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30.10.2006
Die Summe aller Teiler ohne die Zahl selbst (II)
...der einfachste weg das herauszufinden ist über den bartender, ich ordere also einen martini für die dame gegenüber und zwei weitere jameson für d. und mich. sie prostet mir zu, grinst dabei von einem ohr zum anderen, d. nervt mich mit seinem gefasel über betriebswissenschaftliche zusammenhänge, so lasse ich ihn mitten im satz stehen und begebe mich zu der lady.
sie sieht verdammt gut aus, das knappe schwarze könnte kaum knapper sein, sie trägt sogar schwarze strumpfhosen. großartig. es dauert bloß zehn minuten flüsterei bis wir den laden verlassen, m². habe ich gänzlich vergessen, ebenso wie er mich vorhin, als er verschwand.
wir treiben es gleich auf der motorhaube in der tiefgarage, ich muß zugeben, die gefahr erwischt zu werden hat mich noch mehr angemacht. als wir fertig sind muß ich grübbeln über ihren namen, an den ich mich nicht mehr erinnern kann. in meinem kopf nenne ich sie also einfach "geiles stück", es ist mir ganz klar, daß es nicht gerade die liebe meines lebens werden wird, sondern bloß eine samstägliche hurerei, die ordentlichen frauchen lassen sich nämlich nicht nach einer 20-minütigen beziehung auf einer motorhaube flachlegen, nein, die ordentlichen brauchen zeit...
sie will mehr, ich solle bei ihr übernachten. ich lasse mich nicht zweimal bitten, lieber drei kilometer besoffen zu ihr fahren, als siebzehn zu mir nach hause. tatsächlich muß ich mir ein auge zuhalten um die straßenmarkierung treffen zu können, doch an der ampel vor dem polizeipräsidium bringt mich diese tatsache sogar zum lachen.
es dauert, bis wir einen parkplatz finden, als wir endlich zu fuß unterwegs zur wohnung sind, halten wir händchen, während sie mich darüber aufklärt, sie würde in einer zweier-wg mit ihrer besten freundin leben; "könnte eine interessante nacht werden" denke ich sau bloß dabei... sie wird tatsächlich noch viel interessanter, als meine gedanken...
01:30h, wir betreten eine wunderschöne alte villa, mit hohen wänden und wundervollem deckenstuck. irgendwo in den räumlichkeiten brennt licht, wir vernehmen gekichere, betreten eine art wohnzimmer, wo eine recht hübsche blondine mit einem prachtkerl rumknutscht... der typ ist m²....
er und ich starren uns an, wie zwei bekloppte irre, bis wir in ein gelächter ausbrechen, wie es noch keiner gesehen hat, ich knie mich nieder und er fällt von der couch, während die frauen durch die gegend schauen, als ob weltuntergang wäre. den rest der nacht werde ich ihnen allerdings vorenthalten...
am nächsten vormittag gehen m². und ich zum wagen, gackernd wie zwei blöde hähnchen und bekommen keinen satz gesprochen vor lauter lachen. im auto macht m². dann die ansage - "das glaubt uns kein mensch!" - und bricht in tränen vor lachen aus. ich ebenfalls...
wir schlafen einige stunden, beschließen abends doch noch ein paar biere zu trinken, o. kommt hinzu, unser frauenheld, der pro wochenende mindestens vier frauen flachlegt. als wir ihm die geschichte erzählen, malt er uns einen mentalen grundriss der wohnung, in der wir uns letzte nacht aufgehalten haben, inklusive des klaviers...
wir starren ihn an, wie zwei deppen...
...er hatte sie ebenfalls - alleine...
21:30 Veröffentlicht in Alltag, Kopflastig, Vergangenes | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken


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Michael wrote related post
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Trackback von: Michael wrote related post | 30.04.2008
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Irgendwo interessant. Schreiben Sie mal weiter, tun Sie's einfach.
Veröffentlicht von: eloran | 31.10.2006
Coole, böse Geschichte. Gut geschrieben. Hab sie ohne Rückfrage gleich in meinem letzten Beitrag erwähnen müssen, sorry. LG Klappaltar -heute leicht deprimiert-
Veröffentlicht von: Klappaltar | 31.10.2006
wichsen
weiterwichsen
(aber aufpassen, tastaturnichtverkleben)
Veröffentlicht von: z. | 31.10.2006
eloran: machich, iss ja hobby... ;-)
klappaltar: naa! also hier wird wohl keiner belastende emotionen aufkochen lassen!
z.: sehr geistreich, eine unendlich schwachsinnige verschwendung von buchstaben. gehen sie woanders spielen...
Veröffentlicht von: Ad | 31.10.2006
Sehen Sie, Herr Ad, das ist der Unterschied zwischen Teamwork und echtem, unternehmerischen Geist. Sie und m² arbeiten parallel, aber kostenintensiv durch doppelte Getränkerechnungen, o. indes arbeitet zielgerichtet an einer Baustelle und nimmt den Bonus danach noch kostenfrei mit.
Die Welt ist doch einfach manchmal ungerecht.
Veröffentlicht von: pathologe | 31.10.2006
eine interessante theorie, die sie da anschleppen, werter herr pathologe, habe gerade darüber nachgedacht. es ist nur so, daß verschiedene sichtweisen dazu existieren, da m² und meine wenigkeit niemals neidisch auf o. und seine grenzenlosen aktivitäten waren. mein persönlicher abschluß des textes sollte keinen neid vermitteln.
hinzu kommt die sache mit der rechnung - er mußte beide unterhalten, wir bloß je eine...
Veröffentlicht von: Ad | 31.10.2006
Meine Freundin K. und ich machen das andersrum: Wir empfehlen uns die Mänenr gegenseitig weiter....
Aber die Wege des Herren sind manchmal wirklich unergründlich.
Veröffentlicht von: trillian | 31.10.2006
mitten aus dem leben. was soll daran interessant sein? das einzige, das ich nicht mag sind mischgetränke.
Veröffentlicht von: zores | 01.11.2006
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