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27.01.2007
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ich betrete den supermarkt, es ist samstag nachmittag und dementsprechend voll. huderte valiumgeschädigte, die so langsam durch die gänge schleichen wie zombies. manche wirken in ihrer apathie auf mich, als würden sie gleich in der zeit zurückreisen. lauter menschliche handbremsen. als ich das zweite mal den einkaufswagen einer fetten hausfrau, die ähnlichkeiten mit kermit dem frosch aufweist, in den rücken gefahren bekomme, ziehe ich kurzerhand ein skalpel aus der manteltasche und steche es ihr durch die brille ins auge. sie schreit nicht einmal, geht bloß brav und wortlos zu boden.
in der obst/gemüse abteilung begegnet mir die unsympathie des tages. ein großer ungepflegter kerl, der sich aufführt, als würde der laden ihm gehören, zudem tritt er blind und abwesend auf meinen schuh, hält es nicht einmal für nötig, sich zu entschuldigen. nun, das macht man nicht. ich breche ihm das genick, er stirbt noch direkt neben den kartoffeln. ich wollte bloß eine kohlrabi und dann so ein stress.
in der weinabteilung dann diese frau, die ich glaube schon öfter im markt gesehen zu haben. mitte/ende vierzig, verbraucht, möglicherweise eine alte jungfer, die sich täglich einen hinter die binde kippt, ketteraucht und sich frustriert durch die glotze klickt. das auffälige ist, wenn jemand in die spirituosenabteilung kommt, stellt sie sich mit einem gespielten kennerblick vor die edlen und teuren sachen, später, an der kasse, trifft man sie aber doch nur mit dem billigsten fusel an. gut, jetzt wohl nicht mehr, ich habe sie mit einer flasche edlen champagnia erschlagen. wenn ich etwas nicht leiden kann, dann sind das irgendwelche fremden leute, die mich anhusten, zudem mit einer schnaps fahne. ich nehme einen bordeuax und begebe mich zur kasse.
dort angekommen, dann eine dieser älteren damen, die sich für etwas besseres halten. man sieht ihr an, sie geht bestimmt einmal in der woche zum frisuer, ihr mann wartet womöglich draußen im nagelneuem mercedes, welcher im jahr ca.150 kilometer bewegt wird, sonst nur in der garage poliert. sie hat einen verdammt vollen wagen, ich bloß zwei teile. sie dreht sich um, mustert mich, ignoriert mich anschließend, woraufhin ich sie anspreche "verzeihen sie, ich habe nur zwei teile, sie ca. 150, können sie mich nicht vorlassen, ich brauche keine 10 sekunden", was sie aber ebenfalls ignoriert. als die kassiererin auch noch ihren ungefragen senf dazu gibt "alle müßen anstehen", reicht es mir. ich ziehe die 44-er und erschiesse alte schachtel und die freche kassiererin, verlasse den laden ohne zu bezahlen.
draußen, direkt auf dem ersten parkplatz, steht ein großer mercedes mit einem älteren mann am steuer, der auf seine uhr schaut. ich muß grinsen. hoffentlich ist er ein geduldiger mensch...
23:39 Veröffentlicht in Träume | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken


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