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01.01.2007
7. Prolog...
heute um 00:00h zerfloss meine empfidung in eine antinomie.
auf der einen seite glücklich, wie nie zuvor, dank einer person, die mir dinge geschenkt hat und weiterhin schenkt, die ich nicht für existent hielt. auf der anderen seite traurig, wie nie zuvor, wegen den hürden der gegenwart und zukunft, ängstlich, weinend und weich. ich, der chromaxtmörder...
nun ist es da, das jahr mit der 7 im namen, meiner lieblingszahl. und während sie gerade ihren partner vernaschen, ihren suff ausschlafen, oder einfach nur abhängen, sitze ich in einem gebäude aus glas und tue beschäftigt. naa, eigentlich bin ich beschäftigt, wie sie sehen, mit diesem eintrag nämlich. eigentlich bedarf es bei wichtigen entscheidungen auch nicht viel zeit, bloß die ausführung ist meist schwierig und langfristig. werden sie mir glauben schenken, wenn ich ihnen erzähle, gerade vorhin über eine summe von 250.000 euro entschieden zu haben? während ich mir augenblicklich persönlich geld leihen muß, damit in meinen kühlschränken essbares lagert und ich das geliehene fahrzeug betanken kann...
das ist die typische verdrehtheit meiner eigenen existenzphilosophie - nie ist die summa aller dinge aufeinander abgestimmt. irgendwas bockt immer. beschissener fatalismus...
ich erinnere mich an zeiten, als meine konten prall gefüllt waren und ich mit geld um mich schmiss, wie ein geisteskranker promi, der sich was durch die nase gezogen hat. so skandalträchtig sah allerdings auch mein gefühlsleben damals aus, mit verlogenen und selbstverliebten weibchen an meiner seite, die niemals und bis heute an nichts anderes je gedacht haben, als an sich selbst. ich war sehr lange blind.
nun bilde ich mir ein, aus diesen lektionen gelernt zu haben. nun habe ich eine person an meiner seite, der ich blind mein leben anvertrauen würde, weil ich es zu hundert prozent perfekt aufeghoben wüßte, in wärme und ehrlichkeit verpackt, in geborgenheit und wahrhaftigkeit, doch gerade an diesem punkt funktionieren andere dinge nicht. ich werde ihnen nichts vorjammern, doch ich möchte das einmal ausgesprochen haben: das deutsche system ist nicht gerade gut geeignet für ehrlich arbeitende menschen. wissen sie, wenn ich vor kurzer zeit noch, viel geld mit vernünftiger arbeit verdienen konnte und jetzt plötzlich alle zwei monate zum rechtsanwalt laufen muß, weil meine rechnungen nicht bezahlt werden, dann hinterfrage ich halt das system. an meiner leistung hat sich nichts geändert, sie hat sich höchstens verbessert, im laufe der jahre hat man nunmal mehr erfahrung. ich bin schnell und ich kenne procedre, in die sich die meisten anderen erst ewig einarbeiten müßten.
ich kenne personen, die beinahe den doppelten stundenlohn verlangen, wie ich, denen ich allerdings in seminaren dinge beibringen muß. mein gott, ich habe als ghostwriter an einem buch für fachleute mitgeschrieben, welches als "die bibel dieses themas" gilt...
ich weiß, es ist ein schwerer prolog fürs neue jahr, doch wir sind alle keine kleinen kinder mehr, die sich bloß mit postern ihrer lieblingsband beschäftigen. ich weiß bereits sehr lange, daß ich dieses land verlassen werde, seit juli 2005 um genau zu sein. da passierte etwas, was mir den allerletzten funken glauben an das system raubte. dieser ist bereits längst erloschen, zudem noch mit füßen zertrampelt worden. ich werde deutschland nicht vermissen, höchstens "meinen wald", in dem ich sehr viel zeit meines lebens verbrachte, sei es als kind beim spielen, sei es beim abschalten beim sport, sei es beim spontanen pilzesammeln. mehr ist da nicht...
wo geht es hin? wer sich hier auskennt, der weiß es.
und nachlesen werden sie es eh können. in wirklichkeit hasse ich zwar dahingetippte wünsche, doch heute mache ich mal eine ausnahme:
frohes neues! alles gute!
ich freue mich ängstlich. mal sehen was da auf uns zukommt...
ihr herr ad
16:05 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Untergang und Rettung | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken
Kommentarstatus
Sie schaffen das: Leben. Eines nach dem Anderen. Die 7 ändert nichts, außer, dass ich unweigerlich an die 7 Zwerge denken muss. Gezipfelte Wünsche für's neue Jahr!
Veröffentlicht von: eloran | 01.01.2007
Angst? Wie ich vielleicht richtig gelesen habe ziehen sie in die schönste Stadt Europas, aber vor allem zur schönsten Frau.
Herr Ad ich wünsche ihnen für dieses spannende Jahr ganz viel Sonne, der neue Wald wird sich dann finden lassen.
Veröffentlicht von: Die_Heldin | 02.01.2007
werte heldin, "ängstlich" ist vielleicht wirklich der falsche ausdruck, möglicherweise würde es "nervös" eher auf den punkt bringen. alles andere ist genau auf den punkt, wie eine wunderbare mahlzeit. die schönste frau, eine der schönsten städte überhaupt...
danke! und - ich wünsche ihnen (beiden) ebenfalls nur sonne! wärme also. wir meistern das alle schon. schulz! :-)
Veröffentlicht von: Ad | 02.01.2007

