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29.12.2006

Der schwärzeste Tag, die dunkelsten Gedanken

die gedanken, die die absonderung von tränenflüssigkeit bewirken, überfluten mich. ich ertrinke in einem meer aus verlangen und leiden. ich stürze mich von einer brücke, die aus kleinen steinchen gebaut wurde, die alle gleichzeitig auf mich einreden - millionen stimmen, tausende aussagen, die verwirrung als solche, exakt auf den punkt gebracht.
das chaos...

wissen sie, es gibt dinge, die unbeschreiblich sind. ich bin eh nicht der meister des textens, umso schwerer fällt es mir meine augenblickliche verfassung zu erklären. kurz war ich vorhin davor, wie schon tage zuvor, dieses kreativ betrunkene tagebuch zu löschen, um anschließend epiphorisch auf den boden zu fallen, wie ein gefallener engel. kurz habe ich überlegt, mir das leben zu nehmen, um es mir sofortig wiederzugeben, mittels einer ohrfeige. ein schlag in die fresse, von mir selbst. keine sprache der welt kann es treffender auf den punkt bringen als lingua latina: ich versus mich...

die kraft der einsamkeit umhüllt mich wie ein mantel, dem die kälte als innenfutter eingenäht wurde. ich weiß, ich verfalle gerade in eine art drama, doch ein tagebuch ist dafür da, ich empfinde eben halt eine gefühlte tragödie...

hier und dort, da draußen, passieren dinge, die einfach unfair sind (jetzt benutze ich schon anglizismen...). dort draußen passieren dinge, die falsch und schlecht sind. das leben ist eine hure und wir sind nicht ihre zuhälter. ich hinterfrage bloß, warum sie für manche die beine breit macht und für manch andere nicht...

ich habe keine kraft, schon lange nicht. ich habe zwar einen neuen antrieb, einen glänzenden und verchromten, doch ich weiß ihn nicht einzubauen. ich habe angst ihn falsch zu verschrauben und somit zu beschädigen. ich bin allgemein ängstlich. paranoia macht sich breit und versklavt mich als einen wurm des universums. die chromaxt nützt nichts, sie ist bloß chirurgisches werkzeug, mit dem man lustige dinge anstellen kann. doch reparieren kann sie nichts...

wissen sie, sie werden eh nicht die philosophie der bedeutungszusammenhänge verstehen, die ich hier buchstäblich auskotze, können sie auch nicht, denn ich verstehe es selbst nicht und wie sie es als meine leser wissen sollten, komme ich nur sehr beschwerlich auf den punkt. wofür manche zwei sätze brauchen, benötige ich zwei seiten...

was ich ihnen sagen wollte ist nur, daß ich das leben oft sehr ungerecht finde. was ich ihnen sagen wollte ist nur, daß der heutige tag einer der schwärzesten meines lebens ist. und ich sage ihnen noch was - manchmal, ganz selten, aber immerhin, verliere ich die lust an dieser metaphysischen entität...

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'Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt.'

Quelle: Wikipedia

Veröffentlicht von: dieJulia | 29.12.2006

"Die Liebe duldet alles!" (1. Korintherbrief 13,7)

quelle: wikipedia

Veröffentlicht von: Ad | 30.12.2006

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