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08.12.2006
unus und versus (I)
vergangene nacht, keine ahnung wann. die messbare größe, die mit dem raum ein kontinuum bildet, spielt nicht wirklich eine rolle. es geschieht etwas, was ich in meinem leben noch nie erlebt habe und nie gedacht habe, so etwas würde überhaupt existieren. glauben sie mir, es ist zu tiefst vertraulich, um beschrieben zu werden, doch es ist auch nicht das was sie womöglich denken.
ich bin sicher, das geschieht nur einmal im leben, wenn überhaupt. mal eben die weltenordnung aus den angeln reissen, abheben, dinge erleben, die niemals, mit betonung auf nie, berschreibbar wären. etwas, was eine alte versaute und literarisch mordende sau wie mich völlig umgehauen hat.
zu schön. unvergesslich für ewigkeiten. kosmisch.
heute morgen. ich falle gänzlich fertig aus dem bett. ich sehe aus wie scheiße. meine haare sind wirr, meine augen tränend und mit dicken ringen bestückt. ich trage eine jogginghose mit einem zigarettenbrennloch, genau dort wo miniaturkinder rauskommen, dazu ein langes t-shirt mit einem bescheuerten messe-aufdruck eines großen konzerns, zusätzlich schwarze socken. hausschuhe besitze ich nicht.
ich stehe im badezimmer und starre in mein gesicht, welches nicht genau weiß, wohin es schaut. was ist da passiert? existiert magie? ich habe doch nicht etwa drogen genommen? naa! ich nehme keine und sie ebenfalls nicht. was zum teufel?
da klingelt es an der türe. oh gott! denke ich, wer mich so sieht, beispielsweise die müllabfuhr, die nehmen mich glatt als abfall mit. an der haustüre angekommen entdecke ich zwei personen, die heute in etwa so die letzten sein dürften, die ich sehen möchte. meine eltern...
fortsetzung folgt...
23:50 Veröffentlicht in Alltag, Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken


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