlich mittlerweile totalitär übergeschnappt? ich meine, wenn ich mir etwas nicht leisten kann, dann bestelle ich es auch nicht, oder? eine wahrheitstabelle...
momentan bin ich ratlos, aber eines weiß ich gewiss: ich möchte dieses land verlassen, so schnell wie nur irgendwie möglich. ich möchte raus aus der slbstständigkeit. ich weiß, ich werde NICHTS davon vermissen.
höre mir kurz zu, deutschland und deine unlogischen spielregeln, ganz kurz geflüstert: "fuck off"!
ich bin ein weltbürger.
16:15 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
16.01.2007
Babyfon
heute, 08:37h.
liebste: weißt du... ich habe gerade ganz steife brustwarzen... aber selbstverständlich erzähle ich dir das nicht...
ich: ...
08:56 Veröffentlicht in Alltag | Permalink | Kommentarstatus (23) | Per Email verschicken
15.01.2007
Für Dich...
...weil du etwas sehr besonderes bist und zu mir stehst, ohne wenn und aber. weil du sehr klug bist, daß ich mir beinahe dumm vorkomme, mich aber gleichzeitig dabei beschützt fühle. weil du so sinnlich bist, daß es mir bereits die schuhe auszieht, wenn du bloß einen säufzer von dir gibst. weil du wunderschön bist und genau das gegenteil von gewöhnlich, auch wenn du das manchmal nicht glauben magst und das spielchen mit der sturrheit spielst. weil du lustig bist und ich mich kaum an jemanden erinnern kann, mit dem ich bisher in meinem leben so sehr und laut lachen konnte, wie mit dir. weil du so kreativ bist und dir spontan dinge aus dem ärmel schütteln kannst, für die andere wochenlange denkarbeit bräuchten. weil du mein leben verändert und verbessert hast, mit einem fingerzucken, als ob es ein einfaches wäre, während ich bereits ernsthaft daran dachte, niemals mehr etwas ernsthaftes empfinden zu können. weil wir die selben dinge mögen, seien es filme, sei es musik. weil wir beide musik machen und lieben. weil du geboren wurdest.
und weil es dich gibt.
danke!
ich liebe dich.

16:15 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
14.01.2007
Offener Brief
wissen sie was ich wirklich hasse? wenn erwachsene menschen sich wie dumpfe teenager benehmen. und wissen sie auch, wie sich das äußern kann? durch stumpfsinnige sms-dialoge. ich habe heute einen solchen führen dürfen, über cirka 14 nachrichten (!), bis ich am ende alle handys und die telefonanlage abgeschaltet habe...
erstens) ich mag sms nachrichten nicht, mochte sie noch nie. es gibt ausnahmen, wenn meine liebste beispielsweise eine längere autofahrt auf sich nimmt und ich darauf bestehe kurz zu erfahren, ob sie gut angekommen ist, doch abgesehen davon, halte ich nicht viel von dieser art der kommunikation. ich bin der letzte, den sie je irgendwo antreffen werden, der mit einem bescheuerten telefon in der ecke hockt und sich die finger wund tippt, obwohl er ein telefon in der hand hält, durch welches man auch praktisch sprechen könnte...
zweitens) wenn man sich nicht traut anzurufen und geradeaus zu sagen, was man denkt, sollte man kommunikation unterlassen, vorallem wenn sie am ende nur aus schwachsinnigen und inhaltlosen sprachfüllseln besteht...
drittens) wenn ich sage "nein", dann meine ich das auch so. es existieret kein halbes "nein". es existiert kein "vielleicht". es existiert überhaupt und nicht einmal ansatzweise eine entscheidungsfrage.
viertens) ich weiß du liest hier, also lasse dir das bitte einmal durch den kopf gehen: ich halte dich für eine sehr kluge person, umso mehr wundert mich dein verhalten. ich bin nicht derjenige, der sich fünf (!) mal getrennt hat, weil er "zeit für sich brauchte". ich bin nicht derjenige, der dich verletzt hat, das war der typ vor mir. nein, ich bin derjenige, der verdammt viel geduld hatte und diese irgendwann verlor.
fünftens) ich bin konsequent, du weißt. das letzte, was ich abkann, ist mental durch die gegend zu eiern, wie so eine gummi-ente in den fluten der badewanne. ich weiß, was ich will und ich weiß, was ich nicht will. ich brauche ein ziel und nicht etwas, wovor ich weglaufen muß. ich brauche klarheit und keine unsicherheit, in der ich seit mindestens 2004 gelebt habe.
sechstens) "AUS", mit betonung auf "OFF"...
p.s.: dieser eintrag ist temporär, möglicherweise werde ich ihn löschen, sobald er wahrgenommen wurde...
p.s.² (nachtrag): naa! ich werde ihn nicht löschen, nach einer totalitär bekloppten e-mail, die ich vorhin erhalten habe. wer soll mich bitte verhauen? der? er läuft doch schon weg, wenn ich bloß "buh!" mache.
höre auf dich lächerlich zu machen... punkt.
16:30 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
12.01.2007
Chronos
1. heute morgen, das telefon klingelt. leicht verwirrt finde ich dieses auch, anstatt mir den wecker ans ohr zu halten. es ist meine liebste, die ich längst hätte wecken sollen. ich habe wieder verschlafen, obwohl ich gestern noch große töne von mir gab, ich wolle um 05:45h aufstehen um laufen zu gehen, bevor ich mich in drei kundentermine stürze...
2. der erste termin fällt auch gleich ins wasser, zeitreisen existieren nicht, so entschuldige ich mich telefonisch. es wird mit einem freundlichen "kein problem", auf montag verschoben. keine ahnung was mit mir los ist. während ich immer als der vorzeige frühaufsteher galt, bekomme ich augenblicklich nicht genug vom schlummerland. zwei wecker, keine regung...
3. gänzlich verwirrt bewege ich meinen körper nach unten, merke bereits kurz vor der badezimmertüre, daß ich mich übergeben muß. tatsächlich, cirka 15 minuten lang. ad vomitus...
4. ich starre, nach luft ringend, in den spiegel. mein gesicht ist blass, die augenringe beachtlich, tränen bilden beinahe einen fluß. es ist unmöglich aus dieser vorlage, ein menschliches äußeres zu basteln, mit dem man vor die türe gehen könnte.
5. ich kontaktiere die agentur, ms muß halt die anderen termine erledigen, oder sonst wer. ist halt so, eine magen-darm-grippe würde ich mir freiwillig nie antun. selbst wenn ich oft selbstzerstörerisch agiere...
6. ich nehme tropfen, obwohl ich medikamente nicht sonderlich mag. keine ahnung ob sie wirklich helfen, zumindest habe ich die letzten 20 minuten nicht mehr auf der toilette verbracht.
7. jetzt, 11:57h. ich sitze hier und versuche mich leicht zitternd mit einer übersetzung zu beschäftigen. glauben sie mir, das klappt nicht sonderlich gut. ich kann mich einfach nicht konzentrieren. dieses leben nervt mich, alles nervt mich, ich könnte schreien. wenn mir heute einer dumm kommt, dann werde ich die axt schwingen. auch wenn mit der allerletzten kraft...
12:04 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
11.01.2007
Geistreiche Gespräche
(vegetarische pizza kauend)
er so: schau dir das mal an...
ich so: was denn?
er so: na, diese person da!
ich so: was ist damit?
er so: ist das eine frau, oder ist das ein mann?
ich so: ähm, das ist eine er...
16:30 Veröffentlicht in Debil | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Richtungsfahrbahnen
heute, irgendwann, noch in der dunkelheit. ich vergewaltige wieder einmal die linke spur einer autobahn. die lichter rauschen an mir vorbei, mein körper ist anwesend, doch mein geist nicht. mein herz schimpft mit mir, es sagt ich wäre in die falsche himmelsrichtung unterwegs, ich weiß, das ist rechtens. doch es gibt motive und ziele und diese fusionieren oft nicht zwangsläufig. blackmail vergewaltigen die boxen, manchmal singe ich mit, manchmal schweige ich bloß und nehme nichts wahr, bis auf einen gedanken, der mich vor längerer zeit eingenommen hat. ungeduld und frust vermengen sich, meine motivation für den kundentermin, zu dem ich unterwegs bin, liegt im minusbereich. ich bin ein eisberg der schiffe verschrottet, die axt liegt im kofferraum.
termin, irgendwann. ich sitze in einem besprechungsraum der üblichen sorte. schlicht, einfach, "edel", sicher von einem "designer" empfohlen. kalt, geometrisch, einfallslos, hauptsache klare linien. fast wie überall, wo ich meist bei terminen sitze. und ausgerechnet in solchen räumlichkeiten redet man stundenlang über die emotionen und empfindungen der zahlenden kundschaft, welche umworben werden soll. früher war alles besser und aus holz. passend zur räumlichkeit betritt auch gleich ein weiteres klischee den raum, meine ansprechpartnerin nämlich. cirka mitte dreißig, sichtbar eingebildet, in einem knappen schwarzen und diesen spitzen schuhen, bei denen ich mich fragen muß, wie füße da überhaupt hineinpassen können, rein technisch. ich werde grundsätzlich auf diese businessschlämpchen losgelassen, keine ahnung warum. vielleicht weil sie mich gänzlich kalt lassen. während sie sich einbilden, eine wundervolle und wunderschöne karrierefrau zu sein, der alle typen hinterher hecheln, stelle ich mir doch bloß vor, wie wohl deren kopf auf einem stock aussehen würde...
später, irgendwann. ich habe sie gebrochen. mental zersägt, verbal unter argumenten begraben. ich hoffe, sie wird sich den rest des tages den kopf zerbrechen, über den quatsch, den sie da ausgerechnet mir auftischen wollte. geschäftlich machen mir logikfreie sparschweine nichts vor. ätsch...
die autobahn rauscht wieder an mir vorbei. aus den boxen lärmt muse. ich singe mit und hinterfrage dieses getue. es gibt keine klaren linien. es existiert kein vordefiniertes dasein. es gibt schließlich auch keine geraden autobahnen...

12:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
10.01.2007
Spaziare...

19:18 Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
four-letter-words
seit vorhin liegt eine vorlage auf meinem schreibtisch, die übersetzt werden muß. knappe 500 seiten. mal eben, weil es drigend ist und noch viel wichtiger als alles andere, was augenblicklich eh dringend ist. alles ist zwar irgendwie dringend, doch dieser beschissene schinken noch mehr...
ich starre diesen haufen papier an und würde ihn am liebsten verbrennen. oder den ursprünglichen verfasser damit erschlagen. gut, ich habe heute nicht gerade den besten tag meines lebens erwischt, dafür kann der italienische texter theoretisch auch nichts, doch praktisch, könnte er von mir aus längst vor dem verfassen des werkes tot gewesen sein...
wissen sie, momentan hasse ich mich und mein leben, trotz der existenz einer großartigen person, die mein leben für sich beansprucht hat und dieses so bereichert hat, wie niemand zuvor. ein wechselbad der gefühle, zwischen glück und traurigkeit, zwischen liebe und alltag, zwischen mordlust und gefühlten schmetterlingen. gefühlte ausweglosigkeit, vielleicht nur für einen moment, doch gerade nicht überwindbar. eine totalitäre antinomie...
was tun? ich bin "jung" und brauche das geld, doch mein gehirn arbeitet dagegen. ich bin sicher, es wird die schlechteste übersetzung meines lebens. doch... sind nicht alle fachbücher irgendwie ätzend? und wen interessieren sie überhaupt? mich jedenfalls nicht.
um ehrlich zu sein, interessiert mich heute garnichts, dieser heutige tag ist nämlich irgendwie verflucht. egal was ich heute anpacke, es geht daneben. verschlafen, eine kaffeetasse fallen lassen, beim duschen ausgerutscht, vergessen etwas zu essen, eine denkwürdige mail bekommen, nervige gespräche mit fachidioten geführt, beinahe einen unfall gebaut. nur ein wort bringt es auf den punkt: scheißtag.
oder anders: presto e bene non vanno insieme...
15:02 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
09.01.2007
Marketingziele vs. Überleben
wissen sie, während ich erst gestern noch einen aufsatz getippt habe, darüber, daß ich ein besserer mensch werden will, könnte ich heute bereits wieder blutverschmiert mit einer axt durch die gegend laufen. schreiend. beschissene selbstständigkeit. beschissene kunden und deren marketing. beschissene branche. beschissene zahlungsmoral...
ich sage es ihnen ehrlich - und das ist kein spruch - ich hätte etwas anderes studieren sollen. irgendwas wissenschaftliches zum beispiel. so ganz locker von 08:00h bis 16:30h im labor irgendwelche insekten auf sumpffieber testen, oder so. stattdessen habe ich mir den werbewahnsinn augehalst, der wie ein besoffener rotiert, während 65% dieser drehbewegungen totalitär unnötig sind, weil sie in den meisten fällen von stümpern und idioten entschieden werden.
wenn ich so in einer besprechung sitze und von einem verpickelten deppen, mit mundgerucht, über ästhetische theorien und funktionen aufgeklärt werde, während ich dagegen halte und die idee erfahrungsgemäß für technisch vollkommen schwachsinnig halte, würde ich ihm am liebsten rote farbe ins gesicht klatschen. mittels eines messers...
doch es kommt noch besser (schlimmer). ich verwirkliche die idee des deppen, in einigen wochen konzentrierter arbeit, und plötzlich stellt er fest, daß ich tatsächlich recht hatte und seine idee scheiße war. ähm, sie werden sich jetzt womöglich denken "ist doch toll, herr ad, sie haben recht behalten", doch der rattenschwanz der dahinter steckt ist lang und ein anderer. vom recht haben kann ich mir nämlich nichts kaufen. so wird der auftrag gänzlich umgearbeitet und der zeitpunkt, bis ich meine rechnungen schreiben kann, verschiebt sich um wochen. wäre halb so schlimm (bin es leider gewohnt), wenn meine konten nicht so leer wären, wie eine wüste frei vom wasser. so muß ich hingehen und mir geld zum leben leihen.
fazit? habe ich nicht parat.
mich würde bloß interessieren, wie der verpickelte gepfählt aussähe...
12:18 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
08.01.2007
Nur so...
mann! was für ein scheiß tag...

18:41 Permalink | Kommentarstatus (31) | Per Email verschicken
Lykanthropie Therapie
die prozedur der letzten jahre war gleich: ich erwache, springe aus dem bett und treibe sport um mich abzureagieren. von den fiesen gedanken, die ich meist träumte, oder vor dem einschlafen dachte. dann das haus verlassen nur um unter fremden menschen und fachidioten schließlich wieder die selben und fiesen gedanken erneut zu bekommen. ein zyklus des wahnsinns. nichts und niemand konnte mich davon ablenken.
oft, wenn ich nicht einschlafen konnte und mich im bett herumwälzte (ganz gleich wer neben mir lag), habe ich mir bloß drehbücher ausgedacht. böse drehbücher. auch wenn ich nach außen hin ein freundlicher mensch bin, war mein inneres eine zerstörte katakombe. der vorhof zur jenseitigen unterwelt.
heuer ist es anders. ich habe keine albträume, seit längerem bereits, weshalb sie hier auch augenblicklich auf "amok"-geschichten (die wahrlich und beinahe täglich nächtens durch meinen kopf schossen) verzichten müßen. ich habe nicht einmal lust mir welche auszudenken. es macht mir einfach keinen spaß, denn etwas ist mit mir geschehen. und schieben sie es nicht einfach auf die "verliebtheit" bitte, denn ich bin nicht zum ersten mal in einer beziehung, um ehrlich zu sein, war ich so gut wie nie ohne, zudem bin ich auch längst nicht 16 und objektiv blind. naa, diesmal ist es anders, auch wenn ich vielleicht damit so manchen leser enttäusche, die chromaxt wird allgegenwärtig bleiben, dafür aber vielleicht nicht so oft erwähnt. ich empfinde andere dinge und die leute da draußen gehen mir einfach am arsch vorbei, von mir aus müßen sie nicht gedacht sterben. zuletzt hatte ich diesen gedanken übrigens in vergangenem jahrhundert...
heuer liege ich morgens im bett, mit einem telefonhörer in der hand, vermissend, trotzdem glücklich, lachend, stöhnend, die zukunft gänzlich anders betrachtend, mit dem festen vorhaben ein besserer mensch zu werden und zu bleiben. dinge spinnend, für die mich ein arzt einsperren würde, nach einer sitzung nur, über hubschraubär welche ums haus kreisen und über gähnende außerirdische, die mit einem linienbus unterwegs sind um die weltherrschaft an sich zu reissen, die allerdings ständig dabei einschlafen. spinnert, werden sie sagen, doch das ist mir egal, denn es macht mich glücklich und ein wenig egomanie muß ich schließlich beibehalten...
würde ich alles aufzählen, was jetzt anders ist, als noch vor ein paar monaten, müßte ich eine liste aufschreiben, die ein kleines buch werden könnte. ein übergang von gleich zu verschieden, wie ihn wohl nur ein werwolf durchmacht, weil er geheilt wurde. ein prozess im doppelpack mit einem ergebnis einer einsicht, die die welt bedeutet.
und was bleibt am ende? bloß eine frage und eine bitte:
was machst du nur mit mir?
mache bitte weiter!
11:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
06.01.2007
Ad pedem litterae
wissen sie, es gibt menschen, die ich einfach nicht leiden kann. ich werde ihnen an dieser stelle nicht exakt erklären, warum ich das gerade denke - die meisten von ihnen kennen mich eh bereits länger - es ist bloß so, daß ich oft nicht aus meiner haut kann. und ich weiß ebenfalls, daß ich von vielen menschen nicht gemocht werde, sei es im richtigen leben, sei es in blogs. dabei bliebe bloß die frage, ob blogs ebenfalls nicht das echte dasein darstellen, oft ehrlicher als man es je aussprechen würde...
wissen sie, ich weiß nicht wie ich es ihnen erklären soll, da ich diesen text bereits zum dritten mal schreibe und heute nicht gerade den besten tag meines lebens erwischt habe. folgendes: kennen sie diese menschen dort draußen, diese, die nichts zu sagen haben und trotzdem ständig die klappe aufreissen? kennen sie diese menschen, die sich unheimlich wichtig machen, obwohl sie keinerlei rolle spielen? kennen sie die menschen, die aufmerksamkeit brauchen, aber so tun als ob es nicht so wäre?
wissen sie, ich bin kurz davor dieses blog für immer zu löschen. wegen einer person, die mir nie etwas bedeutet hat und niemals bedeuten wird...
wissen sie, ich bin augenblicklich so sauer, das können sie sich ebenfalls nicht vorstellen.
wie kann man bitte ernsthaft als erwachsener (!) mensch hingehen und scheiße von sich geben, die a) verletzend ist - und b) verletzend und aus der luft gegriffen, dazu c) beleidigend...?! ein flugzeug durchs ohr geflogen? spaß dabei? hihi, lustig? scheiße, nein, ist es nicht...
ad nauseam
23:41 Veröffentlicht in Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (14) | Per Email verschicken
Klamsch 1.0
heute morgen, 08:27h. meine augen sind völlig verklebt, doch irgendwie finde ich (um mich herumtastend) trotzdem das telefon. oberste taste links, kurzwahlspeicher, die liebste wecken. es klappt. äh, ich meine, sie wird wach...
08: 57h. ich stehe unter der dusche und kann mich nicht entscheiden ob ich müde oder geil bin. kurzerhand täusche ich mir selbst einen orgasmus vor. sie müßen es sich jedoch nicht wirklich bildlich vorstellen, wie ich gähnend beschliesse die flüßigkeit bei mir zu behalten...
09:30h. ich trinke ein glas gemüsesaft, denn nach frühstücken ist mir nicht. die letzte zeit esse ich an einem tag verteilt so viel, wie andere als snack kurz zwischendurch. gut, ich habe noch nie viel gegessen, doch augenblicklich ist es leicht extrem. sagen wir es so, wären sie mein gastgeber, hätten sie kaum ausgaben...
09:45h. die klamottenfrage erübrigt sich. ich bin heute kühl (auf das wort "cool" möchte ich verzichten) und lässig. ganz in schwarz (bin ja langweiliger werber), skateschuhe, jack wolfskin hose, ein longsleeve von hugo (draußen sind es 12°C, im januar!), zudem die silberne zenith am handgelenk und zwei bestimmte ringe an den fingern, von denen nur drei existieren. ich fühle mich einzigartig, was ich wohl auch bin. ob das jetzt negativ oder positiv ist, das weiß ich allerdings nicht zu beantworten. ich glaube eher einzigartig bescheuert...
10:00h. ich gebe vollgas, mit der leisen hoffnung keine radarblitzer zu erwischen, es regnet und die meisten führerscheinbesitzer, die wohl die prüfer bestechen mußten, um diesen zu bekommen, fahren als ob glatteis herrschte. ich überhole cirka fünfzehn fahrzeuge und befinde mich nach nur zehn minuten wahnsinn in der agentur. selbstverständlich als einziger. macht aber eigentlich nichts, ich möchte eh bloß nur ein paar daten kopieren, damit mein sonntag nicht so langweilig wird und ich mich halt nicht mit dummsinn beschäftigen muß. privatem zum beispiel (sarkasmusmodus 8.0)...
11:00h. wieder daheim. ich versuche e-mails zu lesen, was aber nicht geht, weil ich keine bekommen habe. irgendwie logisch...
11:30h. ich verlasse wieder das haus, um ein paar dinge zu besorgen. wichtigkeitsfaktor hoch zehn. selbstverständlich finde ich bloß ein teil von dreien, die ich im hinterkopf habe. am ende rase ich noch mit höchstgeschwindigkeit zu der allerletzten möglichkeit, die mir bekannt ist, wo mir eine hässliche gesichtswarzenträgerin, zwei minuten vor 13:00h die türe vor der nase verschließt. muß wohl schön sein, wenn man umsatz nicht nötig hat. irgendwann lasse ich mir einen überdimesionalen fleischwolf bauen. einen verchromten selbstverständlich. vielleicht wird exakt sie diesen einweihen...
13:15h. ich stehe vor meiner haustüre und traue meinen augen nicht. auf den stufen steht ein kleines päckchen, welches ich sehnsüchtig erwartet habe. dazu sei erwähnt, ich wohne in der hauptstraße und so ziemlich ein jeder, der einkaufen geht, ganz zwangsläufig an meiner haustüre vorbei geht. samstags sind das viele menschen, es wäre ein leichtes, es einfach mitzunehmen. außerdem regnet es, die besagte sendung ist durchnäßt. sollten sie kommenden montag einen fiesen bericht über einen toten briefträger hören, dem ganz langsam alle körperteile mit einer rostigen säge entfernt wurden, angefangen bei den zehen, dann wissen sie bescheid...
14:00h. ich öffne das päckchen. alles unversehrt. ein geruch umgibt mich, der mir den verstand raubt, ungebremst falle ich auf die couch und stecke meinen kopf in die sendung. hätte mich jemand dabei beobachtet, ich würde augenblicklich eine zwangsjacke geschenkt bekommen, und selbst darin würde ich immer noch fröhlich und glücklich sein, zudem laut lachen, weil ich nicht wußte, daß man auch kühe per post verschicken kann... ackackack
14:57h. ich kaue eine rohe kohlrabi, trage ein wohlriechendes t-shirt und lerne eine weitere sprache, da mein päckchen unter anderem ein wörterbuch enthielt. bildung kann nie schaden, lassen sie sich das gesagt haben.
16:00h, jetzt. ich öffne eine flasche bier, lege die beine hoch und freue mich. draußen regnet es, so bleibe ich heute drin. was soll ich auch draußen? da überkommt mich eh wieder hass...
hier ist heute halt gigritzpotschn.
16:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
04.01.2007
Cette

nur so...
21:45 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
03.01.2007
Bezeichnung für eine gerichtete Bewegung von Ladungsträgern
wenig zu lesen hier, gell? wissen sie, vorhin hatte ich bereits einen längeren text fertig, über drei morde im affektzustand, mittels einer rasierklinge, eines lkw und einer bordsteinkante.
der war garnicht unfies, fragen sie meine süße, ich habe ihr einen unfertigen teil davon vorgelesen. und dann? stromausfall... alles weg. und jetzt? hass... was ich jetzt empfinde, ist viel schlimmer als lächerliche drei morde vor meiner haustüre. naa, es ist eher apokalyptisch. gedulden sie sich bitte ein wenig, ich werde kurz nachdenken. über den weltuntergang. oder zumindest über den schmerzhaften abgang eines geschäftsführers meiner stromanbieter... es wird ein langer eintrag...
22:55 Veröffentlicht in Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken
02.01.2007
Concentra 07
heute, 04:37h. ich falle gänzlich zerstört aus dem bett. die letzten wochen brachten nicht unbedingt erholung. ich trage dicke ringe unter meinen tränenden augen, mein rechtes knie schmerzt ein wenig, dieses welches eigentlich operiert werden müßte. seit tagen schon, habe ich einen stechenden schmerz in meinem rücken, der sich anfühlt, als ob mir jemand mein größtes küchenmesser in den körper gerammt hätte. in meinem kopf sieht es nicht gerade besser aus. ich erwache und vermisse, tue das bis zum schlafengehen, dazwischen träume ich von der sehnsucht. ich bin ein menschliches wrack...
gegen 05:00h verlasse ich das haus richtung wald, packe die üblichen zehn kilometer laufen merkwürdigerweise problemlos, während aus dem ipod eine band namens julia kracht, welche auch nach einer solchen benannt wurde. na gut, blackmail höre ich auch zwischendurch...
08:30h, agentur. seit wochen bereits, habe ich eine sehr heftige abneigung anzügen gegenüber. am silvester habe ich einen armani getragen, was eigentlich ziemlich krank ist, weil ich alleine war und bloß mit meiner liebsten telefonierte. irgendwann hielt ich es nicht aus und tauschte diese stoffe gegen lockeres. so auch heute. meine kleidung besteht aus einer schwarzen hose von alien workshop, schwarzen lakai skate-schuhen, einem weißen longsleeve von hugo und keiner uhr, weil ich die vergessen habe und mich nun amputiert fühle.
09:15h. ich sitze in meinem büro, versuche mich mit diversen unterlagen vertraut zu machen, bekomme aber plötzlich einen steifen, aufgrund bloß eines einzigen bestimmten gedanken. blöd, da ausgerechnet zu diesem zeitpunkt mein büro von leuten befallen wird, mit fragen, die ich dank des gedankens kaum beantworten kann. ähm, haben sie schonmal beim arbeiten an brüste, ähh, naa - tabellen gedacht...?
10:00h. ms taucht endlich auf. "angeblich" war er bei einem kunden. ist mir egal, ich glaube es zwar nicht, habe aber immer noch einen steifen. das lenkt ab...
11:15h. ich sitze im büro und lausche durch kopfhörer den queens of the stone age, von konzentration keine spur aufweisend. ich bin einfach nicht da.
12:00h. ich habe eine externe festplatte voll mit meiner arbeit gemacht, beschließe heim zu fahren, um dort zu arbeiten.
ha... ha...
jetzt. die arbeit liegt hinter mir, auf einer couch. ich sitze hier, rauche eine zigarette und schreibe diesen eintrag. ich mag den heutigen tag nicht und fragen sie mich nicht warum. er ist mir einfach unsympathisch. es ist grau und kalt, bei mir zumindest.
aber.. immerhin konnte ich in ruhe meinen gedanken ausleben... mehrfach.
13:48 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
01.01.2007
Für Dich...
...weil du genau weißt was ich damit meine und weil du eh unbegrenzt in meinen kopf schauen kannst. und weil du dinge kennst, die niemand sonst kennt, weil ich zum ersten mal eine wahre beichte meines lebens abgegeben habe. danke, daß es dich gibt, du* wundervolles wesen!

*duzen OFF
20:15 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
7. Prolog...
heute um 00:00h zerfloss meine empfidung in eine antinomie.
auf der einen seite glücklich, wie nie zuvor, dank einer person, die mir dinge geschenkt hat und weiterhin schenkt, die ich nicht für existent hielt. auf der anderen seite traurig, wie nie zuvor, wegen den hürden der gegenwart und zukunft, ängstlich, weinend und weich. ich, der chromaxtmörder...
nun ist es da, das jahr mit der 7 im namen, meiner lieblingszahl. und während sie gerade ihren partner vernaschen, ihren suff ausschlafen, oder einfach nur abhängen, sitze ich in einem gebäude aus glas und tue beschäftigt. naa, eigentlich bin ich beschäftigt, wie sie sehen, mit diesem eintrag nämlich. eigentlich bedarf es bei wichtigen entscheidungen auch nicht viel zeit, bloß die ausführung ist meist schwierig und langfristig. werden sie mir glauben schenken, wenn ich ihnen erzähle, gerade vorhin über eine summe von 250.000 euro entschieden zu haben? während ich mir augenblicklich persönlich geld leihen muß, damit in meinen kühlschränken essbares lagert und ich das geliehene fahrzeug betanken kann...
das ist die typische verdrehtheit meiner eigenen existenzphilosophie - nie ist die summa aller dinge aufeinander abgestimmt. irgendwas bockt immer. beschissener fatalismus...
ich erinnere mich an zeiten, als meine konten prall gefüllt waren und ich mit geld um mich schmiss, wie ein geisteskranker promi, der sich was durch die nase gezogen hat. so skandalträchtig sah allerdings auch mein gefühlsleben damals aus, mit verlogenen und selbstverliebten weibchen an meiner seite, die niemals und bis heute an nichts anderes je gedacht haben, als an sich selbst. ich war sehr lange blind.
nun bilde ich mir ein, aus diesen lektionen gelernt zu haben. nun habe ich eine person an meiner seite, der ich blind mein leben anvertrauen würde, weil ich es zu hundert prozent perfekt aufeghoben wüßte, in wärme und ehrlichkeit verpackt, in geborgenheit und wahrhaftigkeit, doch gerade an diesem punkt funktionieren andere dinge nicht. ich werde ihnen nichts vorjammern, doch ich möchte das einmal ausgesprochen haben: das deutsche system ist nicht gerade gut geeignet für ehrlich arbeitende menschen. wissen sie, wenn ich vor kurzer zeit noch, viel geld mit vernünftiger arbeit verdienen konnte und jetzt plötzlich alle zwei monate zum rechtsanwalt laufen muß, weil meine rechnungen nicht bezahlt werden, dann hinterfrage ich halt das system. an meiner leistung hat sich nichts geändert, sie hat sich höchstens verbessert, im laufe der jahre hat man nunmal mehr erfahrung. ich bin schnell und ich kenne procedre, in die sich die meisten anderen erst ewig einarbeiten müßten.
ich kenne personen, die beinahe den doppelten stundenlohn verlangen, wie ich, denen ich allerdings in seminaren dinge beibringen muß. mein gott, ich habe als ghostwriter an einem buch für fachleute mitgeschrieben, welches als "die bibel dieses themas" gilt...
ich weiß, es ist ein schwerer prolog fürs neue jahr, doch wir sind alle keine kleinen kinder mehr, die sich bloß mit postern ihrer lieblingsband beschäftigen. ich weiß bereits sehr lange, daß ich dieses land verlassen werde, seit juli 2005 um genau zu sein. da passierte etwas, was mir den allerletzten funken glauben an das system raubte. dieser ist bereits längst erloschen, zudem noch mit füßen zertrampelt worden. ich werde deutschland nicht vermissen, höchstens "meinen wald", in dem ich sehr viel zeit meines lebens verbrachte, sei es als kind beim spielen, sei es beim abschalten beim sport, sei es beim spontanen pilzesammeln. mehr ist da nicht...
wo geht es hin? wer sich hier auskennt, der weiß es.
und nachlesen werden sie es eh können. in wirklichkeit hasse ich zwar dahingetippte wünsche, doch heute mache ich mal eine ausnahme:
frohes neues! alles gute!
ich freue mich ängstlich. mal sehen was da auf uns zukommt...
ihr herr ad
16:05 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Untergang und Rettung | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

