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30.04.2006
Langes Wochenende (I)
gestern, 19:00h. völlig am ende mit meinen nerven, beschließe ich etwas in der art von feierabend zu machen. eigentlich hatte ich vorgehabt einen normalen samstag zu verleben, sprich aufräumen und einkaufen, doch es sind wie immer tausend dinge dazwischen gekommen, die mich bis zur besagten uhrzeit haben ackern lassen wie einen packesel.
mein erster handgriff gilt der telefonanlage, ich schalte sie ab.
es ist bereits letztes wochenende vorgekommen, daß mich ein kunde anrief mit der terroristischen anfrage, ob ich "mal eben" eine 20-seitige übersetzung machen könnte. am sonntag, um 17:00h! und das auch noch ausgerechnet von der dreisten dumpfbacke, die seit 7 wochen überfällig mit der zahlung meiner letzten rechnung ist...
so bin ich halt unerreichbar bis dienstag, wer schlau ist, schreibt eine kurze e-mail, ich rufe zurück, sofern sie nicht die besagte dumpfbacke sind.
ich dusche und bin hirnlos. zumindest die abendplanung betreffend, sonst zynisch, traurig bis menschenfeindlich.
m. hat verlauten lassen, nach der arbeit erst mit ihren freundinen etwas trinken zu gehen, sie würde erst gegen mitternacht mit dem taxi kommen. "kein problem" sage ich, wobei ich doch leicht unglücklich mit der situation bin.
es ist samstag, es ist frühling, wir haben uns entschloßen einen gemeinsamen und harten weg zu gehen, ich bin liebesbedürftig und wir haben uns seit mittwoch morgen nicht mehr gesehen.
und um das mal etwas einfacher auszudrücken, als auf meine sonstige bescheuerte art: ich vermisse sie, bereits 10 minuten nach dem abschied.
gerade als ich meine barfüßigen beine hochlege, kommt es doch zu einer bedingt guten wendung der geschehnisse, m. meldet sich mobil, sie hätte sich mit ihrer feundin l. gestritten und würde gleich zu mir kommen. l. hat sich wohl eine dumme bemerkung erlaubt, unseres hamburg umzuges wegen, woraufhin m. ausgeflipt ist (was weiß gott, fast nie passiert) und dieses mit etwas ähnlichem wie "deine unwissendheit vereint mit endloser unbegründerter arroganz kannst du dir irgendwo einführen" zu entgegnen.
l. ist ein fall für sich, ich kann sie nicht ab. sie ist häßlich, eingebildet, gewöhnlich und klugscheißerisch. seit 5 jahren mit einem mann liiert, meckert sie über diesen seit 5 jahren bei jeder gelegenheit, in seiner abwesenheit. es ist 1,5 jahre her, als ich bei ihr menschlich durchgefallen bin, als sie wiedermal über ihn lästerte, während er die toilette besuchte und ich zu ihr sagte "wer es so lange mit dir ausgehalten hat, verdient eher eine auszeichnung, statt hinterhältige denunzierung". seit dem bin ich bei ihr untendurch, was mir allerdings gleich ist, um ehrlich zu sein geht es mir völlig am arsch vorbei von solchen personen gemocht zu werden, oder eben auch nicht. ich suche keine freunde.
als m. ankommt, verkneiffe ich mir die frage, warum sie überhaupt noch mit l. befreundet sei, sie kennen sich seit der kindheit. ich verfüge ebenfalls über nervige bekanntschaften, denen wir am selben abend noch begegnen sollten...
fortsetzung folgt
21:30 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Untergang und Rettung | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
29.04.2006
Primitives Surfen
ausnahmsweise und ohne viel gesabel meinerseits, hier wieder die top suchbegriffe, die irgendwelche gestörten formulierungskünstler über google auf diese seite führten:
hund leckt frauchen brustwarze
soll vorkommen
wir sterben nicht, wieder alles im griff
schade
who did you buy for übersetzung
da bin selbst ich fucking overfordert
jaguar umweg autobahn freundschaft knast
der typische lebenslauf eines koksenden versicherungsvertreters
koma saufen pics
können wir uns mal bitte auf eine sprache einigen?
sauna bonn samstag abend
hier, riesige brustwarzen auf sendung...
firmenwagen mercedes aussendienst
mercedes ja, firmenwagen und außendienst nein.
die sau hier im land, lebt ausgerechnet in baden baden
wenn das so ist, dann bin ich aus dem schneider...
mein favorit ist allerdings "ulla ficken". da stellt sich mir eine frage, wer will das schon?
13:30 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
28.04.2006
Der Wurm
seit tagen bereits, werde ich von einem ohrwurm belästigt. dieser hat es sich irgendwie bequem gemacht und meint nun in meinem kopf ein nettes zuhause gefunden zu haben. er täuscht sich. es passiert zwar immer wieder, daß ich meist von unliebsamen musikalischen gästen in meinem unterbewußtsein geplagt werde, dieses jedoch stets nur einmalig. dann fliegen sie für immer raus, fristlos. ich werde fies, wenn es um die vermietung meiner mentalen räumlichkeiten geht.
sehr illustre gäste verlebten dort bereits einen kurzlebigen aufenthalt, sei es der kleine identitätslose prince, der (hoffentlich bald) sterbliche praktikantenprädiger xavier naidoo, das bestialisch arrogante monster celine dion, oder auch das personifizierte sympathieversagen namens alexander klaws.
ich habe sie alle zum teufel gejagt.
nun ist es tobias regner, alias "deutschlands neuer superstar" derjenige, der meint, sich in meinem kopf breit machen zu müßen. unerfahrenheit halt, weder werde ich dadurch seine cd kaufen, noch diese mögen. und was soll diese ganze nummer überhaupt? wozu sucht deutschland eigentlich dinge, die nicht gebraucht werden? wie wäre es mit "deutschland sucht arbeitsplätze"? dieses thema werde ich jetzt allerdings nicht vertiefen und bloß bei der tobias-situation bleiben.
die "tobias-situation" ist folgende. wer sich auskennt, kennt james hetfield. ein unikat. tobias ist eine exakte und hohle kopie eines nie existenten james. sein aussehen, seine körperhaltung, seine klamotten, seine gesten, alles james. nur wie wird man zum unikat? genau, durch langjährige erfahrung, über welche tobi kaum verfügen wird in zukunft (zumindest musikalisch), weil er bloß ein produkt eines senders ist. als james das erste mal auf der bühne stand, da war tobi nicht einmal als flüßigkeit in den unteren regionen des körpers seines vaters unterwegs. es folgten viele jahre stressiger arbeit, tausende von auftritten, ein schmerzlicher todesfall, weibchen die geil auf einen sind um sich schließlich für viel geld scheiden zu lassen, alkoholsucht. es sind erfahrungswerte die einen menschen ausmachen, welche man nicht "casten" kann und ebenso wenig improvisieren. das leben macht uns zu den legenden oder wracks, die wir sind.
wozu braucht man also billige kopien, von etwas hochwertigem und existierenden? die welt braucht sicher keine replika (dabei noch bayrisch sprechende) eines james hetfield, der eine reicht aus. ganz sicher.
allerdings verlaufe ich mich wieder selbst in meinem gehirn, vielleicht wäre es besser, wenn m. dieses blog weiterführte.
sie brachte es schön auf den punkt: "der regner ist wie alkoholfreies bier, eigentlich braucht es kein mensch".

illustration mit freundlicher erlaubnis von timo wuerz persönlich.
15:00 Veröffentlicht in Alltag , Gehört , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
26.04.2006
Die Herabsetzung der maximal erreichbaren Intelligenz
ich bin hohl. wie eine leere büchse die jemand aus dem fahrendem auto auf die autobahn geworfen hat, die anschließend noch von mehreren lkws überrollt wurde. in den letzten tagen ist mir so viel menschliche dummheit gebebnet, daß mir mittlerweile die buchstaben durcheinander gehen. ob dummheit ansteckend ist? falls ja, so hat der geistige zerfall bereits begonnen.
ab morgen werde ich keinen ledernen terminplanner und eine laptoptasche mehr mit mir rumtragen, sondern stopfe alles nötige einfach in einen einkaufsbeutel von plus, auf den ich vorher noch meine initialien mit edding draufschmieren werde. die anzüge hänge ich weg, werde stattdessen gleich in meinen trainingsklamotten und zwar gleich nach dem training zu terminen fahren, wobei das training aus dem wald in die trinkhalle verlagert wird. ich werde kein parfum und keine hautpflege mehr benutzen, nur schmutz schütz den körper dauerhaft wirksam. gleich morgen werde ich mich bei der vhs erkundigen, ob ich kurse in denglisch und möglicherweise sms-sprachwissenschaften belegen kann, damit ich endlich auch so realy geil und easy smooth abtalken kann und gleichtzeitig in sternchen grinsen. mein grundsätzlicher ansprechpartner wird der imaginäre herr "ey" sein, der allgegenwärtig mein leben begleiten wird. vielleicht kaufe ich ihm ein mofa.
ob m. die pinke leggings gefallen wird, die ich vorhabe zu klauen?
20:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
25.04.2006
Fucking Nightmares
die sonne scheint. ich bekomme lust auf das neue dr. goebbels schokoladeneis, welches ich in der reklame gesehen habe, mache mich gleich auf den weg zum supermarkt. die straße ist menschleer und still, ich vernehme keinen laut und keine bewegung, es ist wie ausgestorben. kurz vor dem laden kommt mir ein penner entgegen, den ich beim näheren hinsehen als meinen vater identifiziere, maden kriechen aus seiner nase. ich starre in eine andere richtung und gehe an ihm vorbei, während ich hinter mir geräusche wahrnehme. er hat sich in meine wade verbissen wie ein kleiner hund, ich versuche mir nichts anmerken zu lassen, da es mir peinlich ist und schleife ihn einfach mit, als ob nichts wäre. im supermarkt wird er einfach und wortlos von der grimmigen markleiterin hinter mir weggekehrt, wofür ich dankbar bin.
als einziger kunde im ganzen laden finde ich mich an der kasse vor einem verpickelten männlichem azubi wieder, dessen anblick ich nicht ertragen kann und so kurzerhand einen amboss aus dem regal mit den angeboten nehme, um mit diesem immer weiter auf seinen kopf einzuschlagen, bis er in seine eigene blutpfütze fällt. seinen leblosen körper legt die grimmige markleiterin auf die kisten mit leergut und wischt wortlos das blut weg, ich bestehe auf eine großgewachsene und gutgebaute blondine als kassiererin, mit möglichst wenig kleidung, die wenige solle allerdings aus schwarzem nylon bestehen, was auch prompt und wortlos so akzeptiert wird, ich bekomme zwar kein wechselgeld zurück, aber das ist bei dem anblick egal.
gerade als ich wieder draußen bin, nehme ich einen nicht zu ortenden und wahnsinnigen krach wahr, doch bevor ich mich überhaupt regen kann, blicke ich kurz nach oben um im gleichen augenblick von einem abstürzenden adac hubschrauber erschlagen zu werden.
da werde ich wach. eine kurze mentale inventur. die besagte blondine liegt neben mir und macht seltsame schlafgeräusche, trägt kein nylon. keine hubschrauber am himmel und kein sonnenschein. der anblick meines vaters, dem maden aus den nasenlöcher kriechen geht mir nicht aus dem kopf, meine überlegung meine eltern anzurufen, um zu fragen wie es ihnen geht, verwerfe ich allerdings gleich nach dem blick auf die uhr: 03:00h.
ich gehe runter in die küche, lese die tageszeitung von gestern und esse schokoladeneis.
19:30 Veröffentlicht in Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per Email verschicken
24.04.2006
TechNo
ich verrate ihnen mal was über mich. ich bin ein technikfreak. allerdings ein verdrehter. bis heute lacht mich m. aus, weil ich die benutzung von mikrowellen verweigere, wobei ich nicht einmal erklären kann warum. ich mag sie einfach nicht. so ähnlich verhält es sich bei mir mit software. wenn ich mit etwas zufrieden bin und damit gut arbeiten kann, interessieren mich neue versionen oder updates nicht. wozu auch? meine arbeitsschritte bleiben die selben, neuere versionen kosten bloß geld, mehr arbeitsspeicher und melden zudem dinge an, wie "new updates online!". was zum teufel hat mein rip-programm bitte im internet zu suchen? wenn hier einer surft dann bin ich das...
zudem überfordern mich solche dinge. es sind bereits mehr als 8 jahre, in denen ich beruflich so gut wie täglich zwischen mindestens einem mac und einem pc mit dem stuhl hin und her fahre, wobei ich zugeben muß, daß ich bis heute mit den tastaturkürzeln durcheinander komme. wie bringt man also eine person wie mich auf den punkt? als jemanden, mit dem man kaum eine diskussion über computer führen könnte, die länger als 2 minuten dauert. erst letztens habe ich sowas mitbekommen, im restaurant mit m. und c., als am nachbartisch (sonntags!) zwei männer darüber einen diskurs führten, welches anitvirus-programm wohl besser sei...
nichts gegen virenschutz, aber doch nicht sonntags in edlem ambiente, während milchlamm für 45 € serviert wird, ich bitte sie!
so sieht es dann auch in meinem blog aus, puristisch. ich mag das zwar irgendwie, weil ich der verfechter der ansicht bin, daß es in einem blog ums lesen geht und nicht um augenschmerzen, welche mir regelmäßig zugefügt werden, wenn ich mich mal über verlinktes irgendwo hin verirre und seiten mit blauem text auf schwarzem hintergrund zu sehen bekomme, die weder interesse zum lesen wecken, noch überhaupt lesbar sind, doch manchmal wünschte ich mir schon ein wenig mehr geduld meinerseits mich mit dem thema außeinandersetzen zu können, um zumindest und beispielsweise einen eigenen header einzubauen.
so war es auch bis letzte woche ein verborgenes geheimniss für mich, wie es wohl möglich für andere blogger sei, es sehen zu können, was in suchmaschinen eingegeben wurde um auf ihre seite zu gelangen. als m. letzte woche 4 tage fortbildung in (außgerechnet!) potsdam hatte und ich abends ihre rückkehr erwartete, habe ich mich also endlich einmal dem thema gewidmet, wobei das keine 5 minuten meiner zeit kostete und dabei mehr als einfach war. typisch ich...
so, also nach langem schwadronieren, präsentiere ich ihnen hiermit feierlich den allerersten von mir wahrgenommenen google suchbegriff, welcher dort eingegeben wurde, um irgendeine vollkommen mental zerstörte person auf kreativ betrunken zu führen:
im wald zum ficken gezwungen
wie sehr muß man eigentlich geistig verblödet oder krank sein, um so eine scheiße in die suchmaske zu tippen? wie sehr muß man eigentlich pervers und primitiv sein, um so eine scheiße überhaupt denken zu können? so belustigend ich das anfangs fand, umso erschreckender finde ich es beim nachdenken.
nach dieser nummer fallen andere suchbergriffe, die zu dieser seite führten fast uninteressant aus, obwohl manche davon doch ein weinig exotisch sind:
vorstellungsgespräch kleidung discounter
ausgerechnet bei mir, kleidung und discounter...
meine website nackt ich
bemerkenswerte formulierung, obwohl es bei mir nichts zu sehen gibt.
fiasko kassel programm onkelz
läßt mich wieder leicht nachdenklich werden...
aber, wie man über "beheizte hintersitze" auf mich kommt, möchte ich vielleicht garnicht wissen.
23:00 Veröffentlicht in Blog , Debil , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
22.04.2006
Wir sind Monster
wenn ich ehrlich bin, habe ich über das folgende thema bereits gestern einen eintrag verfasst, um diesen dann auch gleich zu verwerfen, weil das thema doch recht heikel ist. doch nachdem ich gestern abend eine leicht angetrunkene diskussion mit herrn GP darüber führte, wobei wir (wie so meistens) exakt der selben meinung waren und er auch die wunderbar passende bemerkung "wir können einpacken" beisteuerte, muß ich nun doch ein paar zeilen zum thema loswerden.
auslöser ist folgender artikel bei spiegel online. dabei möchte ich ganz klar und von anfang an betonen, daß es mir sehr leid tut für das mädchen und ihre eltern und ich sehr gerne über eine zeitmaschine verfügen würde, um den kopf des kleinen gestörten spinners vor der tat mit einem schraubstock zum platzen bringen zu können. aber es geht mir nicht unbedingt um die tat an sich, sondern um die form des artikels.
lesen sie ihn mal in aller ruhe durch. fällt ihnen was auf? richtig! er schrieb ein blog. und? kein wort darüber aus welchen verhältnissen er stammt, keine angaben zu seiner möglichen und bereits diagnostizierten psychischen störung (da lexapro nicht gerade aspirin C ist), nichts über sein (vorhandenes oder auch nicht) soziales umfeld. er war halt ein blogger. punkt
und nun werden alle in den selben topf geworfen. "man hätte die zeichen erkennen müßen!" höre ich schon das unterbewußtsein der dorfbewohner mit den fackeln in der hand schreien, der mob verbrennt öffentlich alle festplatten, auf denen blogeinträge gespeichert wurden, eine altbekannte und bereits sehr alte tradition der hexenjagt in der moderne. dabei ist das eine hirnlose pauschalisierung einer kommunikatiosplatform, die eigentlich bloß die eigene kreativität fördert.
an die, die hier bereits seit längerem lesen: wieviele personen habe ich hier eigentlich bisher buchstäblich ermordet? sind das nun zeichen, die sie zu erkennen haben? oder ist das bloß meine eigene art des schwarzen humors? oder gar eine literarische art auf verzerrte weise den alltag zu verarbeiten? muß ich mich nun "outen" als ein eigentlich freundlicher und hilfsbereiter mensch, damit das bka hier nicht aufkreuzt? wie bereits erwähnt, eine hexenjagt, die in dieser form schon oft stattgefunden hat in der medienlandschaft, sei es beim film, in der musikbranche, oder (und vorallem) der spiele-industrie. jetzt hat sie also auch die "blogosphäre" erreicht.
zudem werden weitere und seit langem abgedroschene klischees verwurstet, nämlich diese, über die interessen einer person. kommen sie hier mal vorbei und schauen sie sich mal um, sie werden bei mir sehr "merkwürdige" lektüren wie "american psycho" (in zwei verschiedenen sprachen) oder "39,90" finden, ebenso eine ganze sammlung horror-dvds mit so illustren werken dazwischen wie "evil dead" oder "land of the dead", dazu noch hunderfach gitarrenmusik, angefangen bei black sabbath, über korn bis hin zu napalm death. beim herrn GP sieht es nicht anders aus, bloß wird seine liste noch um brutale und blutige computerspiele ergänzt und um diverse bücher über den zweiten weltkrieg (wobei ich dabei betonen muß, daß sich unsere gestrige idee einer zeitreise darauf beschränkte, entweder in das alte rom zu reisen um orgien zu feiern, oder nach österreich um hitler zu schlachten...).
wie sie sehen, gibt es keinen notausgang. alles ist bloß eine pauschalisierte masse, die entweder A oder B ist, die restlichen buchstaben werden gänzlich ignoriert. ich als musterhaftes beispiel für eine möglicherweise tickende zeitbombe werde nun also meinem samstäglichen alltag nachgehen: zur metro einkaufen fahren, meine liebste von der arbeit abholen, gefüllte (heute gefangene) forellen zubereiten, wein trinken, niemanden töten und anschließend endlich ausschlafen.
aber, mußte das eigentlich geschrieben werden?
15:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Gelesen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
20.04.2006
And the winner goes to...
es soll an dieser stelle nicht unerwähnt bleiben, daß mir heute, sehr zu meiner freude, der ehrendoktor der halbtoten dichter verabreicht wurde. wofür weiß ich nicht, aber was weiß ich schon überhaupt. als es noch keine blogs und kein internet gab, hätte man mich längst für meine auswürfe mit bunten pillen versorgt und als debil diagnostiziert weggesperrt, heute bekommt man als anpassungsgestörter psychopath preise verliehen. wann wird es blogs als klingelton geben?
danke nochmal!
p.s. da ich nun auf den namen "clipfish" hören sollte, muß ich dabei das blog jetzt in "kreativ ertrunken" umbenennen?'
18:00 Veröffentlicht in Blog , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (15) | Per Email verschicken
19.04.2006
Schabau
eigentlich könnte ich einen seitenlangen eintrag über den heutigen tag verfassen, weil soviel und vorallem soviel mist passiert ist, aber ich kann nicht. der text würde eh nur im splatter und massenmordszenarien enden und dafür bin ich jetzt zu unkreativ. umso kreativer bin ich allerdings bei der getränkeauswahl. ich hatte vorhin bereits zwei doppelte bushmills, als mir einfiel, daß ich die gesamte bagage an mülltonen und gelben säcken rausstellen muß, wegen der morgigen müllabfuhr, wobei ich selbstverständlich wieder jedem einzelnen meiner nachbarn begegnen mußte...
wäre ja nicht so schlimm, wenn ich wenigstens einen fishermans in meinen mund gestopft hätte davor, was ich leider aber nicht tat und einen sehr hochprozentigen oral odeur beim sprechen zerstäubte und das um 18:00h. peinlich.
wieder im haus habe ich ertsmal vodka mit blutorange gemixt, was relativ lecker war, allerdings furchtbare sodbrennen verursachte, worafhin ich erst einen liter wasser trinken mußte. anschließend entschloß ich mich dazu doch nur wein zu trinken, nach zuviel hochprozentigem alkohol fühle ich mich am nächsten tag wie ein überfahrener igel. dazu als geschmackliche ergänzung ein becks...
eben war ich wieder auf dem dachboden, um den waschbär zu verjagen. es ist mitllerweile ein ritual geworden. er ist da, ich komme rein, er flüchtet. am nächsten tag das selbe von vorn.
ich habe bereits mehrfach und gründlich die vielen qm abgesucht, doch ein nest konnte ich nicht finden, er hält sich dort wohl gerne auf und kackt bloß auf den boden, was ich dann mit küchenpapier "liebevoll" entferne. ein unfreiwilliges haustier. (vielleicht sollte ich ihm einen namen geben?)
jetzt sitze ich hier so rum, nuckel an meinem les bècasses und bin sogar zu faul zum onanieren*, bekomme allerdings doch noch lust auf einen ouzo. ich glaube morgen ist hier ferientag.
*im ernst!
22:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
18.04.2006
Körperwelten (II)
das zu enge beige kostüm, ihre dackelige halb-dauerwelle, die schlichten pumps und die riesigen ohrringe machen den eindruck, sie sei geradewegs durch ein zeitloch aus dem jahre 1989 in die gegenwart katapultiert worden, die pinke schminke betont diesen eindruck wie ein ausrufezeichen.
sie redet ohne punkt und komma auf ihn ein, was ihn allerdings vollkommen kalt läßt. so ist er halt.
als vierjähriger ist er mit seinen eltern nach deutschland gekommen und hat es trotzdem irgendwie versäumt in den letzten 30 jahren die sprache zu erlernen - "ey sonnenlischt" könnte original von ihm übernommen worden sein. das eigentlich traurige daran ist, daß er eine andere sprache ebenfalls nicht beherrscht, er hängt quasi fest in der kläranlage der kommunikation. das scheint ihn allerdings nicht sonderlich zu stören, er ignoriert einfach sein sprechendes gegenüber, beschäftigt sich stattdessen mit seinen nudeln und ignoriert ebenso gänzlich die tatsache, daß noch andere werkzeuge außer der einen gabel existieren. ich glaube er ist ein glücklicher mensch.
am tisch rechts von uns, das genaue gegenteil. ein paar end-dreißiger, das selbst für außenstehende sichtbar zu lange vereint ist. er, so eine art beamter oder lehrer, mit einem pullunder in schachfeld-muster bekleidet, welches sicher von seiner mutter gestrickt wurde, sagt zu seiner partnerin devötlich "ist das nicht schön schatz, hier?", während sie die augen verdreht, keine antwort gibt und sicher etwas in der art wie "halt doch das maul du weichei! hätte ich bloß nicht so viele jahre mit einem solchen langweiler vergeudet! bei nächster möglichkeit wirst du den föhntod in der wanne erleben!" denkt. ja, beziehungen sind so eine sache.
solche beobachtungen finde ich belustigend. entgegen der beobachtungsgabe der leser, werde ich trotzdem behaupten, daß ich uns nicht unbedingt für etwas besseres halte, oder augenblicklich meine arroganz auf die tastatur breche, nein, wir beschäftigen uns beide bloß nicht mit uninteressantem kleinscheiß. sicher haben wir unsere probleme, fragen, oder einfach nur situationen, die uns als paar beschäftigen, über die wir sprechen müßen, an denen es zu arbeiten gilt, doch manche menschen merken es nicht einmal mit der falschen person liiert zu sein. wo soll da der ansatz sein, um an einer möglichen beziehung zu arbeiten? meiner ansicht nach, wäre da der richtige ansatz eine trennung...
das essen ist wie immer hervorragend, wir bestellen gleich eine schlachtplatte bestehend aus frittierten kraben, frischen scampis mit viel knoblauch, je einem hummer, dazu gibt es blattsalat mit spanischem jamón ibérico. wir trinken zwei flaschen eines 2000er marques, davor diverse martinis, zum abschluß kommt der geschäftsführer an unseren tisch und bittet mich darum ein paar neue speisekarten zu sätzen, wobei unsere speisen und getränke selbstverständlich aufs haus gehen. prima.
bedingt angetrunken, etwas albern und über alles und jeden belustigt, dazu leicht notgeil verlassen wir um 23:00h das ambiente, wo wir draußen einen ca. 2 meter großen besitzer eines cls vorfinden, der mit fachlichen anwaltausdrücken auf einen besoffenen porsche fahrer einredet, der sich an seinem vehikel festhält.
die polizei kommt gleichzeitig mit unserem taxi.
11:30 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
17.04.2006
Körperwelten (I)
gestern, 14:00h. unsere bekannte s. ruft an, welche sich vor ca. einem jahr eine sauna in ihr eigenheim hat bauen lassen, lädt uns ein, m. sagt begeistert zu, ich ebenso ab. nichts gegen sauna, die ist gesund, allerdings kann ich kaum meine finger von m. lassen wenn sie einfach nur nackt neben mir sitzt, zudem bin ich nicht gerade wild darauf s. noch einmal nackt sehen zu müßen. sie hat brustwarzen in der größe von salatschüsseln, die einem jegliche konzentration rauben. die einzige mentale aktivität besteht nur noch daraus, sich zu fragen ob sie eine außerirdische ist und diese dinger eine art empfänger darstellen.*
(*diesen text habe ich geändert, ursprünglich wurde dort ein säugling erwähnt, dessen kopf beim stillen gegen einen gullideckel gepresst würde, fand ihn dann aber doch zu drastisch für die veröffentlichung, denn ich weiß es schließlich selbst: niemand kann sich seine nippel aussuchen...)
unser freitag war wunderschön, ebenso der samstag abend. auf unserer wanderung durch die berufliche wüste der entspannung, bedeuten 2/3 tage ruhe und zweisammkeit eine oase. als m. wieder aus der sauna kommt, beschließen wir also, es uns weiterhin gutgehen zu lassen und in unserem lieblingsrestaurant zu speisen. selbstverständlich nehmen wir das taxi, eine diskussion darüber wer zu fahren hat und wer trinken darf, hat es bei uns nie gegeben, zum guten essen gehören gute getränke, wenn man seinen partner liebt, benachteiligt man ihn nicht, alkohol gegner brauchen hier eh nicht zu lesen, was soll es überhaupt - wer bestellt schon frische garnelen mit knoblauch und wasser dazu?
zudem sieht es vor ort schlecht um parkplätze aus, wie wir belustigt feststellen, irgendeine pottsau mit einem porsche 911 hat einer anderen den spiegel am cls abgefahren. vermuttlich waren pakplatzbreite verändernde drogen im spiel...
irgendwie ist der laden schon einer der sorte "sehen und gesehen werden", obwohl ich das nicht verstehe. in der unbekanntesten ecke der stadt gelegen, mit kaum parkplätzen und sehr wenig werbung (ich weiß das, ich mache sie...), ist es trotzdem der heißeste kulinarische feger der gegend. gut, wer einmal da gewesen ist kommt wieder, bloß ist es ca. 8 km von der innenstadt enfernt und menschen die sich dort in hotels aufhalten und fremd sind, gelangen dorthin nie, bis niemals. da würde ich beim wandern in hessen eher die hexe und ihren ofen entdecken.
"unser lieblingsrestaurant" ist es nur wegen dem essen. wir kennen den besitzer, wir kennen die küche, wir wissen sogar woher die zutaten kommen, alles bestens. das restliche "prominente" publikum sollte man ignorieren, es ist allerdings diese kunst, die ich nicht beherrsche...
am tisch neben uns links sitzt der besitzer einer "muckibude kette" (zwei ärmliche und verkommene hanteltrainig schuppen), dessen eltern ich schon ewig kenne. sein vater ist ein recht guter herrenschneider, seine frau eine schlampe, die das verdiente geld aus dem fenster wirft, der sohn die größte dumpfbacke, der ich je begegnet bin. es ist exakt die familie von der ich den ausdruck "intellent" statt "intelligent" beibehalten habe, als mir die besagte mutter dieses über ihren sohn berichtete.
er hat ein neues schlämpchen bei sich, ca. das 120-ste, daß alleine ich mitbekomme. sie ist blond, deutsch und fürchterlich gekleidet. dazu sehr unentspannt, zickig und ganz klar bloß mit der sonnenbankverbrannten lederhaut unterwegs, weil er einen porsche fährt. immer wieder ein dummer fehler seitens des minderbemittelten teiles der weiblichen bevölkerung zu glauben, viel ps würde gleichzeitig viel spaß im bett bedeuten und ein gesichertes hausfraueneinkommen. gut, nichts gegen viel ps, ich bin sehr ungerne langsam unterwegs, allerdings gehöre ich kaum zu den personen, die auf der suche sind, schlampen hat es genug in meinem leben gegeben, was stark nervtötend sein kann und ist, außerdem nichts bringt. sie nerven und bringen kaum erfahrungswerte mit sich, höchstens zutiefst negative...
fortsetzung folgt
22:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken
16.04.2006
Geburtstag!
geburtstage sind so eine sache. auf meine eigenen lege ich keinen großen wert, ebenfalls habe ich nicht vor, hier eine geburtstagsecke einzurichten, doch heute hat eine besondere person einen ebensolchen und da diese hier liest und zudem alkoholrausch-bedingt bis mindestens 16:30h, realistischerweise aber eher bis 17:30h kaum erreichbar sein wird (aus bequemlichkeit hat sie ihren mann zusammen mit kind zu seiner mutter auf osterbesuch geschickt, um ausschlafen zu können), hier mal eine kleine erwähnung.
da ich t. mittlerweile ca. 16 jahre kenne und sie bis heute zu den personen zählt, mit denen ich mich gerne, oft und unzensiert austausche, kann ich locker behaupten, daß sie zu meinem engsten freundeskreis gehört. ist ja auch so.
das muß so sein, denn mein engster freundeskreis besteht komplett aus einzigartigen sonderlingen, so paßt t. prima dazu.
zahlreiche unvergessliche erlebnisse kleben an dem kalender meines lebens, die unweiderruflich mit t. in verbindung zu bringen sind.
hier ein paar auszüge:
da sie 14 monate älter ist als ich, verfügte sie bereits vor mir über eine gültige fahrerlaubnis und "durfte" mich (den mit abstand nervigsten beifahrer der automobilgeschichte) durch die gegend befördern, wobei sie seinerzeit bereits einen sehr ausgeprägten und feinen sinn für gute musikanlagen im auto verinnerlichte (und damit meine ich keine scheißteile die in einem tiefergelegtem kleinwagen die heckscheibe zertrümmerten beim einschalten des bass, sondern gute klangqualität), wobei herr ad den ungefragten dj gab: "t. hast du was dagegen wenn wir das lied nochmal hören?" (zum 27sten mal) was sie immer engelsgeduldig mit "nein ad, kein thema!" entgegnete, während mich jeder andere dabei erschossen und zerstückelt in einem graben einer seitenstraße liegen gelassen hätte. danke dafür!
unvergleichlich ist ebenfalls ihre spontanität. ich weiß, daß sie für ihren mann töten würde (ich übrigens auch), trotzdem kann sie kaum etwas beeindrucken was mit "festen regeln des familien-daseins" zusammenhängt. als herr ad mal wieder irgendwann (bevor die beiden verheiratet waren) mit der spontan-bescheuerten meldung kam: "ich fahre jetzt gleich nach amsterdam, wer kommt mit?", erschallte die antwort "ich!" innerhalb von nur wenigen sekunden, wobei es ihr ganz gleich war, ihren partner einfach so mit dem haushalt und dem alltag sauer zurückzulassen. diese stadt ist halt was besonderes.
ich könnte viele seiten mit skurillen und lustigen geschichten füllen, würde dabei aber nie auf den punkt kommen. t. war, ist und bleibt eine ganz besondere person in meinem herzen, der ich jetzt einfach ohne textliche umwege alles gute zu dem zahlentechnisch doppeltem geburtstag wünschen möchte!
geschenke sind unterwegs, ich verlinke hier noch einen song, den du vielleicht magst.
alles gute!
12:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Vergangenes | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
15.04.2006
Unbeschreiblich
also, ich bin zwar entgegen matts andeutung kein misanthrop, leichte bis mittelschwere menschenfeindliche ambitionen kann ich allerdings kaum abstreiten. ein paar aus dieser spezies dürften von mir aus nicht existieren. doch bevor ich mir nun hier den titel "arrogant" auf die stirn klebe, verwirre ich sie noch ein wenig, denn diese menschenverachtung geht in meinem falle ebenfalls gegen mich selbst. ich mag mich nicht besonders, halte mich selbst für einen merkwürdigen sonderling. ich bevorzuge gute und teure herrenmode, obwohl ich musikalisch eher in das langhaar- und nieten lager fallen müßte, ich beherrsche die komplette palette der kulinarischen etikette, freue mich aber über ein plumpes gyros mit tzatziki und zwiebeln wie ein kind über ein plastik feuerwehrauto, ich liebe böse horrorfilme und den drastischen schwarzen humor, weine aber immer wieder bei "the piano", ich trinke 300 € teuren wein exakt so wie einen für 2,99 €, ich atme ihn nicht und gurgel schon garnicht, aufgetackelten frauchen mit überlangen fingernägeln, die arschwackelnd durch die stadt schländern als seien sie der schärfste nippel der universums würde ich am liebsten auf die aus der mode gekommenen und über die hose gezogenen stiefel kotzen. sie sehen, psychopathische anwandlungen sind ebenfalls vorhanden.
so, und nun sagen sie mir mal bitte, wie eine person, die so verwirrt ist und deren blog ein literarischer aufzug ist, der immer nur nach unten fährt und niemals nach oben, plötzlich von glücklichen erlebnissen berichten soll...
der gestrige tag war mit abstand einer der schönsten meines bisherigen lebens, obwohl fast nichts geschehen ist. und da komme ich schon an meine textlichen grenzen. ich kann nicht darüber schreiben wie die liebe ist, oder wie sie sich anfühlt, ich kann es nicht beschreiben wie es ist, händchenhaltend spazieren zu gehen und gemeinsam genußvoll zu schweigen, ich kann es nicht in worte fassen, wie es sich anfühlt zu wissen, daß man die richtige person an seiner seite hat.
leider.
massenmord geht da leichter von der hand, da müßen wir halt darauf warten bis ich wieder unglücklich bin, allerdings muß ich später in 3 verschiedenen supermärkten einkaufen, wo ich auf "mitmenschen" treffe, da sind mordgedanken vorprogrammiert...
drücken sie bitte auf "K" für "keller". jetzt!
09:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
12.04.2006
Klugscheißen
heute war es wiedermal soweit, ich mußte einen vortrag auf einem seminar abhalten. ehrlich, ich mag es nicht. früher fand ich das noch spannend, es war etwas adrenalingetränktes, man war wichtig und hatte die möglichkeit es unwichtigen menschen zu zeigen, doch im laufe der zeit wurde es auch nur zur routine. zudem war ich heute richtig schlecht, so schlecht wie noch nie. erst letzte woche habe ich mit n. ein gespräch darüber geführt, als er berichtete, daß er bei seinem termin miserabel gewesen wäre, was ich allerdings mit aussagen wie "ach, scheiß drauf, jeder hat mal einen schlechten tag" und "solange keiner fluchtartig den raum verlassen hat" mehr oder weniger bedenklos ignorierte. doch n. hatte vollkommen recht als er sagte "trotzdem bin ich unzufrieden", denn ich bin es nun ebenfalls.
nicht das sie jetzt denken ich würde etwas an kaffeefahrt fahrende rentner verticken, es geht um fachseminare, wenn mangel an persönlichkeiten herrscht werde ich alle 2-3 monate mal eben darum gebeten, es sind schnell verdiente euros für eine stunde reden. über kommunikation z.b. oder über werbung an haltestellen. manchmal auch über die wahrnehmung von farben, aber das interessiert sie sicher nicht sonderlich, so kommen wir also zu meinem ablauf.
14:30h, ich weiß nicht was ich anziehen soll, mir ist nach jeans und t-shirt, schließlich scheint die sonne draußen, ein anzug wäre allerdings besser, sonst nehmen mich die volontäre kaum ernst, diese drecksäcke. ich bin vollkommen unvorbereitet, mein gehirn ist seit letzter woche kaum dazu fähig inhalte zu speichern, ich bin dazu verdammt den termin blind abzustottern.
15:30h, ich parke vor dem gebäude nach einer höllenfahrt. ich dachte unterwegs ein wenig abschalten zu können, stattdessen wurde ich bloß von geisteskranken idioten aufgehalten, die 35 km/h fuhren wo 100 erlaubt sind und dabei ständig grundlos auf die bremse stiegen.
15:40h, ich bespreche kurze abläufe mit dem seminarleiter, der furchtbaren mundgeruch hat und aussieht wie scheiße. ich würde ihn gerne pfählen, leider bietet sich die möglichkeit dazu auf dem parkplatz nicht.
16:00h, ich betrete den raum mit ca. 25 gelangweilten personen, mit einer schreibtafel, kreide und einem lehrerschreibtisch, ich fühle mich in der zeit zurückversetzt, bloß mit mir in der hauptrolle als lehrer und schülern vor mir, die mich hassen und bloß den raum verlassen wollen.
16:15h, ich habe recht damit, sie hassen mich und ich sie.
16:30h, ich verhederre mich textlich, bin mit meinen gedanken vollkommen woanders und sage "ficklich" statt "wirklich", den blonden in der ersten reihe und sein krankes lachen würde ich am liebsten mit einem kanister salzsäure behandeln.
16:45h, bei den fragestellungen muß ich mir anhören "warum sind sie so unkonzentriert?" was ich mit einem hektischen "hatte leider keine möglichkeit vorher drogen zu mir zu nehmen" entgegne und auf vollkommenes verständniss zu stoßen scheine.
17:00h, als es vorbei ist, verlasse ich den raum richtung parkplatz und lasse mich garnicht erst auf gespräche ein, am liebsten hätte ich die ahnungslosen und trotzdem eingebildeten menschen in die luft gesprengt, mit splittergranatten.
auf der rückfahrt fallen mir tausende von perfiden methoden mitmenschen sehr ekelhaft um die ecke bringen zu können ein, z.b. mit einem brett mit einem nagel drin, doch ich ärgere mich vielmehr über meine person. ich habe es verbockt. eigentlich ging es um themen die ich schon tausendmal vorgedichtet habe, bloß war ich diesmal mehr als unkonzentriert, ein schlechter lehrer halt. ich bekomme heißhunger auf eine bratwurst, hole mir auch eine an der nächstgelegenen frittenbude, sie schmeckt nicht, trieft vor fett, ich bekomme lust dazu den kopf des betreibers ins heiße fett zu halten.
daheim öffne ich einen guten coutet und telefoniere mit meiner lieben freundin t., die eine art filter für mich darstellt. es geht mir anschließend besser. ab morgen befinde ich mich bei m. in der stadt. hamburg ist nicht, sie muß am samstag arbeiten.
ich möchte nur eins, ausschlafen.
22:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig , Untergang und Rettung | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
Hirntod
ich leide an einer schreibblockade. normalerweise verfasse ich innerhalb von nur wenigen minuten zweiseitige texte über unwichtigkeiten und als die letzten tage viele wichitgkeiten passiert sind, habe ich gedacht stoff für mehrere artikel zu haben, doch stattdessen passiert nichts, ich sitze vor zwei schlechten sätzen, während sich in meinem kopf ein weichtier in sein schneckenhaus zurückzieht.
zudem habe ich eine art allergie bekommen, mein kopf ist rot und glühend, ich bekomme keine luft durch die nase, hallo frühling!
vielleicht verfaule ich aber einfach nur, noch ein paar tage und ich bin kompost, womöglich besser für alle leser.
naja, ich gehe jetzt mal auf den dachboden (wo ich übrigens am samstag einen waschbär entdeckt habe...) und suche mir schonmal eine holzkiste.
damit ich praktischer und ohne viel aufwand abtransportiert werden kann...

08:15 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
11.04.2006
Viel in 3 Tagen
eigentlich gibt es viel zu berichten, bloß das schreiben geht mir nicht von der hand. mein kopf ist zugemüllt bis zur obergrenze, eine mentale müllabfuhr müßte her. bevor ich aber auf den üblichen persönlichen quatsch komme, muß ich mal ein paar dinge aus der öffentlichkeit loswerden.
am freitag vormittag habe ich mal eben das tv nebenher laufenlassen um mich zu informieren, "spiegel online" oder "die zeit" zu lesen ist mir manchmal zu anstrengend, da lasse ich mir gerne schonmal nachrichten vorlesen. dabei auf allen sendern news-terror!
"oha", dachte ich, "was ist nun irgendwo reingeflogen?", überall "experten" die zu wort kommen, überall ein schrecklicher blonder barbar zu sehen, der fiese verrenkungen mit seinen kiefern anstellt. die vikinger kommen? nein, oli ist nicht mehr nummer eins...
"ohhh", sage ich da nur, wobei es mir total am arsch vorbeigeht. warum ich trotzdem darüber schreibe? weil mir die berichterstattung darüber den letzten nerv raubt. was soll das diven-gehabe? ich möchte mal einen job mein eigen nennen können, bei dem ich millionen dafür bekomme, meinen hintern auf eine sitzgelegenheit pressen zu können! nebenher habe ich noch erfahren, daß das besagte barbarische ungetüm kaum 4 jahre älter ist als ich, dabei dachte ich ihn kurz vor der rente.
ein schock.
dabei überall der beckenbauer (warum wird dieses männchen eigentlich kaiser genannt?). sollte ich malwieder ein event leiten und er tauchte dort auf, haue ich ihm einfach so, mit einem grinsen im gesicht, eins in die fresse, wegen seiner ungefragten omnipräsenz...
ganz nebenbei, weil es ja unwichtiger ist, erfährt man dinge über einen serien-mörder (immerhin sein achtes opfer, nummer 9 folgte am sonntag in kassel), der just jemanden in dortmund umgebracht hat, genau den jungen mann, bei dem ich mir immer zigaretten gekauft habe, als ich seinerzeit 150 meter weiter gewohnt habe. ich betone bei dieser meldung: "es wurde erwähnt". oli ist schließlich nicht mehr nummer eins...
was das hochwasser angeht, so werde ich mich nur kurz und knapp halten. es war ein wunderbarer wahlkampfmotor seinerzeit, nun steht der pegel höher als damals und es interessiert keine sau. "liebe" politiker, sagt doch mal was ganz plausibles als erklärung: "es gibt keine gummistiefel für merkel", "der beck ist da und alle sind verwirrt", oder "ihhh, hier ist alles naß!", aber hört auf die leute zu verarschen! die hälfte meines freundeskreises lebt mittlerweile in benachbartem ausland, oder arbeitet dort zumindest, mein traumziel ist zwar hamburg, das hat allerdings nichts mit diesem land zu tun, sondern mit den menschen die dort leben. doch wo ich gerade am freitag einen sehr guten geschäftsleiter-arbeitsplatz in belgien angeboten bekommen habe, inkl. haus, werde ich doch sehr nachdenklich...
erinnern sie sich an die flüchtlinge aus polen und rußland? ich glaube, der zeitpunkt, an dem deutsche dort um arbeitserlaubnis fragen werden ist nicht weit entfernt.
verzeihung! ich weiß, falscher zeitpunkt unwichtiges anzusprechen, schließlich ist oli nicht mehr nummer eins...
09:00 Veröffentlicht in Alltag , Gehört , Gelesen , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
08.04.2006
Mo(r)de
eigentlich bevorzuge ich sehr schlichte krawatten, ohne übetriebene bemusterung, frei von wirren psychedelischen farbspielen die an einen lsd tripp erinnern, wenn ich ehrlich bin sind die meisten meiner ca. 40 stück einfarbig. ebenso sind mir krawatten mit motiven ein dorn im auge, gesprächspartner mit kleinen enten oder "lustigen" comics auf der krawatte kann ich nicht ernst nehmen, selbst wenn ich mir mühe geben wollte.
doch ich würde lügen, würde ich behaupten, daß das folgende stück nicht meine kauflust erregt hat. ich meine, wie sonst kann ich meine "fuck off atitüde" besser zum ausdruck bringen, abgesehen von meinen drastischen aussagen?

via uncrate
10:30 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (16) | Per Email verschicken
06.04.2006
Bau
eigentlich sollte ich gerade in frankfurt sein, doch so spontan der termin heute morgen vereinbart wurde, so schnell wurde er dann auch 5 minuten bevor ich losgefahren bin abgesagt. mir eigentlich ganz recht, der kunde ist ein kleiner fieser hessischer zwerg mit stark ausgeprägter cholerischer ader, seine aufträge dürftig, meist bleiben dabei bloß ein paar euro übring, wenn ich die fahrkosten und sonstige ausgaben abziehe. spazierenfahren kann ich auch hier, ein zoo ist ebenfalls in reichweite, wo ich hässliche menschenaffen betrachten kann.
die sonne scheint heute wie frisch ausgetauscht, meine sonnenstrahlen-reserven sind längst aufgebraucht, so gibt es also 2 möglichkeiten zur auswahl, a) ich werkel weiterhin im schattigen und kalten arbeitszimmer, oder b) ich setze mich mit einem buch in den sonnigen hinterhof. nun, um diese entscheidung zu treffen hat es gerademal 0,5 nanosekunden gebraucht und schon saß ich draußen mit meiner lektüre...
doch meine freude über das hitzige vergnügen währte nicht sonderlich lange, nach nur 20 minuten wurde meine ruhe durch die türklingel unterbrochen. ein kleines und unfreundliches männchen mit einer "zustellungssendung" vom amtsgericht. "aha!" denke ich, "welch unerwarteter ärger erwartet mich jetzt wieder?", öffne den dicken umschlag und staune, oder noch mehr als das, falls es eine steigerung von erstaunen gibt, abgesehen von panik.
deutsche bürokratie in einer so geballten form, daß sie sich selbst ein satiriker nicht ausdenken könnte, aus angst unglaubwürdig zu klingen.
nehmen wir uns "das ding" also mal zur brust:
beschluss gegen herrn ad, geboren am/in, adresse, blabla
wegen der durch die nachfolgend aufgeführte entscheidung verhängten geldbuße (?)
- bußgeldbescheid vom 12.08.2004
- aktenzeichen
- auferlegte geldbuße von eur 15,00 (!)
wird eine erzwingungshaft (!!!) angeordnet von
- 2 tagen
also gut, sie kennen mich ja mittlerweile ein wenig, mir stellen sich nun sehr viele fragen. dabei werde ich auch gänzlich darauf verzichten, auf die verdrehten formulierungen in dem dreiseitigen (!) schreiben einzugehen, ebensowenig auf die tatsache, daß mich ein 12-stelliges aktenzeichen überhauptnicht darüber aufklärt was ich verbrochen haben soll, nein, ich möchte das mal von einer anderen seite betrachten.
vor ein paar jahren hatte ich schonmal ein solches schreiben bekommen, da ging es allerdings um 50,- DM und einen tag knast. unsere vollzugsanstalten scheinen also die preise gesenkt zu haben. demnächst findet man als beilage der tageszeitung broschüren der erwähnten, zusammen mit denen der discounter: "jetzt und nur hier! bereits beim kleinsten vergehen bis 14 tage aufenthalt!". womöglich beziehen sie brot und wasser jetzt aus china...
sehr interessant auch die rechnung: pro 7,50 € ein tag zwangsaufenthalt. dabei fallen mir doch spontan diverse personen bis persönlichkeiten ein (ich werde jetzt mal keine namen nennen, bevor ich ein wirklich böses schreiben bekomme...), die illegal soviel geld veruntreut, geklaut, oder "gespendet" haben, daß sie bei dieser rechnung eigentlich noch beim nächsten dinosauriersterben einsitzen müßten.
nehmen wir doch einfach mal eine kleinere summe von einer million, dazu ein überdurchschnittlich hohe lebenserwartung von 100 jahren, da komme ich auf 133.333 tage, bzw. 365 jahre, bzw. 3,65 x lebenslänglich steineklopfen. und das bei nur einer million euro!
die einfachere rechnung, daß dieses benannte männchen fast 40 km zurücklegen mußte um mir diesen wisch in die hand zu drücken, dazu seine arbeitszeit, das ganze papier in möglicherweise mehreren ausfertigungen, dazu noch die möglichen 2 tage gefängnis inkl. strom, essen, seife, das vielfache der ermahnten 15 € an kosten verursachen, lasse ich ganz unerwähnt...
sie sehen, ich finde es beinah lustig, aber nur beinahe. mein erster gedanke war, diesen dummsinn alleine schon aus prinzip zu verweigern, doch sie werden es mir kaum glauben, aber eintragungen im polizeilichen führungszeugnis sind mir unlieb, eine verhaftung wegen 15 € geht schonmal garnicht...
aber man kann nie wissen was noch alles passieren kann bei soviel absurdität.
wenn sie hier nichts mehr zum lesen haben, wissen sie bescheid - da werden mir gerade die zähne ausgeschlagen damit ich beim blowjob nicht kraftvoll zubeißen kann...
17:30 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
05.04.2006
Ritualisiertes Gehirnmassaker
ständig auf der suche nach festeren strukturen in meinem chaotischen dasein als selbstständige dienstleistungsschlampe, habe ich mir ein paar kleine, doch feste rituale angeeignet. dabei können manche davon durchaus andere ausschließen, so ist mir beispielsweise das morgendliche lauftraining sehr wichtig, welches allerdings nicht ausgeführt wird, sollte ich am abend vorher dem anderen ritual nachgegangen sein, dem trinken nämlich. nun, heute war ich nicht laufen. ich mag vielleicht noch relativ jung sein, so jung allerdings auch nicht mehr, als das ich meinem zerstörten körper nach viel alkohol und nikotin lebend 8 km durch die gegend schleifen könnte, bei dem versuch würde ich höchstens kotzend in die büsche fallen, gefolgt von einem rüchelnden herzstillstand.
"warum trinkt man denn auch alkohol und raucht zigaretten" höre ich den ein oder anderen bereits denken, doch als antwort fällt mir bloß "warum eigentlich nicht?" ein, teebeutelschwingende hobby-oberlehrer wären an dieser stelle eh im komplett falschen blog gelandet...
widmen wir uns also dem "wie" und ignorieren das "warum".
16:30h, m. ruft an, hat schreckliche bauchschmerzen und eine ebensolche laune, sie hat ihre tage, ich bin die testperson für stimmungsschwankungen, selbstverständlich auch daran schuld, in der regel zumindest. ich versuche sie zu bedauern, was allerdings gänzlich falsch ist, hätte ich das thema ignoriert wäre es das ebenfalls. eine periodische sackgasse.
17:30h, ein kunde ruft an, er hätte keine zeit mir seine vorlagen zukommen zu lassen, bedeutet für mich also feierabend, alles andere ist auch irgendwo zum korrekturlesen unterwegs. bei diesen sachen ist der feierabend allerdings nicht unbedingt ein grund zur freude, irgendwann kommen diese aufträge alle auf einmal zurück und müßen dann auch sogleich erledigt werden, es verlängert sich ledeglich meine wartezeit, nicht die deadline...
18:00h, ich stelle das telefon ab, öffne ein bier, lege die beine hoch und werfe itunes an. eine meiner unaufgeräumten playlists beschallt mich mit einer merkwürdigen mischung aus led zeppelin, pantera, abba, joshua kedison, helmet und rosenstolz, ich mache mir gedanken über den umzug und die aufgabe der selbstständigkeit, kurz rattert eine einkaufsliste für den aldi durch meine mentalen abflußrohre, spontan bekomme ich lust den neuen briefträger bestialisch zu ermorden, weil er meine neue ausgabe des manager magazins förmlich in den briefkasten gehämmert hat, das ganze heft ist zerknüdelt als hätte es sich jemand aus dem hintern gepullt...
19:30h, ich öffne die bereits zweite flasche pavillion blanc, meine stimmung schwank leicht zwischen übernatürlich guter laune und furchtbarer paranoia mit einem schuß verfolgungswahn als sahnehäubchen. 2 mal renne ich zur türe, weil ich ein klingeln höre, doch es ist niemand da. während ich vor der haustüre ausschau halte nach klingelmäuschen spielenden kindern, höre ich das telefon im arbeitszimmer, welches garnicht klingeln kann, da ich es ja abgestellt habe...
21:00h, schreckliche sodbrennen. habe den ganzen tag vergessen zu essen. kurzerhand stopfe ich einen halben block ementaler zusammen mit einem seit morgens staubigtrocken gewordenem croissant in mich, dazu weintrauben, bekomme heißhunger auf einen guten luftgetrockneten spanischen schinken, der läßt sich allerdings nicht eben mal auftreiben, stattdessen quäle ich mich selbst, indem ich mir bei google schinkenbilder anschaue. porno für feinschmecker...
22:00h, ich bekomme spontan eine phantastische idee. ich baue mein arbeitszimmer um, jetzt gleich. leider ist meine begeisterung so umwerfend, daß ich die offene weinflasche beim aufstehen umstoße, deren inhalt sich auch gleich munter flüßig über die tastaturen, mäuse und schreibtische verteilt. aus dem umbau wird eine riesige putzaktion, untermalt von heftigem fluchen...
22:30h, m. ruft an, entschuldigt sich für ihre miese laune von vorhin, ich entgegne mit einem lächeln "ich sei es schon gewohnt", sie legt beleidigt auf...
23:00h, frust. der gute, teure ramafort schmeckt nach korken, tausche ihn kurzerhand gegen einen peyrabon. meine wahrnehmung ist verzerrt, ich scheitere ca. 10 mal dabei meine e-mail adresse zu schreiben, statt "@" tippe ich immer wieder "Q", selbstverständlich ist der rechner schuld, dem ich auch androhe ihn gleich aus dem fenster zu werfen...
23:30h, ich verfasse einen eintrag in meinem "blöoag". alles einfach so wie ich gerade denke, rausgekotzte buchstaben, ein lalliges gejammer, schlecht vorgetragene kritik mit einer guten prise selbstmitleid. und an dieser stelle hört das filmchen auf zu spielen. ich erinnere mich noch ganz wage daran mir die zähne geputzt zu haben, wobei mir die zahnbürste immer wieder ins waschbecken gefallen ist und ich deswegen eine halbe tube zahncreme verbraucht habe. dann nur noch schwarz.
7:30h, heute morgen. der fernseher läuft noch im schlafzimmer, wo ich aber nicht bin, ich liege auf der couch. ein wahres kunststück. mein mundraum fühlt sich wie eine verschimmelte wüste an, ich habe zahncreme im ohr. ich lösche als erstes den gestrigen blogeintrag, als um 8:00h das erste mal das telefon klingelt, trage ich mein "guten morgen" in death-metalisch vor.
es mangelt mir deftigst an konzentration und interesse, das einzige was in meinem hirn passiert ist "heute besser mal kein auto fahren" und "tomatensaft und mineralwasser sind eigentlich auch ganz lecker"...
morgen gehe ich wieder laufen.
20:00 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
04.04.2006
Das Ende...

...meiner täglichen laufrunde.
21:45 Veröffentlicht in Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
03.04.2006
Gefangen, beantwortet, vergessen
stöckchen werfen, fangen, verfassen, oder was auch immer, ist so eine sache. aber das ganze bloggen ist eben auch nur so eine sache. ob ich nun einen schwachsinnigen eintrag darüber schreibe, wie mir der fingernagel flöten gegangen ist, oder ob ich jemandem ein paar fragen beantworte, es ist schlicht und ergreifend bloß freizeitbeschäftigung. und da mir gerade sterbenslangweilig ist, da ich die fertigen übersetzungen an meinen kunden zum korrekturlesen geschickt habe und diese frühstens in 3 tagen zurückkommen werden, da die mitarbeiter dort an einer ausgeprägten leseschwäche zu leiden scheinen, fange ich das besagte stöckchen auf und basta. allerdings kurz angemerkt: sollten sie mein kunde sein und das hier lesen, vorsicht! es ist in ausländisch!
1. Grab the book nearest to you, turn to page 18 and find line 4.
plusieurs temoignages sur la torture en france aux temps de marie de medics
2. Stretch your left arm out as far as you can, what do you find?
my montblanc meisterstück
3. What is the last thing you watched on TV?
the night of the living dead
4. With the exception of the computer, what can you hear?
two old guys standing outside and talking bullshit about politics, five minutes into pub opening
5. When did you last step outside?
10 minutes ago, "just" getting cigarettes... in the rain... i`m still wet...
6. Before you started this survey, what did you look at?
the empty cigarette package
7. What are you wearing?
hugo shirt, armani jeans, emerica shoes
8. Did you dream last night?
for sure: murder, death, kill
9. When did you last laugh?
what is this?
10. What is on the walls of the room you are in?
calender, pictures from new york and amsterdam, blood
11. Seen anything weird lately?
yes
12. What do you think of this quiz?
i don`t think, just react
13. What is the last film you saw?
the hills have eyes
14. If you turned a multi-millionaire overnight, what would you buy?
my own private island
15. Tell me something about you that I don`t know.
i hate my business
16. If you could change one thing about the world, regardless of guilt and politics, what would you do?
i became a multi-millionaire overnight
17. Do you like to dance?
i`m not a dancer, i`m a killer
18. George Bush.
there is nothing left to say about...
19. Imagine your first child is a girl, what do you call her?
no idea
20. Imagine your first child is a boy, what would you call him?
no idea
21. Would you ever consider living abroad?
that private island thing...
22. What would you want God to say to you when you reach the pearly gates?
hello satan!
23. 3 people who must also do this
everyone who wants to...
19:00 Veröffentlicht in Blog , Gelesen , Quiz | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
02.04.2006
Negativbeispiel
eigentlich verlebte ich die vergangenen tage mit viel stress und arbeit, doch besonders ärgerliche erlebnisse blieben mir erspart. bis freitag nachmittag. da wurde eine geballte splitterbombe aus ärgerhäufchen über meinem haupt abgeworfen. leider wird aber der eine oder andere leser auf diese geschichten verzichten müßen, der ton hier bei "kreativ betrunken" ist eh desöffteren plump bis drastisch, doch selbst bei dieser tatsache ist es mir nicht möglich meinen gestern verfassten text an dieser stelle zu veröffentlichen. der bnd in zusammenarbeit mit der fsk würde mich gleich in ein erdloch stecken und meine identität auslöschen, die wenigen leser die ich habe, würden schreiend davon rennen. der eintrag ist einfach zu deftig, mehr noch als kalbsrouladen mit sauerkraut und klösen, einfach unverdaulich, selbst mit whisky dabei, kurz, es ist einfach mit mir durchgegangen.
nur fürs protokol ein paar kurze unzensierte ausschnitte:
"als moralische drecksau habe ich keine probleme damit, sollten hinter meinen wänden mögliche waffengeschäfte stattfinden"
"ein schlämpchen für eine mögliche kurze nummer ist im wageninneren nicht zu erkennen"
"er läuft rot an, stellt sich mitten auf die hauptstraße und brüllt mich quer durch das ganze dorf an: "ENTSCHULDIGUNG! ENTSCHULDIGUNG! ENTSCHULDIGUNG DU ARSCHLOCH!"
"hells angels und nazis in mehrzahl konnten mich nicht dazu bringen meine klappe zu halten (trotz mir zugefügter starker schmerzen)"
"mein kleiner freund, packe deine füße unter die arme und renne um dein leben, sonst nehme ich dich mit ins haus und spiele mit einem hackebeil metzger mit dir in der hauptrolle als wurst"
sie sehen, ich bin durchaus dazu fähig, mein eh sehr niedriges niveau noch zu untergraben, eine buchstäbliche enttäuschung auf ganzer linie, das vokuhila der literatur, negative gelehrsamkeit. ich schnappte mir also das laptop in dessem papierkorb der erwähnte eintrag gelandet ist und verbrannte dieses um mitternacht auf dem friedhof, wobei satan persönlich aus seinem keller herausgekrochen kam, mich am kragen packte und schrie "warum? warum? warum hast du das getan?!", doch als antwort fiel mir bloß "jetzt bist du da und brüllst hier rum bis die polizei kommt, aber wenn man dich mal braucht, da ist nada..." ein.
er wurde rot und verschwand.
20:00h, gestern. m. ruft an und fragt ob wir ausnahmsweise samstags in der stadt einen draufmachen wollen, anstatt auf dem land auszuruhen, ich bejahe, sitze keine 5 minuten später im wagen und gebe vollgas. es ist genau das was ich brauche, die stadt, die menschen, getränke vom faß, bedient werden.
unterwegs rufe ich noch kurz c. an, irgendwie gehört er mit zum inventar, ebenso zu den trinkgeschichten auf dieser seite. er befindet sich tatsächlich vor ort (was nicht verwunderlich ist, er wohnt dort), wir treffen uns vor m.s laden, steuern mit ihr als erstes das mexikanische restaurant an, ergatern dort den letzten tisch. wenn ich ganz ehrlich bin, gehört mexikanisches essen zwar nicht unbedingt zu meinen favoriten, ebenso wenig wie der laden, es ist mir aber irgendwie egal, ich bin froh m. um mich zu haben, nach den beschissenen erlebnissen am freitag nachmittag möchte ich bloß abschalten, egal wo, hauptsache mit ihr.
die fajita sind recht lecker, die unglaublich lange wartezeit von 60 minuten auf das essen verbringen wir mit relativ vielen alkoholischen getränken, c. berichtet von einer neuen freundin, die unsere kleine runde gleich ergänzen würde. nichts dagegen, c. ist ein sehr ansehnlicher kerl, zudem sehr nett und überdurchschnittlich intelligent, wir gönnen ihm endlich mal eine vernünftige frau, bislang waren es nur dumme schlampen.
gegen 22:00h erfreut sie uns mit ihrer anwesentheit, während wir schon die glocken läuten hören. m. hatte ca. 5 martinis und 4 flaschen grolsch, c. 5 flaschen grolsch und 3 bushmills, ich 3 flaschen grolsch und 4 bushmills. doch n. (so heißt sie) gibt sich sehr locker, zudem sieht sie sehr nett aus und ist für eine frau recht auffällig tätowiert, selbst auf ihrem unterarm trägt sie eine "old school" schwalbe, was allerdings sehr gut aussieht und zu ihrem "betty look" paßt.
um auf unser level zu kommen, kippt sie sich auch gleich einen doppelten whisky hinter die binde, es macht sie nur sympathisch, doch m. und mir ist nicht danach in läden abzuhängen und n. und c. haben sichtlich lust auf frischen sex (wir ebenfalls), so trennen wir uns.
später bei m. wird es ruhig um uns, nichts besonderes zu berichten, bis auf die tatsache, daß ich mir bei einem kurzen versuch die verstopfte spühle zu reparieren (ja, mit sowas beschäftigt man sich samstags nachts nach ein paar jahren beziehung...), den fingernagel vom linken zeigefinger mal eben so entferne, was uns mitten in der nacht in die notaufnahme statt zum orgasmus bringt.
das tippen ist eine schwierige aufgabe damit, es tut ziemlich weh. deswegen werde ich jetzt ohne groß zu jammern, diesen eh merkwürdigen eintrag einfach und einfallslos mit den worten "machen sie es besser!" beenden.
22:00 Veröffentlicht in Alltag | Permalink | Kommentarstatus (3) | Per Email verschicken

