10.12.2007
Am Nordrand der Alpen
manchmal, da braucht selbst ein wahnsinniger wie ich einen moment zur besinnung. ein paar stunden, um dinge revue passieren zu lassen, etwas zeit, um erlebtes zu verinnerlichen. spätestens morgen wird es soweit sein, jetzt im moment allerdings, befinde ich mich noch mitten im unaufgeräumten kopfbilderalbum der vergangenen tage. jemand sagte zwar einmal, ich glaube ich, man sollte besser niemals aufgewühlt schreiben, bloß sitze ich gerade zufällig vor einem laptop und mir will absolut nichts besseres einfallen, als eben diesen unnötigen quatsch zu verzapfen. nachrichten lesen ermüdet mich, amazon bilde ich mir ein auswendig zu kennen, auf uncrate hat sich seit freitag nichts getan, und blogs lesen, ja, wer tut das schon?
am ende ist momentan alles gleichzeitig interessant und öde, zumindest für mich. und deswegen lasse ich das tippen nun
doch besser bis morgen bleiben und versichere ihnen gleichzeitig diesen eintrag NICHT unter drogeneinfluß getippt zu haben.
echt jetzt.

eigentlich sollte es dazu eine fortsetzung geben, aber da es schon an anderer stelle beschrieben wurde und ich augenblicklich eh nicht sonderlich gut im schreiben von fortsetzungsgeschichten bin, lasse ich es einfach. ja...
01:40 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (19) | Per Email verschicken
05.12.2007
Jetzt wird getanzt
„Die Ultimate Edition von Tanz der Teufel wurde durch die BPjM indiziert (BAnz. Nr. 185 vom 29. September 2006). Ein Beschlagnahmebeschluss des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten liegt vom 26. April 2002 (Az.: 351 Gs 1749/02) vor.“
das gilt in deutschland also weiterhin, nachdem der film bereits 1985 zum ersten mal indiziert und beschlagnahmt wurde. es existiert zwar eine in deutschland verkäufliche version, die ich mir auch vor einiger zeit ärgerlicherweise kaufte, doch sind diese nach zensur übrig gebliebenen 70(!) minuten eher ein witz, denn ein film. und diese ganze angelegenheit ist überhaupt ein witz, in zeiten von turbobrutalen horrorfilmen und spielen, eine veraltete, billige und auch nicht sonderlich ernst gemeinte filmarbeit von 1981 so zu behandeln, als hätte sie mindestens satan persönlich vollbracht.
aber, was rege ich mich auf – ich wohne ja jetzt in österreich, und hier darf man sich eben als erwachsener anschauen, was man möchte, ohne gleich zum verbrecher zu mutieren. so zum beispiel auch „evildead“, ungschnitten und deshalb 87(!) minuten lang...



17:00 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (17) | Per Email verschicken
02.12.2007
Oh Weih...
hip hip hurra, scheiß weihnachten steht vor der tür! das wird einem an so vielen stellen bis zum erbrechen signalisiert, daß es selbst einem christkindignoranten wie mir kaum gelingt, so zu tun, als ob tannen eben nur bäume wären und sternschnuppen etwas rein wissenschaftliches. ein totalitäres kitschbombardement erster güte, leuchtendes und funkelndes erschlägt einen permenent, bis man sich vorkommt wie ein gehinrgewaschener sklavenzombie eines schwulen weihnachtsmannes, der seinen erigierten schokoladenschwanz ununterbrochen an rote renntiere verfüttert. harte worte, das mag sein, doch „perversität“ ist eben DAS wort, welches mir hauptsächlich einfällt, wenn ich die horden wandern sehe, vorprogrammiert von blinklichternden werbemaßnahmen und infiziert durch naivste sagen um ein von geisterhand erzeugtes superkind. dabei begegnet man aber in gesprächen kaum jemandem, der das ganze gut findet, nein, alle finden es scheiße und schrecklich, fraglich bleibt am ende bloß, wer denn diese massen sind, die einen daran hindern in aller ruhe einzukaufen, oder sich überhaupt fortzubewegen, wenn eigentlich keiner was mit dieser festlichkeit zu tun hat...
und während ich das noch denke, klingelt das telefon, aus dessen leitung meine mutter uns einen schönen ersten advent wünscht. als ob das ein zeitpunkt des jahres wäre, oder eine angelegenheit, von der man überhaupt kenntniss nehmen sollte. meine antwort darauf passiert mutternfreundlich, aber zurückhaltend automatisch: danke, euch auch. und sonst?
doch am ende und deswegen scheitere ich wieder an dem versuch den hasserfüllten menschenfeind zu geben und weihnachten verbal zu zerstören, angesichts der tatsache, daß ich eben nicht in einem erdloch bei unterernährung und peitschenhieben aufgewachsen bin, sondern mich tatsächlich immer auf weihnachten gefreut habe. damals. früher.
und was bleibt? geschenke habe ich bei amazon bestellt, so kann ich mir wenigstens einbilden, ich sei kein mitverursacher der wahnsinnigen gruppenhysterie. und falls mich jemand doch irgendwo da draußen antreffen sollte, so bin ich sicherlich nicht wegen weihnachten unterwegs...
22:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (9) | Per Email verschicken
19.11.2007
Bestandsaufnahme
tage und wochen vergehen wie unbemerkte augenblicke, die am anfang bedachte sorge um die anpassung in eine völlig neue umgebung wich still und leise einer klaren vertrautheit. wien ist die erste stadt, die ich mit offenen augen erlebe und nutze, ohne das gefühl zu haben, orientierungslos und verloren zu agieren. gerade die größte stadt von allen, in denen ich je gelebt habe, offenbart sich mir in einer solchen übersichtlichkeit, wie sie wohl sonst nur ein frisch poliertes schachbrett vorweisen kann.
das blog stagniert dabei, obwohl ich zum ersten mal seit ewigkeiten nicht mehr an seiner daseinsberechtigung zweifle, oder spontan und ohne begründung einen zuckenden löschfinger bekomme, nein, ich habe augenblicklich eine sehr positive einstellung dem schreiben gegenüber, auch wenn ich schlicht und einfach aus zeitmangel nicht dazu komme. mag unter anderem vielleicht auch daran liegen, daß sich unser dvd-konsum in der vergangenen zeit in einem bereich bewegte, den ich so in dieser form schon seit etlichen jahren nicht mehr erlebt habe, oder vielleicht doch eher daran, daß eben wichtigere dinge im leben existieren, als stundenlanges und unbezahltes eindreschen auf eine unschuldige tastatur, was allerdings keineswegs abwertend zu verstehen ist.
in einem monat wird dieses blog zwei jahre alt und auch wenn ich manchmal wie eine wilde furie durch die archive wüten wollte, um klamotten zu entfernen, die ich eben nur noch als klamotten ansehen kann, so finde ich das ganze auf der anderen seite doch irgendwie interessant und spannend, wie sich die dinge entwickeln - sei es der schreibstil, oder sei es die eigene gemütsverfassung im spiegel der zeit, von den geschehnissen, die das leben vorlebt ganz abgesehen.
und was ich am ende damit sagen will? keine ahnung. die fahrt geht halt weiter, auch wenn momentan mit der geschwindigkeit einer trockengelaufenen schnecke...

02:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
31.10.2007
Ich und die Fremden
wenn mich etwas aufregt, dann sind das menschen, die ihrer körperlichen präsenz soviel ausdruck verleihen, daß man sich als bloß zufällig anwesende person fühlt, als würde man mindestens eine erzwungen-intime beziehung mit dieser person führen,
wenn nicht gar eine medizinisch-initme. so zum beispiel im kino, gestern, als ich etwas erleben dürfte, das meinen sinnesorganen noch heute kleine hinterkopfschläge verpaßt, wenn ich bloß daran zurückdenke. gut, nachos im kino bilden eh eine thematik für sich, dieses knuspern überall, daß man sich vorkommt, wie in einer ausbeuterfabrik mit versklavten eichhörnchen, die um ihr leben das kauwerkzeug schmatzen lassen. das ist und wird immer ein problem bleiben und ganz gleich was die lebensmittelunterhaltungsindustrie auch neues erfinden wird,
für den oralakt während einer cineastischen vorführung, es wird grundsätzlich immer etwas sein, was brückelt, rieselt, knackt, knirscht und schmatzen läßt. gestern allerdings, durfte ich erleben, daß nur eine einzige person in der lage sein kann, aus dieser ohnehin schon lässtigen angelegenheit für dritte, eine kostenlose vorführung menschlicher ekelhaftigkeit fabrizieren kann, die glatt als meisterwerk der existenziellen widerwertigkeit eines einzelnen individuums durchgehen könnte.
ein mensch, auf den ersten blick garnicht mal so unansehnlich, sicher zwei meter groß, schlank, teuer gekleidet, eine hässliche d&g brille auf der nase, eine recht hübsche freundin im schlepptau. und eine riesige nachoschachtel des grauens in den schaufelhänden. was er beim verzehren dieser für einen lärm zu produzieren vermochte, hätte ich höchstens einem kannibalistisch veranlagtem schwein beim amoklauf im schweinestall zugetraut. ein knirschen und kratzen beim aufsammeln der chips, als ob er sie in der riesigen schachtel erst jagen und erlegen müßte,
ein schnaufen beim verschlingen dieser, wie ein hund mit gebissproblemen beim schnappen nach einem rohen stück fleisch, und beim zerkauen feucht-knatternde geräusche, wie der abriss eines gebäudes mit einem schimmligen innenleben. dabei noch ein nasales ringen nach luft, wie die töne eines saxophons, dessen korpus mit verwesenden kleintieren verstopft wurde. eine personifizierte abfallsauganlage.
es ist sehr selten bisher vorgekommen, daß ich mich wegen sowas zuerst garnicht erst auf den film konzentrieren konnte, vorallem weil auch von links diverse spuckeklumpen auf meiner hand landeten, abgesondert von einer art weiblicher klobürste. doch am meisten hinterfrug ich die menschen selbst, und warum sie es nicht selbst bemerkten, wie daneben sie durchs leben schnoddern. und diese hübsche freundin dieses ekelhaften typen, hat sie denn eine perverse neigung? oder ist sie bloß blind und taub? nur, wenn, was macht die dann im kino? ich weiß nicht wie es ihnen in solchen situationen ergeht, aber ich wurde leicht bis mittelschwer ungehalten, fragen sie julia, ich war sehr knapp davor irgendwas sehr lautes durchs kino zu sprechen, sowas wie "gib ruh, du sau! oder das hier wird zum tatort!", oder so, was vermuttlich aber sowieso nichts gebracht hätte, weil wir beide wohl doch am ende eh die minderheit darstellen, die winzige und stille, mitten im gewusel und nahrungskampf der anderen, für die ein kino bloß
ein riesiger imbiss ohne licht ist...
und der film? großartig! der beste, den ich seit langer zeit gesehen habe. und den ich später sicher noch oft auf dvd anschauen werde. ohne publikum...
14:05 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (11) | Per Email verschicken
28.10.2007
Moving to Vienna (III)



14:45 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
23.10.2007
Moving to Vienna (II)
es dauert drei tage, bis ich begreife, mich in wien zu befinden.
es wird sicher noch dauern, den gedanken loszuwerden, "mal eben" etwas in deutschland erledigen zu können, außerhalb des telefons. es ist ein merkwürdiges gefühl, seinen besitz unterwegs in kisten zu wissen, vorallem wenn dann auch noch etwas davon wegkommt, wie gerade geschehen. die stupide frage der ups-auftragsbearbeiterin "was war der inhalt?", ist nicht ernsthaft beantwortbar. "privates", "wichtiges" bringt es nicht auf den punkt, auch ist der wert nicht nachvollziehbar, denn für außenstehende sind es eben nur "anziehsachen", bloß ich weiß, daß es sich zu einem um meine ganzen winterklamotten handelt und zu anderem, daß allein schon die dunkelgrüne daunenjacke cirka dreihundert euro gekostet hat, obwohl das ja wahrlich nicht von bedeutung ist, die tatsache alles neu anschaffen zu müßen allerdings schon.
doch das und die tatsache, daß mich rückenschmerzen befallen haben, dank denen ich heute einige stunden nur im gebückten affenmodus meinen körper fortbewegen konnte, sind tatsächlich die einzigen negativen geschehnisse, die mir augenblicklich überhaupt einfallen wollen. alles ist gut und nichts kann mein wissen darüber trüben, das richtige getan zu haben. nicht einmal das wetter, welches sich eiskalt, windig und schlampig feucht präsentiert, als wollte es alles und jeden vertreiben. nein, ich bin daheim, und die tatsache, daß sich dieses gefühl bereits nach nur vier tagen verfestigt hat, fühlt sich richtig an.
fortsetzung folgt...
18:50 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
22.10.2007
Moving to Vienna (I)
wenn die stewardess die unendlich witzige ansage "meine damen und herren, auch der hintere teil des flugzeugs fliegt nach wien" macht, liegt ein großteil der passagiere auf dem boden vor lachen. zumindest, wenn es sich zu neunzig prozent um geschäftsleute handelt, die wohl ihren gesunden menschenverstand bereits vor stunden in irgendwelchen meetings abgelegt haben. ich finde das nicht lustig, ebensowenig den völlig zerstreuten mann im cordanzug neben mir, der nervös verschiedene briefe öffnet,
diese kurz überfliegt, um sie anschließend hektisch zu zerreissen und die schnipsel dann auf den sitz zu platzieren, der meinen körper von seinem trennt. es geht mir nicht um den berg altpapier neben mir, bloß wirkt ein irrer, der offensichtlich ziemlich entschlossen seine korrespondenz mit endgültiger zerstörung beantwortet, nicht gerade beruhigend auf mich in zehn tausend metern über dem boden. kurz überlege ich, ihn mit seiner schrecklichen braun-gelben krawatte zu erwürgen, schlafe dann aber doch gelangweilt ein...
die landung erinnert mich an wilde zeichentrickfilme - das flugzeug setzt so hart auf, wie eine ziegel die man auf frierenden asphalt wirft, trotzdem lachen die passagiere wieder, als ob jede form des runterkommens eine gute wäre, solange man persönlich noch am stück ist und nicht brennt. immerhin klatschen sie nicht, wie diese affen, die glauben, ballermann wäre eine stadt und mallorca eine insel im bodensee.

fortsetzung folgt...
22:30 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
17.10.2007
Verlagerung des Hauptwohnsitzes
es ist soweit. ein großteil meines besitzes bewohnt kartons, verschiedene listen und zettel versuchen sich gegenseitig an wichtigkeit zu übertreffen, eine kalte leere erfüllt einen raum, den ich längst verabschiedet habe, während in meinem kopf nicht viel passiert, oder zu viel, um das überhaupt noch bemerken zu können, außer in form von kopfschmerzen.
um ehrlich zu sein, ist es mir aber eh egal, ob ich nun etwas vergessen habe, zu erledigen, zu sagen, oder nicht, im augenblick wünschte ich mir einfach nur noch ins flugzeug zu steigen, anstatt noch 28 stunden darauf zu warten. aber, aus der geschichte wissen wir, daß die zeit kaum in der lage ist, stehen zu bleiben.
sollte hier ein paar tage nichts passieren, ich bin in wien.
und bleibe dort auch...

14:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (17) | Per Email verschicken
10.10.2007
Fotostock
wenn die holde wirft, dann fange ich.
1.) Wieviele Fotos hast Du bereits geschossen?
ich weiß es nicht. sicher an die 50.000, vielleich mehr, vielleicht weniger. allerdings hängt das auch damit zusammen, daß ich mal einen arbeitgeber hatte, der zu geizig dazu war, einen fotografen einzustellen, weshalb ich dann auch ganze bilddatenbanken füllen durfte.
2.) Das macht etwa pro Jahr…?
komm, mathematik ist nicht so schwer, wie man das immer wieder gerne darstellt. aber es wäre eh irreführend bei mir einen durchschnitt zu errechnen, da es sicher jahre gegeben hat, in denen ich tausende fotos geschossen habe und wiederrum andere, in der es höchtens fünfzig wurden.
3.) Was fotografierst Du am liebsten?
meine opfer (schlechter scherz). ich weiß es nicht. eigentlich alles, außer familienfeiern.
4.) Warum fotografierst Du?
weil es kameras gibt.
5.) Welches war Deine erste Kamera?
eine russische zenit et spiegelreflexkamera. fragen sie mich nicht, wie ich dazu gekommen bin, erst danach habe ich eine typische kleine billigkamera aus dem supermarkt bekommen, die man auch üblicherweise an einen 13-jährigen verschenkt.
6.) Mit was schießt Du gerade?
mit einer hp photosmart 945, die allerdings seit wenigen wochen immer mehr ärger macht, einer canon powershot a450, leihweise einer pentax k10d und bis vor drei tagen einer canon eos 400d.
7.) Mit was würdest Du noch lieber schießen?
mit einer smith&wesson sw1911 dk.
8.) Was willst Du Dir als nächstes kaufen?
fototechnisch ist nichts geplant und angedacht.
9.) Bearbeiten oder nicht bearbeiten?
der berufskrankheit wegen bearbeiten, definitiv. und selbst dann habe ich grundsätzlich noch was zu bemengeln.
10.) Was machst Du mit Deinen Bildern?
da sich einige davon in bilddatenbanken befinden – verkaufen. ansonsten vorzeigen, ausdrucken und verschenken, bloggen, an wände kleben, zerreißen und wegwerfen.
11.) Was war Dein fotografischer größter Erfolg mit Deinen Bildern bis jetzt?
den einnahmen nach, die veröffentlichungen in bilddatenbanken. ansonsten eine ausstellung in einer kölner kunstgalerie, bei dir ich einige großformatige drucke meiner werke verkaufen konnte. allerdings muß man dazu verraten, daß meine damalige freundin die besitzerin der besagten galerie war.
12.) Fotografie als Beruf?
nein, dafür bin ich nicht gut genug. ist nicht mein hauptfach.
13.) Wo durftest Du nicht fotografieren?
an vielen plätzen. in flugzeugen, auf konzerten, in restaurants und supermärkten. vor ein paar jahren habe ich fotos der weihnachtsfeier des konzerns gemacht, bei dem ich seinerzeit angestellt war, wir hatten dazu große räumlichkeiten in einem hyatt gemietet, wo sich dann irgendwann unter die feiernden angestellten ein „schauspieler“ aus einer deutschen daily-soap untermischte und kräftig alkoholische getränke auf unsere kosten verinnerlichte. als ich ihn dann fotografierte, ging er auf mich los mit der ansage „das darfst du nicht!“ und versuchte anschließend in seinem desoluten zustand lallend seinen anwalt zu erreichen.
ich habe selten so gelacht...
14.) Qualität oder Inhalt?
inhalt. plastisch perfekte fotos mag ich nicht.
15.) Wenn Du nur noch ein Bild schießen könntest, was wäre der Inhalt?
eine merkwürdige frage. ein atompilz?!
wer mag, soll.
21:15 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken
05.10.2007
Der Kern und die Schale
"the core" is a marvel. it has everything: common physics misconceptions, blatant misrepresentations of physical laws,
a complete range of stereotypes, ridiculous feats of engineering, and pure fabrication of scientific "facts". the weighty or sad parts are so inane, they made us laugh out loud. the dialog, plot, and action are predictable, if not outright tedious. yet, the bad physics provide nonstop surprises. It's the worst physics movie we've ever viewed. this is not just a disaster movie. it's a disaster.
nun, das sagen zumindest die menschen hinter insultingly stupid movie phisics über den film, den ich mir gerade aus welchen gründen auch immer anschaue, und das obwohl ich hier genügend großes und ungesehenes dvd-kino herumliegen habe, wie "casino royale" zum beispiel. aber das ist ja eben auch schon das problem, denn mein leben existiert augenblicklich mehr auf der grundlage des chaos, als ordentlich in einem aktenschrank der schöpfung einsortiert. mein kopf ist so voll, daß am ende bloß luft rauskommt, mangels löchern passender größe...
erst vergangenen montag habe ich meine jahrelange selbstständigkeit aufgegeben und weiß nun nicht so recht, ob ich mich darüber freuen soll, oder nicht. selbstverständlich weiß dabei der clevere teil des inhaltes meiner schädelhöhle, daß diese tatsache freudige luftsprünge wert ist, doch der giftige analysezwerg den ich leider verinnerliche, redet ständig auf mein zwischenhirn ein, es sei eine angelegenheit die dokumentarisch durchgearbeitet werden sollte. wofür auch immer.
das eigentliche problem aber ist, daß dieser nicht gerade unbedeutende schritt geradezu wie eine minimalistische kleinigkeit wirkt, im vergleich zu den vielen anderen dingen, die passieren und passieren werden. ein haufen lebensverändernder sieben meilen schritte, die ich mal eben richtung zukunft renne, ohne mir ernsthaft gedanken über den verbrauch gemacht zu haben.
ein tag wechselt in den nächsten, zettel und listen häufen sich, während sich die häckchen an erledigten aufgaben nicht so schnell vermehren, wie neue und ständige einträge mit dem vermerk "wichtig!". schlafen, essen, trinken, sprechen, einkaufen, packen, telefonieren, verschmelzen zu einem brei aus schläfriger hyperventilation, die augen verdrehen sich und ein unbeschreibliches glücksgefühl liefert sich ein hektisches rennen ums überleben, mit dem wunsch danach, allen menschen dort draußen die haut abzuziehen, um daraus schicke jäckchen für hausschweine zu nähen. ich meine, es ist schon wahrlich schlimm, einen hund, den man irgendwie selbst miterzogen hat in den vergangenen drei jahren, plötzlich susi zu rufen, anstatt toska,
wie er auch eigentlich heißt und noch viel schlimmer wird es,
wenn man gänzlich die sprache vergisst, wie heute im supermarkt, als ich etwas wie "fsfssl" zur verkäuferin sagte und anschließend beschämt verstummte...
und was ich ihnen nun damit sagen will? ich weiß nicht. auf den punkt kommen ist momentan nicht gerade etwas, was ich beherrsche. und deswegen bleibt mir am ende wohl doch nur "the core" zu zitieren: "WIR VERLIEREN STRUKTURELLE INTEGRITÄT!". oder so...
23:30 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gelesen , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (7) | Per Email verschicken
29.09.2007
D-SLR
ich bin technisch entzückt. jetzt nicht, weil ich durch zufall ein perpetuum mobile entdeckt habe, oder sonstiges weltbewegendes, sondern einfach nur begeistert, ob einer technischen gerätschaft, die gut in der hand liegt, gut aussieht und hervorragend funktioniert. und bevor jetzt gleich belehrende wichitgtuer an die decke der selbstbeweihräucherung springen und mir um die ohren hauen, daß es nunmal bessere und teurere spiegelreflexkameras gibt, als die canon eos 400d, ja, ist mir praktisch bekannt, trotzdem halte ich diese kamera für ein großartiges spielzeug,
mit einem eingebauten hurra!-effekt. brutalschwarz, ausgedehnt kompakt und leistungsstark, mehr interessiert mich nicht, alles andere hängt eh vom wagenlenker ab. ergebnisse folgen...


(via canon)
14:05 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
27.09.2007
Defatigatio
regen. so weit das auge reicht, regen. dauerregen um genau zu sein, penetrante dauerbefeuchtung von oben, inklusive dunkelgrauer himmelbedeckung und grippeartiger herbstkälte mit eingabutem depressionsakku. würde ich einen grund zum weinen haben, würde ich das tun, bloß fällt mir keiner ein. ich glaube,
ich bin auch zu müde dazu, um irgendwas außer dem standardprogramm zu empfinden. schwarz ist schwarz, weiß ist weiß, die punkte a und b sind genaustens definiert und markiert, ein jeglicher versuch einen weiterführenden gedanken zu entwerfen, wäre pure überforderung meiner in sparbetrieb befindlichen empfindung. alles ist gut, das wetter ist scheiße und ich bin müde. das bringt es auf den punkt und es gibt nichts daran zu wackeln.
und was ich damit sagen wollte? nichts, der heutige tag existiert einfach nicht und wenn ich jetzt mit den fingern schnippe, haben sie das hier auch nie gelesen...
oder so.
15:45 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
24.09.2007
Sprachcritic
ich gebe ja zu - ich verwende durchaus schon mal englische ausdrücke, oder gar denglische, mein traum von gänzlicher ignoranz solcher, scheiterte ganz einfach an meiner person und meiner art zu denken und zu agieren. ich finde auch, solange sich das in grenzen hält und nicht dazu ausartet perversitäten wie
"ein must have" und ähnliche sprach-bastarde überall einzubauen, kann man bestens damit leben, ohne permanent mit dem zeigefinger auf die wachtürme des duden zu klettern.
doch in den vergangenen wochen fiel mir ein anderer trendsport der sprachlichen vergewaltigung am deutschsprachigen individuum auf, die produktbezeichnungen des warensortimentes für den alltäglichen gebrauch nämlich, die mir einen gruseligen schauer nach dem anderen über den rücken jagten.
ich meine, es ist schon vollkommen klar, daß "2 towels", zwei handtücher sind, zumindest für einen übersetzungsfähigen menschen, bloß warum heißt das nicht "2 handtücher", bei einem deutschen anbieter und zwar einem, dessen kundschaft eh zu 75% aus hausfrauen besteht? deutschen hausfrauen. warum?
oder "gym bag"! was soll das? klingt "sporttasche" denn so altbacken, oder gar hässlich? ganz davon zu schweigen, daß man dies beim verdrehen bloß eines buchstaben, für einen frauenarztkoffer halten könnte...
"graphic-tee" statt bedrucktes t-shirt, obwohl t-shirt ja eh schon aus dem englischen ist, aber wahrscheinlich ist eben so manches englische mittlerweile auch nicht mehr englisch genug und es muß over-englischt werden. "knitted beanie - gestrickt", was auch immer man damit machen soll, oder wohin sich hinstecken...
ich merke es, ich bin für heute wohl übergereizflutet, werde mich einfach mal besser nur noch teethbrushen und downlegen.
one sheep, two sheep, tree ship, for shift...
00:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken
23.09.2007
Schreibtechnik
dies ist der erste eintrag, geschrieben auf dem neuen laptop und wenn ich mich recht erinnere, gab es keine kabellosen texte mehr hier, seit mein gutes 17-er powerbook mitsamt besitzer die treppe herunterflog, was allerdings schon eine ganze weile her ist.
das war irgendwie tragikomisch, weil es mir einerseits beinahe das herz zerriss, das kaputte display meines silbernen kraftbuchs zu erblicken, andererseits mußte ich ziemlich ausgeprägt lachen, angesichts der tatsache, gerade einen text mit dem titel „ad sanguis“ verfasst zu haben, um nur wenige minuten später auf einen apfel zu bluten...
nun ist es also ein lifebook geworden, was jetzt keine fortgeschrittene apple-ignoranz demonstrieren soll, sondern bloß ein schmaleres budget, in zeiten des aufbruchs. und was soll das auch überhaupt? mir ist es bloß wichtig, daß alles funktioniert, ganz gleich wer von den milliardären mir das tool dazu auf den bildschirm zaubert und es funktioniert auch, soweit ich das nach vier tagen technischer dauerfolter so überblicken kann und glauben sie mir, ich bin alles andere als ein blumenfreund im umgang mit stromkreisen. festplatten haben nicht in die knie zu gehen, sondern auf...
aber bevor das ganze zu einem elektronik ratgeber mutiert, oder meiner persönlichen rache an einer weiteren tastatur, mit einem völlig sinnfreien text, nur so viel: es schreibt sich gut darauf, was in übertragenem sinne heißen soll – es wird darauf viel geschrieben und noch mehr. es soll mehr oder weniger heißen, daß ich die idee dazu, dieses blog zu löschen, gänzlich verworfen habe. stattdessen wird auf eine eigene domain umgezogen und einiges verändert, das aber erst von österreich aus.
ob das allerdings von bedeutung ist, völlig bedeutungslos, oder gar überflüssig, überlasse ich gänzlich ihren eigenen gedanken...
00:10 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (14) | Per Email verschicken
18.09.2007
Triskaidekaphobie an einem 18-ten
heute, 10:07h. ich betrete den hiesigen miniatur-supermarkt aus ermangelung an zigaretten. und caro-kaffee. und milka-tender.
die nette frau w. ist leider nicht an der kassa, stattdessen eine unendlich hässliche und ebenso unfreundliche ersatzkassiererin, die mir, mit ihren herausragenden vorderzähnen voraus, spuckend mitteilt "dunhill hamma nich!". mein leises "doch" erreicht sie gleichzeitig mit der kugel aus der 44-er, welche ihr gehirn mit sofortiger wirkung außer betrieb nimmt. hätte sie sich doch die lächerlichen zwei meter zum zigarettenregal bequemt, frau w. hätte jetzt nicht so viel zum putzen...
auf dem heimweg fährt ein dreier touring, mit deutlich überhöhter geschwindigkeit an mir vorbei und spritz mich und meine kleidung von oben bis unten voll, dank der pfütze, die er streift. ich habe sein kennzeichen und es wird ein leichtes herauszufinden, wo er wohnt. muß vorher allerdings noch meinen morgenstern putzen. ich glaube, da kleben noch überreste drauf...
dabei wollte ich hier eigentlich bloß ein sonnenblumenbild platzieren, nebst einem "guten morgen!"...
11:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig , Träume | Permalink | Kommentarstatus (10) | Per Email verschicken
07.09.2007
Heute (finis)
fazit? also wirklich, das mache ich nicht nochmal, zumindest nicht beabsichtigt. das können andere besser...
23:55 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
Heute (VII)
und wo ich heute eh schon debil durch mein blog titsche, darf ein stöckchen selbstverständlich nicht fehlen.
Letzte Zigarette?
eine davidoff, hat gerade ihr dasein beendet. eine weitere wird bald folgen, so kann also von "letzte" nicht die rede sein, eh, vorallem weil ich augenblicklich nicht einmal aufhören möchte...
Letzte Autofahrt?
heute um 07:27h. weniger erwähnenswert, es hat genieselt und aus den boxen klimperten incubus.
Letzter Kuss?
vorletzten samstag, ca. 20:07h, am flughafen.
Letztes Buch?
"betty blue" von philippe dijan. sehr empfehlenswert. eigentlich ist es mir sogar ein wenig peinlich, zugeben zu müßen, es jetzt erst gelesen zu haben...
Letzter Film?
"transformers" im kino. was soll ich sagen? er hatte ein paar wenige düstere momente, die mir tatsächlich gut gefielen, doch die restlichen 85% des filmes, waren ungefähr so wertvoll, wie der inhalt meiner mülltonne...
Letztes Schimpfwort?
ich könnte mir jetzt kreativ einen abbrechen, doch das wäre gelogen - es war einfach nur "scheiße". keine ahnung wie oft am tag ich das sage...
Letztes Getränk?
ingwertee
Letztes Essen?
vollkornbrot mit tomate.
Letzter Anruf?
m., die pr-agentin aus köln. sie schimpfte etwas wüstes über deadlines, während ich ein rezept für spanischen bohneneintopf las und ihr nicht wirklich zuhörte...
Letzte Sendung im TV?
nachrichten, vorhin, papst in wien. in wien regnet es...
Letzte Dusche?
heute, 06:47h. kurz, heiß, belebend.
Letzte CD?
gekauft: feist "the reminder", gehört: manic street preachers "know your enemy".
Letzter gekaufter Gegenstand?
eine 1GB mini sd speicherkarte.
Letztes Mal aufgeregt?
vorhin, als mein designjet fehlendes magenta klagte, was garnicht sein konnte. nichts hasse ich mehr, als die sturheit von gegenständen...
Letzte Enttäuschung?
da ich momentan jeden funken kraft und optimismus benötige, versuche ich mich mit dem thema "enttäuschung" überhaupt nicht erst zu beschäftigen. aber es war schon bitter, als ich im großmarkt meine geliebten eingelegten anchovis nicht fand...
Letzte Worte?
"es ist wochenende!" an m., die pr-agentin aus köln...
Letzte merkwürdige Begegnung?
heute morgen, im türkischen supermarkt. ein alter und behinderter mann, den ich schon vor vielen jahren im zivildienst betreute, kaufte 25 stangen lauch. ich glaube alzheimer macht hungrig...
Letztes Mal amüsiert?
gerade eben, als ich gleichzeitig... ach, das hat hier nichts verloren...
Letztes Mal verliebt?
vergangenes jahr, etwa diese zeit. dauert noch an...
Letztes Mal umarmt?
gestern die r., eine gute freundin, zur begrüßung. das letzte mal richtig, vorletzten samstag, ca. 20:07h, am flughafen.
Letztes Mal getanzt?
mai 2000, als trauzeuge mit der braut. es wurde gefilmt und ich habe viel geld geboten, um das einzige band zu bekommen und dieses anschließend zu vernichten. leider existiert es immer noch. man wollte mein geld nicht...
Letztes Konzert?
09.06.07, MAdoppelT im porgy&bess, wien. krass gut mit liveband.
Letzte Webseite besucht?
uncrate.com - billabong justice sweatshirt!
wer will, soll. die julia muß!
22:15 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Quiz | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
Heute (VI)
wenn man nicht mehr in der lage ist "magenta" auszusprechen, wenn man am ende zu faul ist, noch einmal handschuhe anzuziehen, um die proofs nicht zu versauen, wenn man das klingelnde telefon nur noch ignorieren kann, weil man fast alle menschen für überflüssig hält, dann, dann ist es zeit um feierabend zu machen. einen gänzlich werbefreien...

19:34 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
Heute (V)
um ehrlich zu sein, finde ich dieses thema mittlerweile nur noch zum lachen. eine horde wildgewordener scheuklappenträger, regt sich fürchterlich über die eigene dummheit auf, ohne dieser misere auch nur einen funken selbstbeteiligung zuzuschreiben. als wenn man dazu gezwungen würde, sich tagelang in einer schlange vor einem handyshop zu stellen, um etwas zu erwerben, was noch keiner ausprobieren konnte, für einen preis der nunmal üblicherweise verlangt wird, für buntes spielzeug, von dem man noch nicht so recht weiß, ob es überhaupt gewinnbringend sein wird.
dabei mag ich mich keineswegs auf die seite von apple stellen,
die mir eh unsympathisch erscheinen, seit sie versuchen durch knobelverträge die weltherrschaft an sich zu reißen, oder zumindest die beste börsenplatzierung, mir geht es bloß um eins: noch wird keiner dazu gezwungen, etwas käuflich zu erwerben
und es ist kein neues geheimnis, daß technische neuerungen anfänglich mehr kosten, als nach einer weile und einigen technischen verbesserungen. gott wirf hirn vom himmel! geduld! geduld ist alles! ich bin sicher, schon bald wird es das iphone auch beim discounter geben. im doppelpack mit einem schicken wasserkocher...
16:35 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Gelesen , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
Heute (IV)
was zum henker?

14:30 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Heute (III)
das verhalten meiner leserschaft, erinnert mich manchmal an eine plötzliche spontangeilheit...

12:34 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Heute (II)
manchmal erinnert mich mein alltag und seine üblichkeiten an eine simile, seineszeichens einen in der österreichischen monarchie gebräuchlichen musterentscheid.
so zum beispiel auch das tägliche öffnen der post...

...und deren erledigung.

12:15 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
Heute (I)
der umzug naht, der stress wächst, das blog stagniert. doch nicht heute(!), denn ich habe mir vorgenommen, heute alles zu veröffentlichen, was ich gerade tue, denke, oder auch nicht, quasi diesen tag zum blogtag zu erklären. ich weiß es ist dumm, sowas ausgerechnet an einem freitag zu machen, wo alle eh blogfaul und kommunikationsmüde sind, aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich eine totalitäre utopie nicht wenigstens auch nur für eine sekunde für DIE erfindung der menschheit hielte....
12:00 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
02.09.2007
Auch der müde Arbeiter ist nicht immer zum Denken zu stumpf
ich bin müde. ständig, täglich und selbst jetzt, obwohl ich mir heute wahrlich nicht die beine vor stress ausgerissen habe.
nur knappe sieben wochen lebe ich noch in deutschland und irgendwie herrscht in meinem inneren ein wirrwarr, das sich nicht entscheiden kann, ob es sich nun einfach bloß freuen, oder doch eher pedantischst und ununterbrochen mein gehirn quälen soll,
mit millionen von fragen und organisatorischen klebezettelchen.
gut, daß ich permanent müde bin, liegt sicherlich daran, daß ich tatsächlich mehr um die ohren habe, als ein stresserprobter mensch vertragen kann. eine jahrelange selbstständigkeit zu beenden, bringt viele dinge mit sich, die sich einem erst dann offenbaren, wenn man sich mal ernsthaft mit dem thema "zeit" befasst, sofern man zeit dazu findet. weinende kunden, aufträge mit riesigen fragezeichen auf dem umschlag, monströse datensicherungen, endlose telefonate, behördennahkampf, dokumentenflut. alles ganz beiläufig neben den üblichen dingen, die ein umzug so mit sich bringt, wie kisten packen beispielsweise. und, natürlich wäre ich nicht ich, wenn ich dieser kleinen apokalypse nicht auch noch freiwillig selbst eine belastende tatsache zusätzlich aufs auge drücken würde, in form eines praktikanten nämlich, dem ich ab kommenden montag auch noch dinge beibringen muß. ich weiß bei dieser konstellation zum ersten mal nicht wirklich, wer von uns beiden die ärmere sau sein wird - der praktikant, oder ich...
dazwischen funken wie immer kleinigkeiten, wie das halt immer so ist - wenn man hundert wichtigkeiten zu erledigen hat, beschäftigt man sich zwangsläufig mit tausend parasitären nebensächlichkeiten, mit denen niemand rechnen würde, am allerwenigsten man selbst. das leben lebt und läßt sich eben nicht abrichten. manchmal finde ich das ziemlich gut, manchmal aber könnte ich deswegen äxte regnen lassen.
doch am ende eines jeden tages, bleibt doch nur das wichtigste in den ausgeleierten filtern meiner überstrapazierten wahrnehmung hängen - das ziel. die sicherheit, die mir geschenkt wurde, die ich vorher nicht kannte und nicht existent glaubte. das heimische, wie ich noch nie gelebt habe. und dann noch diese stadt, die ich an dieser stelle bewußt nicht einfach als "schön" abstempeln werde, weil das bloß touristisch wäre und sie in wirklichkeit auch anders zu sehen ist, wenn man die möglichkeit hatte, sie besser kennenzulernen. ich glaube "tier" bringt es wirklich passend auf den punkt. dieses pulsierende tier, ohne schlafstörungen, hübsch und gleichzeitig monströs. sie ist, wie alle dinge, die ich mag -
ein wenig unübersichtlich, auf den ersten blick sehr anders, als im herzen, großartig, aber nicht nach komplimenten suchend.
einfach ein gutes ziel.
00:35 Veröffentlicht in Alltag , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (15) | Per Email verschicken
27.08.2007
Wortkarg







22:45 Veröffentlicht in Alltag , Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
18.08.2007
Stand der Dinge
ich bin platt. die vergangenen wochen bloß als intensiv zu bezeichnen, wäre so arg untertrieben, als würde man 50°C im schatten "gemütlich" schimpfen. ich schreibe auch nichts bis kaum, wie sie sehen können, weil ich einfach nicht weiß was. und zwar nicht, weil es mir an erlebnissen mangeln würde, nein, ganz im gegenteil - es ist so viel, daß es mich abschreckt, weil es bloß einen zusammenhanglosen buchstabensalat geben würde, geschmacklich versalzen, sofern man geschmacklosigkeit mit schwarzen buchstaben schmackhaft darstellen kann. ein auszug des chaos gefällig?
in den letzten wochen ist soviel technik durch meine hände gewandert, daß ich mir selbst mittlerweile einbilde, anschlüsse zu haben. fragen sie mich bloß nicht wo... + menschen können einfach verschwinden. ich weiß, davon wird hin und wieder berichtet, wenn man aber sowas ernsthaft selbst erlebt, dann nimmt man diese "geschichten" schon anders wahr. leider verliert sich der gruselige "touch" des "mystery" auch gleich, wenn die besagte person nach drei wochen mit einer saublöden erklärung wieder aufersteht und einem selbst nichts bleibt, außer entsetzt beleidigt zu sein... + seit monaten stehen diverse neue dvd-filme in meinem glasschrank und vermehren sich stets. doch anstatt auch nur einen einzigen davon anzuschauen, versinke ich eines abends im sessel und starre gleich drei (!) miss marple verbrechen hintereinander an und zwar im bayerischen fernsehen. ich bin immer noch leicht schockiert... + manche ärzte sind dunkle leuchten. einer davon geht so weit, daß ich ihn als druide beschimpfen muß. das hat man nunmal als realitätsfremde kräutersense davon, wenn man versucht mir einzubläuen, meine verknoteten nervenstränge würden sich in luft auflösen, durch ein wenig waldspinat... + eine firma, mit der ich seit einigen jahren zusammenarbeite, hat die geschäftsführung gewechselt, wo seitdem nichts mehr funktioniert. meine lustige frage "warum man nicht gleich ganz verkauft hätte" brachte nicht die von mir erwarteten lacher. humorloses pack... + zusammenleben auf entfernung raubt kraft und zerrt an der substanz, vorallem wenn man sich einig ist, gemeinsam enkelkinder zu bekommen. viel kommunikation tröstet leicht... + drei bücher gleichzeitig lesen ist kontraunterhaltsam, vorallem wenn der feierabend aus müden wenigen minuten besteht. es ist zutiefst verwirrend, wenn die handlungsstränge eines reiseführers, eines schwülstigen dramas und einer zynischen satire verschmelzen... + anwälte sind blöd. eh...
so viel zum bruchteil einer auflistung, die ich zwar nicht endlos, aber noch sehr lange fortführen könnte. doch ich lasse es lieber, weil es eben nichts bringt, ebenso, als wenn ich zwischen tür und angel versuchen würde, komplexe dinge zu beschreiben, während mein hirn nicht bei der tastatur ist, geschweige denn fähig dazu, abzuschalten. so bleibt es dabei, bei einem weiteren eintrag, der eigentlich nicht hätte sein müßen. lesen sie es, oder auch nicht.
ich werde mich morgen im flugzeug ähnlich verhalten - zuerst werde ich mich nicht entscheiden können, welches buch ich lesen soll und dann, wenn es soweit ist, schlafe ich nach der ersten seite ein. denn...
gute nacht.
01:10 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
15.08.2007
Alles Gute, Baby!

00:00 Veröffentlicht in Alltag , dieJulia | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
13.08.2007
Willentliche Fokussierung?
ich fokussiere meine aufmerksamkeit auf ein display, während meine augen ihre sehschärfe testen. konzentration ist der rote faden meines tuns, alles will bedacht sein, von der idee, bis zur ausführung, es gibt nichts schlimmeres, als unüberlegtheit der produktion wegen, wobei es sich viel zu spät entscheiden würde, daß ich intergalaktischen mist gebaut haben könnte. zu viele hilfslinien, zu viele zahlen, doch ich beherrsche sie, nichts und niemand lenkt mich davon ab, meine arbeit so präzise zu erledigen, wie ein gelangweilter uhrmacher auf antidepressivum. jemand sagte mal zu mir "es ist gleich, wie viele gedanken du bei der arbeit auf einmal denkst, solange sie alle etwas mit der arbeit zu tun haben", was ich immer noch grundsätzlich und selbstverständlich beherzige. wenn da bloß nicht dieses permanente und leise flüstern wäre... scheiße, bin ich urlaubsreif... scheiße...

21:15 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
06.08.2007
Fiebar
hunde machen es ununterbrochen. jede ecke, jeder baum,
die ganze stadt ist mit abertausenden übereinanderliegenden schichten von olifaktorischen marken aus harn gepflastert, welcher terrier, welcher deutsch drahthaar, welcher mops soll da eigentlich noch durchsteigen?
dem hund am nächsten verwandt ist der mensch, auch er ist getrieben davon, seine marken und spuren zu hinterlassen,
überall wird abgelaicht, zugemüllt, rumgemeint, in internetforen, leserbriefen, gästebüchern, vielen scheint es schwerzufallen zuzugeben, dass sie stulle, also ahnungslos sind und dass es besser für sie wäre, wenn sie den schnabel hielten; und sieht diese ganze meinungskakophonie letztlich nicht so aus wie das trottoir vor einem eissalon? ununterbrochen werden kaugummis in münder gestopft, ordentlich durchgekaut und ausgespuckt, und es gibt keinen platz in der stadt, auf dem mehr von diesen armen verlassenen seelen liegen als links und rechts der eingänge der eiswirte - die schnittmenge der kaugummi- und der eisesser scheint ungeheuer groß zu sein; vor mcdonalds, pizzeria oder heeresgeschichtlichem museum z.b. ist weit weniger auswurf zu finden. aus den vormals weißen kautschukklumpen werden in kürzester zeit schwarze plättchen, die vom asphalt zu kratzen sich die straßenreinigungsgeschwader schon gar nicht mehr die mühe machen. zu viele sind es mittlerweile geworden. jedes von ihnen von einem menschlichen individuum, deren einige vielleicht schon tot sind, ein paar gerade verliebt, reiche, kranke, gesunde, arme, arbeitslose, solche mit schlechten hosen, ungezogene, perverse, jedes ein kunstwerk, ein zeugnis des lebens. die tauben hacken - aus respekt? - nicht an ihnen herum, sondern stochern mit großem appetit in nicht minder interessanten menschlichen und sogar noch kreativeren kunstwerken, den kotzesuppen.*
ja, so passiert es schon mal, in den vier bis achtundzwanzig wänden meiner germanischen behausung, daß man sich bei 40°C raumtemperatur in meinem unklimatisierten büro, ein buch und ein kaltes getränk schnappt und sich eine etage tiefer auf die couch begibt, um hitzefrei zu feiern. arbeit kann schließlich warten und nächte sind eben nicht bloß zum schlafen gedacht...
soundtrack: sandra nasic "fever".
*aus "das staubige tier" von tex rubinowitz
18:05 Veröffentlicht in Alltag , Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (5) | Per Email verschicken
©(TM)*
"das wetter wird ihnen präsentiert von der dresd*ner bank" ertönt aus dem spheros und ich glaube kurz daran, den schuldigen für diesen zu oft mißglückten sommer gefunden zu haben. mußte ja früher oder später eh so kommen, daß sogar das wetter aufgekauft und marken-versklavt wird. nun wird es keine rolle mehr spielen, ob es gut und gesund ist, wenn es tagelang regnet, als ob die wolkenbewohner aus bodenlosen bechern trinken würden, sondern einzig und allein die möglichst hohe auflösung der wassertropfen, nebst der farbverbindlichkeit der sonnenstrahlen und einer zentrierten platzierung des logos auf den einzelnen hagelkörnern. ein biblischer ausverkauf, das, wenn sie mich fragen...
aber was soll es auch, alles muß weg, alles muß raus, die zeit rennt uns davon, wozu also etwas unversucht lassen, den totalitären marketing-overkill zu veranstallten, bevor der klimawandel alles dahin rafft und es somit unmöglich macht,
selbst dem letzten pünktchen im universum einen winkelmaßkreuzartigen copyright-stempel aufzudrücken, ganz "frei" nach dem motto einer vereinten und gleichdenkenden gemeinschaft: wir sind eins und alles. und selbst die DIN-normnummer der erdkugel ist gesichert. bloß gott sollte mal langsam als vorstand ausgetauscht werden, man weiß bloß nicht, wo dieser drecksack steckt...
ich frage mich, in diesen möglicherweise sehr schrägen gedankengängen meiner wenigkeit bloß, wer denn eigentlich verklagt wird, wenn die allgemeine scheiße einfach nicht mehr so riecht, wie sich das experten gedacht haben, denn, seien wir mal ehrlich - zu viel, von was auch immer, hat in der geschichte der menschheit noch nie zu was gutem geführt, vorallem dann nicht, wenn es eben von menschenhand produziert und/oder erdacht wurde.
wenn ich also eines tages, mit völlig romantischen gedanken im hinterkopf, nach oben schauen sollte und dabei das logo eines weltkonzernes auf dem vollmond erblicken, werde ich mich augenblicklich in ein mobiles schwarzes loch fallen lassen, welche bis dahin sicherlich im doppelpack beim discounter käuflich erwerbbar sein werden. lieber ein riesiges nichts, als eine aufgeblähte und collagierte gehirnzellenwäsche.
*dieser auswurf wurde ihnen präsentiert von meinem bauch.
00:00 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Gehört , Gesehen , Kopflastig , Welt | Permalink | Kommentarstatus (22) | Per Email verschicken
29.07.2007
Knapp
augenblicklich ist alles haarscharf - geschehnisse, pläne, aufträge, termine. sämtliche bewegungen des universums kratzen und schleifen an meinen tagesabläufen, wie stumpfe zähne an einer steinerten nuß. und nicht nur an tagesabläufen, sondern auch an meiner verfassung, die, obwohl ich sie ja verinnerliche, mir des öfteren ein fieses beinchen stellt. quark-dateien verschmelzen technisch mit stumpfsinnigen e-mail dialogen und ergeben eine brocken aus tiefster unsympathie für mein berufliches dasein, wobei sich dieser zustand kommende woche noch durchaus verschlimmern könnte, denn die arbeit als verantwortlicher ad,
mit einem mir völlig unbekannten team, im auftrag eines großen kunden aus der kosmetikbranche, dürfte alles andere werden,
als ein spaziergang durch die totalitären blumenwiesen der kommunikation, sondern eher ein krampfhaftes rückenschwimmen im erbrochenen aus kreativitätsfeindlichen ignoranten. ganz nebenbei, stapeln sich umzugskisten in diversen ecken meiner behausung, mit utensilien gefüllt, die ich momentan kaum, wohl aber später mal brauchen werde, so daß sich meine wohnverhältnisse langsam, aber stätig, in eine art irokesenschnitt der gewohnten gemütlichkeit verwandeln - wohnen, jetzt stark reduziert...
bei all dem, passieren ständig dinge, die eben einfach passieren, ganz ungefragt, ganz unnötig, während mein gehirn leicht angestrengt versucht alles, oder wenigstens einen teil davon, zu bewältigen, was allerdings nicht immer als erfolg gefeiert werden kann. so wechselt die laune öfter mal die fronten, eigentlich in minutentakt sogar, daß am ende bloß eine suppe übrig bleibt, die sich nicht recht entscheiden kann, ob sie nun nach huhn, oder kiwi riechen soll. gerade noch verabschiedet man freundlich lächelnd den briefträger, kaum drei augenblicke später bastelt man mental bomben, die an diversen orten, oder zwischen den beinen verschiedener lebewesen platziert werden sollten. feinst gehacktes aus friedvoller zerstörungswut...
durcheinander kann manchmal durchaus gesundes haben, doch zu viel davon, ist vergleichbar mit säure im getränk. hoffentlich wird das mal bald ruhiger. aber jetzt hole ich mir erstmal etwas schafskäse in chiliöl. und einen milka tender...

22:45 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (6) | Per Email verschicken
25.07.2007
Das Jüngste Gericht
also wenn das mal nicht das passende stöckchen für meine blogroll ist...
Deine Sündenquittung
Ich habe Drogen genommen - 20€
... und das mehr als einmal - 15€
Ich habe jemandem Drogen angeboten - 40€
Ich zeige beim Autofahren manchmal Vögel oder Stinkefinger - 15€
Ich habe einen Unfall verschuldet - 35€
Ich habe beim Ausparken ein fremdes Auto angeditscht - 20€
... und bin dann einfach weggefahren - 300€
Ich bin völlig besoffen oder zugekifft Auto gefahren - 300€
Ich lüge manchmal, dass sich die Balken biegen - 15€
Ich habe schonmal jemanden richtig heftig gemobbt - 50€
Manchmal lästere ich über das Aussehen von anderen - 15€
Ich habe schonmal jemanden krankenhausreif geschlagen - 300€
Ich habe etwas gestohlen, was mehr als 100 Euro wert ist - 200€
Ich habe schonmal mutwillig etwas zerstört - 100€
Ich habe Grafitti gesprayt - 100€
Ich habe schonmal illegal Sperrmüll entsorgt - 100€
Ich bin mal in einem Raum gewesen, während andere dort Sex hatten - 15€
Ich parke manchmal auf Behindertenparkplätzen - 40€
Ich fahre machmal schwarz mit Bus oder Bahn - 40€
... und wurde dabei schonmal erwischt - 35€
Ich habe manchmal die Schule geschwänzt - 15€
... und dabei noch den Entschuldigungszettel gefälscht - 50€
Ich habe absichtlich die Hausaufgaben nicht gemacht - 15€
Ich habe schlechte Noten vor meinen Eltern verheimlicht - 30€
Ich habe schonmal Früchte geklaut - 0.05€
Ich habe heute schon masturbiert - 0.59€
Ich mag Oralverkehr - 4.99€
1870.63 €
00:59 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig , Vergangenes | Permalink | Kommentarstatus (13) | Per Email verschicken
16.07.2007
A Short Diary Post
vergangene woche, mittwoch, 08:57h, düsseldorf. leicht aber nicht ernsthaft aufgeregt, betrete ich ein imposantes gebäude, in einem eher nobleren stadtteil, um meine person zwecks möglicher einstellung vorzustellen. ein weltweites unternehmensnetzwerk, selbst branchenfremden ein begriff,
in dem noch heute auf die "new economy" art gelebt wird, nebst rudeltiertreffen bei tai-chi-übungen und besprechungen in einem beduinenzelt, werden dort apfelartige rosengewächse gemeinschaftlich für eine höhere lebensform gehalten.
ein paradies für devote workoholics.
man will mich, wird mir verkündet, was an meinem auftreten kaum liegen kann - der hellgraue hugo, ist nicht gerade ein designporno, ebenso die fehlende krawatte, alles in allem entscheidet tatsächlich mein können und das, was man darüber wüßte. schick, das, gleichzeitig aber auch shit, auf der kehrseite der medaille, denn so toll das angebot auch klingen mag, höchtswahrscheinlich möchte man mich für einen falschen standort, aus meiner sicht betrachtet.
einmal mehr typisch für meinen lebenslauf, es kostet mich bloß zwei telefonate und ein kurzes treffen, um höher in der branchenhackordnung zu klettern, bekleidet mit einer position,
die feinste visitenkarten in meine tasche zaubert und koksende fan-clubs anzieht und ich muß herzlichst absagen...
vergangene woche, donnerstag/freitag. diese ungewisse situation verwandelt meinen kopf in einen ungesunden motor,
der stress auf mich, mein dasein und meine nächsten projeziert. ich streite, schweige und entfalte die diva in mir, bloß um wie immer, mich im nachhinein dafür zu schämen, wie ein mantelloser exhibitionist auf einer polizeiwache. selbst mordgedanken helfen nicht...
vergangene woche, sonntag, mittags. nach einem arbeitsreichen samstag und dem ungewissen blick in eine entscheidungsreiche kommende woche, beschließe ich ein powerbook zu leihen, nachdem mein eigenes eines gewaltsamen todes starb. dabei trug sich folgender dialog zu:
g.: willst du das 15-er, oder das 17-er?
ich: 17-er, eh!
g.: das 15-er brauch ich eh selbst.
ich: wozu fragst du dann?
g.: was?
ich: na welches ich haben will!
g.: habe ich das?
ich: ...
manchmal, aber nur manchmal, habe ich das gefühl, bloß außerirdische zu kennen...
diese woche, montag, heute, 10:57h. ich betrete eine druckerei und werde mit den worten empfangen "ihre produktion läuft schon!"...
ich: ??? wie meinen?
d.: ihre sachen sind schon im druck!
ich: aber ich habe doch noch keine freigabe erteilt!
d.: nicht?
ich: nöh, ich bin ja gerade hier, um einen andruck zu sehen...
d.: aber die maschine läuft schon seit cirka einer stunde...
ich: tja, so wie es aussieht mit offenen armen ins verderben, was?
es wird mir womöglich für immer ein rätsel bleiben, wie man gedankenlos knöpfe drücken kann, ohne die geeigneten finger dafür zu haben. solche situationen, können in verbindung mit einer höllischen hitze, leicht reizbar auf mich und mein wesen wirken, bis hin zum amüsanten amokschlitzen. das leben siegte heute bloß für manche existenzen, weil ich momentan in der einbildung schwebe, das universum wäre gut zu mir. zu verdanken hat es das in erster linie meiner liebsten, die es sich tatsächlich und freiwillig zur aufgabe gemacht hat, ihr leben an der seite eines gänzlich blutrünstig agierenden hitzköpfes zu verleben. niemand sonst lenkt mich von bösen taten, nur mit dem gedanken an einen griechischen salat ab...
morgen, liebes tagebuch, wird schafskäs gekauft, ganz gleich welche entscheidung aus düsseldorf meine sensiblen nerven trifft, oder eben nicht.
23:30 Veröffentlicht in Alltag , Blog , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (4) | Per Email verschicken
09.07.2007
Handlungsmotivation
manchmal sitze ich einfach so da, in meinem haworth chefsessel und starre aus dem fenster. die gedanken die mir dabei durch den kopf schießen, sind so unterschiedlichster natur, wie das warenangebot großer discounter. alles und nichts, fischstäbchen nebst handys, toilettenpapier und rasenmäher, an der kassa vereinte nationen.
nicht ein jeder gedanke dabei ist gleich abfall, viele sind es nicht einmal wert, überhaupt gedacht zu werden, manche geben bloß vor, wichtig zu sein, einige führen zu nichts. ganz selten aber, gibt es diese, die hochwertig und bedeutsam sind, die sich aber selbst kaum in wenigen buchstaben beschreiben lassen, wenn denn überhaupt.
eigentlich meine ich auch nicht bloße gedanken, es sind eher ganze mentalpakete, die aus vielen kleinen einzelteilen bestehen und etwas ganzes bilden, was wohl als der grundriss des handelns und des daseins durchgehen dürfte, eine art technischer zeichnung die aufzeigt, in welche richtungen man treiben sollte, angetrieben durch welchen stoff und gelenkt von welchem gott. zumindest ich persönliche neige dazu, dieses fundament hin und wieder zu vergessen, oder es zumindest geistig mit einer sümpfigen landschaft zu unterwandern. eine selbstvergewaltigung der eigenen kraft, mit einem dildo aus fauliger festgefahrenheit und stacheligen noppen der selbstgefälligkeit.
dabei ist es eigentlich ganz einfach, ein jeder hat seine ideale,
die gekonnt, oder nicht, seiner eigenen zielsetzung entsprechen. dumm nur, wenn man sich darin verirrt und sich selbst die reise zum licht hin, schwieriger gestaltet als nötig, wobei sie sich nun keine sorgen machen sollten, denn mit licht meine ich keineswegs einen fröhlichen wolkentod, sondern die eigene zufriedenheit, über das, was man tut und wie man es lebt.
was ich meine, ist folgendes - mich kotzt einfach das allgemeine rumgekotze und genörgele an, ja, auch mein eigenes. alles ist scheiße, schlecht und kritisch zu beäugen, mist, noch mistiger,
als scheiße je sein könnte, alles nervt und strapaziert das dasein. das internet ist blöd, wird zumindest am meisten von denen behauptet, die es von morgens bis nachts nutzen, ebenso der ganze elektronikschrott, mit dem wir ständig bombardiert werden, gleich nachdem wir die kreditkarten gezuckt haben. der alltag frisst uns auf, mit haut und haaren, ein beinahe jeder wünscht es sich robinson zu sein, sofern freitag ein ipod mit dicken titten, oder wahlweise einem riesigen schwanz sein könnte.
und dann auch noch der berufliche stress, eine endlos schleifende apokalypse der täglichen vierundzwanzig stunden, die die mittelalterliche sklaverei mit einem fingerzucken in kinderkramm verwandeln läßt.
und da wären wir auch schon beim blutroten faden, der sich durch meine gedanken zieht: das berufsleben in der werbebranche. man, wird darüber hergezogen, man, ziehe ich darüber her,
man könnte fast annehmen, es wäre die jenseitige unterwelt, die wir täglich betreten müßten, um unseren lebensunterhalt zu verdienen. mindestens.
dabei hinterfrage ich eine simple tatsache, wie man wohl in diesem suppenkessel landen kann, so, daß die erzählungen darüber, später beinahe so klingen, als wäre man bewußtlos dazu geprügelt worden, um nach einem langen komatösen zustand, plötzlich in dem verhassten schema "'werber" zu erwachen, totalitär willenlos.
also, ich persönlich kann mich nicht daran erinnern, mit peitschen und ketten dazu gezwungen worden zu sein, dies zu werden, was ich nun einmal geworden bin. um ganz ehrlich zu sein, wollte ich das sogar, ohne ein wenn und aber. und wenn ich noch viel tiefer in mich hinein horche, dann muß ich ganz ehrlich zugeben, daß ich das immer noch will, auch wenn ich gerade der typ bin, der sich seine gegenüber in '"meetings", gevierteilt vorstellt...
natürlich ist es manchmal und nach jahren die ins land ziehen nervig, oder zum kotzen, bloß ist es das überall, ganz gleich welchen beruf man genauer unter die lupe nimmt, ganz gleich,
in welcher branche. doch manchmal vergessen wir uns - in unserer situation - und puzzeln uns einen märtyrer auf den leib und merken immer weniger, wie sehr wir uns von dem ursprünglichen gedanken entfernen, der uns irgendwann mal früher neugier auf der zunge zergehen ließ. ich will hier nichts klischeehaft schönreden, aber manchmal muß man eben etwas mehr farbe verwenden, um am ende nicht mental auf einem friedhof des toten enthusiasmus zu graben.
genug gedacht.

22:10 Veröffentlicht in Alltag , Debil , Kopflastig | Permalink | Kommentarstatus (12) | Per Email verschicken
03.07.2007
Eine auf Einsicht beruhende innere Reife
es ist schon ein jammer: nasenkatarrh nebst einer schmerzenden solchen, dem häufigen sternutatio wegen, güllige und schmerzende kehle, trotz vielfachem gurgeln mit salzwasser, dazu kopfschmerzen und müdigkeit, ein steifer hals, der ein rückwärtiges einparken unmöglich macht und als wenn das alles noch nicht genug wäre, schmerzen beim wasserlassen, dank einer möglichen nierenverstimmung. so hockt man im büro, sofern man ich ist und bemitleidet sich ein wenig selbst, zwischen bergen von berotzten taschentüchern und nebst der nicht duftenden teekanne, den defekten riechorganen sei dank.
ich frage mich, was das ganze soll. liegt das nun am alter und man mutiert im laufe der jahre immer mehr zu einem gigantischen jammerlappen, oder was hängt sonst schief im universum? früher war doch alles anders, oder? da hätte man eine grippe doch überhaupt nicht erst erwähnt, solange die lunge nicht halb aus dem hals gehangen hätte und selbst dann hätte man sich noch mittels skateboard auf den weg zum arzt gemacht, bösartige stürze und plötzliche ohnmacht durchaus in kauf nehmend. früher war alles hart und aus holz, während heute einem der besuch einer apotheke selbstverständlicher vorkommt, als das pinkeln im freien.
ich sitze da und denke so erwachsen, wie ich es früher nie getan hätte. ich denke an die zukunft, denn meine körperlichen erfahrungen der letzten monate waren mehr als prägend, ebenso diverse einsichten, darüber, daß wir nur ein leben haben und wenn der körper einmal hin ist, dann wird der spaß an der weiteren existent eben ordentlich kastriert, bis stärker amputiert. früher habe ich auf die zukunft und auf weise einsichten geschissen, aber, sind diese einsichten überhaupt weise? sicherlich, doch einsichten fordern eben gedanken und gedacht haben wir früher eher wenig. es ist reichlich blut geflossen, es blieben einige narben und knackende gelenke als erinnerung zurück, es gab viel zu lachen, aber es gab auch sehr besorgte momente, ausgelöst durch totalitären leichtsinn von größenwahnsinnigen halbstarken.
am ende finde ich es gut, wie es ist. lieber einen grippalen infekt für mich und etwas gejammer für meine nächsten, als schmerzliches warten in einer notaufnahme, mit verbissen zähnen, weil man ja so "tough" sei. die erinnerungen erzeugen zwar ein leichtes grinsen, doch ich muß ehrlich zugeben, mittlerweile ein echter apothekenaufsucher zu sein, noch bevor dies akut von einem arzt befohlen wird. früher war halt früher und heute ist längst nicht mehr alles aus holz.

