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11.01.2007

Richtungsfahrbahnen

heute, irgendwann, noch in der dunkelheit. ich vergewaltige wieder einmal die linke spur einer autobahn. die lichter rauschen an mir vorbei, mein körper ist anwesend, doch mein geist nicht. mein herz schimpft mit mir, es sagt ich wäre in die falsche himmelsrichtung unterwegs, ich weiß, das ist rechtens. doch es gibt motive und ziele und diese fusionieren oft nicht zwangsläufig. blackmail vergewaltigen die boxen, manchmal singe ich mit, manchmal schweige ich bloß und nehme nichts wahr, bis auf einen gedanken, der mich vor längerer zeit eingenommen hat. ungeduld und frust vermengen sich, meine motivation für den kundentermin, zu dem ich unterwegs bin, liegt im minusbereich. ich bin ein eisberg der schiffe verschrottet, die axt liegt im kofferraum.

termin, irgendwann. ich sitze in einem besprechungsraum der üblichen sorte. schlicht, einfach, "edel", sicher von einem "designer" empfohlen. kalt, geometrisch, einfallslos, hauptsache klare linien. fast wie überall, wo ich meist bei terminen sitze. und ausgerechnet in solchen räumlichkeiten redet man stundenlang über die emotionen und empfindungen der zahlenden kundschaft, welche umworben werden soll. früher war alles besser und aus holz. passend zur räumlichkeit betritt auch gleich ein weiteres klischee den raum, meine ansprechpartnerin nämlich. cirka mitte dreißig, sichtbar eingebildet, in einem knappen schwarzen und diesen spitzen schuhen, bei denen ich mich fragen muß, wie füße da überhaupt hineinpassen können, rein technisch. ich werde grundsätzlich auf diese businessschlämpchen losgelassen, keine ahnung warum. vielleicht weil sie mich gänzlich kalt lassen. während sie sich einbilden, eine wundervolle und wunderschöne karrierefrau zu sein, der alle typen hinterher hecheln, stelle ich mir doch bloß vor, wie wohl deren kopf auf einem stock aussehen würde...

später, irgendwann. ich habe sie gebrochen. mental zersägt, verbal unter argumenten begraben. ich hoffe, sie wird sich den rest des tages den kopf zerbrechen, über den quatsch, den sie da ausgerechnet mir auftischen wollte. geschäftlich machen mir logikfreie sparschweine nichts vor. ätsch...

die autobahn rauscht wieder an mir vorbei. aus den boxen lärmt muse. ich singe mit und hinterfrage dieses getue. es gibt keine klaren linien. es existiert kein vordefiniertes dasein. es gibt schließlich auch keine geraden autobahnen...

medium_autobahn01.jpg

Kommentarstatus

Bild gekontert, oder England?

Veröffentlicht von: pathologe | 11.01.2007

gekontert... ;-)

Veröffentlicht von: Ad | 11.01.2007

1. ich bin über dieses Bild in den letzten Stunden nicht hinweggekommen und hätte nicht sagen können, was da dran nicht stimmt... schlimm!

2. Blackmail hatte ich heute zum Frühstück. Sehr praktisch ist die Tatsache, daß die Wohnung über mir (die des Vermieters) gerade umgebaut wird. Da kann man schon in angemessener Lautstärke und ohne Kopfhörer... und so. ;-)

3. Das Wort "Businessschlämpchen" ist mindestens das Wort des Tages. Mindestens!

Veröffentlicht von: dieJulia | 11.01.2007

1. äh, ja, mir wäre es allerdings auch nicht aufgefallen... schlimm!

2. blackmail funktioniert wunderbar bei 180 km/h. erst habe ich korn gehört, da waren es 210. war mir zu hektisch...

3. ach, die verdienen keine bezeichnung des tages. wäre ich nicht ein sooo "freundlicher" mensch, würde ich sie ganz anders nennen...

4. bitte fügen sie an den anfängen der aufzählung je ein "baby" hinzu. :-)

Veröffentlicht von: Ad | 11.01.2007

1. da bin ich beruhigt...
2. Ich traue Ihnen zu, ein sehr sicherer und guter Fahrer zu sein, auch noch bei 210. Aber so ganz allgemein: stellen Sie sich einfach vor, ich würde bei jeder einzelnen Fahrt neben Ihnen sitzen, unangeschnallt, und richten Sie Ihren Fahrstil danach aus... vergessen Sie nie, daß es da draußen jemanden gibt, der Sie braucht: mich.
3. Das Wort, nicht die Tussis.
4. ... Baby ...

Veröffentlicht von: dieJulia | 11.01.2007

1. ich bin manchmal seitenverdreht, wissen sie? manche bilder verdrehe ich, weil mir diverse formen besser gefallen, wenn sie in eine andere richtung fliessen. schwer zu erklären...

2. das problem bei dieser vorstellung ist nur, daß ich sie dann bloß nackt neben mir sitzen sehen würde. würde die raserei wohl eher nicht bremsen... ähm...

3. das fiel mir vorhin spontan so ein. bloß irgendwie bilde ich mir ein, das bereits irgendwann mal gelesen zu haben.

4. baby!

Veröffentlicht von: Ad | 11.01.2007

1. Ein Phänomen, das ich nicht nur nachvollziehen kann, sondern auch von mir selber kenne...
2. Ich meine das sehr ernst.
3. Ja, in Ihrem Blog vielleicht? :)

4. Baby....!

Veröffentlicht von: dieJulia | 11.01.2007

1. der kreativität sollten keine grenzen gesetzt werden...

2. ich weiß, ich habe ja auch versprochen aufzupassen.

3. das kann natürlich sein, sie wissen ja, wie vergesslich ich bin...

4. (später...) ;-)

Veröffentlicht von: Ad | 11.01.2007

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Veröffentlicht von: kfuqxibamyp | 25.08.2008

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