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30.12.2006

Epilog 2006

ich möchte sie an dieser stelle auf den eintrag des werten herrn phil hinweisen, der mich sehr bewegt hat. wissen sie, ich werde den teufel tun und ihnen sagen um welchen satz es sich gehandelt hat, denn im großen und ganzen war es nicht bloß ein satz, es war eher die erkenntnis an sich, und die muß schließlich jeder für sich selbst finden. wie sie sehen können, hat es bei mir knappe 33 jahre gedauert.

jetzt verstehen sie mich allerdings nicht falsch und denken, ich wäre jetzt weise geworden, ich weiß DAS wird eher nie geschehen, nein, es handelt sich bloß um einen sehr wichtigen prozess, der stattgefunden hat und aus dem ich ein fazit ziehen konnte, welches so kristallklar ist, daß es mich beinahe zerlegt. eine kleine, aber sehr wichtige erleuchtung.

das jahr 2006 geht dahin, es ist die zeit, in der sich viele menschen wichtige dinge vornehmen, bloß um das eigene gewissen zu beruhigen und um diese vorhaben später doch nicht einzuhalten und sich mit jenem gespielten lächeln herauszureden. ich tue solche dinge nicht. gute vorhaben kann man an jedem tag haben und durchsetzen, da braucht man keinen letzten tag des kalenders für...

es kommt das jahr mit der 7 darin, meiner lieblingszahl. es wird unser jahr. und wissen sie warum? weil das eine natürliche und positive zahl ist. und weil ich das so im gefühl habe. und weil ich diese zahl unter meiner haut trage. zudem ist es beinahe verrückt, aber eben habe ich rausgefunden, sie stünde auf dem wappen eines wiener stadtteils. das ist zu viel, als das es sich dabei um einen zufall handeln könnte. alle indizien sprechen für die besagte erleuchtung.

ich wünsche meiner leserschaft alles gute und vergnügtes feiern. lassen sie sich fallen und vertrauen einfach dem landeplatz. das ziel erscheint manchmal so fern, ist aber doch zum greifen nah. und wenn ihnen jemand eine liste mit guten vorhaben fürs neue jahr vortragen sollte, dann hauen sie ihm einfach in die fresse...

ihr herr ad

12:41 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken

29.12.2006

Ähm... 1.0

...meine liebste verwirrt mich zu gern. dauernd...

wie soll man das bitte verstehen?

Mähen Äbte Heu?
Äbte mähen nie Heu - Mägde mähen Heu!
Äbte beten...


das wäre ein wunderbarer podcast...

22:41 Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken

Der schwärzeste Tag, die dunkelsten Gedanken

die gedanken, die die absonderung von tränenflüssigkeit bewirken, überfluten mich. ich ertrinke in einem meer aus verlangen und leiden. ich stürze mich von einer brücke, die aus kleinen steinchen gebaut wurde, die alle gleichzeitig auf mich einreden - millionen stimmen, tausende aussagen, die verwirrung als solche, exakt auf den punkt gebracht.
das chaos...

wissen sie, es gibt dinge, die unbeschreiblich sind. ich bin eh nicht der meister des textens, umso schwerer fällt es mir meine augenblickliche verfassung zu erklären. kurz war ich vorhin davor, wie schon tage zuvor, dieses kreativ betrunkene tagebuch zu löschen, um anschließend epiphorisch auf den boden zu fallen, wie ein gefallener engel. kurz habe ich überlegt, mir das leben zu nehmen, um es mir sofortig wiederzugeben, mittels einer ohrfeige. ein schlag in die fresse, von mir selbst. keine sprache der welt kann es treffender auf den punkt bringen als lingua latina: ich versus mich...

die kraft der einsamkeit umhüllt mich wie ein mantel, dem die kälte als innenfutter eingenäht wurde. ich weiß, ich verfalle gerade in eine art drama, doch ein tagebuch ist dafür da, ich empfinde eben halt eine gefühlte tragödie...

hier und dort, da draußen, passieren dinge, die einfach unfair sind (jetzt benutze ich schon anglizismen...). dort draußen passieren dinge, die falsch und schlecht sind. das leben ist eine hure und wir sind nicht ihre zuhälter. ich hinterfrage bloß, warum sie für manche die beine breit macht und für manch andere nicht...

ich habe keine kraft, schon lange nicht. ich habe zwar einen neuen antrieb, einen glänzenden und verchromten, doch ich weiß ihn nicht einzubauen. ich habe angst ihn falsch zu verschrauben und somit zu beschädigen. ich bin allgemein ängstlich. paranoia macht sich breit und versklavt mich als einen wurm des universums. die chromaxt nützt nichts, sie ist bloß chirurgisches werkzeug, mit dem man lustige dinge anstellen kann. doch reparieren kann sie nichts...

wissen sie, sie werden eh nicht die philosophie der bedeutungszusammenhänge verstehen, die ich hier buchstäblich auskotze, können sie auch nicht, denn ich verstehe es selbst nicht und wie sie es als meine leser wissen sollten, komme ich nur sehr beschwerlich auf den punkt. wofür manche zwei sätze brauchen, benötige ich zwei seiten...

was ich ihnen sagen wollte ist nur, daß ich das leben oft sehr ungerecht finde. was ich ihnen sagen wollte ist nur, daß der heutige tag einer der schwärzesten meines lebens ist. und ich sage ihnen noch was - manchmal, ganz selten, aber immerhin, verliere ich die lust an dieser metaphysischen entität...

15:25 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

28.12.2006

Ununternehmung

gestern, morgens. ms läßt mich mal wieder geschäftlich ins eiskalte wasser fallen. er hinterläßt bloß einen kleinen zettel, auf dem hektische buchstaben "bin in münchen" geschrieben stehen, zudem ist er gänzlich unerreichbar. der dicke aktenordner auf meinem schreibtisch läßt mich erblassen, alles aufträge und aufgaben, aus denen ich nicht einmal als zauberer schlau werden könnte. dieser mistkerl. wissen sie, manchmal könnte ich ihn spontan mehrfach mit einem rasenmäher überfahren, bis er wie ein größeres päckchen hackfleisch aussehen würde. und anschließend würde ich noch eine packung salz über seine ganzkörperwunde streuen, so als ein abstraktes kunstwerk ad morbidus...

so gestaltet sich auch unsere morgendliche besprechung, ich stottere mehr und schaue hilflos, als vernünftige anweisungen zu verteilen, gebe zudem dummerweise meine unterschrift unter farbverbindlichen unterlagen ab. ein geschäftliches akronym, denn sollte ich tatsächlich etwas falsch verstanden haben, dann wird das ein GAU der superlative. sprechen wir die zahl doch einfach aus - 100.000? ja, in etwa. im falle eines falles in den sand gesetzt. beten sie für mich mit, auch wenn sie ungläubig sein sollten, zur not zünden sie eine kerze für mich an. scheiß business, beschissene unzuverlässigkeit, abgewrackte terminplanung. ich hätte etwas anderes lernen sollen, henker zum beispel...

der arbeitstag dauert über elf stunden, ohne pause, im zustand totalitärer verwirrtheit, der vermengt wird mit hass. meine liebste muß abends überstunden der tröstung liefern, bis ich mich halbwegs beruhige. bis ich endlich aufgehört habe an einen baumarkt und ms als leiche zu denken. bis ich aufhöre zu jammern...

heute. e-mail von ms. er kommt erst heute nacht an. ich glaube es einfach nicht. kurzerhand mache ich es ihm nach, beschreibe einen gelben zettel knapp mit den worten "bin beim kunden in, äh... hannover, oder so..." und verlasse die agentur. mit vollgas. geschäftliches arschlecken.

und nu? meine laune ist dahin. schon wieder. ich mache mir sorgen um die aufträge, ich vermisse jemanden und werde gänzlich hängengelassen was meine persönliche planung betrifft. das jahr geht zu ende und bis auf ein wundervolles ereignis am ende diesen jahres, war es ein beschissenes. ich möchte phil glauben schenken und es verinnerlichen, daß 2007 unser jahr wird. ich glaube daran. doch es wird ein hartes stück arbeit, welches bereits begonnen hat kreise zu ziehen. ich habe begonnen zu rotieren und wenn ich rotiere, dann mächtig. eine festanstellung in wien für mich? das wird sich schon finden lassen...

und jetzt fahre ich zum baumarkt und kaufe erstmal einen rasenmäher. salz habe ich da...

14:15 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

26.12.2006

Unbedachte Zitation

wissen sie - wer oder was auch immer sie sind - sie sollten sich vorsehen. ich wurde auf ihren eintrag hingewiesen und habe mich doch recht wundern müßen. hat ihnen jemand luft mit einer pumpe ins ohr geblasen? oder sind sie bloß oft mit dem kopf aufgeschlagen? beides? könnte ihnen durchaus noch passieren...

folgendes: sie beschweren sich über wichsvorlagen? hallo? piept es zwischen den ohren, oder muß ich mit einer axt nachhelfen? tausend tittenbilder, geschmacklos gesetztes layout, bescheuerte texte, vulgäre titel. und sie beklagen sich über sexuelle inhalte? wissen sie, fragen sie meine liebste, ich bin wahrlich ein netter mensch, aber ich sage ihnen eins - wenn der zitat meiner echten vergangenheit aus ihrem möchtegern literarischen keller, der zwischen wörtern wie "wichsvorlage" und "ohren des superhelden" nicht verschwindet, werden wir sie besuchen.
die chromaxt und ich...

sie kennen mich nicht, ich habe keine ahnung wie gering ihr iq ist, ein normaler erwachsener mensch nämlich, der über ein wenig bildung, benehmen und erfahrung verfügt, hat meiner ansicht nach eine goldene regel im hinterkopf: nicht hinter dem rücken anderer und schon garnicht unbekannterweise namentlichen dummsinn zu verzapfen. zudem - nennen sie mich von mir aus eitel - habe ich etwas dagegen, wenn meine texte kopiert und ohne mein wissen irgendwo veröffentlicht werden und mit schmudeligen inhalten in verbindung gebracht werden, denn würden sie meine art überhaupt verstehen, so würden sie in dem kopierten material kaum etwas anstößiges finden. wie gesagt, wenn sie es verstehen würden...

tun sie sich den gafallen - ich habe keinen einzigen kommentar bei ihnen entdeckt - sie haben es einfach nicht drauf, spielen sie was anderes als buchstaben und menschen zu beleidigen...

mit einem freundlichen fuck off und mit zuckerhäubchen oben drauf,

ihr herr ad

16:49 Veröffentlicht in Blog , Gelesen , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken

Von der Interpretation, sensorischen Informationen und der Adaption

eigentlich hasse ich das wort "eigentlich". es klingt nach unsicherheit, die aussagekraft ist beinahe fiktiv. es umschreibt in meinen augen dinge, die man theoretisch tun wollte, diese aber praktisch nicht umsetzen kann. womöglich ist das allerdings genau das passende wort, für meine gedanken, gerade, während ich hier wie ein haufen elend sitze und versuche einen eintrag zu tippen.

denn, eigentlich wollte ich gänzlich andere dinge beschreiben. zum beispiel meinen heiligabend, an dem haufenweise kleine und lustige katastrophen passiert sind. ich wäre beinahe ertrunken, erfroren, erstickt, am schädeltrauma gestorben und zudem verblutet. eigentlich war es DER stoff für einen richtig bösen text, ganz nach meinem geschmack. eigentlich...

doch wie das - zumindest in meinem leben - immer so ist, kommt alles anders. anstatt zynische und sarkastische opern zu dichten, verfalle ich heute dem drama und das ausgerechnet kurz bevor familiärer besuch kommt. mit mir als gastgeber, in dieser verfassung, werden sie sicher auch ein solches erleben. witzchen reißend und die gemüter erheiternd, werden sie mich heute nicht erleben, eher schweigend und müde. der braten ist im ofen, das ganze haus riecht nach knoblauch, doch mein appetitus cibi steht auf off. ich empfinde bloß eine starke abneigung gegen personen und deren verhaltensweisen, gegen beinahe alles, was sich augenblicklich im umkreis meines körpers befindet. ich mag weihnachten nicht und dieses jahr hatte ich besonders wenig verlangen auf dieses fest. und? es ist exakt so beschissen geworden, wie der gedanke daran, den ich vorher empfand...

eigentlich ist das auch eine aufgezwungene party für fantasy-fans. ich meine, was soll der blödsinn? die bibel ist eine solch schlechte ansammlung deterministischer phrasen, selbst ich könnte sowas schlechtes nicht verfassen und dabei ist mir vollkommen klar, daß ich nicht gerade das sonnenlicht unter den schreiberlingen bin. himmel, hölle, blabla, auferstehung, zaubergarten, ewiges leben, avestische schriftrollen. mann, muß das eine enttäuschung sein, wenn einem die lichter ausgehen und kein weiteres licht folgt...

doch eigentlich ärgere ich mich nicht über dieses fest, welches die menschen glauben läßt, man sei sich plötzlich für ein paar stunden näher, sondern über mich selbst. ich habe gestern etwas ausgesprochen, was ich nie hätte aussprechen dürfen. eigentlich war es nur ehrlich und eigentlich war es auch die wahrheit, doch eigentlich war es einfach nur dumm und unnötig.

falsch! es WAR dumm und unnötig. zur hölle mit "eigentlich"!

12:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

23.12.2006

Das Fest der Menschwerdung Gottes und eine unvollendete Facere

heute, 07:07h. ich kann nicht schlafen, trotz eines stundenlangen telefonates mit j. bis tief in die nacht. ich empfinde missmut wegen weihnachten, dieses fest passt mir nicht in den kramm, zudem die tatsache meine eltern hier zu haben. ich möchte ruhe haben und zeit für mich selbst, die zukunft hat viele hürden parat, die es zu überwinden gilt, ich muß nachdenken, ich muß recherchieren, stattdessen habe ich nur tausende stresshäufchen aus unnötigen belanglosigkeiten unter den schuhen kleben. blödes festum aus praktiken einer verblendeten gemeinschaft. rudolph, das rentier, ist eine dumme schwuchtel...

beim gemeinsamen frühstück, streite ich mich cirka siebenmal mit meiner mutter. wegen lächerlichen banalitäten. diese frau kann mich in den wahnsinn treiben, sie spricht dinge aus, bevor sie über diese nachgedacht hat, zudem ist sie leicht paranoid und gleichzeitig sehr temperamentvoll. eine wahrlich schlechte mischung. beispiel gefälligst?

es klingelt an der türe:

mutter: das ist bestimmt die e.! (meine tante e., mit der sie sich vor ein paar jahren verkracht hat...)
ich: wie kommst du darauf, bei mir würde die e. auftauchen? ich habe sie seit jahren nicht gesehen...
mutter: doch, das ist sie bestimmt! die weiß womöglich, wir seien hier...
ich: ihr seid verkracht und redet seit jahren nicht miteinander! selbst wenn sie wüßte, ihr seid bei mir, warum zum teufel sollte sie dich denn sehen wollen? drehst du eigentlich am rad?!

sie schaut selbstverständlich beleidigt, mein vater beschäftigt sich seelenruhig weiterhin mit seinem frühstück, er hält sich grundsätzlich raus, aus unseren schwachsinnigen und unnötigen zwiegesprächen, sie führen zu nichts, sie kosten bloß überflüssig energie. an der türe ist es selbstverständlich nicht meine tante e., sondern der briefträger. würde es eine auszeichnung geben, für eine übertriebene neigung erlebtes zu verdrehen, wäre meine mutter die unangefochtene gewinnerin...

ich soll mit ihr einkaufen fahren. die letzten monate waren für meinen vater sehr stressig, er möchte diese kurze weihnachtszeit zum ausruhen nutzen, zudem bin ich derjenige mit dem kundenausweis vom großmarkt. ich bin darüber ziemlich "begeistert" - meine mutter und ich, beide über jeweils den anderen angesäuert, zu zweit einkaufen, am tag vor heiligabend. das ist als ob man zwei übelgelaunte serienmörder in einem schlachthof selbstständig arbeiten lassen würde...

13:00h, großmarkt. ich bilde mir ein, den allerletzten parkplatz erwischt zu haben. mit dem einkaufswagen verhält es sich tatsächlich so, es ist der allerletzte. meine mutter rennt wie immer vollkommen planlos durch die gegend. anstatt die gänge systematisch zu begutachten, rennt sie als erstes vollkommen geistig abwesend an das ende der riesigen halle, bloß um gleich wieder kehrt zu machen und um etwas vorne am eingang zu suchen, wo wir bereits gewesen sind. ich trapse wie ein blödmann gedankenverloren hinterher, habe längst die lust an verbaler kommunikation verloren. das wären perlen vor die säue geworfen...

fischabteilung. meine mutter gedenkt am heiligabend gefüllte dorade auf mangold zu machen, fragt nach meiner meinung, während ich am aquarium mit kanadischen hummern flüstere.
ich beschließe dieses "fest", ungeachtet anderer auf meine art zu feiern, mache die ansage "esst was ihr wollt, ich möchte hummer!", womit sie merkwürdigerweise sofort und ohne diskussion einverstanden ist. ich taufe die beiden spontan franzl und joachim...

das ist übrigens die feine seite des einkaufes mit muttern - sie zuckt die karte an der kasse, hat zudem nichts dagegen, wenn ich den einkaufswagen mit individuellen dingen vollstopfe, ganz im gegenteil, sie besteht darauf. so nehme ich ein geschenk für j. mit und beschenke mich selbst mit einer doppel-dvd.
"sin city"-recut um genau zu sein. irgendwie muß der stress, der mir zugemutet wird, auch irgendwie entlohnt werden...

jetzt, 21:25h. nach einem ganzen tag putzen und einer mini-pizza, sitze ich an diesem eintrag und kann rückblickend den tag bloß für nervtötend erklären. wissen sie, erst vor wenigen tagen wurde kreativbetrunken ein jahr alt und ich denke darüber nach, ein fazit zu ziehen. doch ich kann nicht. ich habe auf diesem seltsamen kommunikationsweg eine wundervolle frau kennengelernt, ebenso sehr interessante menschen, auf die ich nie mehr verzichten mag. doch ich werde ihnen trotzdem nichts wünschen. wissen sie warum? weil mir dieses fest nichts bedeutet und weil ich froh sein werde, wenn es vorbei ist.
ich danke meinen lesern trotzdem - etwas wünschen, werde ich ihnen im stressigen alltag. da hat man es eh nötiger...

21:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

22.12.2006

Konfusion

gestern, 07:07h. ein schallsignal des weckers reißt mich aus dem schlaf. ich bin völlig konfus und unausgeschlafen, meine augen tun weh, ich drücke einen knopf, damit ich noch für zehn minuten ruhen kann, nicht mehr, da ich j. versprochen habe, sie um 07:27h zu wecken.

später. ich erwache, noch verwirrter als vorher. irgendwas stimmt nicht. wo, wann, wer? mit halb geschlossenen augen greife ich nach dem wecker - 09:07h... totalitär verpennt. leicht panisch schnappe ich mir das telefon, rufe sie an und entschuldige mich am laufenden band, doch sie bahauptet ebenfalls so tief geschlafen zu haben, daß sie das telefon ebenso wenig gehört hätte, wie ich meinen verstellten wecker. wir legen rasch auf, sind beide zu spät dran.

ich reibe mir die augen, kann nicht ausrechnen welcher wochentag ist, begebe mich nackt und gähnend, inklusive einer (glauben sie mir) riesigen morgendlichen erektion, die treppe hinunter, beinahe demenzartig die tatsache ignorierend, meine eltern seien über weihnachten da...

ja, so geschieht auch - durch eigenverschulden - die peinlichste situation des jahres, als ich unten angekommen meine beiden erzeuger im esszimmer beim frühstücken erblicke und sie ihren sohn als ein stück nacktes pornofleisch...

keine buchstaben dieser welt können die geräusche beschreiben, die in diesem schockmoment entstanden. kein messgerät dieser welt könnte die geschwindigkeit anzeigen, mit der ich wieder die treppe erklommen habe. keine farbmischung könnte die röte in meinem gesicht darstellen. es dauert länger, bis ich angezogen bin, während ich unten lautes gekiechere vernehme. meine eltern sind nicht gerade versteift wertkonservativ, ich weiß, ich werde mir diese aktion bis an mein lebensende unter die nase reiben lassen müßen, durch "lustige" anspielungen.

so ist es dann auch später am tage, als ich heimkomme und meine eltern gleichzeitig vom einkaufen:

mutter: nimm bitte diese stange lauch mit in den zweiten kühlschrank... (kiechernd)
vater: aber stell sie nicht hin... (zwinckernd)
mutter: und nimm noch die große packung würste mit! (lachend)
vater: ja, und setze dich am besten selbst da rein...
ich: hä?
vater: na in den kühlschrank, vielleicht kühlt dich das ab... (gackernd)

wissen sie, ich möchte nicht steif oder verklemmt klingen, aber es ist mir immer noch sehr, sehr peinlich, auch wenn j. sich vor lachen zerbröselt hat, als ich es ihr abends erzählte. ich bin der personifizierte schwellkörper, dem alles blut in den kopf gepumpt wird. wie soll ich sagen... ich sollte endlich anfangen beruhigungsmittel zu nehmen...

12:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken

20.12.2006

„Mahlzeit“ wird zur Mittagszeit häufig als knapper Gruß benutzt

gestern, irgendwann. ms stürmt in mein büro und macht die ansage "laßt uns was essen gehen!", welcher ich auch gleich zustimme. da wir zu fuß losziehen, ist die auswahl an lokalitäten eher begrenzt. wir befinden uns in einem industriegebiet. es gibt einen mcdonalds, den wir gerne und bevorzugt meiden, drei imbisse - türkisch, asiatisch und deutsch, wobei wir den deutschen und vor lauter fett triefenden metzger ebenfalls gerne meiden, gleichfalls mit dem asiaten, der immer merkwürdig viel stinkenden müll hinter seinem laden lagert. beim türken ist es ganz ok, zudem ist der laden relativ groß, man kann platz nehmen, was mir wichtig ist, ich bin nämlich ein gegner des speisens im stehen. alternativ bliebe noch ein supermarkt, in dem man warme speisen zu sich nehmen kann, doch wer möchte schon zwischen lärmenden einkaufswagenschiebern essen...

es ist neblig und ungemütlich, ebenso sind wir gelaunt. es ist einer dieser tage, an denen sich jeder still hinter seinem display versteckt und sich höchstens mit privatem beschäftigt. wir beide wissen das, kennen uns bereits einige jahre, brauchen kein wort darüber zu verlieren, ebenso verlieren wir kein wort übers geschäftliche. unsere gespräche kreisen um dinge, den alltag, meine limerenz über die er sich lustig macht und meint ich sei ein personifizierter heizungskörper, ich entgegne diese verspottung, indem ich laut lachen muß, weil er letztens in hundescheiße getreten ist und dies nicht bemerkte und anschließend mit dem stinkenden haufen das frisch geputzte haus betrat, wo seine frau leicht bis mittelschwer ausgeflipt ist. zwei erwachsene kleine kinder, kreative halt. das ist wie eine krankheit - vernunft und bodenständigkeit? vergessen sie es...

vor dem türkischen imbiss stehen zwei baufahrzeuge einer dieser firmen, die nach dem nachnamen des inhabers benannt wurden. schmitz/schulz/müller/kaputnik/schweiss, suchen sie sich was aus und fügen dem ein gmbh hinzu. halt eine totalitäre unfähigkeit schöpferischen denkens und handelns.

das bild im inneren der fressfabrik passt auch hervorragend zu meinen vorurteilen. schmatzende und bierbäuchige blaumänner weit und breit. wir kennen uns vom sehen her, es sind exakt die bauarbeiter, die vor eingen jahren unseren glastempel gebaut haben, inklusive vieler pannen. wir sind die fuzzis, die den ganzen tag "sinnlos" vor laptops sitzen und telefonieren, während sie die wahren arbeiter dieser welt sind, die die schwitzen und anpacken, die die sich am sack und an der ritze kratzen, die die viel bier und fußball vertragen. nicht so "luschen" wie wir halt. womöglich halten sie uns für schwul...

wir ergatern den letzten freien tisch, ms nimmt einen dönerteller mit pommes, ich eine vegetarische türkische pizza mit scharfer sose. nach nur zehn minuten sind wir genervt bis apokalyptisch hasserfüllt angesichts des packs um uns herum. es wird geschmatzt, mit vollem mund geredet, gerülpst, brocken gelacht. einer furzt sogar und zerbröselt sich darüber vor lachen. der lehrling bekommt nackenschläge, einer spuckt sein essen wieder auf den teller. wir sind in diesem sumpf aus dem personifiziertem inhalt einer randvollen kotztüte die außerirdischen, kurz vernehme ich ein leiseres "die feinen pinkel"...

ich stehe kurzerhand auf und begebe mich zu dem größten und fettesten der truppe, steche ihm mit einer mordswucht meine gabel durch das ohr in den kopf. er sabbert blut, seine augen verdrehen sich, schließlich knallt er mit dem kopf auf den tisch. der rest der truppe ist sprachlos, der türkische koch versteckt sich hinter dem tresen. im hintergrund höre ich ms wild kreischend, als er einen blaumann mitsammt fenster nach draußen befördert, welcher mit einem blutspritzendem hals auf einer scherbe liegen bleibt. einer versucht mich mit einem stuhl zu erschlagen, doch ich bin zu gelenkig, bücke mich, er zerschlägt das holz an der wand, ich trete ihm in die eier. eine wundervolle methode, bei männern die handbremse zu ziehen. anschließend zerschlage ich seinen kopf mit der kante eines tisches. cirka drei mal. die reste von pommes verbleiben in seiner offenen und blutenden schädeldecke. der lehrling steht kreidebleich in der türe, ich schaue ihn an und klatsche in die hände, rufe "lauf forrest, lauf!". er folgt meiner freundlichen und bestimmenden anweisung und rennt um sein unbedeutendes leben. ms ruft mich, er sitzt auf einem riesen und versucht krampfhaft sein genick zu brechen, ich eile zur hilfe, tatsächlich ist der kopf dieses individuums exakt so dickt wie sein hals. zu zweit schrauben wir daran, wie an einem gurkenglas, bis es knacks macht. am ende bleibt bloß einer über, der paralysiert einen anderen tag erwartet hat und zudem nicht gerade über "feine pinkel" hätte lästern sollen, weil wir solche nicht sind, bloß weil wir kein beton im haar tragen. der dönerspieß macht sich recht hübsch in seinem auge...

wir holen den türkischen koch hinter dem tresen hervor, bestellen zwei nichtalkoholische getränke, setzen uns hin. der laden sieht furchtbar aus, wir ebenfalls. unsere klamotten sind von blut durchtränkt, wir japsen vor uns hin. ich zünde mir eine zigarette an und werde dabei von dem militanten nichtraucher ms vorwurfsvoll angeschaut. ich puste den qualm in sein gesicht und denke darüber nach, die rasierklinge aus meiner manteltasche an ihm anzuwenden...

20:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken

19.12.2006

Fremdeintrag des Gewinners aus dem Quiz "Visus"

so, nun ist es soweit. der werte phil veröffentlicht hiermit und an dieser stelle seinen eintrag, als verdienter gewinner von visus:

"Von der verifizierenden Exekutive oder der Hilfe bei seelisch unsicheren Zuständen"

warnung! ganz fieser text! selbst humorvolle moralapostel mögen bitte wegschauen.

boris ist seit geraumer zeit zufriedener mitarbeiter bei auftragsmord.de und gehört dort einer kleinen spezialeinheit an, die größenmäßig fast untergeht in den heerscharen an webmastern, programmierern, marketingspezialisten und hotline mitarbeitern, welche alle diese virtuelle spieleplattform betreuen. auftragsmord.de ist seit drei jahren der quotenhit unter den online-spielen und bietet unterschiedlich komplexe finalisierungslevel. tagsüber, während der bürozeiten, ist der durchschnittliche besucher meist keine halbe stunde online, meist kurz, um z. b. schnell mal den chef aus dem fenster schubsen zu lassen; während in den abend- und nachtstunden hingegen bei auftragsmord.de die user eher sehr ausgefeilte und perfide strategien entwickeln, um ihren nachbarn oder den lehrer auf heimtückische art und weise über drei ecken abmurksen zu lassen.

das team, dem boris angehört, nennt sich die verifizierende exekutive und überprüft anhand eines komplexen prozesses die online eingehenden aufträge für auftragsmorde. normalerweise verläuft das internetspiel so, dass man angaben über sich und die zielperson macht und dann in abhängigkeit zum jeweils gewählten schwiergkeitsgrad über verschiedene level eine bestimmten geldbetrag erspielen muss, damit man den killer bezahlen kann. im letzten level muss dann der auftragsmörder gesucht, instruiert und entlohnt werden. aber - manche der eingehenden antragsformulare für einen mord werden nicht direkt in das onlineprogramm übergeben, sondern werden nach durchlaufen eines neuronalen netzwerks ausgesteuert und die enthaltenen informationen an das team verifizierende exekutive übermittelt. gestern, am späten Nachmittag, flackerte folgende meldung über den bildschirm von boris.

allgemein
transmission vom: 18.12.2006 – 16:57h
ip-adresse: köln (marketingfirma xyz, besprechungsraum)

absender
name: ad
ort: nähe köln
beruf: werbefuzzi und blogger

angaben zur zielperson
name: pressmettwurst
wohnort: düsseldorf
beruf: schwadronierende kanaille
beschreibung: ca. 1,75 meter gross. so fett, dass er sein geschlechtsteil nur unter zuhilfenahme eines spiegels betrachten kann, frisst morgens schwein auf toast, verpickelte fresse, schätzungsweise ende vierzig.

grund des auftragmords
wegen derzeitigem liebesbedingten totalausfalls meiner mordinitiierenden sowie exekutierenden hirnrindenareale sehe ich mich persönlich momentan leider nicht in der lage, diese welt von einem nicht gesellschaftsfähigen, sozial inkompetent agierenden, nie gerechtigkeit waltenden, fetten und nicht weiter lebenswerten homer simpson zu befreien. helft mir!

präferierte eliminierungsform der zielperson:
schnell kreisenden morgenstern mitten in die fresse schleudern. wenn möglich, verchromte ausführung benutzen.

dem leser zum besseren verständnis sei gesagt, dass erwähntes neuronales netz anhand hochkomplizierter algorhytmen und plausibilitäten nur jene auftragsmorde an das team verifizierende exekutive weiterleitet, bei denen diese software zum schluss kommt, dass der wunsch des spielers e r n s t gemeint ist. ein herzenswunsch ist. oder ein anonymes, undercover operierendes mitglied der aus der liga der verchromten tatwerkzeuge sich unpässlich fühlt.

da maschinen nun mal maschinen sind und selbst heute ein programm noch nicht die letzte entscheidungsinstanz für diffizilere angelegenheiten sein sollte, sitzen menschen wie boris vor dem bildschirm, um final vorschläge des computers zu beurteilen.

gestern also musste in letzter instanz durch boris entschieden werden, ob die pressmettwurst ableben solle oder nicht. diese entscheidung fiel ihm nicht sonderlich schwer und so griff er zum telefonhörer und wählte die nummer von p. aus h., derzeit für auftragsmord.de exklusiv in d. unterwegs.

heute morgen formulierten der express und andere zeitungen, teilweise sogar überregional vertretene medien, folgende dpa-meldung für ihre leserschaft um:

etwas später am gestrigen abend in düsseldorf fand der besitzer einer billigen imbissbude auf dem weihnachtsmarkt in der altstadt hinter seinem stand den entsetzlich zugerichteten körper eines mannes, dessen alter zuerst auf ende vierzig geschätzt wurde. nach überprüfung der personalien stellten die ermittelnden kripobeamten jedoch fest, dass es sich wahrscheinlich um pressmettw. aus d. handeln könnte und dieser schon mit ende zwanzig sein grausames ende fand. der leichnam wird heute der pathologie zugeführt, um anhand eines gentests letzte sicherheit zu erhalten. die identifizierung nur anhand von äußeren erkennungsmerkmalen war bislang nicht erfolgreich, da große teile des gesichts fehlten und in viele klumpen verstreut hinter dem imbisswagen aufgefunden wurden. auch fehlen bislang hinweise auf die tatwaffe; die polizei geht jedoch davon aus, das etwas mit großer wucht auf den körper und insbesondere den schädel eingewirkt haben muss. bislang rätseln die experten auch über die in etwa faustgroßen hämatome, die sich vor allem auf dem dicken bauch von pressmettw. aus d. befinden und gleichmäßig verteilte einkerbungen aufzeigen. da die polizei sachdienliche hinweise in der angelegenheit sucht, werden zeugen gebeten sich mit ihr in verbindung zu setzen.

Phil

18:55 Veröffentlicht in Quiz | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

babybildbearbeitung 2.0

medium_baby_02.jpg


wie sie sehen können, sitze ich im büro und konzentriere mich gänzlich auf meine arbeit...

13:57 Veröffentlicht in Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

Ein empirisch subjektiver seelischer Zustand der Unsicherheit

warnung! böser text! humorlose moralapostel sollten wegschauen! jetzt!

gestern in der agentur, nachmittags. besprechung mit einem kunden, den ich ihnen kurz an dieser stelle beschreiben möchte. cirka 1,75 m., dazu fett (verzeihung, aber "ründlich" wäre untertrieben, ich nehme an, er kann sein geschlechteil grundsätzlich nur mit einem fahrbaren spiegel vom zoll betrachten), haarlos wie homer simpson, dazu verpickelt, alt (ich schätze ende vierzig), gräulich, sichtbar zu ungesund ernährt, er macht eher den eindruck bereits morgens im bett ein schwein auf toast zu verschlingen. seine klamotten - schrecklich, fehlt bloß noch die krawatte mit lustigen tierchen drauf, oder halben hähnchen. kurz: eine pressmettwurst die zu lange in einem keller auf dem boden gelegen hat...

doch das erstaunliche ist - arrogant und eingebildet, als ob er charmant und gutaussehend wie george clooney wäre...

diese zwei stunden mit diesem menschen rauben mir den allerletzten nerv. ich rotiere seit früh morgens, habe höllische rückenschmerzen und meine eltern bei mir daheim. meine laune wäre gut vergleichbar mit einer deftigen detonation. er redet dummsinn, von dem er keine ahnung haben kann, besteht sogar darauf, ich solle sein unwissen akzeptieren. kurz verlasse ich meinen körper und schwinge einen morgenstern, er zerplatzt wie ein mächtiger pickel und landet mit dem gesicht in seiner eigenen hirnmasse.
diese schwadronierende kanaille...

gegen 18:00h ist er weg. ich fühle mich erledigt, versuche meinem rücken etwas entspannung mittels der hohen lederlehne zu verschaffen, ms kommt rein und setzt sich auf meinen schreibtisch.

ich: gottlob ist dieser dumme alte sack endlich weg...
ms: alter sack?
ich: yip...
ms: (lachend und mir leicht auf meine schulter klopfend) ad, dieser "alte sack" ist jünger als du...

daraufhin verläßt er mein büro und hinterläßt ein paralysiertes wesen, dessen gesicht gerade auf den boden gefallen ist. jünger als ich?! dieser zombie? was zum teufel...?

gegen 19:00h, daheim. ich werfe meine tasche und meine schlüssel in die ecke und begebe mich als erstes ins badezimmer, wo ich zehn minuten in den spiegel starre. keine falten, bis auf kleinere augenringe. die haut fühlt sich gesund und gepflegt an. ich gehe einen schritt zurück und betrachte mein erscheinungsbild. ganz ok, immerhin is es erst drei jahre her, als ich beim kauf von alkoholika nach dem ausweis gefragt wurde. mit viel wohlwollen könnte ich vielleicht als end-zwanziger durchgehen. oder befinde ich mich augenblicklich in einer krise, die männer schonmal überfällt? ich bin verwirrt. ich kann nicht fassen, daß menschen die ich als alt und verbraucht ansehe, jünger sein können als ich. zeit und raum haben mich geblendet, sind schon soviele jahre vergangen? und warum bin ich dann immer noch so ein kindskopf? ist das gut, oder ist das schlecht? wer liegt richtig, wer liegt falsch? sollte ich vielleicht doch faul auf der couch abhängen und "wetten dass...?" schauen und frustriert im supermarkt müsli und pudding statt vergnügt knoblauch und whisky kaufen? sollte ich mich vielleicht mehr mit gartenarbeit beschäftigen, als mit gitarrenmusik? naaa!

der letzte test, das gewicht. 80 kg. in schuhen. bei meiner größe beinahe zu wenig. ich sollte ein paar rinder kauen und mehr bier trinken...

später am abend erzähle ich das meiner liebsten, woraufhin ich ein lautes lachen ihrerseits ernte.

wahsinn! nur innerhalb von stunden eine midlife crisis überlebt und überwunden. und alles nur wegen diesem hässlichen sack...

12:15 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (14) | Per Email verschicken

babybildbearbeitung 1.0

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du stöhnst so schön, wenn du mit mir telefonierst, während du dich gerade selbst fotografierst.

01:00 Veröffentlicht in Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken

18.12.2006

Daher spricht man auch oft davon, daß Gähnen ansteckend sei...

vorhin, 07:27h. ich tätige einen weckruf, wobei j. bereits wach ist. wissen sie, wenn ein liebespaar sich morgens, je nackt im bett liegend, unterhält, könnte man schmutziges vermuten. doch wir zerbröseln uns meist vor lachen, wie zwei kinder, die einen lustigen comic lesen. durchgeknallt, absurd, als ob wir eine meise hätten. sollte irgendwann zufällig ein krankenhaus mithören, werden wir garantiert von sicherheitskräften abgeholt...

j.: (gähnt)
ich: (muß ebenfalls gähnen) ähm, ich finde gähnen sehr ansteckend...
j.: ja, manchmal schon...
ich: letztens habe ich vor dem supermarkt meine tante u. getroffen, die hatte ihren hund t. dabei. ich schaute auf t., während sie riesenschnäutzig gähnen mußte, womit sie mich auch gleich ansteckte. eine sekunde später starrte ich meine tante an und machte waaaaaahhhhhhhhhh (original nachgesprochen)
j.: (laut lachend) waaaaaaaahhhhhh

in der zwischenzeit fährt ein bus am haus vorbei, macht dabei höllenlärm.

j.: ist bei dir gerade ein raumschiff am haus angeeckt?
ich: ja, die vom planeten gähnmanien

doppelseitiges gelächter.

ich: die sprechen auch nicht, die gähnen immer nur... den ganzen tag nur waaaaaaaaaaahhhhhh
j.: (lachend) und sabbern dabei...
ich: ein riesiges und feuchtes waaaaaaahhhhhh und dabei haben wir auf eine höhere intelligenz gehofft...

wissen sie, wenn sie das lesen, werden sie womöglich auch gleich die pfleger in weiß rufen wollen, doch glauben sie mir, diese geschichte heute morgen, wäre als podcast ein hit geworden...

j.: denen ist auf ihrem planeten womöglich die luft ausgegangen...
ich: genau! und nun saugen sie unsere auf. ein infernalisches waaaaahhhhh... diese gähnenden bastarde!

selbstverständlich bemerken wir beide dabei nicht, daß wir durch unser langes und lautes lachen mehr luft verbrauchen, als andere bloß zum überleben...

j.: wir müßen diese invasion verhindern und die welt retten!
ich: ja! wir rülpsen sie aus der umlaufbahn!

wissen sie, dies ist nur ein auszug, denn die geschichte dauerte eine halbe stunde. es war eine absolute glanzleistung spontaner und völlig absurder komik. und wenn sie mir nun auch glauben schenken, wir beide seien eigentlich zwei erwachsene menschen jenseits der 3.0 version, dann sollten sie auch an die gähnende invasion glauben.
sie sind dort draussen... lauernd... und gähnend.

10:00 Veröffentlicht in Debil | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken

17.12.2006

wetar, spiritus...

vergangene nacht, irgendwann. ich telefoniere mit dem menschen, der mir die welt bedeutet. sie weint. im gegensatz zu meinen amoklauf-geschichten, zerbröselt es mich emotional in solchen momenten. in wirklichkeit bin ich nämlich kein psycho, in wirklichkeit bin ich nämlich kein monster. nein, in wirklichkeit empfinde ich viele dinge und sorge mich um meine mitmenschen. um die, die mein herz bewohnen eh, von der person die dort das penthouse bewohnt ganz zu schweigen, für sie würde ich zum psychopathen mutieren, wenn es darauf ankommen würde. doch darauf kommt es augenblicklich nicht an, es sind tränen, es ist sehnsucht, ich habe in den letzten vielen tagen sehr oft dieses feuchte erlebnis gehabt. der typ mit der axt, mit einem taschentuch in der hand, um damit die salzige flüssigkeit aus den augen aufzufangen. der textliche grobian des internets, das arschloch von bloggershausen, sehr, sehr nah am wasser gebaut...

es ist nach 04:00h als wir auflegen, ich lausche noch gedankenverloren "knights of cydonia" von muse, cirka fünf mal, gegen 04:30h falle ich ins bett. erledigt, kopflos, im zustand tiefster vertrautheit sehnsüchtig nach nähe, allein. nicht einsam, mit betonung auf nicht, bloß emotional zerbröselt, wie ein puzzle mit fehlenden teilen. ich weiß zwar wo diese sind, doch meine hand kommt nicht dran. blödes stichsägenrätsel...

heute, 06:57h. der wecker klingelt. nach 2,5 stunden schlaf, falle ich halbtot aus dem bett, muß meine eltern vom flughafen abholen. die beiden nervensägen haben mir noch gefehlt. nichts gegen sie, ich liebe meine erzeuger, doch sie haben den hang dazu mein leben in stress zu verwandeln, der absolut unnötig ist. es wird durcheinander geredet, es gibt millionen beschäftigungsmöglichkeiten auf die nie ein rationaler mensch gekommen wäre. hier ist es immer sauber (bin hausstauballergiker), hier gibt es immer was zum essen und zum trinken, was zum teufel soll man daran noch rumschrauben?! aber nein, meine mutter muß als erstes das haus auf den kopf stellen. nach ihrem letzten besuch, konnte ich mein besteckt nicht wiederfinden, und das sind mehr als 60 teile...

die dusche dauert keine fünf minuten, meine augen schmerzen, ich sollte ebenfalls zum augenarzt gehen. die autofahrt ist recht angenehm, da ich augenblicklich den amg e-klasse fahre und dieser ordentlich gas gibt. mit 200 km/h an sonntagsfahrern vorbei, die auf der autobahn unterwegs sind, als ob sie einen traktor unterm hintern hätten. ein fahrstil jenseits von behindernd und schlecht. zombies driving cars...

die rückfahrt besteht aus blabla. anders kann ich es nicht beschreiben. blabla hier, blabla dort, ich nicke dazu "öhm...öhm...öhm...". so ein schmarrn. könnte man diese gesprochenen seifenblasen in nutzvolle energie umwandeln, könnte eine kleine familie davon ein jahr strom beziehen. ein haufen leerer worthülsen, die kein etwas ergeben, blabla hoch drei, das meine ohren durchspült, der durchzug in meinem kopf, um ehrlich zu sein, weiß ich jetzt nichts mehr davon. ich meine, wenn ihnen ihre mutter gleichzeitig ein rezept für einen braten in rotweinsose erzählt und nebenher vom tot der netten nachbarin berichtet, während vater nachrichten aus der zeitung laut vorliest, wären sie dann beisammen? ich persönlich kann das zumindest nicht. meine willentliche fokussierung der aufmerksamkeit ist wohl kaputt...

kurz nach 11:00h. ich verschwinde in die obere etage. meine mutter verwandelt wieder meine küche in ein schlachtfeld, mein vater tut wieder beschäftigt am laptop. ich rufe mein baby an und wecke sie. es ist der lichtblick des tages. mein lichtblick des tages. sonst ist es hier und in meinem kopf bewölkt...

14:50 Veröffentlicht in Alltag | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

15.12.2006

Fragmentarisch

08:07h, aufwachen. mit der schönsten stimme der welt am ohr. gott ist zwar ein fieser drecksack, doch diesmal nett zu mir.

+

agentur: rosinenbrötchen kauen, obwohl ich diese nicht mag. doch mein magen rebeliert, irgendwas muß hineingepresst werden und belegte brötchen ekeln mich augenblicklich an.
weihnachtsgeschenke annehemen. immerhin ist ein schöner kalender dabei, den ich an die wand pappen und auf dem ich termine eintragen kann. zudem eine flasche vodka, eine flasche rum und zwei kisten wein, nebst lebkuchengedöns, diversen kugelschreibern, feuerzeugen, schlüssellichtern, t-shirts und hastdunichtgesehen. der kofferraum ist beinahe voll...

+

10:57h. ich habe keine lust, keiner hat sie. ich schlendere durch die räumlichkeiten und entdecke bloß verträumte gesichter. meins ist es auch. die gedanken fern und sehnsüchtig.

+

11:17h. ich mache feierabend. es macht keinen sinn gedankenlos so zu tun, als ob man mental anwesend wäre. ms ist ebenfalls über alle berge, ich bin sicher, die agentur sieht ihn bis montag nicht wieder. ich fahre zur post, um eine hochglanzbewerbung abzuschicken, in eine gewisse fockygasse, an ein unternehmen der höheren klasse. man sagt mir, es würde am dienstag eintreffen, trotz weihnachten.

+

11:47h. gerade als ich am haus einparke, erblicke ich den briefträger, der mit einem gelben päckchen bestückt an meiner haustüre klingelt. panisch renne ich zu ihm. und! es ist exakt dieses päckchen, welches ich so sehr erwartet und heute noch nicht vermutet habe. den inhalt verrate ich ihnen zwar nicht, allerdings kleinigkeiten darüber: ich bin entzückt, ich bin überwältigt, ich zerfließe. ein teil daraus riecht so schön, daß ich nicht aufhören kann es mir an die nase zu halten, und glauben sie mir, es handelt sich dabei nicht um drogen...

+

12:07h. ich öffne die telefonrechnung und bekomme beinahe einen herzinfarkt. meine kühlschränke werden wohl über weihnachten leer bleiben. ich muß dringends umziehen...

+

lichtblicke? die stimme des herzens...

12:30 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

14.12.2006

Artikel des Tages!

wissen sie, ich lache sehr gerne. und wissen sie, fragen sie die julia, ich habe auch lustiges sehr gerne. ach, paperlapap, ich bin der quatschkopf vor dem herren. doch es gehört einiges dazu, um mich zum lachen zu bringen. mit einem blondinenwitz können sie gleich asyl in fremden ländern beantragen, da kann ich nichts mit anfangen, ich bestehe da eher auf kreativeres. wenn es allerdings darum geht, bei mir einen utopischen lachanfall auszulösen, bei dem ich mich beinahe sabbernd in kleinste bröckchen auflöse, während ich vom sessel falle und vor lachen drohe zu ersticken, dann muß diese kreativität mit ordentlich viel talent gewürzt sein. mit diesem ist der werte phil reichlich gesegnet.

und ich suche mir nun ein sauerstoffzelt...

17:53 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

Kontemplative Geschäftsleitung

als heute der wecker um 05:27h randaliert, denke ich kurz an sein technisches ende, mittels totschlag. keine fünf stunden schlaf, keine entspannung, kein garnichts. ein dasein zwischen stress und unruhe, ein dasein zwischen fühlen und ignorieren. ein tiefes verlangen, umzingelt von feindlichen drittvariablen. ein leben zwischen glück, hass und verrücktheit. ein gluckerndes tauchen, in der toilette der verwirrung. auf der einen seite geerdet und erfüllt wie nie zuvor, auf der anderen die chromaxt polierend und die menschheit anfauchend. per aspera ad astra.

06:57h im büro. keine ahnung warum ich so früh da bin, beschäftge ich mich doch eh nur mit privatkramm. eine "guten-morgen e-mail", ein paar blogs lesen, unsinn ausdenken. zum beispiel dem ms einen kothaufen aus plastik mitten ins büro legen, dabei gackern wie ein 13-jähriger klassendepp. gut, sein völlig entsetzter gesichtsausdruck war es wert, doch mir war es beinahe peinlich, als er sich hilflos angeschissen fühlte. die leise stimme im hinterkopf schrie "werde endlich erwachsen!", während der kobold auf meiner schulter bloß den mittelfinger ausstreckte. erwachsen? was ist das und wo kann man das kaufen? kann ich mir das leisten? näh! eher nicht...

09:00h, besprechung. oder nennen wir es anders - eine verbale anweisung an acht mitarbeiter, vorgetragen von einem verwirrten herrn ad. obwohl, vorgetragen ist auch verkehrt, da ich meine unterlagen daheim vergessen habe, so nennen wir es einfach debil lachend vorgestottert. tief in mir hoffe ich betend, sie haben mich verstanden, statt mis...

09:30h. ms sitzt auf meinem schreibtisch, einen apfel kauend, während ich mir eine kohlrabi schäle. er sammelt autos, ich kann es nicht mehr hören. vorallem weil ich sie alle kenne und bereits alle mehrfach maltretiert habe. drei mercedes, ein porsche, ein bmw. er gedenkt einen jaguar anzuschaffen, ich entgegne er würde ihm nicht stehen. ich meine, seien wir doch mal ehrlich, ein zwerg in jeans und ein jaguar? das ist als ob ich in pinken leggings ein fahrrad fahren würde...

eben, 10:27h. bis auf die erwähnten anweisungen, habe ich heute noch nichts produktives getan. und ich befürchte, das wird sich auch kaum ändern. ms hat sich verdrückt, zu einem "termin". ich bin sicher er ist irgendwo bei einem autohändler, oder einkaufen. ich glaube, ich fahre nun auch zum großmarkt.
vielleicht treffe ich ihn da...

10:45 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken

12.12.2006

Fuckfurt

heute, irgendwann. ich sitze in der agentur hinter glaswänden im büro, und lese bei diversen verlinkten. versuche dabei einen sehr gestressten eindruck zu machen, einmal winke ich sogar jamanden ab, mit hektischer und jegliche kommunikation verweigernder gestik, lache dabei in mich hinein. dinge besprechen? so ein schmarrn...

kurze zeit später taucht ms auf. er sieht übernächtigt aus, wirkt leicht panisch. sein sohn ist krank und seine frau auf einer tagung, er müße mit ihm schleunigst zum arzt, allerdings gibt es einen termin in frankfurt, den ich bitte für ihn erledigen soll. er drückt mir eine mappe in die hand und die schlüssel für den amg e-klasse, verschwindet anschließend mit seinem porsche.

begeisterung darüber macht sich in mir nicht gerade breit. erstens habe ich keine ahnung von dem job, zweitens kenne ich den konzern bloß aus dem fernsehen und drittens bin ich nicht gerade passend angezogen, um große aufträge an land zu ziehen. blaue jeans, schwarze vans, schwarzes longsleeve, keine zeit zum umziehen. naja, ein weiteres abenteuer meines bekloppten daseins...

das paket mit mehr als 300 ps katapultiert mich in nur 55 minuten an den bestimmungsort, vorallem und dank einer ungewöhnlich freien autobahn. das gebäude ist wirklich imposant, ohne das, wäre die sogenannte skyline nicht vollständig. ich bekomme einen besucherausweis, werde irgendwo nach weit oben geschickt, fürchte ein wenig passagiermaschinen, die unerwartet durch die fenster krachen könnten, verwerfe diesen gedanken allerdings schnell, merkel ist nicht bush...

in einem vorrzimmer werde ich gebeten zu warten. angesichts der vielen teuren anzüge, die menschenbekleidet an mir vorbeigehen, fühle ich mich in meinen klamotten wie ein lehrling, der gerade zu seinem chef gebeten wurde. das wird auch noch bestätigt, als ein merkwürdiger peniskopf mich anspricht, aus der abteilung "hässliche bwl-er, die humorlos durchs leben paddeln", mit der frage "sind sie der bewerber?".

weiß nicht genau, was er von meinem "sehe ich so aus?" gehalten hat, jedenfalls ist er ziemlich wortkarg in den fernen weiten des flurs verschwunden.

termin, nach einer kurzen vorstellung und der erklärung warum ms nicht da sei.

mein gegenüber besteht aus einem marketingleiter, der mir gleich unsymphatisch ist, weil er auf seinen nägeln kaut und weil es eben menschen gibt, die mir auf den ersten blick unsymphatisch sind, seiner assistentin, die aussieht, als ob sie gerade mit ihrem chef gebumst hätte und einem devoten grafiker, der den eindruck macht, als würde er sich bereits beim anblick einer paprika in die hosen scheißen...

ich: die vereinbarten preise sind mir unbekannt, um ehrlich zu sein, hatte ich bloß während der fahrt kurz zeit in die mappe zu schauen, und glauben sie mir, das war lebensgefährlich...
marketingleiter: das ist kein problem, es geht bloß um einen zusätzlichen auftrag, welcher sich unter der 10.000 euro grenze halten sollte...
ich: und um was geht es?
marketingleiter: einen messestand...
ich: kriegen wir hin, wenn sie die daten liefern...
marketingleiter: prima!
devoter grafiker: hihi...

nach dieser zwei minuten besprechung stehe ich wieder vor dem wagen und frage mich, was dieser scheiß sollte. diese geschichte wäre innerhalb von sekunden am telefon erledigt gewesen...

die rückfahrt dauert bloß 50 minuten bei cirka 200 km/h durchschnitt. ich überhole einen hummer h1 und beschließe mir irgendwann unbedingt so ein ding anzuschaffen. ms hat weitere minuspunkte gesammelt, für diese nummer behalte ich nun den amg. und frankfurt wird etwas in seiner skyline vermissen, wenn ich dort noch so eine nummer erlebe...

22:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken

11.12.2006

Aufrichtig

haben sie schon einmal einen vortrag vor zwölf geschäftskunden gehalten, mit einer hartnäckigen erektion?
ich sage es ihnen - das ist nicht annähernd so lustig, wie es vielleicht klingen mag...

14:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken

10.12.2006

spaziergehbilder

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18:57 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

I keep looking back at Someone Else... me?

ich stehe neben mir und starre mich an. also einen haufen elend. ich zittere leicht, was mich allerdings nicht wirklich stört, mein magen brummt, doch ich ignoriere das einfach, weil ich nichts außer flüssigkeit zu mir nehmen kann, mein gehirn arbeitet bloß in eine richtung, ich bin unfähig die spülmaschine auszuräumen, bereits seit vorgestern, habe bereits beschlossen das geschürr dort aufzubewahren...
mein herz pocht, laut und stark, ich reise durch zeit und raum, und spreche mit imaginären schildkröten, sie erklären mir den weg, nach dem ich nicht gefragt habe, den ich jedoch bewußt bestreite.

dieses wesen, das hier sitzt und neben dem ich stehe, hat etwas kosmisches an sich. es weint, obwohl es glücklich ist, es ist nicht da, obwohl es hier ist, es fühlt großes, was allerdings nicht erklärbar ist. oder zumindest nicht vermittelbar.

einst war er blogger, über den oft und zu recht die köpfe geschüttelt wurden. anarchisch, unangepasst, auf alles scheißend. kritisch, kindisch, übertrieben, überdreht. bis er von einem blitz getroffen wurde. von einem blitz, der einen namen trägt und zwar den schönsten, den seine gehörgänge je wahrgenommen haben. und nun ist plötzlich alles anders. er geht mehr als je zuvor aus sich hinaus, doch er schreit es nicht mehr nach draußen. er flüstert nur noch.

killergeschichten machen keinen spaß, wenn man mit schmetterlingen spielt, es hat eine mentale und überregionale rückrufaktion stattgefunden, die meisten äxte wurden vom markt genommen, vorallem die verchromten. als ersatz gab es einen gutschein für gefühle aus platin.

ich starre mich an. was ich sehe zerfließt zu einem meer aus kitsch. beinahe, mit betonung auf beinahe. denn in wirklichkeit ist es das nicht. ich bin immer noch ich. er ist immer noch er. doch niemals wieder so wie vorher...

11:45 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

09.12.2006

unus und versus (II)

...sie haben zwei koffer bei sich, das heißt sie wollen bleiben.
ist mir unrecht, aber was soll man da machen?

mutter: naaa! wie siehst du denn aus?
vater: (grinsend) warst du saufen?
ich: ähh... näh... aber... kommt doch rein...

sie fliegen am samstag zurück nach bayern, möchten bei mir übernachten. wenn es das bloß nur wäre...

es wird durcheinander gesprochen im staccato-ton, ich bin verwirrt und nicht aufnahmefähig. ich hatte nicht einmal ansatzweise zeit darüber nachzudenken, was da eigentlich letzte nacht passiert ist, da werden mir schon fragen darüber gestellt, warum meine kühlschränke bloß käse und ausländische gewürze beinhalten würden. als ob ich mich dafür rechtfertigen müßte, das meine mutter keinen käse mag. dinge werden entschieden, über meinen kopf hinaus, ich bin nicht daheim, ich bin fremd und muß mich anpassen. "wo sie schon mal da sind" möchte meine mutter plätzchen für mich backen. still und heimlich renne ich nach oben in die vorratskammer und werfe die kekse vom letzten jahr hektisch in den mülleimer im arbeitszimmer. ich mag sie nicht, ich mag süßes nicht, ich hasse zimt...

unter der dusche bin ich verwirrt. auf der einen seite dieses kosmische erlebnis, welches ich nicht verstehe, auf der anderen zwei lärmende personen, die zwar meine eltern sind, aber eigentlich nicht willkommen. zumindest an diesem denkwürdigen tag. so verwechsle ich auch kurzerhand peeling mit shampoo und schmiere mir weichspüler ins gesicht...

12:00h. mutter möchte im großmarkt einkaufen, ich solle sie fahren. mein vater sitzt vor seinem laptop und tut so, als ob er gerade per handy das wichtigste geschäft seines lebens tätigen würde. in einer fremden sprache. die verstehe ich allerdings und höre ein übersetztes "weißt du noch damals?" raus. ich weiß, er will sich bloß drücken. arsch.

im großmarkt verliere ich keinen ton, nicke bloß blöd als antwort. mein kopf ist woanders, mehrmals fahre ich menschen mit dem wagen an. irgendwie würde ich gerne meine plappernde mutter in einem der riesigen kühlhäusern einsperren, ich verwerfe diesen gedanken zwar schnell, sie bleibt aber trotzdem die nervensäge des tages. nein, des monats.

nach 17:00h. meine nerven liegen blank. mein vater fummelt per fernbedienung an meinem dvd player rum, telefoniert und spielt nebenher solitär. meine mutter hat feindlich meine küche übernommen und diese in ein gebäck-schlachtfeld verwandelt. ich flüchte heimlich und still in die obere etage und rufe meine liebste an. sie lacht herzlich und laut, als ich ihr davon berichte. sie lacht herzlich und laut, während ich mich mitten im krieg befinde. einen konflikt zwischen welten austragend.

nach nur wenigen miunten werden wir unterbrochen. meine mutter ruft mich und stellt mir die bekloppteste frage des jahres: "hast du zufällig zwei tüten kokosraspeln?"...

ich starre in ihr fragendes gesicht und weiß keine antwort. bin kurz davor sie zu fragen ob sie eine meise hätte, erspare mir das allerings, weil ich weiß, sie hat eine. ich bin schließlich ihr sohn. wozu, zum teufel, sollte ich ZUFÄLLIG kokosraspeln haben? was ist das überhaupt? das ist, als ob ich sie fragen würde, ob sie ZUFÄLLIG eine death metal cd parat hat...

der wahnsinn nimmt kein ende, ich muß mir vorwerfen lassen, ich würde beim plätzchenbacken nicht helfen, sie wären schließlich für mich. still, stumm, geistig abwesend bestreiche ich cirka 250 davon mit heißer schokolade und bewerfe sie mit gehackten nüßen. schicksal ist oft ein arschloch ohne skrupel und bedenken. sie stellt mir fragen über meine liebe und mein leben, welche ich bloß stotternd auf lateinisch beantworte. nach einer weile unterläßt sie endlich jegliche kommunikation.

es ist nach mitternacht, als ich in ruhe mit meinem lieblingsmenschen sprechen kann. es passiert erneut etwas unbeschreibliches. es passiert erneut etwas kosmisches.
es ist mir beinahe unheimlich.

und heute? sie sind weg, also meine eltern. zum flughafen. und da sie einen mietwagen hatten, mußte ich sie nicht einmal fahren. ich tat am fenster als ob ich winken würde, in wirklichkeit aber mit einem leicht angehobenem mittelfinger.

und nun bringe ich die weihnachtskekse in die vorratskammer...

ende

13:15 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

08.12.2006

unus und versus (I)

vergangene nacht, keine ahnung wann. die messbare größe, die mit dem raum ein kontinuum bildet, spielt nicht wirklich eine rolle. es geschieht etwas, was ich in meinem leben noch nie erlebt habe und nie gedacht habe, so etwas würde überhaupt existieren. glauben sie mir, es ist zu tiefst vertraulich, um beschrieben zu werden, doch es ist auch nicht das was sie womöglich denken.
ich bin sicher, das geschieht nur einmal im leben, wenn überhaupt. mal eben die weltenordnung aus den angeln reissen, abheben, dinge erleben, die niemals, mit betonung auf nie, berschreibbar wären. etwas, was eine alte versaute und literarisch mordende sau wie mich völlig umgehauen hat.
zu schön. unvergesslich für ewigkeiten. kosmisch.

heute morgen. ich falle gänzlich fertig aus dem bett. ich sehe aus wie scheiße. meine haare sind wirr, meine augen tränend und mit dicken ringen bestückt. ich trage eine jogginghose mit einem zigarettenbrennloch, genau dort wo miniaturkinder rauskommen, dazu ein langes t-shirt mit einem bescheuerten messe-aufdruck eines großen konzerns, zusätzlich schwarze socken. hausschuhe besitze ich nicht.

ich stehe im badezimmer und starre in mein gesicht, welches nicht genau weiß, wohin es schaut. was ist da passiert? existiert magie? ich habe doch nicht etwa drogen genommen? naa! ich nehme keine und sie ebenfalls nicht. was zum teufel?

da klingelt es an der türe. oh gott! denke ich, wer mich so sieht, beispielsweise die müllabfuhr, die nehmen mich glatt als abfall mit. an der haustüre angekommen entdecke ich zwei personen, die heute in etwa so die letzten sein dürften, die ich sehen möchte. meine eltern...

fortsetzung folgt...

23:50 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

07.12.2006

Visus

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medium_mosel_.jpg


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wer den exakten sinn der platzierten bilder und zudem die bedeutung errät, darf hier einen eigenen beitrag einstellen, inklusive meiner ausgesprochenen bewunderung...

nachtrag: das quiz ist beendet. erstaunlich schnell, ich weiß, aber treffender als der werte phil kann man es nicht beschreiben. vielen dank an alle anderen für die ebenfalls wunderbaren gedanken!

19:15 Veröffentlicht in Gesehen , Quiz | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per Email verschicken

Beschissene Branche...

heute, 05:37h. der wecker bombardiert mich mit seinen schmerzhaften tönen, ich hasse ihn dafür. er befindet sich kurz davor, die erfahrung eines fluges aus dem fenster zu machen. bereits zwei seiner artgenossen haben das nicht überlebt.

meine stimmung befindet sich unterhalb der erdoberfläche. das mag an zu wenig schlaf liegen, mag an fehlender dummheit liegen, die mein gehirn permanent bis zum erbrechen arbeiten läßt. vielleich bin ich aber doch dumm, da ich darauf keine antworten habe...

meine augenringe sind spührbar, ich ziehe eine eismaske auf und betreibe fünfzehn minuten gymnastik. unter der dusche kommen mehrere lotionen und peelings zum einsatz, anschließend trage ich eine maske aus kräutern in mein gesicht auf, lege mich für die wirkzeit auf die couch. bei der restlichen pflege starre ich bloß in ein ausdrucksloses gesicht. und wo ich hier nun schon skrupellos in dem klischee bade, aus einem buch zu rezitieren, beende ich das auch mit einem zitat. i simply am not there...

08:30h, in der agentur. lärm. jemand hat geburtstag. ich habe mich zwar mit dem powerbook in den seminarraum verkrochen, doch muß das bunte treiben trotzdem visuell durch die glaswände betrachten. schrecklich. jemand klopft an die türe, bringt mir einen teller mit zwei belegten brötchen und geht wieder. ich starre diese zwei essensklumpen an, hebe den deckel des einen und erblicke zwei etagen butter, nebst zwei traurigen scheiben salami darin. buäh! ist mein einziger gedanke. hätte satan augenblicklich nicht so viel woanders auf der welt zu tun, würde ich glatt einen termin verinbaren. ich könnte ihm spontan ein paar seelen liefern...

es ist gegen 11:00h als ich das gebäude verlasse, ms. ein beschissenes wochenende wünschend. er hat mich erneut aufgrund seiner unpünktlichkeit hängen lassen. er ist mein wecker, der gerade aus dem fenster fliegt.

in wenigen tagen ist abgabetermin. ich werde absichtlich nicht dasein (ein spontan erfundener arztbesuch, wegen penisschnupfen...). und er hat keinen überblick...

wäre dort draußen nicht eine besitmmte person, die mir verdammt viel kraft gibt, würde ich mich womöglich freiwillig in einem schwarzen armanianzug zum kompost dazulegen.

13:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

06.12.2006

Lesung ´07 (Fiktiv)

zum ersten mal an dieser stelle erzähle ich ihnen ein wenig über die zukunft. zudem erwähne ich zum ersten mal an dieser stelle unsere lesung.

anfang/mitte april. diverse gestalten sitzen an einem tisch in einer 150 qm küche und versuchen frühstückliches zu sich zu nehmen. mit betonung auf VERSUCHEN. die julia sieht wie immer großartig aus, im gegensatz zu mir. wir haben zwar beide seit nächten nicht wirklich geschlafen, doch sie strahlt, während mir das gesicht beinahe aufs brötchen fällt. ich strahle bloß innerlich. phil schwäzt hessisches und könnte sich mal rasieren. sir parker stinkt nach whisky wie ein alkoholisierter indianer im reservat, der gp kratzt sich den rücken und jammert ununterbrochen "aua", während seine kräutermaske ebenfalls droht auf sein brötchen zu fallen und seine chromlockenwickler meine übernächtigten augen blenden.

vereintes menschliches chaos.

wir müßen zum veranstaltungsort. einen namen für die lesung gibt es nicht, wir konnten uns nicht einigen. es ging so weit, das sir parker auf mich losgegangen ist und ich meine axt nicht finden konnte. nun haben wir beide je ein blaues auge. bei der kurzen schlägerei haben phil und gp bloß amüsiert zugeschaut und sich zugeprostet, anstatt dazwischen zu gehen, während julia mit elise spazieren war.

das blau ist violet.

20:00h. unsere zehn zuschauer sind da. wir haben 30 euro eingenommen und cirka 2.500 ausgegeben. ich lerne neue menschen kennen die alle http mit vornamen heißen. vielleicht hätte ich zusammen mit sir parker nicht soo viel whisky trinken sollen, wegen der versöhnung. nun stinken wir beide wie ein gazes reservat, tragen zudem augenklappen. keiner von uns beiden kann mit seinem linken auge lesen, wir sind rechtsäugler. phil ist mittlerweile zugewachsen und kann nichts sehen, so also auch nicht vorlesen. gp verschwindet auf dem damenklo, wo er aus leidenschaft in stücke zerfetzt wird. julia liest ein paar ihrer werke mit verzweifelter und ängstlicher stimme, bekommt beifall, der rest von uns wird mit faulen tomaten beworfen.
eine davon trifft mein rechtes auge, ich erblinde.
mein lesen ist kaputt.

wir fahren heim, sie träg mich über die türschwelle, anschließend elise.

doch wir waren helden...

16:30 Veröffentlicht in Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (14) | Per Email verschicken

Die Stimmung

es fließen elefantentränen vermengt mit sekretion der nase.
mir ist kalt und draußen ist es grau, ich traue mich nicht nach draußen. völlig konfus und gelähmt kaue ich eine rohe kohlrabi und kann vor lauter vermehrung der tränenflüssigkeit kaum schlucken. ob das gemüse schmeckt, weiß ich nicht, weil ich nicht anwesend bin.

etwas passiert mit mir, was ich nicht kenne. etwas passiert mit mir, was ich nicht erwartete. biochemische botenstoffe spielen heavy metal auf der geige des lebens. dieses eiskalt berechnete monster, welcher ich glaubte zu sein, liegt in der agonie, ich habe es selbst ins herz gestochen, mit einer schneide aus empfindung. ich gewinne die herrschaft über universen des schmerzes, triumphiere, allerdings geschwächt. doch ein diktator werde ich niemals werden, ich beherrsche nicht einmal mich...

13:40 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

05.12.2006

Verbalmord

nun wurde ich von meinem darling dazu verdonnert, den scheiß zu writen, über den ich mich eben tierisch geärgert habe und über den sie herzhaft LOLen mußte. denglishismus nebst verstupidung nämlich, den ich heute erst gebrieft in einem meeting erleben mußte. beschissenes riddle und unnötig wie waterworld. das after-tasting klingt für mich nun beinahe wie anus-geschmack. blödes analgesülze. fucking kofferwörter...

ich meine, stellen sie sich folgendes vor. wir befinden uns im rheinland. nein, nicht beim oktoberfest!

ich: (deutscher) wir können die logistik vielleicht noch umgestalten. wir müßen uns aber jetzt einigen...
er: (deutscher) not really, das ist zu break-after...
ich: ???

also, mal unter uns. du blöder motherfucker, ich meete dich gleich mit der axt in the head, dachte ich so leise bei mir...

ich: do you speak deutsch?
er: ???

klar, das ist zu gehandicapt um es really aussprechen zu können...

ich: verzeihung, ich habe das bloß gesagt, weil ich keine lust habe jemanden wie dich zu siezen...
er: wie meinen?
ich: ach, plötzlich geht wieder kraut?

ich glaube, es war ein totalitäres not understanding...

22:35 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

Mein Schatz, zitiert...

"und wenn mir heute jemand irgendwie auch nur ansatzweise blöd kommt, beiß ich ihn tot..."

hihi, die süße.

14:00 Veröffentlicht in Alltag | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken

Das tiefe Verlangen

wissen sie, der sinn der geschriebenen sprache, ist eine widersprechende äußerung des denkens. doch die sinngebilde des denkens können fesseln und begrenzen. vorallem letzteres. was braucht man, um schreiben zu können? freiheit? was ist überhaupt freiheit? vermissen wir nicht grundsätzlich etwas?

mein herz ist weit weg, mein kopf läßt nur begrenzt leitgedanken zu, meine persönliche erzähltheorie ist spazieren. irgendwo...

ich würde ihnen gerne lustige geschichten erzählen, die fiese geschehnisse beinhalten, inklusive glänzender werkzeuge. ich würde ihnen gerne ein paar lustige geschichten aus der vergangenheit erzählen, wo new york oder london unsicher gemacht wurden, durch die körperliche anwesentheit meiner wenigkeit, doch ich kann nicht. stattdessen sitze ich hier in meinem schwarzen ledersessel und starre teilnahmslos aus dem fenster, als ob ich hypnotisiert wäre...

...und alles was mir einfällt ist - ich vermisse.

medium_auge003.jpg

09:53 Veröffentlicht in Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken

04.12.2006

Suchanfragen. (Teil 187755...)

wissen sie, ich weiß es, diese suchanfragen-analyse ist manchmal müssig, oder dient bloß als lückenfüller, doch ich persönlich kann manchmal nicht anders. vorallem wenn ich gerne in die köpfe dieser menschen schauen würde, die diesen unsinn verzapfen. gerne mittels einer axt...

wie kommt der blup in den spinat
mittels einer 44-er in den kopf geschossen...

der wind ist des teufels niesen
mein gott! sogar poeten besuchen meine kleine seite. nur, was ist dann der regen? der klogang? ich möchte persönlich nicht ernsthaft darüber nachdenken...

liebe meines lebens
ja, berichte über dieses geschehen finden sie augenblicklich hier zur genüge, zugegeben. bloß, falls sie diese selbst suchen, so sind sie in der suchmaschine verkehrt... glauben sie mir.

kranke lachanfãlle der psyche
lustig...

extremes schmerzempfinden bei hochbegabten kindern
leistungsdruck und zu enge fesseln am piano?

sex ficken geil versaut verboten schnell hetero
mann! sie haben es aber eilig, ihre kurzen centimeter irgendwo hinstecken zu können, gell? nehmen sie hackfleich...

verstopfte toilette
wie dumm muß man eigentlich sein, um ausgerechnet auf einer privaten seite, namens "kreativbetrunken", nach haushaltstipps zu suchen?! aber weil sie es sind... besorgen sie sich gute handschuhe...

fotos von gelangweilten schülern
ähm, stellen sie sich an die haltestelle, kurz bevor der schulbus kommt. dann... knipsen...

wissen sie, ich schrieb es bereits einmal - das internet ist hilfreich beim suchen von informationen, aber (!) es ist keine lebenshilfe. und jetzt ziehen sie bitte den stecker und schließen die fenster. oder wissen sie etwa nicht, was ich meine...?

15:45 Veröffentlicht in Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken

Im Innern

heute, 02:57h. ich falle aus dem bett, in einer verfassung, die möglicherwiese vergleichbar wäre mit der eines geisteskranken psychopathen, der zufällig in einem lagerraum mit äxten eingeschlossen wurde. verspiegelte gedanken am laufenden band. auf der einen seite muß ich weinen, beim lesen einer an mich gerichteten e-mail, von einer person, die mich so tief berührt, wie es sonst bloß ein chirurg mit einem skalpel könnte, auf der anderen seite starre ich im badezimmerspiegel in ein eiskaltes gesicht, ohne ausdruck und empfinden, wünsche bloß der menschheit draußen eine begegnung mit meiner wenigkeit überleben zu können...

meine kleidung ist gänzlich schwarz. meine lieblingsfarbe, obwohl es eigentlich keine ist. ein enger hugo rollkragen, eine jack wolfskin hose, schuhe von lakai, eine breitling am handgelenk. jemand meinte mal zu mir - es ist länger her - ich wäre in diesen kleidungsfragen eben der typische werber. einfallslos. er darf heute am leben bleiben, aber bloß weil es sich dabei um herrn GP handelt...

die fahrt rauscht an meinen sinnen vorbei, sum41 lärmen aus den boxen, es regnet, auf dem ganzen weg begegne ich keinem anderen fahrzeug, oder nehme zumindest keines wahr. ein krachendes acht-zylinder päckchen mit wahsinn als inhalt. die gedanken verwirrt wie ein ungarischer gulasch. bei einem biß scharf, bei einem anderen mild.

meine gewünschte ruhe in der agentur dauert nicht lange an. bereits um 06:30h kommen s. und b. durch die tür, denen ms. aufgetragen hat, mir zu "helfen". ich bin sicher, ms. wird irgendwann auf dem titelblatt der bild berühmt. als die unbekannte leiche ohne kopf...

s.: moin! alles klar?
b.: moin! man habich nen schädel!
ich: was macht ihr denn hier?!
s.: ms. hat gesagt, wir sollen dir helfen...
ich: sehe ich hilfsbedürftig aus?!
s.: (beugt sich über den schreibtisch und schaut grinsend in mein gesicht) naja, wenn man sich deine verheulten augen so anschaut...

ich überlege kurz ihn an die heizung zu ketten und ein scharfes messer zu holen, verwerfe den gedanken aber, seines kleinen sohnes wegen, der mich für seinen einzigen onkel hält. trotzdem nerven die beiden. während ich mich an den rechnern versuche zu konzentrieren, lärmen sie durch die gegegend wie ein geisteskranker kindergarten, lachen sich kaputt über sauf- und fickgeschichten vom wochenende. zwei personen und eine geräuschkulisse wie bei einem konzert. ich mittendrin, mit gedanken zwischen liebe und mord inklusive diverser tränen, die ich immer und immerwieder hektisch wegwische. eine dramatik der zwiespaltung, eigentlich hasse ich euch alle, aber eigentlich ist kein herz dieser welt größer als meins und mit mehr liebe gefüllt.

08:30h. die j. kommt angelatscht, fragt mich, ob ich eine zigarettenlänge zeit für sie auf der terasse hätte, sie bräuchte einen rat. toll, ausgerechnet von mir und ausgerechnet augenblicklich, wo mein leben das personifizierte chaos darstellt. zudem kann ich sie nicht leiden...

die j.: (hektisch und feucht an einer zigarette saugend) sag mal, du bist doch frisch verliebt oder?
ich: (nach unten starrend und mit einer leichten vorstellung sie dorthin befördern zu wollen) ja, warum?
die j.: ja, weil ich bin es auch...
ich: (in ihre eiskalten tussi-augen schauend) ja, und?
die j.: er wohnt in münchen...
ich: ja, mußt halt hinfahren oder hinziehen...
die j.: so einfach ist das?
ich: (die terasse verlassend) yip...

als ob ich augenblicklich den lebensberater für verwöhnte luxusschlämpchen spielen könnte, die sich nicht zwischen vorne und hinten entscheiden können und die männer und ihre gefühle für spielzeug halten. fast hätte ich gesagt, sie solle die parfümerie ihres vertrauens heiraten...

09:30h. ms. kommt an. wir setzen uns zu zweit in sein büro.

ich: hast du eine meise?
ms.: na klar! wieso?
ich: warum hast du mir s. und b. zur hilfe geschickt?
ms.: na, ich dachte, die können an den maschinen machen und du konzentrierst dich bloß auf die rechner...
ich: du hast eine mei